Geldpolitik: Anwendung
Einführung in Mopos – Szenariomodus
Ökonomie für alle Iconomix – das Bildungsangebotder Schweizerischen Nationalbank
Szenariomodus
Mopos
Mopos ist eine geldpolitische Simulation:
- Sie übernehmen die Rolle der oder des Verantwortlichen einer Zentralbank und führen die Geldpolitik eines Landes.
- Sie erfahren, welche Überlegungen hinter den geldpolitischen Entscheiden einer Zentralbank stehen.
- Sie lernen die Möglichkeiten und Grenzen der Geldpolitik kennen.
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23.03.2026
Szenariomodus
Aufgaben der Geldpolitik
Eine moderne Zentralbank verfolgt zwei Ziele:
- Preisstabilität als vorrangiges Ziel
- Ausgewogene konjunkturelle Entwicklung als wichtiges Nebenziel
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Szenariomodus
Instrument der Geldpolitik
Die Zentralbank verfolgt beide Ziele mit einem Instrument: dem Leitzins:
- Erhöhung des Leitzinses ⇒ tiefere Inflation und Abschwächung der Konjunktur
- Senkung des Leitzinses ⇒ höhere Inflation und Belebung der Konjunktur
Beachten Sie: Die konventionelle Geldpolitik über die Steuerung des Leitzinses ist von unkonventionellen Massnahmen wie etwa Devisenmarktinterventionen zu unterscheiden.
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Szenariomodus
Geldpolitischer Entscheidungsprozess
Die Zentralbankleitung trifft den Zinsentscheid periodisch im Rahmen einer Lagebeurteilung:
- Phase 1: Analysieren der Ausgangslage anhand der Entwicklung von Inflation und Konjunktur
- Phase 2: Erstellen einer Prognose zur zukünftigen Entwicklung von Inflation und Konjunktur
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Szenariomodus
Herausforderungen der Geldpolitik
Verschiedene Faktoren erschweren das Führen der Geldpolitik in Mopos:
- Es gibt ein Instrument (Leitzins) und zwei Ziele (Preisstabilität und ausgewogene Konjunktur).
- Die Inflation reagiert erst mit Verzögerung auf Zinsänderungen.
- Nicht vorhersehbare Ereignisse (auch Störungen oder Schocks genannt) beeinflussen die Wirtschaft zusätzlich zur Geldpolitik.
- Anders als in der Realität kann der Zinssatz nicht negativ werden.
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Szenariomodus
Welche Wirtschaftsdaten werden in Mopos angezeigt?
- Nominalzins (in %): Der Leitzins ist in Mopos gleich dem Marktzins, der für Konsumentinnen und Konsumenten sowie Unternehmen massgebend ist.
- Inflation: Anstieg des allgemeinen Preisniveaus in % gegenüber dem Vorjahresquartal (0% bis 2% = Preisstabilität)
- Produktionslücke: Indikator für die Konjunkturlage(0% = ausgewogene Konjunktur, > 1% = Boom, < −1% = Rezession)
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Szenariomodus
Was bedeutet Produktionslücke?
Die tatsächliche Produktion einer Volkswirtschaft schwankt um ihr langfristiges Produktionspotenzial.
- Das Potenzial ist jene Produktionsmenge, die bei voller Auslastung der verfügbaren Kapazitäten erreicht werden kann, ohne zusätzlichen Inflationsdruck zu erzeugen.
- Liegt die tatsächliche Produktion über dem Potenzial (Lücke > 0%), tendiert die Inflation dazu, anzusteigen.
- Ist die tatsächliche Produktion kleiner als das Potenzial (Lücke < 0%), tendiert die Inflation dazu, zu sinken.
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Szenariomodus
Was sind Schocks?
In Mopos gibt es vier Arten von nicht vorhersehbaren Ereignissen, die die Wirtschaft zusätzlich zur Geldpolitik beeinflussen können.
Diese Schocks wirken nicht nur kurzfristig, sondern über mehrere Perioden hinweg, bevor sie wieder verschwinden.
- Nachfrageschocks (wirken lang), z. B. ein Rückgang der Exportnachfrage
- Angebotsschocks (wirken sehr lang), z. B. ein Unterbruch in den globalen Lieferketten
- Inflationsschocks (wirken kurz), z. B. ein plötzlicher Rohstoffpreisanstieg
- Wechselkursschocks (wirken sehr lang), z. B. eine abrupte Aufwertung der Landeswährung
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Szenariomodus
Wie erzeugt Mopos Prognosen?
- Die Entwicklung von Inflation und Konjunktur hängt im Modell von drei Faktoren ab: der Vergangenheit, der Geldpolitik und unvorhergesehenen Ereignissen (den Schocks).
- Bei der Prognose von Inflation und Konjunktur wird jeweils eine möglichst plausible Annahme über die künftige Entwicklung der Schocks getroffen.
