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Masterkurs: Uniklinikum Ulm

Universitätsklinikum Ulm

Created on January 28, 2026

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Dynamic Learning Course

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Transcript

Masterkurs Delir

Universitätsklinikum Ulm

Start

Delirwissen

Delirtools

Dr. Schulte-Kemna: Delir - Allgemeinstation

Prof. Dr. Barth: ICU/IMC-Delir

DelirChatbot

Delir Screening-Tool

Dr. Reiter: Strukturiertes Delirmanagement

4AT-Score Rechner

Delir-Pocketcard Allgemeinstation

Pocketcard: Delirmanagement ICU/ IMC

Evaluation

Bitte Bewertet unser Informationsangebot!

Delir: Pocketcard

Start

Allgemeinstation

Start

Menüauswahl

Allgemeinstation

Treffe eine Auswahl

Erkennung Delir-Risiko und Diagnose

4AT-Score Rechner

Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs

Start

Erkennung Delir-Risiko

Prävention
Vorbestehender Faktor + Auslösender Faktor = RISIKO
  • Operation
> 60 Minuten
  • Kognitive Einschränkung
  • Pflegeheimbewohner
  • Delir in Vorgeschichte
Sehr hoch

≥ 1 roter Faktor: Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht

  • Alter ≥ 70 Jahre
  • Visus/Hörbeeinträchtigung
  • Depression
  • Mangelernährung
  • Chronischer Alkoholkonsum
Hoch
  • Akute Infektion
  • Hypo/Hyperglykämie
  • Fixierung/Verkabelung
  • starke Schmerzen
  • Elektrolyt-Störung

≥ 2 orange Faktoren Nicht-Pharmakologische Basis-Maßnahmen Delir-Screening (4AT Score) 1x/Schicht bei auffälligem Verhalten

Start

Delir Diagnose

4AT-Test

Aufmerksamkeit

Orientierung

Akute oder Fluktuierende Symptomatik

Wachheit

Zum Rechner

Start

Maßnahmen zur Prävention und Therapie eines Delirs

Start

Pharmakologisch

Nicht pharmakologisch = Basis-Maßnahmen

AUSLÖSER

ORIENTIERUNG

ERNÄHRUNG

Erkennen und behandeln

Dehydratation vermeiden/ausgleichen

Brille, Hörgeräte

Niederschwellig:

Schmerzen

Schmerzbogen

Unterstützung bei Mahlzeiten

Uhr, Kalender

Vertraute Umgebung durch Familienfotos, persönliche Gegenstände

Infekte & Elektrolytstörungen

Thiamin 100 mg/d

Zahnprothesen

Auf Vorlieben eingehen

Neuroleptika nur bei produktiv-psychotischen Symptomen:

Zimmerwechsel und häufige Personalwechsel vermeiden

Obstipationsprophylaxe

MEDIKATION PRÜFEN

Angehörigenbesuche

Folgende Medikamente haben ein hohes delirogenes Potential:

Risperdal: 0,25 – 0,5 mg (max. 3 mg)

AKTIVIERUNG

Biographie-Blume

Zeitschriften, Bilderbücher, Spiele anbieten

Quetiapin: (bei M. Parkinson) 12,5 – 25 mg

Kommunikation anpassen

Anticholinergika

Angehörige einbinden

evtl. Begleitung zu Untersuchungen

Wenn Sedierung Haupt-Ziel:

Benzodiazepine

Grüne Damen/Herren

  • Melperon: 12,5 – 25 mg
  • Pipamperon: 20 – 40 mg

Antihistaminika

MOBILISIERUNG

ENTSPANNUNG

Benzodiazepine vermeiden!

  • Nachtruhe ermöglichen
  • Licht-/Lärmreduktion
  • auf medizinische/pflegerische Maßnahmen während Schlafenszeit verzichten
  • Routinen erhalten

Postoperative Frühmobilisation

Generell:

Indikation und Dosis prüfen!

  • ggfs. absetzen/ ersetzen/ Dosis anpassen

Sitzende Position

  • "start low-go slow!"
  • Absetzen nicht vergessen!

