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Kommunikationsbarrieren
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Frage
1 / 5
Ein Pflegefachmann erklärt einer Patientin die Einnahme ihres neuen Blutdruckmedikaments. Um sicherzugehen, dass die Patientin die Information verstanden hat, sagt er:
"Könnten Sie mir bitte in Ihren eigenen Worten erklären, wie und wann Sie das Medikament einnehmen werden?"
Erklärung
1 / 5
Bei der Teach-Back-Methode wiederholt die Patientin die Information mit eigenen Worten. So kann die Fachperson überprüfen, ob das Verständnis korrekt ist, und bei Bedarf nachjustieren.
Weiter
Quelle:Ha Dinh, T. T., Bonner, A., Clark, R., Ramsbotham, J., & Hines, S. (2016). The effectiveness of the teach-back method on adherence and self-management in health education for people with chronic disease: a systematic review. JBI database of systematic reviews and implementation reports, 14(1), 210–247. https://doi.org/10.11124/jbisrir-2016-2296
Frage
2 / 5
Eine Assistenzärztin übergibt einen kritisch kranken Patienten an die Nachtschicht. Sie beschreibt die Symptome ausführlich, vergisst jedoch, den aktuellen Behandlungsplan und mögliche Risiken zu erwähnen.
Erklärung
2 / 5
I-PASS (Illness severity – Patient summary – Action list – Situation awareness/contingency planning – Synthesis by receiver) ist speziell für Hand-offs / Übergaben entwickelt und stellt sicher, dass wichtige Punkte wie Schweregrad, Handlungsplan und Risiken systematisch kommuniziert werden.
- SBAR (Situation – Background – Assessment – Recommendation) ist ebenfalls ein bewährtes Kommunikationswerkzeug, eignet sich aber primär für kurze, fokussierte Mitteilungen, z. B. im Akutgespräch oder bei Eskalationen. Für umfassende Übergaben wie hier reicht SBAR allein oft nicht aus.
- Huddle beschreibt ein kurzes Team-Meeting zur gemeinsamen Lageeinschätzung oder Priorisierung. Es ist hilfreich, um sich im Team auf einen Stand zu bringen, ersetzt aber keine strukturierte Einzel-Übergabe.
- Debriefing findet typischerweise nach einer Massnahme oder einem Einsatz statt (z. B. nach einer OP oder Reanimation), um gemeinsam zu reflektieren, was gut lief und was verbessert werden kann. Es ist also ein Lern- und Reflexionsinstrument, kein Tool für die Übergabe eines Patienten.
Weiter
Quellen:
- Haig, K. M., Sutton, S., & Whittington, J. (2006). SBAR: A Shared Mental Model for Improving Com-munication Between Clinicians. Joint Commission Journal on Quality and Patient Safety, 32(3), 167–175.
- Starmer, A. J., Spector, N. D., Srivastava, R., Allen, A. D., Landrigan, C. P., Sectish, T. C., & I-PASS Study Group (2012). I-pass, a mnemonic to standardize verbal handoffs. Pediatrics, 129(2), 201–204. https://doi.org/10.1542/peds.2011-2966
Frage
3 / 5
Ein junger Physiotherapeut bemerkt, dass ein Patient kurz nach einer Schmerzmittelgabe starke Atemprobleme entwickelt. Er zögert, der behandelnden Oberärztin etwas zu sagen, da er unsicher ist, ob er die Situation richtig einschätzt – schliesslich ist er kein Arzt.
Erklärung
3 / 5
Forschungen zu Speak Up zeigen, dass gerade Berufsanfänger:innen häufig von Selbstzweifeln geplagt sind und dadurch gehemmt werden, kritische Beobachtungen zu äussern.
Hierarchische Strukturen sind eine der zentralsten Barrieren im Gesundheitswesen, da sie das offene Ansprechen gegenüber Vorgesetzten erschweren.
Zusätzlich kann die Angst vor Blossstellung oder negativen Reaktionen ein starkes Hindernis darstellen.
Andere Antwortmöglichkeiten wie Furcht vor Mehrarbeit/Überstunden oder Angst, das Vertrauen des Patienten zu verlieren wirken zwar plausibel, werden in der Literatur jedoch nicht als wesentliche Barrieren für fehlen des Speak Up beschrieben.
