Venezolanische Musiker*innen in Exil: Reymar Perdomo
Seminar „E/im/migriert. Musiker*innen, Exil, Diaspora“, WiSe 2025/26, Prof. Christina Richter-Ibáñez
Eki Turbay
Siguiente
Reymar Perdomo
Nils Grosch: "Exil: Definition | Vom lateinischen ›exulare‹ ( ›verbannen‹) und ›exilium‹ ( ›Verbannung‹) herkommend, bezeichnet der Begriff einen dauerhaften Aufenthalt einer Person oder einer Gruppe von Personen an einem ihr als fremd zugeschriebenen Ort, der durch aktive, vom Herkunftsort ausgehende, oft politisch, religiös oder rassisch motivierte Vertreibung, Verfolgung, Verbannung verursacht ist und zumeist mit Fluchtmigration über eine nationale oder territoriale Grenze einhergeht. Betroffene Personen werden als Exilierte, Exilanten bzw. Exilantinnen, auch als Exulantinnen bzw. Exulanten bezeichnet." Sandra Chatterjee: "Diasporas sind geografisch verstreute → Gemeinschaften, die eine aktive Verbindung zu einem Ursprungsland kultivieren. Sie definieren sich über → Differenz: zum Ursprungsland und auch zum aktuellen Heimatland. Diasporas
sind multilokal und verbinden eine Community über verschiedene Orte hinweg
(Tölölyan 2007: 650 f.; Clifford 1994: 304). Diasporas sind global und lokal (Werb‐
ner 2002: 129), zeichnen sich durch kulturelle, politische, wirtschaftliche »Perfor‐
mances« aus und leisten konkrete Beiträge durch den transnationalen Austausch
materieller und kultureller Güter."
Continuar
Situation in Venezuela
Hugo Rafael Chávez Frías
Nicolás Maduros Moros
1999-2013 Präsident Venezuelas versprach: Ölreichtum umzuverteilen, Sozialprogramme auszuweiten und strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen.
Grundstein für die spätere Wirtschaftskrise
Nachfolger Chávezs Autoritarismus, Unterdrückung der Opposition und Zweifeln an der Legitimität der Wahlen Wirtschafskrise
"Chavez's autoritarian legay, unter: https://www.hrw.org/news/2013/03/05/venezuela-chavezs-authoritarian-legacy?"
Inflation in Venezuela
682.1%
56.2%
20%
2026
2013 Maduro
1999 Chávez
"International Monetary Fund, Inflation rate, avarage consumer prices, unter: https://www.imf.org/external/datamapper/PCPIPCH@WEO/VEN"
Reymar Perdomo
Venezolanische Exiliantin Sie migrierte nach Lima, Peru Street singer „Me fui“, viral Das Lied wurde für viele Venezolaner*innen in der Diaspora zu einer Art inoffizieller Hymne Chancen auf eine professionelle Musikkarriere Trotz des Erfolgs bleibt ihre Situation ökonomisch und sozial unsicher
Obligaba a mis ojos a no ver la realidad Creando excusas para no escuchar
Yo me escudaba, no reaccionaba
Pero, tarde o temprano, me tenía que marchar [...] Y yo decía: ¿Cómo carajo se hace esto?
Dejar mi casa, mi familia y mis afectos
Dejar mi tierra y mis amigos
¿Por qué no todos se vienen conmigo?
Y yo lloré, grité y pataleé
Pero la vida me lo hizo entender
Y agarré mi guitarra y mi equipaje
Y dije: ¡Maduro, coño e’ tu madre! Me robaron, una maleta me llevaron
Me quedé con la plata porque la tenía en la mano
Seguí pa’ 'lante, pa’ atrás no vuelvo
Si Dios me puso esto es porque yo puedo con esto
Y así seguí, haciendo escala noche y día
Crucé cuatro países en cinco días
Corriendo al trote, comiendo poquito
Hablando poco y llorando bajito
Ich zwang meine Augen, die Realität nicht zu sehen,
erfand Ausreden, um nicht zuhören zu müssen.
Ich schirmte mich ab, reagierte nicht.
Aber früher oder später musste ich gehen, [...] und ich fragte mich: Wie zum Teufel soll ich das machen?
Mein Zuhause, meine Familie und meine Lieben zurücklassen?
Meine Heimat und meine Freunde zurücklassen?
Warum kommen nicht alle mit mir?
