Biedermann und die Brandstifter
von Max Frisch
Inhaltsangabe
Erster Eindruck Dramentheorie Werk und Autor Entstehungsgeschichte Szene 1+ 2 Figurenkonstellation Das Sprechen zum Publikum Figurenkons
Das Kassandra Mythos Szene 3 Szenen 4 bis 5 und Warnhinweise Sprache Episches Theater Szene 6 + Lehrstück? Figurenkons
10
11
12
Erster Eindruck
1) Erste Eindrücke/Assoziationen 2) Titel besprechen - Thema ? 3) Figuren? 4) Wie viele Szenen? 5) Prolog? Epilog? 6) Chor: Wer? Was ? Warum? 7) Woraus besteht ein Theaterstück? Wie ist es aufgebaut?
"Biedermann und die Brandstifter" Was erwarten Sie von der Geschichte?
Dramentheorie
Machen Sie sich Notizen zum Video. Das "aristotelische Drama"
Schauen Sie sich den Aufbau unseres Dramas an. Was passt zu dieser Beschreibung?
Was ist das Ziel eines Theaterstücks?
Rolle des Theaters laut Friedrich Schiller
Welche anderen Autoren kennt ihr noch, die das gleiche Ziel verfolgten?
2. Werk & Autor
Zum Autor
Zum Werk
Ludwig Erhard war von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 der zweite Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Zum historischen Kontext
Beginnen Sie, den AA1 zu schreiben.
Szene 1
Szene 2
Figurenkonstellation
Figuren- konstellation
Szene 3
Der Chor entstammt der antiken Theatertradition, in der er als integraler Bestandteil der Tragödie die Rolle der Bevölkerung und damit der Öffentlichkeit einnahm. Er stand kritisch beobachtend neben der Handlung und griff in der Regel nicht ein. Choreinsätze finden sich in der antiken Tragödie zu Beginn nach dem einleitenden Prolog, im Parados, und am Ende (Exodos) und als Stasimon jeweils zwischen den einzelnen Szenen. Im 18. Jahrhundert griff Schiller das Stilelement des Chores wieder auf, um durch ihn die ästhetische Wirkung einer sittlichen Erziehung zu stärken. Der Chor als eigenständiger theatraler Akteur befremdet wegen seiner anfangs unklaren Funktion und seiner elaborierten Sprache.
Warum wirken die jeweiligen Textstellen sprachlich fremdartig und rätselhaft?
Denn zahlreiche sprachliche Mittel und rhetorische Figuren = erzielen eine starke lyrische Wirkung. Welche Rhetorische Mittel können Sie nennen?
Welcher Stil hat der Chor also? (Pathetischer, realistischer, ironischer?) Welche Funktion hat der Einsatz des Chores? Welche Wirkung?
Im 20. Jahrhundert nutzen Autoren wie Brecht, Dürrenmatt und Frisch den Chor, um die Spielhandlung auf der Bühne zu verfremden und die Identifikation des Publikums mit dem Bühnengeschehen zu verhindern.
Frisch konzipierte die Chor-Einsätze in Anlehnung an den Aufbau der griechischen Tragödie: Nach einem sehr kurzen, nur drei Zeilen umfassenden Prolog, dem Monolog von Biedermann, übernimmt der Chor den Parados, um daraufhin mit Ausnahme des Übergangs von Szene 5 zur Szene 6 zwischen den Szenen aufzutreten und schließlich im Exodos das Stück zu beenden. Zum Ende der 5. Szene fehlt der Choreinsatz, allerdings tritt hier Biedermann aus der Spielhandlung heraus und wendet sich direkt an das Publikum. Seine Publikumsansprache, in der er ansatzweise auf die Bedenken des Chores eingeht, unterscheidet sich zwar sprachlich und figurativ von den Chorauftritten zuvor, ist aber dramenstrukturell funktionsähnlich, da sie die Spielhandlung unterbricht, verfremdet und Reflexionsimpulse vermittelt. Der Chor gehört zur dramatischen Struktur. Sprachlich und rhythmisch spielt Frischs Chor auf den weltberühmten Chor der thebanischen Greise aus Sophokles‘ „Antigone“ (442 v. Chr.) an. Ein Vergleich zwischen letzterem und Passagen aus Biedermann macht deutlich, dass der Einsatz des Chores hier als Parodie zu deuten ist: (denn literaturhistorische Kontinuität von Form und Darstellung, aber inhaltliche Veränderung.)
