DIE NACHRICHTEN, DIE ALLE SEHEN
Thema: Entmenschlichende Narrative durch Verantwortung von Zeug:innen hinterfragen
start
Du scrollst durch eine lokale Online-Gruppe, Nachrichtenkommentare oder ein Community-Forum. Ein Beitrag über Wohnraum, Arbeitsplätze oder öffentliche Dienstleistungen erscheint. Die Kommentare darunter verändern sich schnell. „Das passiert, wenn man Illegale ins Land lässt.“
„Sie belasten das System.“
„Kein Wunder, dass alles schlimmer wird.“
Die Nachrichten häufen sich. Einige sind aggressiv. Andere klingen „sachlich“. Niemand widerspricht.
Niemand liefert Kontext.
Niemand sagt überhaupt etwas.
Du bemerkst bekannte Personen in der Gruppe.
Einige sind Migrant:innen.
Andere nicht.
Das Schweigen ist laut.
WEITER
Was tust du, wenn du das siehst?
Weiterscrollen – es lohnt sich nicht, sich einzumischen
Still reagieren (liken, disliken oder melden)
Einen vorsichtigen Kommentar schreiben, der die Darstellung hinterfragt
Privat Kontakt zu einer betroffenen Person aufnehmen
Option A – Weiter scrollen Du entscheidest dich, nicht einzugreifen. Du hast das schon erlebt. Später wird der Thread länger.
Die Sprache wird härter.
Rückmeldung
Lernhinweis
WEITER
Option B – Stille Reaktion Du meldest oder reagierst, ohne zu kommentieren.
Rückmeldung
Lernhinweis
WEITER
Option C – Vorsichtiger öffentlicher Kommentar Du schreibst etwas Abgewogenes:
„Es wirkt unfair, ganze Gruppen für komplexe Probleme verantwortlich zu machen.“
Antworten erscheinen schnell.
„Also unterstützt du Illegale?“
„Das ist genau das Problem.“
Der Ton wird schärfer.
Rückmeldung
Lernhinweis
WEITER
Option D – Privater Kontakt Du schreibst einer Person, die betroffen sein könnte:
„Ich habe die Kommentare gesehen und wollte kurz nachfragen.“
Sie antworten:
„Danke. Es ist erschöpfend, das überall zu sehen.“
Rückmeldung
Lernhinweis
WEITER
Einige Tage später taucht dieselbe Sprache in einem anderen Beitrag wieder auf. Diesmal mit mehr Selbstsicherheit. Die Kommentare erhalten mehr Zustimmung. Trotzdem widerspricht niemand. Dir wird klar: Das ist kein Einzelfall — es wird normal.
WEITER
Welche Verantwortung spürst du jetzt?
Öffentlich etwas sagen — auch wenn es dich etwas kostet
Einen ruhigeren Gegenraum für Dialog oder Lernen schaffen
Betroffene unterstützen und öffentliche Debatten meiden
Sich vollständig zurückziehen — dieser Raum wirkt unsicher
Option A – Öffentlicher Widerspruch Du postest eine längere Antwort und benennst Schaden und Falschinformationen. Die Reaktionen sind gemischt. Einige danken dir privat.
Andere verspotten oder greifen dich an.
Rückmeldung
Lernhinweis
NEU STARTEN
Option B – Gegenraum schaffen Du hilfst, einen separaten Raum zu organisieren, in dem Komplexität und gelebte Erfahrung im Mittelpunkt stehen. Menschen beteiligen sich, die zuvor geschwiegen haben.
Rückmeldung
Lernhinweis
NEU STARTEN
Option C – Stille Unterstützung Du konzentrierst dich auf Zuhören und Solidarität.
Rückmeldung
Lernhinweis
NEU STARTEN
Option D – Sich zurückziehen Du verlässt die Gruppe.
Der Lärm endet — aber auch dein Einfluss.
Rückmeldung
Lernhinweis
NEU STARTEN
Dies ist ein risikoarmer Eingriff und kann Sichtbarkeit begrenzen, stellt das Narrativ jedoch nicht öffentlich infrage.
Fürsorge erhält Menschen, aber Narrative formen Systeme.
Öffentliche Friedensarbeit erfordert Mut und Selbstfürsorge.
Sich zu äußern unterbricht das Narrativ, setzt dich aber auch Gegenreaktionen aus.
Private Unterstützung stellt Würde wieder her und verringert Isolation.
Rückzug schützt Einzelne, kann aber kollektiven Widerstand schwächen.
Rückzug kann aus Sicherheitsgründen nötig sein, lässt schädliche Narrative jedoch bestehen.
Öffentliche Gegenrede kann wirkungsvoll sein, erfordert aber Vorbereitung und Unterstützung.
Wenn dominante Räume feindselig werden, sind Alternativen eine starke Friedensstrategie.