Sturzprophylaxe

Blasenkatheter/ Fixierung

Pocketcard

DELIR-MANAGEMENT auf ICU/IMC

Aufwach- & Spontanatem-versuch

SEDIERUNG

ANALGESIE

Frühmobilisation

Delir-Management

Familienintegration

Das ICU-Delir

Interprofessionelle Fortbildung am UKU - AG Delir

START

INDEX

Das ICU Delir

1. Definition und Ausprägungsformen

2.Ursachen & Pathophysiologie

3. Assessment und Screening

4.Präventionsmaßnahmen und Therapie

Definitionen & Ausprägungsformen

Herausforderungen ICU-Delir

Delir – ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ?

Start

Start

Definition und Ausprägungsformen
Aufgabe
Aufgabe1

Ursachen & Pathophysiologie

Herausforderungen ICU-Delir

Welche Faktoren begünstigen seine Entstehung, und welche Mechanismen stehen hinter den neurobiologischen Veränderungen?

Start

Start

Ursachen und Pathophysiologie
Aufgabe: Drag & Drop

Drag & DROP - Aufgabe

Klinische Einflussfaktoren

Ziehe die Risikofaktoren in die passende Kategorie.

Faktoren nach Krankenhausaufnahme

Erkrankungsspezifische Faktoren

Prämorbide Faktoren

3. Frühere Delir-Episoden

5. Polypharmazie

1. Alkoholabusus

4. Akute Infektionen

6. Mangelnder Kontakt mit Angehörigen

2. Niedriges Bildungsniveau

Lösung

Assessment und Screening

Herausforderungen ICU-Delir

Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?

Start

Start

Assessment und Screening
Arbeitsaufgabe

Klicke auf die Antwortmöglichkeiten um die Lücken zu füllen

MMSE

4AT-Score

CAM-ICU

Der häufigste Screening-Test für Delir auf der Intensivstation ist ___________________ .

CAM-ICU

MMSE

4AT-Score

Auf Normalstation wird bevorzugt der _____________ verwendet.

CAM-ICU

4AT-Score

CAM-ICU

Die Fremdbeurteilung von Intensivpatienten erfolgt mithilfe der ________________.

ICDSC

ICDSC

RAAS

Arbeitsaufgabe

InteraKtiVe Frage

Präventionsmaßnahmen und Therapie

Herausforderungen ICU-Delir

Delir ist oft schwer zu erkennen – besonders in der Intensivmedizin. Welche validierten Screening-Methoden helfen dabei, Delir frühzeitig zu diagnostizieren und von anderen kognitiven Störungen zu unterscheiden?

Start

Start

Präventionsmaßnahmen und Therapie
Arbeitsaufgabe
Fallbeispiel

Fallbeispiel

"Ein 78-jähriger Patient mit bekanntem intensivmedizinischem Delir zeigt ausgeprägte Angst und Unruhe auf der Intensivstation. Er ist kardial stabil, jedoch desorientiert und verweigert pflegerische Maßnahmen, was die Mobilisation erschwert. Trotz wiederholter Reorientierungsversuche und beruhigender Gespräche bleibt er stark ängstlich und reagiert mit gesteigerter Anspannung auf die Umgebung." Welche Maßnahme ist in dieser Situation am besten?

Keine Benzodiazepine geben, da sie pro-delirogen und kontraindiziert sind.

Eine Einmalgabe eines kurzwirksamen Benzodiazepins mit klinischer Überwachung erwägen.

Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion starten.

Strukturiertes delirmanagement

Die Erkennung eines Delirs ist häufig wie ein Krimi und erfordert von Ärzten und Pflegenden kriminalistischen Spürsinn.

START

Zusammenarbeit

Interdisziplinär & Interprofessionell

Für ein erfolgreiches Delirmanagement ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen essenziell.!

