Masterkurs Delir
Universitätsklinikum Ulm
Start
Delirwissen
Delirtools
Dr. Schulte-Kemna: Delir - Allgemeinstation
Prof. Dr. Barth: ICU/IMC-Delir
DelirChatbot
Delir Screening-Tool
Dr. Reiter: Strukturiertes Delirmanagement
4AT-Score Rechner
Delir-Pocketcard Allgemeinstation
Pocketcard: Delirmanagement ICU/ IMC
Evaluation
Bitte Bewertet unser Informationsangebot!
Delir: Pocketcard
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Allgemeinstation
Start
Menüauswahl
Allgemeinstation
Treffe eine Auswahl
Erkennung Delir-Risiko und Diagnose
4AT-Score Rechner
Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs
Start
Erkennung Delir-Risiko
Prävention
Vorbestehender Faktor + Auslösender Faktor = RISIKO
> 60 Minuten
- Kognitive Einschränkung
- Pflegeheimbewohner
- Delir in Vorgeschichte
Sehr hoch
≥ 1 roter Faktor: Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht
- Alter ≥ 70 Jahre
- Visus/Hörbeeinträchtigung
- Depression
- Mangelernährung
- Chronischer Alkoholkonsum
Hoch
- Akute Infektion
- Hypo/Hyperglykämie
- Fixierung/Verkabelung
- starke Schmerzen
- Elektrolyt-Störung
≥ 2 orange Faktoren
Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht bei auffälligem Verhalten
Start
Delir Diagnose
4AT-Test
Aufmerksamkeit
Orientierung
Akute oder Fluktuierende Symptomatik
Wachheit
Zum Rechner
Start
Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs
Start
Pharmakologisch
Nicht pharmakologisch = Basis-Maßnahmen
AUSLÖSER
ORIENTIERUNG
ERNÄHRUNG
Erkennen und behandeln
Dehydratation vermeiden/ausgleichen
Brille, Hörgeräte
Niederschwellig:
Schmerzen
Schmerzbogen
Unterstützung bei Mahlzeiten
Uhr, Kalender
Vertraute Umgebung durch Familienfotos, persönliche Gegenstände
Infekte & Elektrolytstörungen
Thiamin 100 mg/d
Zahnprothesen
Auf Vorlieben eingehen
Neuroleptika nur bei produktiv-psychotischen Symptomen:
Zimmerwechsel und häufige Personalwechsel vermeiden
Obstipationsprophylaxe
MEDIKATION PRÜFEN
Angehörigenbesuche
Folgende Medikamente haben ein hohes delirogenes Potential:
Risperdal: 0,25 – 0,5 mg (max. 3 mg)
AKTIVIERUNG
Biographie-Blume
Zeitschriften, Bilderbücher, Spiele anbieten
Quetiapin: (bei M. Parkinson) 12,5 – 25 mg
Kommunikation anpassen
Anticholinergika
Angehörige einbinden
evtl. Begleitung zu Untersuchungen
Wenn Sedierung Haupt-Ziel:
Benzodiazepine
Grüne Damen/Herren
- Melperon: 12,5 – 25 mg
- Pipamperon: 20 – 40 mg
Antihistaminika
MOBILISIERUNG
ENTSPANNUNG
Benzodiazepine vermeiden!
- Nachtruhe ermöglichen
- Licht-/Lärmreduktion
- auf medizinische/pflegerische Maßnahmen während Schlafenszeit verzichten
- Routinen erhalten
Postoperative Frühmobilisation
Generell:
Indikation und Dosis prüfen!
- ggfs. absetzen/ ersetzen/ Dosis anpassen
Sitzende Position
- "start low-go slow!"
- Absetzen nicht vergessen!
Sturzprophylaxe
Blasenkatheter/ Fixierung
Pocketcard
DELIR-MANAGEMENT auf ICU/IMC
Aufwach- & Spontanatem-versuch
SEDIERUNG
ANALGESIE
Frühmobilisation
Delir-Management
Familienintegration
Das ICU-Delir
Interprofessionelle Fortbildung am UKU - AG Delir
START
INDEX
Das ICU Delir
1. Definition und Ausprägungsformen
2.Ursachen & Pathophysiologie
3. Assessment und Screening
4.Präventionsmaßnahmen und Therapie
Definitionen & Ausprägungsformen
Herausforderungen ICU-Delir
Delir – ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ?
Start
Start
Definition und Ausprägungsformen
Aufgabe
Aufgabe1
Ursachen & Pathophysiologie
Herausforderungen ICU-Delir
Welche Faktoren begünstigen seine Entstehung, und welche Mechanismen stehen hinter den neurobiologischen Veränderungen?
Start
Start
Ursachen und Pathophysiologie
Aufgabe: Drag & Drop
Drag & DROP - Aufgabe
Klinische Einflussfaktoren
Ziehe die Risikofaktoren in die passende Kategorie.
Faktoren nach Krankenhausaufnahme
Erkrankungsspezifische Faktoren
Prämorbide Faktoren
3. Frühere Delir-Episoden
5. Polypharmazie
1. Alkoholabusus
4. Akute Infektionen
6. Mangelnder Kontakt mit Angehörigen
2. Niedriges Bildungsniveau
Lösung
Assessment und Screening
Herausforderungen ICU-Delir
Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?
