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Die Suche nach Leben im Weltall

MINT_Bildung

Created on July 30, 2025

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Leben im Weltall

Exoplaneten und die Suche nach Leben im Weltall

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Was ist Leben?

Bevor man die Suche anfängt, sollte man sich erstmal überlegen, was man sucht. Das ist bei Leben aber gar nicht mal so einfach, da es keine einheitliche Definition gibt. Aber v.a. für Astrobilogen ist es wichtig, die typischen Merkmale von Leben zu erkennen.

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Merkmale von Leben:

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Wann gibt es Leben?

Damit man systematisch nach Leben außerhalb unserer Erde suchen kann, muss man sich Gedanken machen, welche Grundvoraussetzungen für Leben sich aus der getroffenen Definition ergeben.

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Schade, 3 Antworten sind richtig!

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Warum kein Licht?

Auch auf der Erde gibt es Orte ohne Licht, an denen Leben existiert - bspw. schwarze Raucher. Das sind heiße, mineralreiche Quellen am Meeresboden, an denen unter extremen Bedingungen sog. Extremophile leben und die nötige Energie aus Schwerfelverbindungen nehmen.

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Aber wie sucht man im Weltall nach Leben?

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Wenn wir im Weltall nach Leben suchen wollen, meinen wir damit eher seltener die Suche nach grünen Männchen auf dem Mars. Vielmehr richtet sich der Fokus auf Leben in der einfachsten Form, das sind meistens Einzeller.

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Wir können mit Sonden (noch) keine Missionen auf Exoplaneten oder in deren Nahfeld durchfürhen, weshalb man auf indirekte bzw. spektrographische Methoden angewiesen ist, um die Atmosphären von Exoplaneten zu analysieren. Dafür verwendet man Teleskope.

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Bewegt sich ein Exoplanet während eines Transits (Umlauf um den Stern) vor seinen Stern, so gibt es einen kurzen Zeitraum, in dem ein Teil des Sternenlichts durch die Atmosphäre des Planeten hindurchtritt. Aber warum ist das interessant?

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Dafür lohnt sich ein näherer Blick auf das Licht: Licht besteht aus vielen Farben – also verschiedenen Wellenlängen. Jede Art von Molekül oder Atom in der Atmosphäre (zum Beispiel Wasserdampf, Methan oder Sauerstoff) verschluckt ganz bestimmte Wellenlängen. Das heißt: Ein Teil des Lichts fehlt, nachdem es durch die Atmosphäre ging.

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So kann man mithilfe des Sternenspektrums, das durch die Atmosphäre des Planten "lief", dessen Atmosphäre und auch evtl. die Oberfläche des Planeten auf bestimmte Moleküle und Atome untersuchen.

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Ein Beispiel solcher Spektralanalysen ist der Planet K2-18b, bei dem es in Folge einer Transitbeobachtung im Jahr 2025 zur folgenden Kontroversen kam:
Rafel Luque

Nikku Madhusudhan

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Wir haben mit dem James Webb Space Telescope die Atmosphäre von K2-18 b untersucht – und fanden ein Spektralsignal, das mit DMS und DMDS übereinstimmen könnte; auf der Erde wird das fast ausschließlich von Mikroorganismen produziert. Das ist spannend, oder?

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Ja, das klingt zunächst aufregend. Aber wir haben uns alle bisherigen JWST-Daten gemeinsam angeschaut. Dabei fanden wir keinen klaren Hinweis auf DMS oder DMDS. Andere Moleküle, wie z.B. Ethan, passen genauso gut oder sogar besser zu den beobachteten Spektren.

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Unser Modell zeigt aber einen Hinweis, der auffällig genug ist, um nicht völlig zufällig zu sein – aber noch längst kein Beweis, das ist nicht nichts! Es bedeutet, dass dieses Signal nicht zufällig ist.

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Das stimmt – aber so ein Hinweis reicht noch nicht aus, um sicher zu sagen, dass das Molekül wirklich vorhanden ist. In anderen Modellvarianten verschwindet das Signal. Außerdem könnten auch nicht-biologische Prozesse solche Moleküle erzeugen.