Mit der gehobenen Sprache hat der Chor hier einen pathetischen Stil. Seine Funktion ist einerseits zu entfremden, dem Publikum die Illusion zu nehmen ( stetes Einsetzen, Sprache, asynchrone Zeitstruktur) aber auch zu kommentieren. Er nimmt die Funktion des kritisch-wachsamen Beobachters und mahnenden Kommentators ein, der die zentralen Handlungslinien des Bühnengeschehens andeutet. =Gewollte Anlehnung an Brechts Begriff des epischen Theaters!
Kassandra Mythos
aus Einfach Deutsch, Schöningh, Westermann S. 35
Szene 4
Szene 5
Szene 4
Szene 5
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
In diesem Werk gibt es eine Diskrepanz zwischen den sprachlichen Äußerungen und der tatsächlichen Handlung: von Wollen, Meinen und Sagen. Das hat große Folgen für die Dramenhandlung. 1. Lesen Sie die Gespräche zwischen Biedermann und Schmitz (s. 10-18) und Babette und Schmitz (S. 22-26) 2. Erarbeiten Sie, was Biedermann und Babette in Hinsicht auf Schmitz wollen, was sie sagen und wie sie handeln. Zitieren Sie!
3. Bewerten Sie das Verhältnis zwischen Denken, Sprechen und Handeln bei Biedermann und Babette.
4. Überlegen Sie, welche Folgen die Gesprächsführung Biedermanns und Babettes hat.
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
5. Szenisches Darstellen
(Siehe AB) 6. Schmitz‘ Sprachverhalten: Zeigen Sie am Beispiel von Schmitz‘ Aussage („Sie sind keiner von denen […] Brandstifter behandelt.“ (S. 13 f.) und an dem Gesprächsauszug zwischen Babette und Schmitz (S. 23f.) auf, wie Schmitz die Biedermanns unter Druck setzt.
7. Suchen Sie nach anderen Beispielen, wie Schmitz den Widerspruch der Biedermanns zwischen Sagen und Handeln für sich ausnutzt.
8. Sprachstragien der Branstifter in Szene 3:
Analysieren Sie das Gesprächsverhalten der Brandstifter gegenüber Biedermann Bewerten Sie das Kommunikationsverhalten der Brandstifter in Hinsicht auf gelingende Kommunikation.
Das Epische Theater
Machen Sie sich eine Mindmap zum epischen Theater. Überlegen Sie, welche Merkmale auf unser Stück zutreffen.
Das Epische Theater
Was passt zu dieser Beschreibung?
Das Epische Theater
Was passt zu dieser Beschreibung?
Szene 6
Ein Lehrstück?
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
5. Szenisches Darstellen
(Siehe AB) 6. Schmitz‘ Sprachverhalten: Zeigen Sie am Beispiel von Schmitz‘ Aussage („Sie sind keiner von denen […] Brandstifter behandelt.“ (S. 13 f.) und an dem Gesprächsauszug zwischen Babette und Schmitz (S. 23f.) auf, wie Schmitz die Biedermanns unter Druck setzt.
7. Suchen Sie nach anderen Beispielen, wie Schmitz den Widerspruch der Biedermanns zwischen Sagen und Handeln für sich ausnutzt.
8. Sprachstragien der Branstifter in Szene 3:
Analysieren Sie das Gesprächsverhalten der Brandstifter gegenüber Biedermann Bewerten Sie das Kommunikationsverhalten der Brandstifter in Hinsicht auf gelingende Kommunikation.