Weiter
Quelle:Okuyama, A., Wagner, C., & Bijnen, B. (2014). Speaking up for patient safety by hospital-based health care professionals: a literature review. BMC Health Services Research, 14, 61. https://doi.org/10.1186/1472-6963-14-61
Frage
4 / 5
Eine Patientin schildert wiederholt starke Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Der Arzt antwortet:
"In Ihrem Alter ist das völlig normal – vielleicht sollten Sie einfach versuchen, etwas mehr zu schlafen."
Erklärung
4 / 5
Medical Gaslighting bezeichnet Situationen, in denen Beschwerden von Patient:innen durch Gesundheitsfachpersonen bagatellisiert oder abgetan werden. Dies kann zu verspäteten Diagnosen, Vertrauensverlust und Risiken für die Patient:innensicherheit führen.
Weiter
Quelle:Ng, I. K. S., Tham, S. Z. L., Singh, G. D., Thong, C., & Teo, D. B. (2024). Medical gaslighting: A new colloquialism. The American Journal of Medicine, 137(10), 920–922. https://doi.org/10.1016/j.amjmed.2024.06.022
Frage
5 / 5
Erklärung
5 / 5
Für Kinder im Autismus-Spektrum sind Visual Supports, klare Sprache, Social Stories und Video Modeling nachweislich hilfreich und gelten als evidenzbasierte Interventionen.
- Visual Supports (z. B. Bildkarten, visuelle Ablaufpläne) zur Vorbereitung auf Untersuchungsschritte
- Klare, einfache Sprache ohne Mehrdeutigkeiten, Sprichwörtern, oder Ironie
- Social Stories – individuell angepasste Geschichten, die Kinder auf Abläufe (z. B. Arztbesuch, Blutabnahme) vorbereiten
- Video Modeling – kurze Videosequenzen, in denen gewünschtes Verhalten (z. B. Zahnarztbesuch) demonstriert wird
Blickkontakt erzwingen ist hingegen nicht evidenzbasiert und kann Stress sowie Rückzug verstärken.
Weiter
Quelle:Steinbrenner, J. R., Hume, K., Odom, S. L., Morin, K. L., Nowell, S. W., Tomaszewski, B., Szendrey, S., McIntyre, N. S., Yücesoy-Özkan, S., & Savage, M. N. (2020). Evidence-based practices for chil-dren, youth, and young adults with Autism. The University of North Carolina at Chapel Hill, Frank Por-ter Graham Child Development Institute, National Clearinghouse on Autism Evidence and Practice Review Team.
Quiz geschafft!
Kommunikationsbarrieren überwunden?
Weiterführende Informationen unter: AHRQ - TeamSTEPPS: www.ahrq.gov/teamstepps-program/index.html Patientensicherheit Schweiz - Speak up: www.patientensicherheit.ch/forschung-entwicklung/speak-up Autismus Schweiz: www.autismus.ch
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Ein Pflegefachmann erklärt einer Patientin die Einnahme ihres neuen Blutdruckmedikaments. Um sicherzugehen, dass die Patientin die Information verstanden hat, sagt er: "Könnten Sie mir bitte in Ihren eigenen Worten erklären, wie und wann Sie das Medikament einnehmen werden?"
Erklärung
1 / 5
Bei der Teach-Back-Methode wiederholt die Patientin die Information mit eigenen Worten. So kann die Fachperson überprüfen, ob das Verständnis korrekt ist, und bei Bedarf nachjustieren.
Weiter
Quelle:Ha Dinh, T. T., Bonner, A., Clark, R., Ramsbotham, J., & Hines, S. (2016). The effectiveness of the teach-back method on adherence and self-management in health education for people with chronic disease: a systematic review. JBI database of systematic reviews and implementation reports, 14(1), 210–247. https://doi.org/10.11124/jbisrir-2016-2296
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Eine Assistenzärztin übergibt einen kritisch kranken Patienten an die Nachtschicht. Sie beschreibt die Symptome ausführlich, vergisst jedoch, den aktuellen Behandlungsplan und mögliche Risiken zu erwähnen.