Start
Start
Assessment und Screening
Arbeitsaufgabe
Klicke auf die Antwortmöglichkeiten um die Lücken zu füllen
MMSE
4AT-Score
CAM-ICU
Der häufigste Screening-Test für Delir auf der Intensivstation ist ___________________ .
CAM-ICU
MMSE
4AT-Score
Auf Normalstation wird bevorzugt der _____________ verwendet.
CAM-ICU
4AT-Score
CAM-ICU
Die Fremdbeurteilung von Intensivpatienten erfolgt mithilfe der ________________.
ICDSC
ICDSC
RAAS
Arbeitsaufgabe
InteraKtiVe Frage
Präventionsmaßnahmen und Therapie
Herausforderungen ICU-Delir
Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?
Start
Start
Präventionsmaßnahmen und Therapie
Arbeitsaufgabe
Fallbeispiel
Fallbeispiel
"Ein 78-jähriger Patient mit bekanntem intensivmedizinischem Delir zeigt ausgeprägte Angst und Unruhe auf der Intensivstation. Er ist kardial stabil, jedoch desorientiert und verweigert pflegerische Maßnahmen, was die Mobilisation erschwert. Trotz wiederholter Reorientierungsversuche und beruhigender Gespräche bleibt er stark ängstlich und reagiert mit gesteigerter Anspannung auf die Umgebung." Welche Maßnahme ist in dieser Situation am besten?
Keine Benzodiazepine geben, da sie pro-delirogen und kontraindiziert sind.
Eine Einmalgabe eines kurzwirksamen Benzodiazepins mit klinischer Überwachung erwägen.
Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion starten.
Strukturiertes delirmanagement
Die Erkennung eines Delirs ist häufig wie ein Krimi und erfordert von Ärzten und Pflegenden kriminalistischen Spürsinn.
START
Zusammenarbeit
Interdisziplinär & Interprofessionell
Für ein erfolgreiches Delirmanagement ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen essenziell.!
+ info
INDEX
Strukturiertes Delirmanagement
1. Patient*innen-Erleben & Verlauf
2. Messinstrument: 4AT-Score
3. Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
4. Wissensüberprüfung (Chatbot)
Patient:innen-Erleben & Verlauf
Strukturiertes Delirmanagement
Start
Start
Zwischen Realität und Delir
Krankheitsverlauf
Arbeitsaufgabe
Arbeitsaufgabe
Messinstrument: 4AT-Score
Strukturiertes Delirmanagementr
Start
Start
4AT-Score
Der 4AT-Score ist ein weltweit validiertes Delirium-Tool und ein Schnelltest für kognitive Beeinträchtigungen, der in ca. 2 Minuten durchgeführt werden kann.
Kurzgefasst...
4AT-Score
Messinstrument zur Delirerkennung
Es werden 4 Items bewertet: Wachheit, Orientierung, Aufmerksamkeit und fluktuierende Symptomatik. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 12 Punkten, wobei ≥4 Punkte auf ein Delir hindeuten (aber keine Delirdiagnose stellen) und 1–3 Punkte auf eine kognitive Beeinträchtigung hinweisen.
+ Anzeigen
Arbeitsaufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
Strukturiertes Delirmanagement
Start
Start
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Umgang mit bizarren, furchteinflößenden optischen Halluzinationen
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Beim Umgang mit beängstigenden Halluzinationen im Delir ist es wichtig, die Wahrnehmung der Betroffenen ernst zu nehmen, ohne sie zu bestätigen. Erklären Sie ruhig, dass solche Erlebnisse nach Operationen oder durch Erkrankungen auftreten können und meist wieder verschwinden. Informieren Sie behandelnde Ärzte, um eine mögliche Medikation zu prüfen.
+ info
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Reorientierung
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
01
Kommunikation
Biografiebezogen, reorientierend, empathisch
03
Ernährung
Anbieten von Lieblingsspeisen & Getränken
04
Gewohnheiten
Verwendung eigener Kleidung und gewohnter Pflegeprodukte
02
Orientierungshilfen
Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie 3
ReOrientierung
05
Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos
06
Mitbringen vertrauter Gegenstände
07
Einbindung von Angehörigen
08
Aufklärung der Angehörigen zum Delir mit Symptomen und Verlauf
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Rolle der Angehörigen bei Patient*innen mit Delir
Arbeitsaufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Kommunikation und soziale Interaktion in der Delirprävention
Aufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Ernährung und Ausscheidung
Überwachung der Urin- und Stuhlausscheidung
Obstipationsprohylaxe
Ausgewogene Ernährung mit drei fixen Mahlzeiten / Tag
ggf. Unterstützung bei den Mahlzeiten
Achtung auf Malnutrition bei fehlendem Appetit und Vergessen von Essen und Trinken
Fixe Essenszeiten zur Tagesstrukturierung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Vermeidung einer Dehydratation
Inhaltsliste
Kreuzworträtsel
Delir- & Demenzbox
Mensch ärgere dich nicht
Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
Zum Vorlesen
Mandalas ausmalen
Delir- und Demenzuhr
Puzzle "Summer Birds"
Kniffelspiel
Wissensüberprüfung
Strukturiertes Delirmanagement
Start
Start
Das Delir
mit Dr. med. Lena Schulte-Kemna
START
INDEX
Das Delir
1. Im Überblick: Formen, Auslöser und Folgen
2.Delir vermeiden – was wirklich hilft
3. Delir-Screening am UKU
Formen, Auslöser & Folgen
Das Delir
Ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ? Was trägt zu seiner Entstehung bei?