- Da diese Annahme i. d. R. nicht genau zutrifft, können die tatsächlichen von den prognostizierten Werten abweichen.
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Szenariomodus
Was ist eine Simulation?
- Eine Simulation stellt eine mehr oder weniger vereinfachte Realität dar; das ist in Mopos nicht anders.
- Viele Herausforderungen, denen sich die Geldpolitik in der Praxis gegenübersieht, fallen in Mopos weg (z. B. gibt es im Modell nur einen Zinssatz).
- Dafür treten einige grundlegende Schwierigkeiten der Geldpolitik und die zentrale Dynamik der Konjunktur umso deutlicher hervor.
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Szenariomodus
Welche Daten verwendet Mopos?
- Hinter der Simulation Mopos steht ein ökonomisches Modell, das zentrale volkswirtschaftliche Zusammenhänge auf realistische Weise abbildet.
- Die simulierten Daten orientieren sich an realen wirtschaftlichen Verhältnissen, beziehen sich aber nicht auf ein bestimmtes Land.
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Szenariomodus
Vorgegebene Ausgangslage
Im Szenariomodus stehen vier Szenarien zur Auswahl. Jedes wird durch ein kurzes Briefing in Textform eingeführt:
- Ruhige Gewässer (16 Quartale – leicht): normale Konjunkturentwicklung
- Soft Landing (20 Quartale – leicht bis mittel): Herausforderung, die Zinsen weder zu schnell (drohende Rezession) noch zu langsam (übermässige Inflation) anzuheben
- Deflationsgefahr (20 Quartale – mittel bis anspruchsvoll): mehrmalige Richtungswechsel in der Zinspolitik nötig, Timing wichtig
- Stagflation (20 Quartale – anspruchsvoll): heikles Abwägen zwischen Rückkehr zur Preisstabilität und Bekämpfung einer Rezession
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Szenariomodus
Geldpolitische Ziele über die gesamte Amtszeit
Unabhängig vom gewählten Szenario sollen Sie für stabile Preise sorgen, ohne dass die Gesamtwirtschaft stark überhitzt oder abkühlt:
- Starke Schwankungen bei Inflation oder Produktionslücke erschweren die Planung (Preise, Löhne, Verträge, Investitionen).
- Sie führen häufiger zu Arbeitslosigkeit (wenn es abkühlt) oder Engpässen (wenn es überhitzt).
- Eine angemessene Geldpolitik dämpft grosse Ausschläge und trägt so zu Stabilität und Wohlstand bei.
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Szenariomodus
Auswertung der Amtszeit
Am Ende eines Szenarios liefert Mopos eine Auswertung Ihrer Amtszeit mit Zeitreihengrafiken für Nominalzins, Inflation und Produktionslücke sowie die folgenden zusätzlichen Angaben:
- Kennzahlen: Durchschnittswerte und Standardabweichungen für Inflation und Produktionslücke. Sie dienen der Beurteilung, wie gut die geldpolitischen Ziele – Preisstabilität und ausgewogene Konjunktur – erreicht wurden. Je geringer die Abweichungen, desto besser die Mandatserfüllung.
- Smiley-Feedback: visuelles Gesamturteil auf Basis der Mandatskriterien und definierter Benchmark-WerteHinweis: Da das geldpolitische Mandat nicht unter allen Szenarien vollständig erfüllt werden kann, orientiert sich die Auswertung in solchen Fällen an den Benchmark-Werten. Das Smiley-Feedback berücksichtigt diesen Aspekt und ermöglicht so eine objektive Beurteilung Ihrer Amtszeit.
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Einstieg in Mopos
Die Simulation kann unter mopos.iconomix.ch gestartet werden.
Viel Erfolg in Ihrem Amt!
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Aufgaben der Geldpolitik
Eine moderne Zentralbank verfolgt zwei Ziele:
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Instrument der Geldpolitik
Die Zentralbank verfolgt beide Ziele mit einem Instrument: dem Leitzins:
- Erhöhung des Leitzinses ⇒ tiefere Inflation und Abschwächung der Konjunktur
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Was sind Schocks?
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Was ist eine Simulation?
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Vorgegebene Ausgangslage
Im Szenariomodus stehen vier Szenarien zur Auswahl. Jedes wird durch ein kurzes Briefing in Textform eingeführt:
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Geldpolitische Ziele über die gesamte Amtszeit
Unabhängig vom gewählten Szenario sollen Sie für stabile Preise sorgen, ohne dass die Gesamtwirtschaft stark überhitzt oder abkühlt:
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Auswertung der Amtszeit
Am Ende eines Szenarios liefert Mopos eine Auswertung Ihrer Amtszeit mit Zeitreihengrafiken für Nominalzins, Inflation und Produktionslücke sowie die folgenden zusätzlichen Angaben:
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