+ info

INDEX

Strukturiertes Delirmanagement

1. Patient*innen-Erleben & Verlauf

2. Messinstrument: 4AT-Score

3. Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie

4. Wissensüberprüfung (Chatbot)

Patient:innen-Erleben & Verlauf

Strukturiertes Delirmanagement

Start

Start

Zwischen Realität und Delir
Krankheitsverlauf
Arbeitsaufgabe
Arbeitsaufgabe

Messinstrument: 4AT-Score

Strukturiertes Delirmanagementr

Start

Start

4AT-Score

Der 4AT-Score ist ein weltweit validiertes Delirium-Tool und ein Schnelltest für kognitive Beeinträchtigungen, der in ca. 2 Minuten durchgeführt werden kann.

Kurzgefasst...

4AT-Score

Messinstrument zur Delirerkennung

Es werden 4 Items bewertet: Wachheit, Orientierung, Aufmerksamkeit und fluktuierende Symptomatik. Die Bewertung erfolgt auf einer Skala von 0 bis 12 Punkten, wobei ≥4 Punkte auf ein Delir hindeuten (aber keine Delirdiagnose stellen) und 1–3 Punkte auf eine kognitive Beeinträchtigung hinweisen.

+ Anzeigen

Arbeitsaufgabe

Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie

Strukturiertes Delirmanagement

Start

Start

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Umgang mit bizarren, furchteinflößenden optischen Halluzinationen

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Beim Umgang mit beängstigenden Halluzinationen im Delir ist es wichtig, die Wahrnehmung der Betroffenen ernst zu nehmen, ohne sie zu bestätigen. Erklären Sie ruhig, dass solche Erlebnisse nach Operationen oder durch Erkrankungen auftreten können und meist wieder verschwinden. Informieren Sie behandelnde Ärzte, um eine mögliche Medikation zu prüfen.

+ info

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Reorientierung

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

01

Kommunikation

Biografiebezogen, reorientierend, empathisch

03

Ernährung

Anbieten von Lieblingsspeisen & Getränken

04

Gewohnheiten

Verwendung eigener Kleidung und gewohnter Pflegeprodukte

02

Orientierungshilfen

Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie 3

ReOrientierung

05

Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos

06

Mitbringen vertrauter Gegenstände

07

Einbindung von Angehörigen

08

Aufklärung der Angehörigen zum Delir mit Symptomen und Verlauf

Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Rolle der Angehörigen bei Patient*innen mit Delir

Arbeitsaufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Kommunikation und soziale Interaktion in der Delirprävention

Aufgabe
Maßnahmen zur Delirprävention und -therapie

Ernährung und Ausscheidung

Überwachung der Urin- und Stuhlausscheidung

Obstipationsprohylaxe

Ausgewogene Ernährung mit drei fixen Mahlzeiten / Tag

ggf. Unterstützung bei den Mahlzeiten

Achtung auf Malnutrition bei fehlendem Appetit und Vergessen von Essen und Trinken

Fixe Essenszeiten zur Tagesstrukturierung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Vermeidung einer Dehydratation

Inhaltsliste

Kreuzworträtsel

Delir- & Demenzbox

Mensch ärgere dich nicht

Maßnahmen zur Delirprävention und Therapie

Zum Vorlesen

Mandalas ausmalen

Delir- und Demenzuhr

Puzzle "Summer Birds"

Kniffelspiel

Wissensüberprüfung

Strukturiertes Delirmanagement

Start

Start

Das Delir

mit Dr. med. Lena Schulte-​Kemna

START

INDEX

Das Delir

1. Im Überblick: Formen, Auslöser und Folgen

2.Delir vermeiden – was wirklich hilft

3. Delir-Screening am UKU

Formen, Auslöser & Folgen

Das Delir

Ein komplexes Syndrom mit vielfältigen Ausprägungen. Was definiert es, und wie lässt es sich von anderen Störungen abgrenzen ? Was trägt zu seiner Entstehung bei?

Start

Start

Formen, Auslöser und Folgen
Aufgabe

Delir vermeiden – was wirklich hilft

Das Delir

Welche Maßnahmen senken effektiv das Delirrisiko – und wann ist ein medikamentöses Vorgehen unvermeidbar?

Start

Start

Delir vermeiden – was wirklich hilft
Aufgabe: Drag & Drop

Drag & DROP - Aufgabe

Ordnen Sie die Maßnahmen der passenden Kategorie zu.