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
Verdorbene Sprache
Visual content is a dsdqsd
Und nun geht es ans Theaterspielen!
Projekt
Projekt
Divers
Quellen
Zeitklicks
Einfach Deutsch, Schöningh, Westermann
Andere
Molière: 1622-1673 Les comédies de Molière allient à la perfection la puissance comique et la critique morale et sociale. Écrites au XVIIe siècle dans un style original, parfois contesté à l'époque, elles sont encore jouées aujourd'hui et toujours appréciées par le public moderne. Quel est l'objectif d'une comédie selon Molière ?
Le but de la comédie est moral et didactique : elle démasque les imperfections des hommes et les incite à se corriger. La comédie «corrige les mœurs pas le rire», rappelle Molière dans la préface de Tartuffe.
Erich Pfeiffer-Belli: "Drei Pfannkuchen mit einem frisch-Ei" (Kritiker der Süddeutschen Z.)
Längere Werkgeschichte:
1) Prosaskizze "Burleske" aus Tagebuch 1946-1949 Skizze entstand 1948
In der Du-Form (Durchschnittsbürger) "Und am anderen Morgen, siehe da, steht dein Haus noch immer!"
(Literarische) Reaktion auf Ereignisse in der damaligen Tschechoslowakei 2) Hörspiel als Auftragsarbeit für den Rundfunk " Herr Biedermann und die Brandstifter" 1950 erster Entwurf als "Bericht eines Überlebenden" 1952/53 neue Bearbeitung für den Bayrischen Rundfunk- kleine Details hinzugefügt
= Dramatisierung 3) Drama, 1958 Uraufführung
in Zürich
"Der Biedermann hat eine lustige Geschichte. Erschöpft vom Homo Faber, der eben fertig war, fühlte ich mich nicht fähig, sogleich an das große Stück vom andorranischen Juden zu gehen. Auch hatte ich lange nicht für die Bühne geschrieben. Fingerübung war vonnöten. So nahm ich das Hörspiel, um zwei Monate lang meine Fingerübung zu machen, die dann über 70 deutsche und viele fremdsprachige Bühnen ging; ich habe nicht damit gerechnet, dass ich von diesem Haarölschwindler leben werde."
Gespräch zwischen Frisch und Horst Bieneck, zitiert nach Springmann S. 30
1948-1958 : Kalter Krieg + Eiserner VorhangBerlin Blockade (1948/1949) + der Korea-Krieg (1950-1953) + die Suez-Krise (1956)+ Mauerbau (1961) = Blockkonfrontation (Kapitalismus vs Kommunismus) Bundeswehr (1956) + Wiederbewaffnung mit Atomwaffen
Westintegration der BRD abgeschlossen (Europarat + Nato) "Restaurationsjahre" ( Konservativ, CDU/CSU) "Wirtschaftswunder der sozialen Marktwirtschaft"
Ludwig Erhard: Bundesminister für Wirtschaft von 1949 bis 1963 (und Bundeskanzler nach Konrad Adenauer von 1963 bis 1966) USA= Land vieler Träume (Soldate, Filme, Musik...)
Februar 1948: Übernahme der Macht durch die Kommunisten in der ehg Tschechoslowakei. Frisch hatte Hoffnung in das System der "Nationalen Front" gesetzt, doch die haben sich bei den Kommunisten verschätzt = "Brandstifter" ins Haus gelassen
*1911 in Zürich Studium: erst Germanistik, dann Architektur Arbeit: erst Journalist, dann Architekt (// Vater) ab 1937: Erstes Schreiben 1939-1945: Dienst in der Armee 1947: Bekanntschaft mit Brecht und Dürrenmatt ab 1955 nur noch Schriftsteller 1957 Homo Faber 1958: Biedermann und die Brandstifter - Georg Büchner Preis 1961: Andorra 1976 : Friedenspreis des Deutschen Buchhandels mehrfach verheiratet, 3 Kinder, viele Reisen, viele Wohnsitze + 1991 in Zürich
Arbeitete als Architekt, um Geld zu verdienen, nur als Hobby Schriftsteller, daher Notizen/ Skizzen/Ideen in seinen Tagebüchern so zwischendurch
Dramen + Parabeln: Andorra + Biedermann
Romane: Stiller, Homo Faber, Mein Name sei Gantenbein
Literarische Tagebücher : 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971.
