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Alternative Konzepte zum Messen von Wohlstand

Benjamin Lauber

Created on March 31, 2026

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Alternative Konzepte zum Messen von Wohlstand

Monetär adjustierte Indizes

Gemeinwohlökonomie (GWÖ)

Nationaler Wohlfahrtsindex (NWI / GPI)

Kernkonzept: Ein Ansatz, der wirtschaftliches Handeln konsequent an Verfassungswerten statt an reiner Gewinnmaximierung ausrichtet. Zentrale Indikatoren: Die „Gemeinwohl-Bilanz“ bewertet Unternehmen anhand der fünf Säulen Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und demokratische Mitentscheidung gegenüber allen Berührungsgruppen (Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden). Zielsetzung: Schaffung rechtlicher Anreizrahmen, durch die ethisches Handeln (z.B. durch Steuervorteile) belohnt wird, während unethisches Verhalten zu Marktnachteilen führt.

Kernkonzept: Ein Index, der ökonomische Leistungen mit sozialen und ökologischen Kosten verrechnet, um die reale Wohlfahrt präziser abzubilden als das BIP. Zentrale Indikatoren: Den Ausgangspunkt bildet der reale private Konsum, der mit dem Gini-Index gewichtet wird, um die Einkommensverteilung zu berücksichtigen. Hinzu treten 21 Variablen, darunter wohlfahrtssteigernde Faktoren (Hausarbeit, Ehrenamt) und wohlfahrtsmindernde Faktoren (Kosten von Kriminalität, sowie ökologische Schäden wie Emissionen).Zielsetzung: Korrektur der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung durch Internalisierung negativer Externalitäten.

Zusammengesetzte (kompositive) Indizes

Happy Planet Index (HPI)

Human Development Index (HDI)

Kernkonzept: Ein von der UN entwickeltes Maß zur Messung der menschlichen Entwicklung jenseits des Einkommens. Zentrale Indikatoren: Drei Säulen, operationalisiert durch vier Indikatoren: Gesundheit (Lebenserwartung), Bildung (durchschnittliche Schuldauer von Erwachsenen und voraussichtliche Schuldauer von Kindern) sowie Lebensstandard (Bruttonationaleinkommen pro Kopf). Zielsetzung: Evaluation nationalen Fortschritts basierend auf menschlichen Fähigkeiten. (Der ungleichheitsbereinigte IHDI diskontiert die Werte zusätzlich entsprechend der internen Unterschiede einer Gesellschaft.)

Kernkonzept: Ein Maß für die ökologische Effizienz, mit der ein Land Wohlbefinden und Langlebigkeit für seine Bevölkerung generiert. Zentrale Indikatoren: Die mathematische Architektur setzt im Zähler das subjektive Wohlbefinden und die Lebenserwartung (multipliziert und ungleichheitsbereinigt) ins Verhältnis zum Nenner, dem Ökologischen Fußabdruck (insb. CO2-Fußabdruck). Zielsetzung: Aufzeigen, wie effektiv planetare Ressourcen genutzt werden, um ein „gutes Leben“ innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen zu ermöglichen.