Nicht empfohlen oder nur im Ausnahmefall

Empfohlen im klinischen Alltag

3. Polypharmazie vermeiden

5. Angehörige aktiv einbinden

1. Ohrstöpsel zur Förderung der Nachtruhe

4. Fixierung zur Ruhigstellung

6. Uhr und Kalender sichtbar platzieren

2. Sedierende Medikamente

Lösung

Delir-Screening am UKU

Das Delir

Wie wird das Delirrisiko erfasst, der 4AT-Score angewendet – und was zeigt die Delir-Ampel im klinischen Alltag an?

Start

Start

Delir-Screening am UKU
Aufgabe

Delirscreening

Start

ICU/IMC

Menüauswahl

DelirScreening

Treffe eine Auswahl

Richmond Agitation Sedation Scale

Confusion Assessment Method for ICU

Kriterium 1: Veränderter/ fluktuierender Bewusstseinszustand

Nein

Confusion Assessment Method

Kriterium 2: Aufmerksamkeitsstörung

0 - 2 Fehler

> 2 Fehler

RASS </> 0

Kriterium 3: Verändertes Bewusstsein - Aktueller RASS -
RASS = 0
Kriterium 4: Uniorganisiertes Denken

> 1Fehler

0 - 1 Fehler

Delir

Kein Delir

Kniffelspiel

  • mit Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in.

Spiegelregeln

Leider Falsch...

❌ Zu undifferenziert. Eine gezielte, niedrige Dosierung kann bei hoher Angst helfen.

Delir- und Demenzuhr

  • Aufstellen auf den Nachttisch
  • Batteriebetrieb
  • Anzeige von Uhrzeit, Datum mit Monat sowie Wochentag
  • Desinfizierende Reinigung nach jedem Einsatz (Desinfektionstuch)
  • Unbedingt Zurücklegen nach Gebrauch in die Delir- und Demenzbox
CC BY-SA 4.0

Puzzle „Summer Birds“ mit großen Teilchen

Orientierung

Korrekte Nennung von Alter, Geburtsdatum, aktuellem Ort (Name Klinik, Gebäude), Kalenderjahr

Umgebungsgestaltung mit Lieblingsmusik, privaten Fotos

Veränderung im Bewusstseinszustand des Patienten in den letzten 24h oder seit Aufnahme?

Wusstest du...

Die Inzidenz eines Delirs beträgt zwischen 10 und 55% (-80%) in postoperativen (beatmeten) Patienten . .

Kreuzworträtsel

Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in

Delirmanagement

Umgebungsfaktoren:

  • Individualisierung der Bettplätze, Uhren und Whiteboards nutzen
  • Lärm- und Lichtmanagement, Pflegemaßnahmen bündeln, Türen geschlossen halten, Lärmampeln
  • Unnötige Zu- und Ableitungen entfernen
  • Mechanische Fixierung vermeiden
Patienten- u. Angehörigenedukation:
  • präoperativ Informationsflyer zu den Themen ICU und Delir aushändigen
  • Symptome benennen und ansprechen
Vermeidung sensorischer Deprivation:
  • Sehhilfen, Hörgeräte, angemessene Beleuchtung, Kommunikation u. Kontakte ermöglichen
  • Kognitive Stimulation durch re-orientierende Gespräche, aktivierende Pflege mit Training der
Alltagsfunktionen, Bewegungsförderung, Rätsel und Gedächtnistraining Schlafförderung:
  • Störungen vermeiden, Ohrstöpsel und Schlafbrillen/kleines Handtuch anbieten
  • gewohnte Rituale ermöglichen
  • falls möglich abendliche Mobilisation anbieten

Aufklärung

Die Aufklärung der Angehörigen über Delir umfasst eine verständliche Vermittlung der Symptome, des fluktuierenden Verlaufs und möglicher Ursachen. Dies hilft, Unsicherheiten zu reduzieren, fördert ein unterstützendes Verhalten im Umgang mit Betroffenen und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und dem Behandlungsteam.