2 große Werkgruppen:
a) "private, persönliche Sphäre b) politische, "öffentliche" Themen
= zentrales Element in Frischs Werk
also: die Suche nach Identität, bzw. der Abbau einer falschen Identität. (Andorra, Homo Faber, Stoller, Mein Name sei Gattenbei)
https://www.dieterwunderlich.de/Max-Frisch.htm
1948-1958 : Kalter Krieg + Eiserner VorhangBerlin Blockade (1948/1949) + der Korea-Krieg (1950-1953) + die Suez-Krise (1956)+ Mauerbau (1961) = Blockkonfrontation (Kapitalismus vs Kommunismus) Bundeswehr (1956) + Wiederbewaffnung mit Atomwaffen
Westintegration der BRD abgeschlossen (Europarat + Nato) "Restaurationsjahre" ( Konservativ, CDU/CSU) "Wirtschaftswunder der sozialen Marktwirtschaft"
Ludwig Erhard: Bundesminister für Wirtschaft von 1949 bis 1963 (und Bundeskanzler nach Konrad Adenauer von 1963 bis 1966) USA= Land vieler Träume (Soldate, Filme, Musik...)
Februar 1948: Übernahme der Macht durch die Kommunisten in der ehg Tschechoslowakei. Frisch hatte Hoffnung in das System der "Nationalen Front" gesetzt, doch die haben sich bei den Kommunisten verschätzt = "Brandstifter" ins Haus gelassen
Biedermann und die Brandstifter
marion.vesper
Created on February 2, 2026
Start designing with a free template
Discover more than 1500 professional designs like these:
View
Terrazzo Presentation
View
Visual Presentation
View
Relaxing Presentation
View
Modern Presentation
View
Colorful Presentation
View
Modular Structure Presentation
View
Chromatic Presentation
Explore all templates
Transcript
Biedermann und die Brandstifter
von Max Frisch
Inhaltsangabe
Erster Eindruck Dramentheorie Werk und Autor Entstehungsgeschichte Szene 1+ 2 Figurenkonstellation Das Sprechen zum Publikum Figurenkons
Das Kassandra Mythos Szene 3 Szenen 4 bis 5 und Warnhinweise Sprache Episches Theater Szene 6 + Lehrstück? Figurenkons
10
11
12
Erster Eindruck
1) Erste Eindrücke/Assoziationen 2) Titel besprechen - Thema ? 3) Figuren? 4) Wie viele Szenen? 5) Prolog? Epilog? 6) Chor: Wer? Was ? Warum? 7) Woraus besteht ein Theaterstück? Wie ist es aufgebaut?
"Biedermann und die Brandstifter" Was erwarten Sie von der Geschichte?
Dramentheorie
Machen Sie sich Notizen zum Video. Das "aristotelische Drama"
Schauen Sie sich den Aufbau unseres Dramas an. Was passt zu dieser Beschreibung?
Was ist das Ziel eines Theaterstücks?
Rolle des Theaters laut Friedrich Schiller
Welche anderen Autoren kennt ihr noch, die das gleiche Ziel verfolgten?
2. Werk & Autor
Zum Autor
Zum Werk
Ludwig Erhard war von 1949 bis 1963 Bundesminister für Wirtschaft und von 1963 bis 1966 der zweite Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
Zum historischen Kontext
Beginnen Sie, den AA1 zu schreiben.
