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ARBEITSAUFTRÄGE ZU WOYZECK

Lisa Patzleiner

Created on March 20, 2025

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Transcript

ARBEITSAUFTRÄGE ZU WOYZECK

BEZIEHUNGSGEFLECHT DER HAUPTPERSONEN

GESCHLOSSENES -UND OFFENES THEATER

INHALTSANGABE

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MENSCHENBILD VON GEORG BÜCHNER

NIEDERGANG DER BEZIEHUNG ZU MARIE

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INHALTSANGABE

Georg Büchners Drama Woyzeck dreht sich um den Soldaten Woyzeck, welcher nicht nur von seinem Arzt misshandelt und von seinem Hauptmann ausgenutzt wird, sondern auch noch von seiner Freundin betrogen wird. Das Drama beginnt mit dem Soldaten Woyzeck, der mit seinem Kameraden Andres niedere Arbeiten in der Kaserne verrichtet um ein besseres Einkommen zu erzielen. Doch trotz etlicher Arbeiten hat er kaum genug Geld, seine Freundin Marie und das gemeinsame, uneheliche Kind Christian zu versorgen. Aus diesem Grund haben die beiden auch nicht geheiratet. Zu Woyzecks zusätzlichen Arbeiten zählt das Rasieren seines Hauptmannes. Dieser nutzt dabei seine höhere Stellung, um Woyzeck zu erniedrigen und ihn daran zu erinnern, dass er ein Nichts ist. Des Weiteren stellt sich Woyzeck für den Doktor als wissenschaftliches Forschungsobjekt zur Verfügung. Die dabei verordnete Erbsendiät verursacht bei Woyzeck nicht nur physischen Schaden wie beispielsweise das Ausdünnen seines Haars, sondern auch psychischen. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich immer weiter und er ist geplagt von Halluzinationen. Während Woyzeck die meiste Zeit des Tages arbeitet, beginnt Marie, die frustriert von der Realität und den ärmlichen Verhältnissen ist, eine Affäre mit dem sozial bessergestellten Tambourmajor. Dieser versucht Marie durch Geschenke für sich zu gewinnen. Als Woyzeck Marie mit dem Tambourmajor beim Tanzen im Wirtshaus erblickt, ist er außer sich, denn seine Vermutung einer Affäre zwischen den beiden hat sich bestätigt. Die Halluzinationen und Psychose werden immer schlimmer, sodass er nun auch Stimmen hört. Diese befehlen ihm Marie umzubringen. Er plant also den Mord an Marie und ersticht sie schließlich aus Eifersucht. Nach vollendeter Tat versenkt er das Messer im See. Die Leiche von Marie wird im Wald gefunden und untersucht. In der letzten Szene wendet sich auch Christian von Woyzeck ab, wodurch dieser nun völlig allein dasteht.

OFFENES THEATER

GESCHLOSSENES THEATER

BEZIEHUNGSGEFLECHT DER HAUPTPERSONEN

MENSCHENBILD VON GEORG BÜCHNER

NIEDERGANG DER BEZIEHUNG ZU MARIE

a.) Symptome des Beziehungsabbruchs

b) Eigene Szenen

c.) Warum kommen solche Charaktere im Drama nicht vor?