Sedierung

Festlegung eines individuellen Sedierungsziels mit Re-Evaluation bei jeder Visite

  • Ziel RASS 0/-1/-2
  • Tiefe Sedierung  -3 in Ausnahmefällen (Schockgeschehen, Hirndruck,
Akutphase ARDS , Lagerungstherapie, Gefährdung der Patient:innen) (ärztl. Dienst)
  • Sedierungstiefe mind. 1 x/Schicht ermitteln und steuern (Pflegefachperson)
  • RASS -4/-5 ggf. unter kont. EEG-Kontrolle
  • Behandlung von Schmerz, Agitation, Angst u. Halluzinationen nach Protokoll
(AO ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
  • CAM-ICU 1 x/Schicht (Pflegefachperson, ärztl. Dienst)

Mandalas

Block zum Abreißen eines Blattes pro Patient*in

Delir- & Demenzboxen
  • Beschäftigung der Patient*innen erfolgt durch ihre Angehörigen sowie Ehrenamtliche (grüne Damen und Herren)
  • Ehrenamtliche können für delirante Patient*innen kontaktiert werden unter der Mailadresse (gruene.damen@uniklinik-ulm.de)
  • Ehrenamtliche werden zu Delir und zum Einsatz der Utensilien geschult
  • Desinfizierende Reinigung der Utensilien nach jeder Anwendung mit einem Desinfektionstuch
  • Zurücklegen der Utensilien nach Gebrauch in die Delir- und Demenzbox
  • Überprüfen der Box auf Vollständigkeit und Bestätigung auf der beigefügten Inhaltsliste

Orientierungshilfen

Einsetzen von Orientierungshilfen (Brille, Zahnprothesen, Hörgeräte) tragen zu einer angemessenen Kommunikation mit den Patient*innen bei.

Fragen:

  • Schwimmt ein Stein auf dem Wasser?
  • Gibt es Fische im Meer?
  • Wiegt 1 Kilo mehr als 2 Kilo?
  • Kann man mit einem Hammer einen Nagel in die Wand schlagen?
  • Aufforderungen (2 Finger zeigen): 1: „zeigen Sie mir so viele Finger“ „: (kein Zeigen): „und das Gleiche mit der anderen Hand!“

Familienintegration

  • Individuelle Besuchszeiten ermöglichen
  • Strukturierte Information duch ärztlichen Dienst und Pflegefachpersonen
  • Partizipation der Angehörigen bei Pflege und Entscheidungsfindungen nach
Wunsch ermöglichen
  • Edukation

Spiel „Mensch ärgere dich nicht“ mit extragroßen Figurenkegel für Patient*innen mit abnehmender Feinmotorik und Arthrose in den Fingergelenken.

Wachheit

Analgesie

  • Schmerz mind. 1 x/Schicht und vor Prozeduren monitoren und therapieren
  • Assessments: NRS, VAS oder BPS und BPS-NI
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
Akute oder fluktuierende Symptomatik

Hinweis auf deutliche Änderung oder wechselnde Symptome

Gewohnheiten

Verwenden Sie die eigene Kleidung anstelle eines Krankenhaushemdes & die gewohnten Pflegeprodukte wie Shampoo, Seifen oder Parfüm - sodass die Reorientierung ebenfalls über den Geruchssinn erfolgen kann.

Vertraute Gegenstände

Vertraute Gegenstände wie eine Kuscheldecke oder ein Nackenkissen können Patient*innen im Delir Sicherheit und Orientierung geben, indem sie eine vertraute Umgebung schaffen. Dies kann Ängste reduzieren, das Wohlbefinden steigern und die Reorientierung unterstützen.

Einbindung von Angehörigen

Die Einbindung von Angehörigen durch regelmäßige Besuche und Rooming-in fördert die Reorientierung, reduziert Angst und Verwirrtheit und unterstützt die Deeskalation herausfordernden Verhaltens. Gleichzeitig entlastet ihre Präsenz das Pflegepersonal, indem sie emotionale Stabilität bieten und bei grundlegenden Maßnahmen assistieren.