Szene 1
Szene 2
Figurenkonstellation
Figuren- konstellation
Szene 3
Der Chor entstammt der antiken Theatertradition, in der er als integraler Bestandteil der Tragödie die Rolle der Bevölkerung und damit der Öffentlichkeit einnahm. Er stand kritisch beobachtend neben der Handlung und griff in der Regel nicht ein. Choreinsätze finden sich in der antiken Tragödie zu Beginn nach dem einleitenden Prolog, im Parados, und am Ende (Exodos) und als Stasimon jeweils zwischen den einzelnen Szenen. Im 18. Jahrhundert griff Schiller das Stilelement des Chores wieder auf, um durch ihn die ästhetische Wirkung einer sittlichen Erziehung zu stärken. Der Chor als eigenständiger theatraler Akteur befremdet wegen seiner anfangs unklaren Funktion und seiner elaborierten Sprache.
Warum wirken die jeweiligen Textstellen sprachlich fremdartig und rätselhaft? Denn zahlreiche sprachliche Mittel und rhetorische Figuren = erzielen eine starke lyrische Wirkung. Welche Rhetorische Mittel können Sie nennen? Welcher Stil hat der Chor also? (Pathetischer, realistischer, ironischer?) Welche Funktion hat der Einsatz des Chores? Welche Wirkung?
Im 20. Jahrhundert nutzen Autoren wie Brecht, Dürrenmatt und Frisch den Chor, um die Spielhandlung auf der Bühne zu verfremden und die Identifikation des Publikums mit dem Bühnengeschehen zu verhindern. Frisch konzipierte die Chor-Einsätze in Anlehnung an den Aufbau der griechischen Tragödie: Nach einem sehr kurzen, nur drei Zeilen umfassenden Prolog, dem Monolog von Biedermann, übernimmt der Chor den Parados, um daraufhin mit Ausnahme des Übergangs von Szene 5 zur Szene 6 zwischen den Szenen aufzutreten und schließlich im Exodos das Stück zu beenden. Zum Ende der 5. Szene fehlt der Choreinsatz, allerdings tritt hier Biedermann aus der Spielhandlung heraus und wendet sich direkt an das Publikum. Seine Publikumsansprache, in der er ansatzweise auf die Bedenken des Chores eingeht, unterscheidet sich zwar sprachlich und figurativ von den Chorauftritten zuvor, ist aber dramenstrukturell funktionsähnlich, da sie die Spielhandlung unterbricht, verfremdet und Reflexionsimpulse vermittelt. Der Chor gehört zur dramatischen Struktur. Sprachlich und rhythmisch spielt Frischs Chor auf den weltberühmten Chor der thebanischen Greise aus Sophokles‘ „Antigone“ (442 v. Chr.) an. Ein Vergleich zwischen letzterem und Passagen aus Biedermann macht deutlich, dass der Einsatz des Chores hier als Parodie zu deuten ist: (denn literaturhistorische Kontinuität von Form und Darstellung, aber inhaltliche Veränderung.) Mit der gehobenen Sprache hat der Chor hier einen pathetischen Stil. Seine Funktion ist einerseits zu entfremden, dem Publikum die Illusion zu nehmen ( stetes Einsetzen, Sprache, asynchrone Zeitstruktur) aber auch zu kommentieren. Er nimmt die Funktion des kritisch-wachsamen Beobachters und mahnenden Kommentators ein, der die zentralen Handlungslinien des Bühnengeschehens andeutet. =Gewollte Anlehnung an Brechts Begriff des epischen Theaters!
Kassandra Mythos
aus Einfach Deutsch, Schöningh, Westermann S. 35
Szene 4
Szene 5
Szene 4
Szene 5
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
In diesem Werk gibt es eine Diskrepanz zwischen den sprachlichen Äußerungen und der tatsächlichen Handlung: von Wollen, Meinen und Sagen. Das hat große Folgen für die Dramenhandlung. 1. Lesen Sie die Gespräche zwischen Biedermann und Schmitz (s. 10-18) und Babette und Schmitz (S. 22-26) 2. Erarbeiten Sie, was Biedermann und Babette in Hinsicht auf Schmitz wollen, was sie sagen und wie sie handeln. Zitieren Sie! 3. Bewerten Sie das Verhältnis zwischen Denken, Sprechen und Handeln bei Biedermann und Babette. 4. Überlegen Sie, welche Folgen die Gesprächsführung Biedermanns und Babettes hat.