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Natürlich sind wir vorsichtig. Wir sagen ja nicht: „Es gibt dort Leben.“ Sondern: „Es gibt einen Hinweis auf potenzielle Biosignatur-Gase.“ Das ist ein wichtiger Unterschied. Unser Ziel ist, Fragen zu stellen – nicht voreilig Antworten zu geben.

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Und unser Ziel ist, dass diese Fragen solide überprüft werden. Wissenschaft lebt davon, dass wir Daten immer wieder neu auswerten und andere Möglichkeiten ausschließen.

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finde das ende eigentlich ganz gut, weil es gut darstellt wie man wissenschaftlich arbeitet und es auch mit der forschung noch nicht wirklich viel weiter gegangen ist. das war ja erst letztes jahr.

Auflösung des Dialogs/ Wie geht die Untersuchung Klärung weiter?

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Bisher konnte also auf keinem Planeten Leben nachgewiesen werden.

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Deswegen ergibt es Sinn, sich zu überlegen, welche Anforderungen wir an einen Planeten stellen müssen, um auf ihm Leben zu finden.

stabile Atmosphäre

feste Oberfläche

richtige Temperatur

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Man sucht aber nicht nur im weiten All nach Leben, sondern auch in unserem Sonnensystem.

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Erklärungen noch ausführlicher in den Fenstern: Warum z.B. Kohlenstoffverbindungen lösen? Geysire?

Die Forschungen im Überblick

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Und wie wird dann wirklich Leben nachgewiesen?

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Auf diesen Biomolekülen basiert das irdische Leben! Kann an diese also in Proben anderer Planeten / Monde nachweisen, ist es wahrscheinlich, dass sich Spuren von Leben finden lassen. Proben zu analysieren und gewisse Moleküle darin nachzuweisen ist Aufgabe der analystischen Chemie bzw. Analytik.
Warum analytisch, wenn wir wissen,d ass es aktuell nur über die Spektralanalyse möglich ist . (Hintergrundwissen.)

ich warte hier mal noch mit anpassungen weil es ja die überleitung zu den versuchen ist und wir nicht wissen was es für versuche werden.

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Dafür nutzt man verschiedene Reaktionen, die nur ablaufen, wenn das gesuchte Molekül wirklich in dem Stoff vorhanden ist (Nachweisreaktionen). Diese darfst du jetzt selbstständig ausprobieren! Melde dich dafür bei einer Betreuungsperson.

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Bitte warte, bis du von deiner Betreuungsperson aufgefordert wirst, weiterzumachen!

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Hintergrund weiß, rechts oben Button zum schließen, weiß auf schwarz. Schriftart siehe Textvorlagenseite. Es können hier auch Bilder, interaktive Elemente, Videos, etc. mit eingefügt werden. Ihr könnt die Größe des erscheinenden Fensters anpassen. Wählt dafür die weiße Fläche aus und deaktiviert oben am Rand das Schloss. Nun könnt ihr die Größe anpassen. Denkt dran, dann auch den Schließbutton mit zu verschieben!

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Der Mars

Bei der Frage nach Leben außerhalb der Erde denkt man immer zuerst an den Mars. Tatsächlich gibt es einige Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Nachbarplaneten (ähnliche Tageslänge, Jahreszeiten durch geneigte Bahnlage), aber auch ein wirklich wichtiges KO-Kriterium: Der Mars hat zu hohe Temperaturschwankungen (-120°C - 25°C), um wirklich lebensfreundlich zu sein.

Absorptionslinien

Über solche fehlenden Linien im Spektrum der Sonne, die Joseph von Fraunhofer erstmal systematisch dokumentiert hat, konnte man die Zusammensetzung der Sonne aus den verschiedenen Elementen ermitteln. Im Sonnenspektrum nennt man diese Linien daher Fraunhoferlinien.

Saturnmond Enceladus

Auf dem Saturnmond hat man rießige Wasserstofffontänen (links) beobachten können, die aus einem Wasserreservoir unter dem Südpol des Mondes ausgestoßen werden. Die Raumsonde Cassini flog 2008/09 durch die Geysire (natürliche, heiße Fontänen) und konnte in den Gasen organische Verbindungen nachweisen.