Wer hätte Woyzeck helfen können? Der Arzt hätte Woyzeck helfen können. Er hätte einsehen müssen, dass er es mit seinem Experiment zu weit getrieben hat und Woyzeck damit schadet. Durch den Abbruch des Experiments hätte er seine Halluzinationen und die Psychose stoppen können. Dadurch wäre es wahrscheinlich nie dazu gekommen, dass Woyzeck, der zu diesem Zeitpunkt nicht ganz bei Verstand war, Marie umgebracht hat. Szene 1: erneut beim Doktor Nachdem Woyzeck bewusst wird dass er unter Halluzinationen leidet und Stimmen hört, sucht er den Arzt auf: Woyzeck: (atmet hastig ein) Herr Doktor, ich... ich muss mit Ihnen reden. Es ist dringend! Arzt: (blickt über den Rand seiner Brille) Beruhigen Sie sich, Woyzeck. Was ist los? Sie sehen so aus, als hätten sie einen Geist gesehen. Woyzeck: (zitternd) Ich sehe...gespenstische Schatten, die mir folgen. Sie flüstern mir zu. Sie sagen, ich solle handeln, ich solle es tun. Aber ich liebe sie doch... Der Arzt setzt sich auf die Kante seines Schreibtisches, sein Gesicht ist ernst. Er schaut Woyzeck direkt in die Augen und versucht, seine eigene Besorgnis zu verbergen. Arzt: Und wenn Sie handeln, wohin führt das? Was sagen die Stimmen? Woyzeck: (verwirrt) Sie sagen mir, ich sei nichts! Ein Nichts! Aber wenn ich es tue, werde ich frei sein. Der Arzt runzelt die Stirn und fragt sich, ob er mit seinen Experimenten zu weit gegangen ist. Er erinnert sich an die Versprechungen der Wissenschaft, an die Idee, den menschlichen Verstand zu ergründen. Arzt: (leise) Was sollen Sie tun? Und um welchen Preis? Woyzeck bemerkt den Zweifel in der Stimme des Arztes und schaut ihn an, als ob er die Antwort auf seine Qualen in dessen Augen sucht. Woyzeck: Doktor, helfen Sie mir! Ich kann nicht mehr! Ich kann die Stimmen nicht mehr ertragen! Ich habe angst, dass sie mich zu etwas veranlassen das ich später bereuen werde… Der Arzt atmet tief ein und spürt, wie sich ein Kloß in seinem Hals bildet. Er weiß, dass er Woyzeck nicht weiter als Versuchskaninchen benutzen kann. Arzt: (entschlossen) Nein, Woyzeck. Ich darf Sie nicht weiter belasten und so ein Risiko eingehen. Dieses Experiment... es ist nicht das, was ich gehofft hatte. Ich habe ihnen geschadet. Woyzeck: (verzweifelt) Was wird jetzt mit mir geschehen? Arzt: (mitfühlend) Ich werde alles tun, um ihnen zu helfen. Wir werden die Behandlungen stoppen. Ich werde mit anderen Kollegen sprechen... Woyzeck nickt langsam, die Hoffnung blitzt in seinen Augen auf, während der Arzt aufsteht und zu ihm geht. Arzt: (sanft) Woyzeck, ich werde für Sie da sein, bis wir einen Ausweg finden. Die beiden blicken sich an, und der Arzt spürt, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Doch was er nicht weiß ist, dass er nicht nur Woyzecks Leben, sondern auch das von Marie gerettet hat.