Start
Start
Formen, Auslöser und Folgen
Aufgabe
Delir vermeiden – was wirklich hilft
Das Delir
Welche Maßnahmen senken effektiv das Delirrisiko – und wann ist ein medikamentöses Vorgehen unvermeidbar?
Start
Start
Delir vermeiden – was wirklich hilft
Aufgabe: Drag & Drop
Drag & DROP - Aufgabe
Ordnen Sie die Maßnahmen der passenden Kategorie zu.
Nicht empfohlen oder nur im Ausnahmefall
Empfohlen im klinischen Alltag
3. Polypharmazie vermeiden
5. Angehörige aktiv einbinden
1. Ohrstöpsel zur Förderung der Nachtruhe
4. Fixierung zur Ruhigstellung
6. Uhr und Kalender sichtbar platzieren
2. Sedierende Medikamente
Lösung
Delir-Screening am UKU
Das Delir
Wie wird das Delirrisiko erfasst, der 4AT-Score angewendet – und was zeigt die Delir-Ampel im klinischen Alltag an?
Start
Start
Delir-Screening am UKU
Aufgabe
Delirscreening
Start
ICU/IMC
Menüauswahl
DelirScreening
Treffe eine Auswahl
Richmond Agitation Sedation Scale
Confusion Assessment Method for ICU
Kriterium 1: Veränderter/ fluktuierender Bewusstseinszustand
Nein
Confusion Assessment Method
Kriterium 2: Aufmerksamkeitsstörung
0 - 2 Fehler
> 2 Fehler
RASS </> 0
Kriterium 3: Verändertes Bewusstsein
- Aktueller RASS -
RASS = 0
Kriterium 4: Uniorganisiertes Denken
> 1Fehler
0 - 1 Fehler
Delir
Kein Delir
Kniffelspiel
- mit Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in.
Spiegelregeln
Leider Falsch...
❌ Zu undifferenziert. Eine gezielte, niedrige Dosierung kann bei hoher Angst helfen.
Delir- und Demenzuhr
- Aufstellen auf den Nachttisch
- Batteriebetrieb
- Anzeige von Uhrzeit, Datum mit Monat sowie Wochentag
- Desinfizierende Reinigung nach jedem Einsatz (Desinfektionstuch)
- Unbedingt Zurücklegen nach Gebrauch in die Delir- und Demenzbox
CC BY-SA 4.0
Puzzle „Summer Birds“ mit großen Teilchen
Orientierung
Korrekte Nennung von Alter, Geburtsdatum, aktuellem Ort (Name Klinik, Gebäude), Kalenderjahr
Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos
Veränderung im Bewusstseinszustand des Patienten in den letzten 24h oder seit Aufnahme?
Wusstest du...
Die Inzidenz eines Delirs beträgt zwischen 10 und 55% (-80%) in postoperativen (beatmeten) Patienten
. .
Kreuzworträtsel
Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in
Delirmanagement
Umgebungsfaktoren:
- Individualisierung der Bettplätze, Uhren und Whiteboards nutzen
- Lärm- und Lichtmanagement, Pflegemaßnahmen bündeln, Türen geschlossen halten, Lärmampeln
- Unnötige Zu- und Ableitungen entfernen
- Mechanische Fixierung vermeiden
Patienten- u. Angehörigenedukation:
- präoperativ Informationsflyer zu den Themen ICU und Delir aushändigen
- Symptome benennen und ansprechen
Vermeidung sensorischer Deprivation:
- Sehhilfen, Hörgeräte, angemessene Beleuchtung, Kommunikation u. Kontakte ermöglichen
- Kognitive Stimulation durch re-orientierende Gespräche, aktivierende Pflege mit Training der
Alltagsfunktionen, Bewegungsförderung, Rätsel und Gedächtnistraining Schlafförderung:
- Störungen vermeiden, Ohrstöpsel und Schlafbrillen/kleines Handtuch anbieten
- gewohnte Rituale ermöglichen
- falls möglich abendliche Mobilisation anbieten
Aufklärung
Die Aufklärung der Angehörigen über Delir umfasst eine verständliche Vermittlung der Symptome, des fluktuierenden Verlaufs und möglicher Ursachen. Dies hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, fördert ein unterstützendes Verhalten im Umgang mit Betroffenen und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und dem Behandlungsteam.