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
5. Szenisches Darstellen (Siehe AB) 6. Schmitz‘ Sprachverhalten: Zeigen Sie am Beispiel von Schmitz‘ Aussage („Sie sind keiner von denen […] Brandstifter behandelt.“ (S. 13 f.) und an dem Gesprächsauszug zwischen Babette und Schmitz (S. 23f.) auf, wie Schmitz die Biedermanns unter Druck setzt. 7. Suchen Sie nach anderen Beispielen, wie Schmitz den Widerspruch der Biedermanns zwischen Sagen und Handeln für sich ausnutzt. 8. Sprachstragien der Branstifter in Szene 3: Analysieren Sie das Gesprächsverhalten der Brandstifter gegenüber Biedermann Bewerten Sie das Kommunikationsverhalten der Brandstifter in Hinsicht auf gelingende Kommunikation.
Das Epische Theater
Machen Sie sich eine Mindmap zum epischen Theater. Überlegen Sie, welche Merkmale auf unser Stück zutreffen.
Das Epische Theater
Was passt zu dieser Beschreibung?
Das Epische Theater
Was passt zu dieser Beschreibung?
Szene 6
Ein Lehrstück?
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
5. Szenisches Darstellen (Siehe AB) 6. Schmitz‘ Sprachverhalten: Zeigen Sie am Beispiel von Schmitz‘ Aussage („Sie sind keiner von denen […] Brandstifter behandelt.“ (S. 13 f.) und an dem Gesprächsauszug zwischen Babette und Schmitz (S. 23f.) auf, wie Schmitz die Biedermanns unter Druck setzt. 7. Suchen Sie nach anderen Beispielen, wie Schmitz den Widerspruch der Biedermanns zwischen Sagen und Handeln für sich ausnutzt. 8. Sprachstragien der Branstifter in Szene 3: Analysieren Sie das Gesprächsverhalten der Brandstifter gegenüber Biedermann Bewerten Sie das Kommunikationsverhalten der Brandstifter in Hinsicht auf gelingende Kommunikation.
Die Sprache/ das Sprechen bei "Biedermann"
Verdorbene Sprache
Visual content is a dsdqsd
Und nun geht es ans Theaterspielen!
Projekt
Projekt
Divers
Quellen
Zeitklicks
Einfach Deutsch, Schöningh, Westermann
Andere
Molière: 1622-1673 Les comédies de Molière allient à la perfection la puissance comique et la critique morale et sociale. Écrites au XVIIe siècle dans un style original, parfois contesté à l'époque, elles sont encore jouées aujourd'hui et toujours appréciées par le public moderne. Quel est l'objectif d'une comédie selon Molière ? Le but de la comédie est moral et didactique : elle démasque les imperfections des hommes et les incite à se corriger. La comédie «corrige les mœurs pas le rire», rappelle Molière dans la préface de Tartuffe.
Erich Pfeiffer-Belli: "Drei Pfannkuchen mit einem frisch-Ei" (Kritiker der Süddeutschen Z.)
Längere Werkgeschichte: 1) Prosaskizze "Burleske" aus Tagebuch 1946-1949 Skizze entstand 1948 In der Du-Form (Durchschnittsbürger) "Und am anderen Morgen, siehe da, steht dein Haus noch immer!" (Literarische) Reaktion auf Ereignisse in der damaligen Tschechoslowakei 2) Hörspiel als Auftragsarbeit für den Rundfunk " Herr Biedermann und die Brandstifter" 1950 erster Entwurf als "Bericht eines Überlebenden" 1952/53 neue Bearbeitung für den Bayrischen Rundfunk- kleine Details hinzugefügt = Dramatisierung 3) Drama, 1958 Uraufführung in Zürich
"Der Biedermann hat eine lustige Geschichte. Erschöpft vom Homo Faber, der eben fertig war, fühlte ich mich nicht fähig, sogleich an das große Stück vom andorranischen Juden zu gehen. Auch hatte ich lange nicht für die Bühne geschrieben. Fingerübung war vonnöten. So nahm ich das Hörspiel, um zwei Monate lang meine Fingerübung zu machen, die dann über 70 deutsche und viele fremdsprachige Bühnen ging; ich habe nicht damit gerechnet, dass ich von diesem Haarölschwindler leben werde."