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Wer hätte Marie helfen können? Marie plagt das schlechte Gewissen und sie hätte eine gute Freundin gebraucht, der sie sich hätte anvertrauen können und der sie ihren inneren Konflikt hätte erklären können. Die Freundin hätte sie davon abhalten können, mit den Tambourmajor ein Verhältnis einzugehen oder zumindest hätte sie ihr raten können, sich schnellstmöglich von ihm abzuwenden. Szene 2: Mariens Kammer Woyzeck: Ich muss fort. Heut abend, Marie! Adies! Marie: (zunächst allein) Ich bin doch ein schlecht Mensch! Ich könnt mich erstechen. – Ach, was Welt! Geht doch zum Teufel, Mann und Weib! (Ihre Freundin Berta kommt plötzlich in ihre Kammer herein mit einem Wäschekorb voller Kleidung in der Hand und unterbricht ihren Redeschwall) Berta: (stellt den Korb ab) Marie, hast du gerade Selbstgespräche geführt? Du siehst etwas blass aus, bedrückt dich etwas? Marie: (sieht nicht auf) Berta, ich habe einen großen Fehler gemacht, ich habe keine ruhige Nacht mehr. Das Gedankenkarussell hört nicht auf sich zu drehen, es frisst mich innerlich auf. Berta: (erschrocken) Marie, du machst mir Angst, was hast du getan? Marie: (verzweifelt, fast stotternd) Ich… Ich hab' einen Fehler gemacht. Es war doch nur ein klitzekleiner Ausrutscher. Und doch hab' ich alles zunichtegemacht, was mir einmal wichtig war. Nun muss ich die Konsequenzen tragen. Berta: (mit sanfter Stimme) Nun nochmal etwas langsamer, von welchem Ausrutscher sprichst du? Marie: (bricht in Tränen aus) Der Tambourmajor. Ich hab' mich eingelassen mit ihm. Er ist doch so stark und attraktiv und er hat mich angesehen, als wär ich etwas Besonderes, verstehst du? So schaut Woyzeck mich nie an. Doch es war nicht richtig. Berta: (legt einen Arm um ihre Schultern, mitfühlend) Wenn Woyzeck das herausfindet, wird es ihn zerstören, ihr habt ein gemeinsames Kind. Woyzeck liebt dich von ganzem Herzen. Du musst dich so schnell wie möglich vom Tambourmajor abwenden. Marie: (einsichtig) Ich weiß! Doch wie soll ich das tun? Es fühlt sich an, als hätte ich keinen Halt mehr. Berta: Hör mir zu, Marie. Du musst es sofort beenden, bevor Woyzeck etwas ahnt. Wenn du es nicht zu deinem besten tust, dann für den kleinen Christian. Es bringt keinem Kind etwas, ohne Vater aufzuwachsen. Marie: (sieht zu Berta auf und schaut ihr in die Augen) Und was, wenn mich der Major nicht in Ruhe lässt? Berta: (mit Nachdruck) Dann kommst du zu mir. Du bist nicht allein, Marie. Rette dein Leben, bevor es zu spät ist. Marie: (nickt langsam) Danke. Du hast mir Halt gegeben, der mir gefehlt hat. Berta umarmt Marie, und die Szene endet, während Maries neue Hoffnung und Entschlossenheit spürbar werden.

Ergebnis

Ergebnis

MENSCHENBILD VON GEORG BÜCHNER

Georg Büchner ist nicht nur ein bekannter deutscher Dramatiker und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und der Verfasser bekannter Werke wie "Woyzeck", sondern hatte auch ein sehr realistisches und teilweise auch pessimistisches Menschenbild. Dieses ist stark von den herrschenden Verhältnissen seiner Zeit geprägt, in der die Gesellschaft von Armut, Ungerechtigkeit und politischer Unterdrückung geplagt war. Büchner sieht den Menschen als Produkt seiner Umwelt, die sozialen sowie wirtschaftlichen Bedingungen beeinflussen das Verhalten und die Entscheidungen eines Individuums. Im „Brief an die Familie“ schreibt er, er kritisiere niemanden, da alle unter denselben Umständen gleich wären, doch diese Umstände seien außerhalb unserer Macht. Anstelle eines schönen Geistes stellt er eine gerechte Gesellschaft in den Fokus seines idealen Menschenbildes. Er zeigt Mitgefühl für die Schwachen und Unterdrückten, prangert die herrschenden Verhältnisse an und betont die Würde des Einzelnen. Zudem äußert Büchner im „Hessischen Landboten“ Kritik an den Staat und schreibt über die Entmenschlichung durch Macht und Autorität. Im Vorbericht wird bereits deutlich, dass im Staat fast keine grundlegenden Freiheiten, wie beispielsweise Meinungsfreiheit existiert. Er vergleicht das Leben der armen Bauern mit einem langen Werktag, während die Vornehmen jeden Tag einen langen Sonntag genießen können. Dies deutet auf die Ungerechtigkeit im System hin, aber gleichzeitig auch auf die Machtlosigkeit der Bauern. Die Menschen werden erniedrigt, müssen Tag für Tag hart arbeiten, um ihre Steuern zu bezahlen und hungern zudem, um die Ordnung im Staat aufrechtzuerhalten. Diese sollte eigentlich aus dem Wohl Aller hervorgehen und auch für das Wohl aller Sorgen. Doch die Realität sah damals anders aus. Dem König war es erlaubt, über den Staat zu herrschen, denn er war der erste Diener im Staat und war im Besitz einer unumschränkten Gewalt. Seine Würde war erblich, er hatte das Recht Krieg zu führen und verfügte ausschließlich über das Militär. Der Schriftsteller lehnt sich in seinen Schriften gegen die Aristokratie auf. Hieraus lässt sich eine Klassenkritik erkennen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Georg Büchners Menschenbild von einer tiefen Skepsis gegenüber der Gesellschaft und einer gleichzeitigen Hoffnung auf menschliche Solidarität und Veränderung geprägt ist und dass er seiner Zeit weit voraus war.