Sedierung
Festlegung eines individuellen Sedierungsziels mit Re-Evaluation bei jeder Visite
- Ziel RASS 0/-1/-2
- Tiefe Sedierung -3 in Ausnahmefällen (Schockgeschehen, Hirndruck,
Akutphase ARDS , Lagerungstherapie, Gefährdung der Patient:innen) (ärztl. Dienst)
- Sedierungstiefe mind. 1 x/Schicht ermitteln und steuern (Pflegefachperson)
- RASS -4/-5 ggf. unter kont. EEG-Kontrolle
- Behandlung von Schmerz, Agitation, Angst u. Halluzinationen nach Protokoll
(AO ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
- CAM-ICU 1 x/Schicht (Pflegefachperson, ärztl. Dienst)
Mandalas
Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in
Delir- & Demenzboxen
- Beschäftigung der Patient*innen erfolgt durch ihre Angehörigen sowie Ehrenamtliche (grüne Damen und Herren)
- Ehrenamtliche können für delirante Patient*innen kontaktiert werden unter der Mailadresse (gruene.damen@uniklinik-ulm.de)
- Ehrenamtliche werden zu Delir und zum Einsatz der Utensilien geschult
- Desinfizierende Reinigung der Utensilien nach jeder Anwendung mit einem Desinfektionstuch
- Zurücklegen der Utensilien nach Gebrauch in die Delir- und Demenzbox
- Überprüfen der Box auf Vollständigkeit und Bestätigung auf der beigefügten Inhaltsliste
Orientierungshilfen
Einsetzen von Orientierungshilfen (Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte) tragen zu einer angemessenen Kommunikation mit den Patient*innen bei.
Fragen:
- Schwimmt ein Stein auf dem Wasser?
- Gibt es Fische im Meer?
- Wiegt 1 Kilo mehr als 2 Kilo?
- Kann man mit einem Hammer einen Nagel in die Wand schlagen?
- Aufforderungen (2 Finger zeigen): 1: „zeigen Sie mir so viele Finger“ „: (kein Zeigen): „und das Gleiche mit der anderen Hand!“
Familienintegration
- Individuelle Besuchszeiten ermöglichen
- Strukturierte Information duch ärztlichen Dienst und Pflegefachpersonen
- Partizipation der Angehörigen bei Pflege und Entscheidungsfindungen nach
Wunsch ermöglichen
Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ mit extragroßen Figurenkegel für Patient*innen mit abnehmender Feinmotorik und Arthrose in den Fingergelenken.
Wachheit
Analgesie
- Schmerz mind. 1 x/Schicht und vor Prozeduren monitoren und therapieren
- Assessments: NRS, VAS oder BPS und BPS-NI
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
Akute oder fluktuierende Symptomatik
Hinweis auf deutliche Änderung oder wechselnde Symptome
Gewohnheiten
Verwenden Sie die eigene Kleidung anstelle eines Krankenhaushemdes & die gewohnten Pflegeprodukte wie Shampoo, Seifen oder Parfüm - sodass die Reorientierung ebenfalls über den Geruchssinn erfolgen kann.
Vertraute Gegenstände
Vertraute Gegenstände wie eine Kuscheldecke oder ein Nackenkissen können Patient*innen im Delir Sicherheit und Orientierung geben, indem sie eine vertraute Umgebung schaffen. Dies kann Ängste reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die Reorientierung unterstützen.
Einbindung von Angehörigen
Die Einbindung von Angehörigen durch regelmäßige Besuche und Rooming-in fördert die Reorientierung, reduziert Angst und Verwirrtheit und unterstützt die Deeskalation herausfordernden Verhaltens. Gleichzeitig entlastet ihre Präsenz das Pflegepersonal, indem sie emotionale Stabilität bieten und bei grundlegenden Maßnahmen assistieren.
Aufmerksamkeit
„Nennen Sie mir die Monate eines Jahres rückwärts, beginnend mit Dezember“
Inhaltsliste
- Bitte nach Gebrauch der Utensilien diese gereinigt und desinfiziert in die Box zurücklegen
- Delirbox auf Vollständigkeit überprüfen und beigefügte Inhaltsliste ausfüllen
- Delir- und Demenzbox wieder an den davor vorgesehenen Lagerplatz auf der Station zurückbringen
Korrekt!
Kann in Einzelfällen sinnvoll sein, insbesondere bei ausgeprägter Angst oder Unruhe, wenn nicht-pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichen. Wichtig ist eine niedrige, bedarfsgerechte Dosierung, um eine Über-Sedierung zu vermeiden.
Frühmobilisation
Täglich Festlegung der Mobilisationsstufe im interdisziplinären Team (ärztl. Dienst, Pflegefachperson,Physiotherapeut:in) Alle Patient:innen soweit wie möglich mobilisieren! Immobilität muss angeordnet werden! Keine Mobilisation (ärztl. Dienst): frische Hirnblutung, cerebraler Vasospasmus, unversorgte WS-#, instabile Kreislauf-/pulmonale Situation
Sicherheitsscreening vor der Mobilisation: (Pflegefachperson)
- Syst. Blutduck 70-180 mmHg,
- MAD 60-115 mmHg
- Herzfrequenz 40-120/min.
- Noradrenalin 0,2 g/kg/min
- SpO2 ≥88 %
- PEEP ≤ 12 cmH2O, FiO2 0,6
- Atemfrequenz 5-40/min.