Gespräch zwischen Frisch und Horst Bieneck, zitiert nach Springmann S. 30
1948-1958 : Kalter Krieg + Eiserner VorhangBerlin Blockade (1948/1949) + der Korea-Krieg (1950-1953) + die Suez-Krise (1956)+ Mauerbau (1961) = Blockkonfrontation (Kapitalismus vs Kommunismus) Bundeswehr (1956) + Wiederbewaffnung mit Atomwaffen Westintegration der BRD abgeschlossen (Europarat + Nato) "Restaurationsjahre" ( Konservativ, CDU/CSU) "Wirtschaftswunder der sozialen Marktwirtschaft" Ludwig Erhard: Bundesminister für Wirtschaft von 1949 bis 1963 (und Bundeskanzler nach Konrad Adenauer von 1963 bis 1966) USA= Land vieler Träume (Soldate, Filme, Musik...)
Februar 1948: Übernahme der Macht durch die Kommunisten in der ehg Tschechoslowakei. Frisch hatte Hoffnung in das System der "Nationalen Front" gesetzt, doch die haben sich bei den Kommunisten verschätzt = "Brandstifter" ins Haus gelassen
*1911 in Zürich Studium: erst Germanistik, dann Architektur Arbeit: erst Journalist, dann Architekt (// Vater) ab 1937: Erstes Schreiben 1939-1945: Dienst in der Armee 1947: Bekanntschaft mit Brecht und Dürrenmatt ab 1955 nur noch Schriftsteller 1957 Homo Faber 1958: Biedermann und die Brandstifter - Georg Büchner Preis 1961: Andorra 1976 : Friedenspreis des Deutschen Buchhandels mehrfach verheiratet, 3 Kinder, viele Reisen, viele Wohnsitze + 1991 in Zürich
Arbeitete als Architekt, um Geld zu verdienen, nur als Hobby Schriftsteller, daher Notizen/ Skizzen/Ideen in seinen Tagebüchern so zwischendurch
Dramen + Parabeln: Andorra + Biedermann
Romane: Stiller, Homo Faber, Mein Name sei Gantenbein
Literarische Tagebücher : 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971.
2 große Werkgruppen: a) "private, persönliche Sphäre b) politische, "öffentliche" Themen
= zentrales Element in Frischs Werk also: die Suche nach Identität, bzw. der Abbau einer falschen Identität. (Andorra, Homo Faber, Stoller, Mein Name sei Gattenbei)
https://www.dieterwunderlich.de/Max-Frisch.htm
1948-1958 : Kalter Krieg + Eiserner VorhangBerlin Blockade (1948/1949) + der Korea-Krieg (1950-1953) + die Suez-Krise (1956)+ Mauerbau (1961) = Blockkonfrontation (Kapitalismus vs Kommunismus) Bundeswehr (1956) + Wiederbewaffnung mit Atomwaffen Westintegration der BRD abgeschlossen (Europarat + Nato) "Restaurationsjahre" ( Konservativ, CDU/CSU) "Wirtschaftswunder der sozialen Marktwirtschaft" Ludwig Erhard: Bundesminister für Wirtschaft von 1949 bis 1963 (und Bundeskanzler nach Konrad Adenauer von 1963 bis 1966) USA= Land vieler Träume (Soldate, Filme, Musik...)
Februar 1948: Übernahme der Macht durch die Kommunisten in der ehg Tschechoslowakei. Frisch hatte Hoffnung in das System der "Nationalen Front" gesetzt, doch die haben sich bei den Kommunisten verschätzt = "Brandstifter" ins Haus gelassen