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Created on May 13, 2025

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Bei Kaiserschild Walls of Vision lassen sich Street Artists von Gemälden der Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung inspirieren, interpretieren sie neu und verwandeln sie in moderne Fassadengestaltungen im öffentlichen Raum. Ausgangswerk dieser Interpretation bildet das Gemälde „Jagdstillleben mit Rebhühnern“ von Willem van Aelst (1627-1683), das sich als Leihgabe der Stiftung in der Alten Galerie des Universalmuseums Joanneum in Graz befindet. Die Neuinterpretation von VIDEO.SCKRE ist an der Fassade der TIGEWOSI (Tiroler Gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungs Ges.m.b.H.) in der Technikerstraße 7 in Innsbruck zu sehen.

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„Jagdstillleben mit Rebhühnern“ von Willem van Aelst (1627-1683)

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Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung ihre Kunstsammlung in neue Kontexte und bringt die so entstandenen Werke in den öffentlichen Raum. Street Artists werden dazu eingeladen, Werke aus der Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung neu, zeitgenössisch und in ihrem Stil zu interpretieren. Die Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung umfasst vor allem niederländische Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als Dauerleihgabe überlassen. Die vorhandene Kunstsammlung ist auf den Stifter Dr. Hans Riegel zurückzuführen, der ein große Leidenschaft für bildende Kunst hegte.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. Im Bereich der Kunst widmet sich die Stiftung der Förderung der bildenden Kunst und der Bewahrung historischer Kultur. Sie ist bestrebt, Kunst- und Kulturgüter zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Rahmen des Projekts Kaiserschild Walls of Vision werden Street Artists eingeladen, Werke neu, zeitgenössisch und in ihrem Stil zu interpretieren.

„Jagdstillleben mit Rebhühnern“ von Willem van Aelst (1627-1683)

Willem van Aelst (1627- 1683) zählt zu den bedeutendsten Spezialisten für Jagdstillleben des 17. Jahrhunderts. In dem Werk „Jagdstillleben mit Rebhühnern“ zeigt er kunstvoll arrangiertes Wildgeflügel, im Zentrum zwei kopfüber aufgehängte Rebhühner. Umgeben sind sie von Jagdutensilien wie einem Federspiel und einem Lockruf, die auf die Falkenjagd hinweisen – eine in den Niederlanden als besonders vornehm geltende Jagdform. Die steinerne Tischplatte verleiht dem Bild ein palastartiges Ambiente und betonen den heroisch-aristokratischen Charakter des Werkes. Das Rebhuhn, wegen seines kontrastreichen Gefieders geschätzt, war nicht nur als Jagdbeute begehrt, sondern auch als Bildmotiv beliebt. Ihm wurde eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben, da es als Sinnbild der Venus galt. Van Aelsts Werk besticht durch anatomische Präzision und große Detailfreude – Merkmale der sogenannten Feinmalerei, die in seiner Heimatstadt Delft besonders ausgeprägt war. Er zählte zu den herausragendsten Jagdstilllebenmaler seiner Zeit. Seine internationale Karriere führte ihn unter anderem nach Frankreich, Florenz und Amsterdam.

Das Rebhuhn - Sinnbild von Eleganz und Sinnlichkeit

Rebhühner waren wegen ihres kräftigen, kontrastreichen Gefieders besonders begehrt – sowohl als Jagdbeute als auch als Motiv für Gemälde. Ihr markantes Gefieder in Braun- und Blaugrautönen wurde hoch geschätzt. In den Niederlanden galten sie als edle Delikatesse, deren Fleisch eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben wurde, da der Vogel als Symbol der Sinnlichkeit und Venus verehrt wurde.

© rawpixel.com on Freepik

Der Lockruf – Pfeife zur Jagd

Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Lockruf, eine Pfeife, die das bejagte Tier anlocken soll.

Die Jagd

Die Jagd war seit dem Mittelalter ein Vorrecht des Adels und ist bis heute von einer aristokratischen Aura umgeben. Unter bestimmten Voraussetzungen konnten jedoch auch Angehörige des Bürgertums Jagdrechte erwerben. Vögel wurden vor allem mit Netzen, Lockvögeln und Pfeifen gefangen.

© MaxSafaniuk / Adobe Stock

Der Kreislauf des Lebens

Das Thema der Jagd rückt bei der Interpretation von VIDEO.SCKRE in den Hintergrund, während der Fokus auf die Rebhuhn-Bestände gelegt wird. Nicht die Jagd, sondern Herbizide und Pestizide haben ihre Nahrungsgrundlage, die Insekten, zerstört und ihre Zahl verringert. Diese Beobachtung führte zu der Idee eines Kreislaufs, der sowohl Natur als auch Mensch umfasst und für einen respektvollen Umgang mit dem Leben steht.

Mehr Informationen zum Rebhuhn und dem Bestand in Österreich findest du hier:

BirdLife Österreich

Federspiel – Lockmittel in der Falknerei

© Museumslandschaft Hessen Kassel

Zu sehen ist ein Federspiel, auch Falkenluder genannt – ein Hilfsmittel aus der Falknerei. Es wird verwendet, um den Falken durch Schwingen eines Lederstücks an einem Seil zum Falkner zurückzulocken. Ein kleines Stück Fleisch dient als Anreiz, die Kugel am Seilende erleichtert das Halten und Schwingen.

Perdix Das Rebhuhn in der Mythologie

© Crispijn van de (I) Passe

In der Mythologie ist das Rebhuhn mit Perdix (auch Talos) verbunden, einem begabten Schüler des Dädalus. Er erfand unter anderem Säge, Töpferscheibe und Zirkel. Aus Neid versuchte Dädalus, ihn zu töten. Doch Minerva, die Schutzgöttin des Handwerks, verwandelte ihn in ein Rebhuhn.

Jagdstillleben

Jagdstillleben zeigen Jagdmotive wie erlegte Tiere, Trophäen und Waffen. Besonders im 17. Jahrhundert beliebt, erreichten niederländische Vogelbeute-Stillleben um 1650 ihre Blütezeit. Sie symbolisieren Vergänglichkeit, sozialen Status, Jagdkunst und eine detailreiche Naturverbundenheit.

© Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

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© Team Red Tower, Michael Schmidt

Die Street Artists

VIDEO.SCKRE

Das Street Artist-Duo VIDEO.SCKRE besteht aus Julia Heinisch (VIDEO) und Frederic Sontag (SCKRE). Gemeinsam gestalten sie Fassaden und realisieren Kunstprojekte sowohl national als auch international. Ihre Werke verbinden eine fantasievolle Darstellung von Pflanzen- und Tierwelten, die sie auf Wänden und Leinwänden lebendig werden lassen. Ihre Inspiration finden sie in der Natur, ihren Reisen sowie persönlichen Beobachtungen und Erlebnissen.