- Temperatur 36,0-38,5 °C
- Blutzucker > 50 mg/dl
Abbruchkriterien: (Pflegefachperson, Physiotherapeut:in)
- SpO2-Abfall < 86 %
- Herzfrequenzanstieg > 30 % vom Ausgangswert
- Anstieg syst. Blutdruck ≥40 mmHg
- MAD < 50 mmHg
- Neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen
- Verschlechterung der Vigilanz
Beispielhafte Konversation
“Ich glaube Ihnen, dass für Sie momentan Menschen aus der Wand heraustreten sehen oder dass in der Ecke ein großer Hund liegt.”
Distanzierung des Personals: “ Ich sehe sie nicht!”
Erklärung: ”Das kommt nach Operationen oder bei Erkrankungen vor und geht nach einigen Tagen wieder weg."
Denke an...
- Delirogene Medikamente (z.B. Anticholinergika, langwirksame Benzodiazepine, Antihistaminika)
- Ernährungszustand
- Elektrolyte, Blutzucker
- Oxygenierung, Bilanz
- bestehende Infektion, Infektionsprophylaxe
- Obstipationsprophylaxe
- Entzug & Intoxikation
Händedruck (alt.: Blinzeln), wenn „A“ gesagt wird; A-N-A-N-A-S-B-A-U-M (alt.: C-A-S-A-B-L-A-N-C-A)
Zum Vorlesen für Patient*innen: Kurze lustige Lausbubengeschichten aus früheren Tagen
Aufwach- & Spontanatemversuch
- Tägliche Unterbrechung der Sedierung bei RASS -2
- Anordnung und Re-Evaluation bei jeder Visite
- Abbruchkritierien festlegen, Angst, Agitation, Schmerzen behandeln
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
- Bei stabiler pulmonaler Situation Spontanatmung tagsüber ermöglichen
(ärztl. Dienst, Pflegefachperson)
Lieblingsspeisen & Getränke
Aufgrund der Limitationen der Großküche, können diese Speisen und Getränke gerne von zu Hause mitgebracht werden.
Kommunikation
Biografiebezogene, reorientierende empathische Kommunikation mit Betroffenen!
Leider falsch..
❌ Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion erhöht das Delirrisiko durch aktive Metaboliten und lange Wirkungsdauer.
Masterkurs: Uniklinikum Ulm
Universitätsklinikum Ulm
Created on January 28, 2026
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Masterkurs Delir
Universitätsklinikum Ulm
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Delirwissen
Delirtools
Dr. Schulte-Kemna: Delir - Allgemeinstation
Prof. Dr. Barth: ICU/IMC-Delir
DelirChatbot
Delir Screening-Tool
Dr. Reiter: Strukturiertes Delirmanagement
4AT-Score Rechner
Delir-Pocketcard Allgemeinstation
Pocketcard: Delirmanagement ICU/ IMC
Evaluation
Bitte Bewertet unser Informationsangebot!
Delir: Pocketcard
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Allgemeinstation
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Menüauswahl
Allgemeinstation
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Erkennung Delir-Risiko und Diagnose
4AT-Score Rechner
Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs
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Erkennung Delir-Risiko
Prävention
Vorbestehender Faktor + Auslösender Faktor = RISIKO
- Operation
> 60 MinutenSehr hoch
≥ 1 roter Faktor: Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht
Hoch
≥ 2 orange Faktoren Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht bei auffälligem Verhalten
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Delir Diagnose
4AT-Test
Aufmerksamkeit
Orientierung
Akute oder Fluktuierende Symptomatik
Wachheit
Zum Rechner
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Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs
Start
Pharmakologisch
Nicht pharmakologisch = Basis-Maßnahmen
AUSLÖSER
ORIENTIERUNG
ERNÄHRUNG
Erkennen und behandeln
Dehydratation vermeiden/ausgleichen
Brille, Hörgeräte
Niederschwellig:
Schmerzen
Schmerzbogen
Unterstützung bei Mahlzeiten
Uhr, Kalender
Vertraute Umgebung durch Familienfotos, persönliche Gegenstände
Infekte & Elektrolytstörungen
Thiamin 100 mg/d
Zahnprothesen
Auf Vorlieben eingehen
Neuroleptika nur bei produktiv-psychotischen Symptomen:
Zimmerwechsel und häufige Personalwechsel vermeiden
Obstipationsprophylaxe
MEDIKATION PRÜFEN
Angehörigenbesuche
Folgende Medikamente haben ein hohes delirogenes Potential:
Risperdal: 0,25 – 0,5 mg (max. 3 mg)
AKTIVIERUNG
Biographie-Blume
Zeitschriften, Bilderbücher, Spiele anbieten
Quetiapin: (bei M. Parkinson) 12,5 – 25 mg
Kommunikation anpassen
Anticholinergika
Angehörige einbinden
evtl. Begleitung zu Untersuchungen
Wenn Sedierung Haupt-Ziel:
Benzodiazepine
Grüne Damen/Herren
Antihistaminika
MOBILISIERUNG
ENTSPANNUNG
Benzodiazepine vermeiden!
Postoperative Frühmobilisation
Generell:
Indikation und Dosis prüfen!
