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Created on January 19, 2026

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Transcript

Standard- und Zusatzmassnahmen für die Therapeuten

Formation prévention de l'infection

Los gehts

Weiterbildung erstellt durch Stosic ZivicaPflegefachfrau in Prävention und Kontrolle der Infektion

Die Standardmassnahmen

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Die Standardmassnahmen (SM)

Die Standardmassnahmen (SM) bestehen aus einer Reihe von Massnahmen, die von allen, bei allen Patienten, in allen Pflegesituationen, inkl. Notfallsituationen, angewendet werden.

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Die Standardmassnahmen müssen immer angewendet werden. Es betrifft alle Fachkräfte, die in Kontakt mit den Patienten stehen. Werden bei allen Patienten, unabhängig der Diagnose angewendet. Warum werden sie angewendet ?Zur Bekämpfung der Übertragung multiresistenter Keime Begrenzung der Häufung von nosokomialen Infektionen und der Übertragung von Mikroorganismen Mögliche Bekämpfung der Antibiotikaresistenz

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Die Händehygiene ist unverzichtbar um die Sicherheit des Patienten während der Pflege zu gewährleisten («WHO Guidelines on Hand Hygiene in Health Care»).

Sichere Hände bedeutet auch, keinen Schmuck zu tragen und die Fingernägel kurz und natürlich zu halten.

Komplett nächste Hand in zwei Minuten

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Die Indikationen zum Tragen der Handschuhe sind, wenn die Gefahr von Kontakt besteht, mit:

  • allen biologischen Flüssigkeiten
  • verletzter Haut, Schleimhaut
  • sichtlich verschmutzter Wäsche und Medizinprodukte
Bei der Anwendung der Zusatzmassnahmen bei Clostridioides difficile, Krätze und Affenpocken Sie müssen auch während der Behandlung getragen werden, wenn der Therapeut Hautverletzungen an den Händen aufweist. Adäquates Tragen der Handschuhe: - wenn eine Indikation zur Händehygiene besteht, ausziehen. - kein systematisches Tragen der Handschuhe bei den Zusatzmassnahmen

HH vor dem Anziehen der Handschuhe und unmittelbar nachdem man sie ausgezogen hat.

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Die chirurgische Maske ist unverzichtbar:

  • bei aseptischen Tätigkeiten
  • wenn das Risiko von Spritzern mit biologischen Flüssigkeiten besteht
  • bei respiratorischen Symptomen (Patient und oder Mitarbeiter)
darf nicht:
  • um den Hals, auf dem Kinn getragen oder in den Taschen gelagert werden
  • einmal abgezogen,wieder aufgesetzt werden

Achtung: wenn nicht verschmutzt, feucht oder manipuliert, kann sie max 3 Stunden getragen werden. Bei Bartträger ist die Effizienz der Maske vermindert (erhöhte Lecks)

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Die Schutzbrille wird empfohlen: Für den Therapeuten:

  • Bei Risiko von Spritzern mit biologischen Flüssigkeiten (Abhusten)
  • Bei respiratorischen Symptomen des Patienten

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Der Schutzkittel ist indiziert, um die Berufskleider zu schützen, vor:
  • allen Pflegehandlungen bei denen das Risiko von Spritzern mit biologischen Flüssigkeiten besteht
  • Bei der Reinigung /Desinfektion von Medizinprodukten

Einmal angezogen, darf der Schutzkittel nicht manipuliert werden, um an Material zu gelangen, welches sich in den Taschen der Berufskleider befindet. (Stethoskop, Händedesinfektionsmittel, Kugelschreiber...)

Der Schutzkittel ist EINWEGMATERIAL

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Der Unterhalt des Materials unterliegt gesetzlichen Bestimmungen (MepV, Epidemiegesetz, Gesetz über die therapeutischen Produkte, usw.) Der Anwender ist für den Unterhalt des Materials verantwortlich: es kann nicht desinfiziert werden, was nicht sauber ist.Weil sich nicht alles auf die gleiche Art desinfizieren lässt, gibt es eine Klassifikation " die Klassifikation nach Spaulding"! Für jedes gebrauchtes Material muss man: Die Angaben des Herstellers befolgen

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Die schneidend / scharfen medizinischen Abfälle werden in einer "Safebox" vorschriftsgemäss, mit dem infektiösen, medizinischen Abfall entsorgt. Die Safesboxes werden maximal bis zu 2/3 ihres Fassungsvermögens gefüllt, bevor sie entsorgt werden. Sie werden hermetisch verschlossen und dürfen auf keinen Fall wieder geöffnet werden.

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Vor dem Umgang mit sauberer Wäsche erfolgt eine Händedesinfektion. Die Wäsche an einen geschlossenen, trockenen Ort, fern vom Personenstrom und Staub, lagern. Saubere, nicht gebrauchte Wäsche nicht wieder in den Wäscheschrank zurücklegen (diese Wäsche muss als potential "schmutzig" angesehen werden) Die Kontamination der Berufskleidung mit der Schmutzwäsche verhindern. Für den Umgang und Transport von, mit biologischer Flüssigkeit verschmutzter Wäsche, müssen Handschuhe getragen werden. Nach der Umgang mit der Schmutzwäsche, die Handschuhe ausziehen und Hände desinfizieren.