Szene 9: „Mariens Kammer“ Woyzeck: Als er den Lohn zur Unterstützung mitbringt wird er misstrauisch, als er Maries neue Ohrringe sieht, aber fragt nicht weiter nach. Marie: Ist vom Tambourmajor und seinen Geschenken angetan, aber gleichzeitig wird sie auch von Gewissensbissen verfolgt.

Szene 2: „Freies Feld“ Woyzeck: Ist ein einfacher Soldat und von Selbstzweifel aufgrund seiner ärmlichen Lebensumstände geplagt. Marie: Sehnt sich nach einem besseren Leben.

Szene 16: „Kaserne“ Woyzeck: Er gibt Andres sein gesamtes Hab und Gut. Er plant zwar, Marie zu ermorden, weiß allerdings auch, dass somit auch sein Leben vorbei ist.

Woyzeck & Andres: • Andres ist Woyzecks Kamerad und Freund und dient auch beim Militär • Sie teilen sich in der Kaserne nicht nur ein Zimmer, sondern aus Platznot auch ein Bett • Er tritt nur mit Woyzeck zusammen auf • Sie verrichten gemeinsam Arbeiten für den Hauptmann, z.B. Stöcke zuschneiden • Andres hält sich stets an die Regeln, will nicht zu spät kommen und seine Entscheidungen basieren auf Rationalität • Er erkennt Woyzecks wahres Problem (Psychose) nicht, sondern denkt immer an äußere Ursachen wie z.B. Fieberwahn

Szene 12: „Wachtstube“ Woyzeck: Er will die Wachstube verlassen, da er sich unwohl fühlt. Ihm lassen seine Gefühle keine Ruhe und er will sehen, was Marie macht. Zudem verschlechtert sich sein psychischer Zustand immens.

Im geschlossenen Theater entfaltet sich eine Haupthandlung, die den Zuschauer von Beginn bis Ende in ihren Bann zieht. Der begrenzte Raum, in dem die Handlung stattfindet, verstärkt die Intensität der Ereignisse und trägt zur emotionalen Tiefe der Charaktere bei. Durch den klar definierten Zeitrahmen und den fokussierten Handlungsbereich wird eine nachvollziehbare Geschichte erzählt, die kontinuierlich weiterspielt.Die Handlung beginnt mit der Einführung der Hauptfiguren, deren Konflikte und Wünsche deutlich herausgearbeitet werden. Die Charaktere sind fest in ihrer jeweiligen Rolle verankert, und ihre Interaktionen sind genau aufeinander abgestimmt. Jede Szene ist sorgsam konstruiert, um den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Der eng gefasste Zeitrahmen sorgt dafür, dass die Entwicklungen dynamisch und zwingend erscheinen, ohne dass der Fluss der Handlung ins Stocken gerät. Die kontinuierliche Weiterführung der Handlung wird durch geschickt platzierte Wendepunkte und Konflikte erreicht. Jedes Aufeinandertreffen, jede Konfrontation ist bedeutungsvoll und trägt zur Gesamtheit der Geschichte bei. Danach kommt es zur Auflösung des Konfliktes, hier werden die zentralen Fragen der Handlung beantwortet. Die Lösungsansätze, die die Figuren wählen, sind authentisch und stehen im Einklang mit den zuvor entwickelten Konflikten. Am Ende des Stücks bleibt dem Publikum eine nachdenkliche Reflexion über die Themen, die in der Handlung stattgefunden haben. Die geschlossene Struktur des Theaters lässt die Zuschauer mit einem Gefühl der Vollständigkeit zurück und lässt sie die Tiefe der dargestellten menschlichen Erfahrungen erkennen.