Sitzende Position
Sturzprophylaxe
Blasenkatheter/ Fixierung
Pocketcard
DELIR-MANAGEMENT auf ICU/IMC
Aufwach- & Spontanatem-versuch
SEDIERUNG
ANALGESIE
Frühmobilisation
Delir-Management
Familienintegration
Das ICU-Delir
Interprofessionelle Fortbildung am UKU - AG Delir
START
INDEX
Das ICU Delir
1. Definition und Ausprägungsformen
2.Ursachen & Pathophysiologie
3. Assessment und Screening
4.Präventionsmaßnahmen und Therapie
Definitionen & Ausprägungsformen
Herausforderungen ICU-Delir
Delir – ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ?
Start
Start
Definition und Ausprägungsformen
Aufgabe
Aufgabe1
Ursachen & Pathophysiologie
Herausforderungen ICU-Delir
Welche Faktoren begünstigen seine Entstehung, und welche Mechanismen stehen hinter den neurobiologischen Veränderungen?
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Start
Ursachen und Pathophysiologie
Aufgabe: Drag & Drop
Drag & DROP - Aufgabe
Klinische Einflussfaktoren
Ziehe die Risikofaktoren in die passende Kategorie.
Faktoren nach Krankenhausaufnahme
Erkrankungsspezifische Faktoren
Prämorbide Faktoren
3. Frühere Delir-Episoden
5. Polypharmazie
1. Alkoholabusus
4. Akute Infektionen
6. Mangelnder Kontakt mit Angehörigen
2. Niedriges Bildungsniveau
Lösung
Assessment und Screening
Herausforderungen ICU-Delir
Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?
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Assessment und Screening
Arbeitsaufgabe
Klicke auf die Antwortmöglichkeiten um die Lücken zu füllen
MMSE
4AT-Score
CAM-ICU
Der häufigste Screening-Test für Delir auf der Intensivstation ist ___________________ .
CAM-ICU
MMSE
4AT-Score
Auf Normalstation wird bevorzugt der _____________ verwendet.
CAM-ICU
4AT-Score
CAM-ICU
Die Fremdbeurteilung von Intensivpatienten erfolgt mithilfe der ________________.
ICDSC
ICDSC
RAAS
Arbeitsaufgabe
InteraKtiVe Frage
Präventionsmaßnahmen und Therapie
Herausforderungen ICU-Delir
Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?
Start
Start
Präventionsmaßnahmen und Therapie
Arbeitsaufgabe
Fallbeispiel
Fallbeispiel
"Ein 78-jähriger Patient mit bekanntem intensivmedizinischem Delir zeigt ausgeprägte Angst und Unruhe auf der Intensivstation. Er ist kardial stabil, jedoch desorientiert und verweigert pflegerische Maßnahmen, was die Mobilisation erschwert. Trotz wiederholter Reorientierungsversuche und beruhigender Gespräche bleibt er stark ängstlich und reagiert mit gesteigerter Anspannung auf die Umgebung." Welche Maßnahme ist in dieser Situation am besten?
Keine Benzodiazepine geben, da sie pro-delirogen und kontraindiziert sind.
Eine Einmalgabe eines kurzwirksamen Benzodiazepins mit klinischer Überwachung erwägen.
Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion starten.
Strukturiertes delirmanagement
Die Erkennung eines Delirs ist häufig wie ein Krimi und erfordert von Ärzten und Pflegenden kriminalistischen Spürsinn.
START
Zusammenarbeit
Interdisziplinär & Interprofessionell
Für ein erfolgreiches Delirmanagement ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen essenziell.!
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INDEX
Strukturiertes Delirmanagement
1. Patient*innen-Erleben & Verlauf
2. Messinstrument: 4AT-Score
3. Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
4. Wissensüberprüfung (Chatbot)
Patient:innen-Erleben & Verlauf
Strukturiertes Delirmanagement
Start
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Zwischen Realität und Delir
Krankheitsverlauf
Arbeitsaufgabe
Arbeitsaufgabe
Messinstrument: 4AT-Score
Strukturiertes Delirmanagementr
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4AT-Score
Der 4AT-Score ist ein weltweit validiertes Delirium-Tool und ein Schnelltest für kognitive Beeinträchtigungen, der in ca. 2 Minuten durchgeführt werden kann.
Kurzgefasst...
4AT-Score
Messinstrument zur Delirerkennung
Es werden 4 Items bewertet: Wachheit, Orientierung, Aufmerksamkeit und fluktuierende Symptomatik. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 12 Punkten, wobei ≥4 Punkte auf ein Delir hindeuten (aber keine Delirdiagnose stellen) und 1–3 Punkte auf eine kognitive Beeinträchtigung hinweisen.
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Arbeitsaufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
Strukturiertes Delirmanagement
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Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Umgang mit bizarren, furchteinflößenden optischen Halluzinationen
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Beim Umgang mit beängstigenden Halluzinationen im Delir ist es wichtig, die Wahrnehmung der Betroffenen ernst zu nehmen, ohne sie zu bestätigen. Erklären Sie ruhig, dass solche Erlebnisse nach Operationen oder durch Erkrankungen auftreten können und meist wieder verschwinden. Informieren Sie behandelnde Ärzte, um eine mögliche Medikation zu prüfen.