Aufmerksamkeit

„Nennen Sie mir die Monate eines Jahres rückwärts, beginnend mit Dezember“

Inhaltsliste

  • Bitte nach Gebrauch der Utensilien diese gereinigt und desinfiziert in die Box zurücklegen
  • Delirbox auf Vollständigkeit überprüfen und beigefügte Inhaltsliste ausfüllen
  • Delir- und Demenzbox wieder an den davor vorgesehenen Lagerplatz auf der Station zurückbringen

Korrekt!

Kann in Einzelfällen sinnvoll sein, insbesondere bei ausgeprägter Angst oder Unruhe, wenn nicht-pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichen. Wichtig ist eine niedrige, bedarfsgerechte Dosierung, um eine Über-Sedierung zu vermeiden.

Frühmobilisation

Täglich Festlegung der Mobilisationsstufe im interdisziplinären Team (ärztl. Dienst, Pflegefachperson,Physiotherapeut:in) Alle Patient:innen soweit wie möglich mobilisieren! Immobilität muss angeordnet werden! Keine Mobilisation (ärztl. Dienst): frische Hirnblutung, cerebraler Vasospasmus, unversorgte WS-#, instabile Kreislauf-/pulmonale Situation

Sicherheitsscreening vor der Mobilisation: (Pflegefachperson)

  • Syst. Blutduck 70-180 mmHg,
  • MAD 60-115 mmHg
  • Herzfrequenz 40-120/min.
  • Noradrenalin  0,2 g/kg/min
  • SpO2 ≥88 %
  • PEEP ≤ 12 cmH2O, FiO2  0,6
  • Atemfrequenz 5-40/min.
  • Temperatur 36,0-38,5 °C
  • Blutzucker > 50 mg/dl

Abbruchkriterien: (Pflegefachperson, Physiotherapeut:in)

  • SpO2-Abfall < 86 %
  • Herzfrequenzanstieg > 30 % vom Ausgangswert
  • Anstieg syst. Blutdruck ≥40 mmHg
  • MAD < 50 mmHg
  • Neu aufgetretene Herzrhythmusstörungen
  • Verschlechterung der Vigilanz

Beispielhafte Konversation

“Ich glaube Ihnen, dass für Sie momentan Menschen aus der Wand heraustreten sehen oder dass in der Ecke ein großer Hund liegt.” Distanzierung des Personals: “ Ich sehe sie nicht!” Erklärung: ”Das kommt nach Operationen oder bei Erkrankungen vor und geht nach einigen Tagen wieder weg."

Denke an...
  • Delirogene Medikamente (z.B. Anticholinergika, langwirksame Benzodiazepine, Antihistaminika)
  • Ernährungszustand
  • Elektrolyte, Blutzucker
  • Oxygenierung, Bilanz
  • bestehende Infektion, Infektionsprophylaxe
  • Obstipationsprophylaxe
  • Entzug & Intoxikation

Händedruck (alt.: Blinzeln), wenn „A“ gesagt wird; A-N-A-N-A-S-B-A-U-M (alt.: C-A-S-A-B-L-A-N-C-A)

Zum Vorlesen für Patient*innen: Kurze lustige Lausbubengeschichten aus früheren Tagen

Aufwach- & Spontanatemversuch

  • Tägliche Unterbrechung der Sedierung bei RASS  -2
  • Anordnung und Re-Evaluation bei jeder Visite
  • Abbruchkritierien festlegen, Angst, Agitation, Schmerzen behandeln
(AO Medikamente ärztl. Dienst, Durchführung Pflegefachperson)
  • Bei stabiler pulmonaler Situation Spontanatmung tagsüber ermöglichen
(ärztl. Dienst, Pflegefachperson)

Lieblingsspeisen & Getränke

Aufgrund der Limitationen der Großküche, können diese Speisen und Getränke gerne von zu Hause mitgebracht werden.

Kommunikation

Biografiebezogene, reorientierende empathische Kommunikation mit Betroffenen!

Leider falsch..

❌ Eine kontinuierliche Midazolam-Infusion erhöht das Delirrisiko durch aktive Metaboliten und lange Wirkungsdauer.