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Gendermedizin

Stiftung Patientensicherheit Schweiz

Created on May 29, 2025

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Gendermedizin

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Gendermedizin - was ist das?

Quelle: Lehrstuhl für Gendermedizin, UZH: www.gendermed.uzh.ch (Stand: 24.07.2025)

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Gendermedizin und Patient:innensicherheit

Hinweis: In diesem Quiz beziehen sich die Begriffe Frau/Mann, weiblich/männlich sowie Mädchen/Jungen auf das biologische Geschlecht. Geschlechtsidentität und soziale Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung, werden hier jedoch nicht vertieft behandelt.

Quelle: Regitz-Zagrosek, V. (2012). Sex and gender differences in health. Science & Society, 13(7), 596–603. https://doi.org/10.1038/nrn3349

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Gendermedizin und Pharmakotherapie
Wussten Sie?
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Frauen und Männer unterscheiden sich in Bezug auf Körperzusammensetzung, Enzymaktivität und Hormonstatus, was die Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechselung und Ausscheidung von Medikamenten beeinflusst. Gendermedizin ist daher ein wichtiger Bestandteil einer sicheren und wirksamen Pharmakotherapie, nicht nur in der Forschung, sondern auch in der klinischen Praxis.

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Quelle: Allegra, S., Chiara, F., & De Francia, S. (2024). Gender Medicine and Pharmacology. Biomedicines, 12(2), 265. https://doi.org/10.3390/biomedicines12020265

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Gendermedizin in der Aus-/Weiter-/Fortbildung

«Trotz einer Feminisierung der Medizin nimmt bei steigender Hierarchiestufe der Frauenanteil ab. Die FMH-Ärztestatistik zeigt: 2023 waren die Frauen unter den Assistenzärzt:innen mit 60% klar in der Mehrheit. Auf Stufe der Oberärztinnen und -ärzte lag der Frauenanteil bei 51%, bei den leitenden Ärztinnen und Ärzten noch bei 33% und auf Ebene der Chefärztinnen und -ärzte nur bei 18%.»

Wussten Sie?
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  • Das Phänomen nennt sich «Leaky Pipeline» und beschreibt das Phänomen, dass Frauen trotz hoher Eintrittszahlen in ein Berufsfeld mit zunehmender Karrierestufe überproportional „verloren gehen“.
  • Eine gendersensible Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen ist die Grundlage für eine bessere Berücksichtigung der gesundheitlichen Bedürfnisse von Frauen im Gesundheitswesen. Vorhandenes Wissen zu Geschlecht als Faktor für die Gesundheit und die Versorgung findet oft unzureichend oder zu wenig systematisch Eingang in die Lehre, Forschung und Praxis.

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Quelle: Bundesrat. (2024, Mai). Gesundheit der Frauen: Bessere Berücksichtigung ihrer Eigenheiten – Bericht des Bundesrates in Erfüllung des Postulates 19.3910 Fehlmann Rielle vom 21.06.2019. Bundesamt für Gesundheit. https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/87594.pdf (Stand: 31.8.2025)

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Unterversorgung bei Männern
Wussten Sie?
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  • Männer sind in der psychischen Gesundheit besonders benachteiligt. Depressionen äussern sich bei ihnen oft anders – etwa durch Reizbarkeit, Aggression oder Suchtverhalten – und werden daher seltener erkannt. Gleichzeitig nehmen Männer psychologische Hilfe weniger häufig in Anspruch. Dies trägt zu den deutlich höheren Suizidraten bei Männern bei.
  • Die Prävalenz für Osteoporose bei Männern über 70 Jahren liegt bei etwa 6-17%. Unzureichende Prävention und daraus folgende Unterbehandlung erhöhen das Risiko für Schenkelhalsfrakturen. Nach solchen Frakturen weisen Männer (37.1%) im Vergleich zu Frauen (26.4%) eine um etwa 10 Prozentpunkte höhere Mortalität auf.

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Quellen:

  • Courtenay, W. H. (2000). Constructions of masculinity and their influence on men’s well-being: a theory of gender and health. Social Science & Medicine, 50(10), 1385–1401. https://doi.org/10.1016/S0277-9536(99)00390-1
  • Dachverband Osteologie (DVO) e. V. (2023). DVO Leitlinie Osteoporose 2023: Kapitel 3 – Prävalenz und Inzidenz der Osteoporose und ihrer Folgen, sozioökonomische Relevanz. https://leitlinien.dv-osteologie.org/kapitel/3-praevalenz-und-inzidenz-der-osteoporose-und-ihrer-folgen-soziooekonomische-relevanz/ (Stand: 12.9.2025).
  • Kannegaard, P. N., van der Mark, S., Eiken, P., & Abrahamsen, B. (2010). Excess mortality in men compared with women following a hip fracture: National analysis of comedications, comorbidity and survival. Age and Ageing, 39(2), 203–209. https://doi.org/10.1093/ageing/afp221

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Wussten Sie?
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Die geschlechtersensible Medizin zeigt in besonderem Masse, in welcher Form das biologische und das soziokulturelle Geschlecht Gesundheit und Krankheit beeinflussen.

  • Autoimmunerkrankungen (z. B. Lupus, Multiple Sklerose) betreffen Frauen deutlich häufiger – ein bekanntes Beispiel für geschlechtsspezifische Krankheitslast.
  • Männer sind zwar seltener von Osteoporose betroffen als Frauen, die Wahrnehmung von Osteoporose als «Frauenkrankheit» führt jedoch zu einer Unterdiagnostik und Unterversorgung bei Männern.
  • Asthma: Im Kindesalter sind tatsächlich Jungen häufiger betroffen; erst nach der Pubertät steigt die Prävalenz bei Mädchen.
  • Transmenschen sind psychisch besonders belastet – nicht aufgrund der Geschlechtsidentität selbst, sondern vor allem durch Diskriminierung, Stigmatisierung und eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung.

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Quellen:

  • Ngo, S. T., Steyn, F. J., & McCombe, P. A. (2014). Gender differences in autoimmune disease. Frontiers in Neuroendocrinology, 35(3), 347–369. https://doi.org/10.1016/j.yfrne.2014.04.004
  • NIH Osteoporosis and Related Bone Diseases ~ National Resource Center. (2018). Osteoporosis in men. National Institutes of Health. https://www.niams.nih.gov/health-topics/osteoporosis-men
  • Postma, D. S. (2007). Gender differences in asthma development and progression. Gender Medicine, 4(Suppl B), S133–S146. https://doi.org/10.1016/S1550-8579(07)80054-4
  • Dhejne, C., Van Vlerken, R., Heylens, G., & Arcelus, J. (2016). Mental health and gender dysphoria: A review of the literature. International Review of Psychiatry, 28(1), 44–57. https://doi.org/10.3109/09540261.2015.1115753

close the gender gap!

Weiterführende Informationen unter: Lehrstuhl Gendermedizin UZH: www.gendermed.uzh.ch Swiss Gender Medicine Symposium: www.swiss-gendermedicine.org Gendermedizin und -gesundheit, Nationales Forschungsprogramm des SNF: www.nfp83.ch unisanté Lausanne, Groupe de recherche - Santé et genre: www.unisante.ch (auf Französisch) Gender Education in Medicine for Switzerland: www.gems-platform.ch WHO, Health Topic - Gender: www.who.int/europe/health-topics/gender (auf Englisch)

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Qualitäts- und Medizinische Risikomanagement, Technische Universität Dresden (TU Dresden)