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Danke, dass sie bei respiratorischen Symptomen eine chirurgische Maske tragen, um Ihre Kollegen und Ihre Patienten zu schützen

Bei einer Exposition mit Blut (EBF, Stichverletzung):

  • NICHT DURCH DRUCK AUF DIE WUNDE ZUM BLUTEN BRINGEN!
  • ausgiebiges Waschen mit Wasser und Seife
  • falls nötig, Fremdkörper entfernen
  • mit einer wässrigen oder alkoholischen Lösung desinfizieren
Bei Spritzern von Blut oder biologischen Flüssigkeiten auf Schleimhaut (Mund) oder die Bindehaut (Augen):
  • reichliches Spülen mit physiologischer Kochsalzlösung (Nacl 0.9%) oder Leitungswasser
Kontakt:
  • Montag-Freitag 8.00 - 17.00Uhr die zuständige PKI Pflegefachfrau
  • 17.00 - 8.00 Uhr der zuständige Dienstarzt
Die ausgefüllte Meldung senden an: ich.pci.externe@hopitalvs.ch

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Die Zusatzmassnahmen

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Die Zusatzmassnahmen

Die Zusatzmassnahmen sind zusätzlich zu den Standardmassnahmen anzuwenden. Sie basieren auf die 3 Übertragungswege: Kontakt, Tröpfchen und Aerosol

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Art der Übertragung der Mikroorganismen:

  • direkt (Patient zu Patient, Patient zum Personal oder Personal zum Patient durch die Hände der Pflegenden);
  • indirekt (Umgebung, Medizinprodukte und kontaminiertes Material)
Die Hände des Personals sind der Hauptvektor bei der Übertragung der Mikroorganismen

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Zusammenfassung

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Besuch der Therapien

Der Besuch der Therapien wird mit der PKI Pflegefachfrau, dem Pflegeteam und den Therapeuten besprochen: ist abhängig vom Übertragungsweg der Mikroorganismen, der besiedelten/infektiösen Lokalisation, der Compliance des Patienten und wird individuel angepasst. Für die Patienten mit der Zusatzmassnahme Kontakt: es sind nur Einzeltherapien erlaubt, bei der der Patient eine Maske trägt. Für die Patienten mit der Zusatzmassnahme Aerolsol: keine Therapie ausserhalb des Zimmers. Die Richtlinien für alle verschiedenen Therapien sind verfügbar auf: Das Ziel der Richtlinien ist das Risiko der Übertragung der multiresistenten Bakterien durch die Anwendung der erweiterten Standardmassnahmen beim Kontakt mit dem Patienten und / oder durch Kontakt mit Oberflächen, welche von Patient berührt wurden, zu minimieren.

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Die Übertragung der Mikroorganismen durch Tröpfchen entsteht durch Husten, Sprechen, Abhusten des Bronchialsschleims. (> 5 μm) Diese Partikel können die Infektion übertragen, wenn sie die Schleimhäute einer anderen Person erreichen. (Augen, Mund, Nase, Hals) Die Tröpfchen sind zu groß (> 5 μm), um in der Luft zu schweben. Daher ist diese Art der Übertragung auf einen Radius von zwei Metern um die Quelle beschränkt. Sie können sich auf Oberflächen in der unmittelbaren Umgebung des Patienten absetzen und auf diesem Weg können Mikroorganismen durch indirekten Kontakt übertragen werden.

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Zusammenfassung

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Die Reihenfolge des Anziehens bei der Zusatzmassnahme Tröpfchen

1.

Wählt die Pfeile aus und setzt sie in die richtige Reihenfolge

2.

3.

FFP2 Maske anziehen

Händehygiene

chirugische Maske anziehen

4.

Haube anziehen

Schutzkittel anziehen

Händehygiene

5.

Schutzbrille anziehen

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Die Reihenfolge des Anziehens bei der Zusatzmassnahme Tröpfchen

Die FFP2 Maske bei der Zusatzmassnahme Tröpfchen ist nur bei aerosolerzeugenden Handlungen erforderlich
Das Tragen der Haube bei den Zusatzmassnahmen ist für die Prävention von der Übertragung der Mikroorganismen auf den Patienten oder das Personal, irrelevant.

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Die Übertragung der Mikroorganismen durch Partikeln, kleiner als Tröpfchen (< 5 μm), entsteht duch Husten, Sprechen, Handlungen wie Bronchialaspirationen, Bronchoskopien, usw. Diese Partikel können einige Stunden lang in der Luft schweben und somit über weite Strecken transportiert werden, um andere Personen anzustecken, ohne reellem Kontakt mit dem Quellpatient. Diese Situationen beschränken sich auf eine begrenzte Anzahl von Krankheiten: Tuberkulose (Tbc) der Lunge oder des Kehlkopfes, Windpocken und Masern, sowie einige seltene Krankheiten, bei denen spezifische Richtlinien gelten.

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Zusammenfassung

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Ende der Weiterbildung
Bei Fragen, danke für Ihre Email an zivica.stosic@hopitalvs.ch
Ausziehtechnik der Handschuhe

Ziele

Die Therapeuten erweitern ihre Fachkenntnisse betreff den Standard- und Zusatzmassnahmen zur Prävention von nosokomialen Infektionen (HAI) und der Kreuzübertragung mit multiresistenten Bakterien (MRB), indem sie die Empfehlungen und Vorschriften der Spitalhygiene in ihre tägliche Praxis implementieren. Nach der Schulung sind die Therapeuten in der Lage:

  • Die 10 Standardmassnahmen kennen und sie in ihrem Praxisalltag integrieren.
  • Die 3 Zusatzmassnahmen, mit der entsprechender Schutzausrüstung kennen und praktisch umsetzen
  • Bei der Therapie von Patienten mit multiresistenten Keimen, die Empfehlungen der Prävention zur Übertragung anhand der internen Richtlinien befolgen.

5 INDIKATIONEN SIND ZU BEFOLGEN Die Händehygiene muss erfolgen: • vor Patientenkontakt; • nach Patientenkontakt; • vor einer aseptischen (sauberen) Handlung; • nach Kontakt mit den biologischen Flüssigkeiten / Handschuhe; • nach Kontakt mit Gegenstand / Umgebung

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