Und ich weinte, schrie und trat um mich.
Aber das Leben brachte mir Verständnis bei.
Ich schnappte mir meine Gitarre und mein Gepäck
und sagte: „Maduro, verdammt noch mal!“ Sie haben mich ausgeraubt, mir einen Koffer gestohlen. Das Geld behielt ich, weil ich es in der Hand hatte.
Ich ging weiter, zurück ging ich nicht.
Wenn Gott mir das auferlegt hat, dann weil ich damit fertig werde
Und so ging ich weiter, machte Tag und Nacht Zwischenstopps
Ich durchquerte vier Länder in fünf Tagen
Lief im Trab, aß wenig
Sprach wenig und weinte leise
"Me fui, Reymar Perdomo, unter: https://www.letras.com/reymar-perdomo/me-fui/"
Ich halte nicht an, ich kämpfe weiter Denn ich mache weiter Musik und die Leute hören mir zu Ein Einwanderer zu sein ist kein Scheiß Und wer etwas anderes sagt, soll es von außen sagen Jetzt gehe ich durch die Welt und vergieße Tränen Atme tief durch und halte meine Flagge in der Hand Warum, wenn wir doch alle Brüder sind Und wir sind ein lateinamerikanisches Produkt Ich bin gegangen, ich bin gegangen (aber ich werde zurückkommen) Ich erinnere mich an alles, an alles, was ich einmal war Ich bin gegangen Ich glaube an mich, ich glaube an dich, ich glaube an das tapfere Volk
No me detengo, sigo en la luchaPues yo sigo haciendo música y la gente me escucha Ser inmigrante no es jodedera Y el que diga lo contrario que lo diga desde afuera Ahora camino por el mundo soltando lágrimas Respirando profundo y mi bandera en la mano Por qué, si todos somos hermanos Y somos producto latinoamericano Me fui, me fui (pero volveré) Acordándome de todo, de todo lo que un día fui Me fui Creo en mí, creo en ti, creo en el bravo pueblo
Vielen Dank!
Venezolanische Musiker*innen in Exil: Reymar Perdomo
nadia.rihuete
Created on February 2, 2026
Start designing with a free template
Discover more than 1500 professional designs like these:
View
Smart Presentation
View
Practical Presentation
View
Essential Presentation
View
Akihabara Presentation
View
Flow Presentation
View
Dynamic Visual Presentation
View
Pastel Color Presentation
Explore all templates
Transcript
Venezolanische Musiker*innen in Exil: Reymar Perdomo
Seminar „E/im/migriert. Musiker*innen, Exil, Diaspora“, WiSe 2025/26, Prof. Christina Richter-Ibáñez
Eki Turbay
Siguiente
Reymar Perdomo
Nils Grosch: "Exil: Definition | Vom lateinischen ›exulare‹ ( ›verbannen‹) und ›exilium‹ ( ›Verbannung‹) herkommend, bezeichnet der Begriff einen dauerhaften Aufenthalt einer Person oder einer Gruppe von Personen an einem ihr als fremd zugeschriebenen Ort, der durch aktive, vom Herkunftsort ausgehende, oft politisch, religiös oder rassisch motivierte Vertreibung, Verfolgung, Verbannung verursacht ist und zumeist mit Fluchtmigration über eine nationale oder territoriale Grenze einhergeht. Betroffene Personen werden als Exilierte, Exilanten bzw. Exilantinnen, auch als Exulantinnen bzw. Exulanten bezeichnet." Sandra Chatterjee: "Diasporas sind geografisch verstreute → Gemeinschaften, die eine aktive Verbindung zu einem Ursprungsland kultivieren. Sie definieren sich über → Differenz: zum Ursprungsland und auch zum aktuellen Heimatland. Diasporas sind multilokal und verbinden eine Community über verschiedene Orte hinweg (Tölölyan 2007: 650 f.; Clifford 1994: 304). Diasporas sind global und lokal (Werb‐ ner 2002: 129), zeichnen sich durch kulturelle, politische, wirtschaftliche »Perfor‐ mances« aus und leisten konkrete Beiträge durch den transnationalen Austausch materieller und kultureller Güter."