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Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Reorientierung
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
01
Kommunikation
Biografiebezogen, reorientierend, empathisch
03
Ernährung
Anbieten von Lieblingsspeisen & Getränken
04
Gewohnheiten
Verwendung eigener Kleidung und gewohnter Pflegeprodukte
02
Orientierungshilfen
Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie 3
ReOrientierung
05
Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos
06
Mitbringen vertrauter Gegenstände
07
Einbindung von Angehörigen
08
Aufklärung der Angehörigen zum Delir mit Symptomen und Verlauf
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Rolle der Angehörigen bei Patient*innen mit Delir
Arbeitsaufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Kommunikation und soziale Interaktion in der Delirprävention
Aufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie
Ernährung und Ausscheidung
Überwachung der Urin- und Stuhlausscheidung
Obstipationsprohylaxe
Ausgewogene Ernährung mit drei fixen Mahlzeiten / Tag
ggf. Unterstützung bei den Mahlzeiten
Achtung auf Malnutrition bei fehlendem Appetit und Vergessen von Essen und Trinken
Fixe Essenszeiten zur Tagesstrukturierung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Vermeidung einer Dehydratation
Inhaltsliste
Kreuzworträtsel
Delir- & Demenzbox
Mensch ärgere dich nicht
Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie
Zum Vorlesen
Mandalas ausmalen
Delir- und Demenzuhr
Puzzle "Summer Birds"
Kniffelspiel
Wissensüberprüfung
Strukturiertes Delirmanagement
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Das Delir
mit Dr. med. Lena Schulte-Kemna
START
INDEX
Das Delir
1. Im Überblick: Formen, Auslöser und Folgen
2.Delir vermeiden – was wirklich hilft
3. Delir-Screening am UKU
Formen, Auslöser & Folgen
Das Delir
Ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ? Was trägt zu seiner Entstehung bei?
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Formen, Auslöser und Folgen
Aufgabe
Delir vermeiden – was wirklich hilft
Das Delir
Welche Maßnahmen senken effektiv das Delirrisiko – und wann ist ein medikamentöses Vorgehen unvermeidbar?
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Delir vermeiden – was wirklich hilft
Aufgabe: Drag & Drop
Drag & DROP - Aufgabe
Ordnen Sie die Maßnahmen der passenden Kategorie zu.
Nicht empfohlen oder nur im Ausnahmefall
Empfohlen im klinischen Alltag
3. Polypharmazie vermeiden
5. Angehörige aktiv einbinden
1. Ohrstöpsel zur Förderung der Nachtruhe
4. Fixierung zur Ruhigstellung
6. Uhr und Kalender sichtbar platzieren
2. Sedierende Medikamente
Lösung
Delir-Screening am UKU
Das Delir
Wie wird das Delirrisiko erfasst, der 4AT-Score angewendet – und was zeigt die Delir-Ampel im klinischen Alltag an?
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Start
Delir-Screening am UKU
Aufgabe
Delirscreening
Start
ICU/IMC
Menüauswahl
DelirScreening
Treffe eine Auswahl
Richmond Agitation Sedation Scale
Confusion Assessment Method for ICU
Kriterium 1: Veränderter/ fluktuierender Bewusstseinszustand
Nein
Confusion Assessment Method
Kriterium 2: Aufmerksamkeitsstörung
0 - 2 Fehler
> 2 Fehler
RASS </> 0
Kriterium 3: Verändertes Bewusstsein - Aktueller RASS -
RASS = 0
Kriterium 4: Uniorganisiertes Denken
> 1Fehler
0 - 1 Fehler
Delir
Kein Delir
Kniffelspiel
Spiegelregeln
Leider Falsch...
❌ Zu undifferenziert. Eine gezielte, niedrige Dosierung kann bei hoher Angst helfen.
Delir- und Demenzuhr
CC BY-SA 4.0
Puzzle „Summer Birds“ mit großen Teilchen
Orientierung
Korrekte Nennung von Alter, Geburtsdatum, aktuellem Ort (Name Klinik, Gebäude), Kalenderjahr
Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos
Veränderung im Bewusstseinszustand des Patienten in den letzten 24h oder seit Aufnahme?
Wusstest du...
Die Inzidenz eines Delirs beträgt zwischen 10 und 55% (-80%) in postoperativen (beatmeten) Patienten . .
Kreuzworträtsel
Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in
Delirmanagement
Umgebungsfaktoren:
- Individualisierung der Bettplätze, Uhren und Whiteboards nutzen
- Lärm- und Lichtmanagement, Pflegemaßnahmen bündeln, Türen geschlossen halten, Lärmampeln
- Unnötige Zu- und Ableitungen entfernen
- Mechanische Fixierung vermeiden
Patienten- u. Angehörigenedukation:- präoperativ Informationsflyer zu den Themen ICU und Delir aushändigen
- Symptome benennen und ansprechen
Vermeidung sensorischer Deprivation:- Sehhilfen, Hörgeräte, angemessene Beleuchtung, Kommunikation u. Kontakte ermöglichen
- Kognitive Stimulation durch re-orientierende Gespräche, aktivierende Pflege mit Training der
Alltagsfunktionen, Bewegungsförderung, Rätsel und Gedächtnistraining Schlafförderung:Aufklärung
Die Aufklärung der Angehörigen über Delir umfasst eine verständliche Vermittlung der Symptome, des fluktuierenden Verlaufs und möglicher Ursachen. Dies hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, fördert ein unterstützendes Verhalten im Umgang mit Betroffenen und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und dem Behandlungsteam.