Saturnmond Titan

Hier konnten rießige Seen aus Methan und Ethan gefunden werden. Zum einen übernimmt Methan auf diesem Planeten viele Aufgaben, die auf der Erde das Wasser erfüllt, (bspw. Wolkenbildung) und zum anderen ist das der Nachweis für die Reaktion organischer Moleküle in der Atmosphäre. Sollte es dort Leben geben, würde dieses aber vermutlich auf Silizium bauen, da Methan kein Lösungsmittel für Kohlenstoff-Verbindungen ist. Das wäre wichtig, da Leben auf komplexer Kohlenstoffchemie basiert und chemische Reaktionen in der Regel nur in Lösung effizient ablaufen.

Hey du hast mich gefunden.Hier wirst du in der Regel mehr Infos zu einem Thema finden.

Über das kreuz oben in der ecke kannst mich wieder schliesen.

Jupitermond Europa

Durch Gezeitenkräfte und Wechselwirkungen mit andern Monden erwärmt sich der Kern, weshalb man von der Existenz rießiger Ozeane mit flüssigem Wasser ausgeht. Dort könnten Mikroorganismen chemische Verbindungen als Energiequellen nutzen. Leben benötigt allerdings den Materialaus-tausch mit der Umwelt, was durch (tiefe) Risse an der Oberfläche geregelt sein könnte.

Warum Extremophile?

Mikroorganismen und einfache Lebewesen, die in z.T. lebensfeindlichen Umgebungen (Trockenheit, Temperatur, saure/basische Umgebung, Strahlung, ...) überleben können, nennt man Extremophile. Man erforscht diese, um besser abschätzen zu können, welche Standards mindestens herrschen müssen, damit Leben in einfachsten Formen noch möglich ist. Beispiele: Bärtierchen (links), bestimmte Muschel- / Würmerarten

Eine feste Oberfläche ist nicht zwingend notwendig damit Leben entstehen kann. Sie ist jedoch vorteilhaft, da sie stabile Temperaturen und Druckbedingungen ermöglicht. Außerdem bieten feste Oberflächen Orte, an denen sich Moleküle anlagern, konzentrieren und komplexe chemische Reaktionen ablaufen können. Zusätzlich können geochemische Prozesse wie z.B. Vulkanismus als Energiequelle dienen die für frühe Lebensformen wichtig sein könnten.

DMS steht für Dimethylsulfid (Summenformel: C₂H₆S).Es ist eine schwefelhaltige organische Verbindung mit charakteristischem Geruch, die natürlich z. B. durch Meeresalgen entsteht. DMDS steht für Dimethyldisulfid (Summenformel:C₂H₆S₂).Es enthält zwei Schwefelatome , wird industriell unter anderem als Zwischenprodukt in der Chemie eingesetzt und entsteht häufig durch Oxidation von DMS.

Biosignaturgase sind Gase in einer Planetenatmosphäre, deren Vorhandensein auf biologische Prozesse hinweisen kann. Beispiele sind Sauerstoff (O₂), Ozon (O₃), Methan (CH₄) oder Lachgas (N₂O), wenn sie in Mengen oder Kombinationen auftreten, die sich durch rein chemische oder geologische Prozesse nur schwer erklären lassen.

Atmosphäre

Der Planet benötigt eine stabile Atmosphäre, die vor lebensfeindlicher Strahlung und Meteoriteneinschlägen schützt und durch den Treibhauseffekt auf die Oberflächentemperatur wirkt. Damit er diese auch behält, muss der Planet eine ausreichende Masse haben, sodass der Planet durch Gravitation angezogen wird.

JWST steht kurz für das James Webb Space Telescope. Es ist ein 2021 gestartetes Weltraumteleskop, das hauptsächlich im Infrarotbereich beobachtet. Es untersucht die Entstehung der ersten Galaxien, Sterne und Planeten sowie die Atmosphären von Exoplaneten und gilt als Nachfolger des Hubble-Teleskops im Infrarotbereich.

Temperatur

Die Oberflächentemperatur des Planeten muss im richtigen Bereich liegen. Typischerweise nimmt man als Grenzbereich -21°C (Entwicklung von Einzellern) bis 100°C (Zerfall organischer Moleküle mit DNA). Diese Eingrenzung ergibt für jeden Stern immer einen Entfernungsraum, in dem sich der Planet um den Stern aufhalten sollte; diesen nennt man habitable Zone.