Continuar
Situation in Venezuela
Hugo Rafael Chávez Frías
Nicolás Maduros Moros
1999-2013 Präsident Venezuelas versprach: Ölreichtum umzuverteilen, Sozialprogramme auszuweiten und strukturelle Ungleichheiten zu bekämpfen. Grundstein für die spätere Wirtschaftskrise
Nachfolger Chávezs Autoritarismus, Unterdrückung der Opposition und Zweifeln an der Legitimität der Wahlen Wirtschafskrise
"Chavez's autoritarian legay, unter: https://www.hrw.org/news/2013/03/05/venezuela-chavezs-authoritarian-legacy?"
Inflation in Venezuela
682.1%
56.2%
20%
2026
2013 Maduro
1999 Chávez
"International Monetary Fund, Inflation rate, avarage consumer prices, unter: https://www.imf.org/external/datamapper/PCPIPCH@WEO/VEN"
Reymar Perdomo
Venezolanische Exiliantin Sie migrierte nach Lima, Peru Street singer „Me fui“, viral Das Lied wurde für viele Venezolaner*innen in der Diaspora zu einer Art inoffizieller Hymne Chancen auf eine professionelle Musikkarriere Trotz des Erfolgs bleibt ihre Situation ökonomisch und sozial unsicher
Obligaba a mis ojos a no ver la realidad Creando excusas para no escuchar Yo me escudaba, no reaccionaba Pero, tarde o temprano, me tenía que marchar [...] Y yo decía: ¿Cómo carajo se hace esto? Dejar mi casa, mi familia y mis afectos Dejar mi tierra y mis amigos ¿Por qué no todos se vienen conmigo? Y yo lloré, grité y pataleé Pero la vida me lo hizo entender Y agarré mi guitarra y mi equipaje Y dije: ¡Maduro, coño e’ tu madre! Me robaron, una maleta me llevaron Me quedé con la plata porque la tenía en la mano Seguí pa’ 'lante, pa’ atrás no vuelvo Si Dios me puso esto es porque yo puedo con esto Y así seguí, haciendo escala noche y día Crucé cuatro países en cinco días Corriendo al trote, comiendo poquito Hablando poco y llorando bajito
Ich zwang meine Augen, die Realität nicht zu sehen, erfand Ausreden, um nicht zuhören zu müssen. Ich schirmte mich ab, reagierte nicht. Aber früher oder später musste ich gehen, [...] und ich fragte mich: Wie zum Teufel soll ich das machen? Mein Zuhause, meine Familie und meine Lieben zurücklassen? Meine Heimat und meine Freunde zurücklassen? Warum kommen nicht alle mit mir? Und ich weinte, schrie und trat um mich. Aber das Leben brachte mir Verständnis bei. Ich schnappte mir meine Gitarre und mein Gepäck und sagte: „Maduro, verdammt noch mal!“ Sie haben mich ausgeraubt, mir einen Koffer gestohlen. Das Geld behielt ich, weil ich es in der Hand hatte. Ich ging weiter, zurück ging ich nicht. Wenn Gott mir das auferlegt hat, dann weil ich damit fertig werde Und so ging ich weiter, machte Tag und Nacht Zwischenstopps Ich durchquerte vier Länder in fünf Tagen Lief im Trab, aß wenig Sprach wenig und weinte leise
"Me fui, Reymar Perdomo, unter: https://www.letras.com/reymar-perdomo/me-fui/"
Ich halte nicht an, ich kämpfe weiter Denn ich mache weiter Musik und die Leute hören mir zu Ein Einwanderer zu sein ist kein Scheiß Und wer etwas anderes sagt, soll es von außen sagen Jetzt gehe ich durch die Welt und vergieße Tränen Atme tief durch und halte meine Flagge in der Hand Warum, wenn wir doch alle Brüder sind Und wir sind ein lateinamerikanisches Produkt Ich bin gegangen, ich bin gegangen (aber ich werde zurückkommen) Ich erinnere mich an alles, an alles, was ich einmal war Ich bin gegangen Ich glaube an mich, ich glaube an dich, ich glaube an das tapfere Volk
No me detengo, sigo en la luchaPues yo sigo haciendo música y la gente me escucha Ser inmigrante no es jodedera Y el que diga lo contrario que lo diga desde afuera Ahora camino por el mundo soltando lágrimas Respirando profundo y mi bandera en la mano Por qué, si todos somos hermanos Y somos producto latinoamericano Me fui, me fui (pero volveré) Acordándome de todo, de todo lo que un día fui Me fui Creo en mí, creo en ti, creo en el bravo pueblo
Vielen Dank!