Schweigen wirkt für Betroffene nicht neutral, sondern isolierend.
Friedensarbeit umfasst Fürsorge, nicht nur Konfrontation.
Ausweichen schützt dich, lässt aber schädliche Narrative ungehindert wachsen.
Das schützt Beziehungen, doch das öffentliche Narrativ bleibt unverändert.
Ausgezeichnete Wahl. Du hast das Umfeld verändert statt frontal zu kämpfen.
Du hast Entmenschlichung direkt herausgefordert. Das kann Normalisierung bremsen — birgt aber emotionale Risiken.
Aktionen im Hintergrund sind wichtig, verändern aber selten allein soziale Normen.
DE- The Messages Everyone Sees
info- ELN & TIR
Created on December 28, 2025
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DIE NACHRICHTEN, DIE ALLE SEHEN
Thema: Entmenschlichende Narrative durch Verantwortung von Zeug:innen hinterfragen
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Du scrollst durch eine lokale Online-Gruppe, Nachrichtenkommentare oder ein Community-Forum. Ein Beitrag über Wohnraum, Arbeitsplätze oder öffentliche Dienstleistungen erscheint. Die Kommentare darunter verändern sich schnell. „Das passiert, wenn man Illegale ins Land lässt.“ „Sie belasten das System.“ „Kein Wunder, dass alles schlimmer wird.“ Die Nachrichten häufen sich. Einige sind aggressiv. Andere klingen „sachlich“. Niemand widerspricht. Niemand liefert Kontext. Niemand sagt überhaupt etwas. Du bemerkst bekannte Personen in der Gruppe. Einige sind Migrant:innen. Andere nicht. Das Schweigen ist laut.
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Was tust du, wenn du das siehst?
Weiterscrollen – es lohnt sich nicht, sich einzumischen
Still reagieren (liken, disliken oder melden)
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Option B – Stille Reaktion Du meldest oder reagierst, ohne zu kommentieren.
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Option C – Vorsichtiger öffentlicher Kommentar Du schreibst etwas Abgewogenes: „Es wirkt unfair, ganze Gruppen für komplexe Probleme verantwortlich zu machen.“ Antworten erscheinen schnell. „Also unterstützt du Illegale?“ „Das ist genau das Problem.“ Der Ton wird schärfer.
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Option D – Privater Kontakt Du schreibst einer Person, die betroffen sein könnte: „Ich habe die Kommentare gesehen und wollte kurz nachfragen.“ Sie antworten: „Danke. Es ist erschöpfend, das überall zu sehen.“
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Öffentlich etwas sagen — auch wenn es dich etwas kostet
Einen ruhigeren Gegenraum für Dialog oder Lernen schaffen
Betroffene unterstützen und öffentliche Debatten meiden
Sich vollständig zurückziehen — dieser Raum wirkt unsicher
Option A – Öffentlicher Widerspruch Du postest eine längere Antwort und benennst Schaden und Falschinformationen. Die Reaktionen sind gemischt. Einige danken dir privat. Andere verspotten oder greifen dich an.
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Option B – Gegenraum schaffen Du hilfst, einen separaten Raum zu organisieren, in dem Komplexität und gelebte Erfahrung im Mittelpunkt stehen. Menschen beteiligen sich, die zuvor geschwiegen haben.
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Dies ist ein risikoarmer Eingriff und kann Sichtbarkeit begrenzen, stellt das Narrativ jedoch nicht öffentlich infrage.
Fürsorge erhält Menschen, aber Narrative formen Systeme.
Öffentliche Friedensarbeit erfordert Mut und Selbstfürsorge.
Sich zu äußern unterbricht das Narrativ, setzt dich aber auch Gegenreaktionen aus.
Private Unterstützung stellt Würde wieder her und verringert Isolation.
Rückzug schützt Einzelne, kann aber kollektiven Widerstand schwächen.
Rückzug kann aus Sicherheitsgründen nötig sein, lässt schädliche Narrative jedoch bestehen.
Öffentliche Gegenrede kann wirkungsvoll sein, erfordert aber Vorbereitung und Unterstützung.
Wenn dominante Räume feindselig werden, sind Alternativen eine starke Friedensstrategie.
Schweigen wirkt für Betroffene nicht neutral, sondern isolierend.
Friedensarbeit umfasst Fürsorge, nicht nur Konfrontation.
Ausweichen schützt dich, lässt aber schädliche Narrative ungehindert wachsen.
Das schützt Beziehungen, doch das öffentliche Narrativ bleibt unverändert.
Ausgezeichnete Wahl. Du hast das Umfeld verändert statt frontal zu kämpfen.
Du hast Entmenschlichung direkt herausgefordert. Das kann Normalisierung bremsen — birgt aber emotionale Risiken.
Aktionen im Hintergrund sind wichtig, verändern aber selten allein soziale Normen.