Sedierung
Festlegung eines individuellen Sedierungsziels mit Re-Evaluation bei jeder Visite
- Ziel RASS 0/-1/-2
- Tiefe Sedierung -3 in Ausnahmefällen (Schockgeschehen, Hirndruck,
Akutphase ARDS , Lagerungstherapie, Gefährdung der Patient:innen) (ärztl. Dienst)- Sedierungstiefe mind. 1 x/Schicht ermitteln und steuern (Pflegefachperson)
- RASS -4/-5 ggf. unter kont. EEG-Kontrolle
- Behandlung von Schmerz, Agitation, Angst u. Halluzinationen nach Protokoll
(AO ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)Mandalas
Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in
Delir- & Demenzboxen
Orientierungshilfen
Einsetzen von Orientierungshilfen (Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte) tragen zu einer angemessenen Kommunikation mit den Patient*innen bei.
Fragen:
Familienintegration
- Individuelle Besuchszeiten ermöglichen
- Strukturierte Information duch ärztlichen Dienst und Pflegefachpersonen
- Partizipation der Angehörigen bei Pflege und Entscheidungsfindungen nach
Wunsch ermöglichenSpiel „Mensch ärgere dich nicht“ mit extragroßen Figurenkegel für Patient*innen mit abnehmender Feinmotorik und Arthrose in den Fingergelenken.
Wachheit
Analgesie
- Schmerz mind. 1 x/Schicht und vor Prozeduren monitoren und therapieren
- Assessments: NRS, VAS oder BPS und BPS-NI
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)Akute oder fluktuierende Symptomatik
Hinweis auf deutliche Änderung oder wechselnde Symptome
Gewohnheiten
Verwenden Sie die eigene Kleidung anstelle eines Krankenhaushemdes & die gewohnten Pflegeprodukte wie Shampoo, Seifen oder Parfüm - sodass die Reorientierung ebenfalls über den Geruchssinn erfolgen kann.
Vertraute Gegenstände
Vertraute Gegenstände wie eine Kuscheldecke oder ein Nackenkissen können Patient*innen im Delir Sicherheit und Orientierung geben, indem sie eine vertraute Umgebung schaffen. Dies kann Ängste reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die Reorientierung unterstützen.
Einbindung von Angehörigen
Die Einbindung von Angehörigen durch regelmäßige Besuche und Rooming-in fördert die Reorientierung, reduziert Angst und Verwirrtheit und unterstützt die Deeskalation herausfordernden Verhaltens. Gleichzeitig entlastet ihre Präsenz das Pflegepersonal, indem sie emotionale Stabilität bieten und bei grundlegenden Maßnahmen assistieren.
Aufmerksamkeit
„Nennen Sie mir die Monate eines Jahres rückwärts, beginnend mit Dezember“
Inhaltsliste
Korrekt!
Kann in Einzelfällen sinnvoll sein, insbesondere bei ausgeprägter Angst oder Unruhe, wenn nicht-pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichen. Wichtig ist eine niedrige, bedarfsgerechte Dosierung, um eine Über-Sedierung zu vermeiden.
Frühmobilisation
Täglich Festlegung der Mobilisationsstufe im interdisziplinären Team (ärztl. Dienst, Pflegefachperson,Physiotherapeut:in) Alle Patient:innen soweit wie möglich mobilisieren! Immobilität muss angeordnet werden! Keine Mobilisation (ärztl. Dienst): frische Hirnblutung, cerebraler Vasospasmus, unversorgte WS-#, instabile Kreislauf-/pulmonale Situation
Sicherheitsscreening vor der Mobilisation: (Pflegefachperson)
Abbruchkriterien: (Pflegefachperson, Physiotherapeut:in)
Beispielhafte Konversation
“Ich glaube Ihnen, dass für Sie momentan Menschen aus der Wand heraustreten sehen oder dass in der Ecke ein großer Hund liegt.” Distanzierung des Personals: “ Ich sehe sie nicht!” Erklärung: ”Das kommt nach Operationen oder bei Erkrankungen vor und geht nach einigen Tagen wieder weg."
Denke an...
Händedruck (alt.: Blinzeln), wenn „A“ gesagt wird; A-N-A-N-A-S-B-A-U-M (alt.: C-A-S-A-B-L-A-N-C-A)
Zum Vorlesen für Patient*innen: Kurze lustige Lausbubengeschichten aus früheren Tagen
Aufwach- & Spontanatemversuch
- Tägliche Unterbrechung der Sedierung bei RASS -2
- Anordnung und Re-Evaluation bei jeder Visite
- Abbruchkritierien festlegen, Angst, Agitation, Schmerzen behandeln
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)- Bei stabiler pulmonaler Situation Spontanatmung tagsüber ermöglichen
(ärztl. Dienst, Pflegefachperson)Lieblingsspeisen & Getränke
Aufgrund der Limitationen der Großküche, können diese Speisen und Getränke gerne von zu Hause mitgebracht werden.
Kommunikation
Biografiebezogene, reorientierende empathische Kommunikation mit Betroffenen!
Leider falsch..
❌ Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion erhöht das Delirrisiko durch aktive Metaboliten und lange Wirkungsdauer.