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I-PASS (Illness severity – Patient summary – Action list – Situation awareness/contingency planning – Synthesis by receiver) ist speziell für Hand-offs / Übergaben entwickelt und stellt sicher, dass wichtige Punkte wie Schweregrad, Handlungsplan und Risiken systematisch kommuniziert werden.
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Quellen:
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Ein junger Physiotherapeut bemerkt, dass ein Patient kurz nach einer Schmerzmittelgabe starke Atemprobleme entwickelt. Er zögert, der behandelnden Oberärztin etwas zu sagen, da er unsicher ist, ob er die Situation richtig einschätzt – schliesslich ist er kein Arzt.
Erklärung
3 / 5
Forschungen zu Speak Up zeigen, dass gerade Berufsanfänger:innen häufig von Selbstzweifeln geplagt sind und dadurch gehemmt werden, kritische Beobachtungen zu äussern. Hierarchische Strukturen sind eine der zentralsten Barrieren im Gesundheitswesen, da sie das offene Ansprechen gegenüber Vorgesetzten erschweren. Zusätzlich kann die Angst vor Blossstellung oder negativen Reaktionen ein starkes Hindernis darstellen. Andere Antwortmöglichkeiten wie Furcht vor Mehrarbeit/Überstunden oder Angst, das Vertrauen des Patienten zu verlieren wirken zwar plausibel, werden in der Literatur jedoch nicht als wesentliche Barrieren für fehlen des Speak Up beschrieben.
Weiter
Quelle:Okuyama, A., Wagner, C., & Bijnen, B. (2014). Speaking up for patient safety by hospital-based health care professionals: a literature review. BMC Health Services Research, 14, 61. https://doi.org/10.1186/1472-6963-14-61
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Eine Patientin schildert wiederholt starke Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Der Arzt antwortet: "In Ihrem Alter ist das völlig normal – vielleicht sollten Sie einfach versuchen, etwas mehr zu schlafen."
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Medical Gaslighting bezeichnet Situationen, in denen Beschwerden von Patient:innen durch Gesundheitsfachpersonen bagatellisiert oder abgetan werden. Dies kann zu verspäteten Diagnosen, Vertrauensverlust und Risiken für die Patient:innensicherheit führen.
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Quelle:Ng, I. K. S., Tham, S. Z. L., Singh, G. D., Thong, C., & Teo, D. B. (2024). Medical gaslighting: A new colloquialism. The American Journal of Medicine, 137(10), 920–922. https://doi.org/10.1016/j.amjmed.2024.06.022
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Für Kinder im Autismus-Spektrum sind Visual Supports, klare Sprache, Social Stories und Video Modeling nachweislich hilfreich und gelten als evidenzbasierte Interventionen.
- Visual Supports (z. B. Bildkarten, visuelle Ablaufpläne) zur Vorbereitung auf Untersuchungsschritte
- Klare, einfache Sprache ohne Mehrdeutigkeiten, Sprichwörtern, oder Ironie
- Social Stories – individuell angepasste Geschichten, die Kinder auf Abläufe (z. B. Arztbesuch, Blutabnahme) vorbereiten
- Video Modeling – kurze Videosequenzen, in denen gewünschtes Verhalten (z. B. Zahnarztbesuch) demonstriert wird
Blickkontakt erzwingen ist hingegen nicht evidenzbasiert und kann Stress sowie Rückzug verstärken.Weiter
Quelle:Steinbrenner, J. R., Hume, K., Odom, S. L., Morin, K. L., Nowell, S. W., Tomaszewski, B., Szendrey, S., McIntyre, N. S., Yücesoy-Özkan, S., & Savage, M. N. (2020). Evidence-based practices for chil-dren, youth, and young adults with Autism. The University of North Carolina at Chapel Hill, Frank Por-ter Graham Child Development Institute, National Clearinghouse on Autism Evidence and Practice Review Team.
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Weiterführende Informationen unter: AHRQ - TeamSTEPPS: www.ahrq.gov/teamstepps-program/index.html Patientensicherheit Schweiz - Speak up: www.patientensicherheit.ch/forschung-entwicklung/speak-up Autismus Schweiz: www.autismus.ch
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