Woyzeck & Hauptmann: • Der Hauptmann ist Woyzecks Vorgesetzter • Er nutzt seine Position aus, um Woyzeck zu manipulieren und zu demütigen • Trägt zu Woyzecks psychischer Instabilität bei • Um noch etwas dazuzuverdienen, rasiert Woyzeck den Hauptmann • Ihm fehlt die Empathie für Woyzecks Lebensumstände

Bei Woyzeck handelt es sich um ein offenes Theater und wie es für ein solches Theater üblich ist, werden keine Lösungsansätze angeboten, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Das Ziel eines Dramas ist es, das Publikum emotional zu berühren, zum Nachdenken anzuregen und oft auch eine Botschaft oder Kritik an der Gesellschaft zu vermitteln. Darum werden oft Figuren ausgewählt, die nicht den konventionellen Vorbildern der Gesellschaft entsprechen.

Tambourmajor & Marie: • Der Tambourmajor ist eine selbstbewusste Figur, die Marie anzieht, da er Stärke und Dominanz ausstrahlt • Marie ist sichtlich angetan vom Tambourmajor, im Werk „Woyzeck“ bezeichnet sie ihn als einen Löwen • Er ermöglicht ihr die Flucht aus der Realität und bietet ihr die Möglichkeit, sich begehrt zu fühlen • Er nutzt seine körperliche Überlegenheit, um Marie zu verführen • Da er keine finanziellen Probleme hat, schenkt er Marie goldene Ohrringe • Ihre Affäre ist rein oberflächlich und nicht von romantischen Gefühlen geprägt

Woyzeck & Doktor: • Der Doktor betrachtet Woyzeck nur als Forschungsobjekt • Er nutzt Woyzeck für seine primitiven Experimente aus und ist rücksichtslos • Woyzeck ist wegen seiner Geldnot abhängig vom Doktor und stellt sich ihm als Versuchskaninchen zur Verfügung (Nebenverdienst, um Marie finanziell zu unterstützen) • Der Doktor treibt Woyzeck durch seine Erbsendiät in den Wahnsinn (sein Puls wird schwächer und ihm fallen die Haare aus) • Dem Doktor mangelt es an Empathie und Menschlichkeit

Szene 14: „Freies Feld“ Woyzeck: Wegen seinen Halluzinationen hört er Stimmen, die ihm befehlen, Marie zu töten.

Szene 3: „Die Stadt“ Woyzeck: Begegnet Marie unsensibel und oberflächlich. Marie: In Ihr wird das Interesse am Tambourmajor geweckt und ist enttäuscht von Woyzeck und ihren Lebensumständen.

Szene 6: „Das Innere der Bude“ Woyzeck: Bemerkt, dass Marie den Tambourmajor mag und er dies erwidert. Marie: Ist innerlich zerrissen, denn einerseits liebt sie Woyzeck, aber andererseits hegt sie Interesse am Tambourmajor.

Woyzeck • Er ist ein einfacher Soldat und wird als armer Mensch dargestellt • Woyzeck wird von der Gesellschaft und seinem Vorgesetzten unterdrückt • Ist in seiner Unsicherheit und im Kampf ums Überleben gefangen • Im Laufe der Handlung wird seine Psychose immer schlimmer, bis er Stimmen hört und letztendlich Marie, seine Freundin, umbringt

Szene 11: „Mariens Kammer“ Woyzeck: Seine Eifersucht wird immer größer und er wird zunehmend von Wahnvorstellungen und Halluzinationen geplagt. Er erfährt, dass Marie ihn betrogen hat. Marie: Versucht die Situation zu verharmlosen und wendet sich von Woyzeck ab.

Szene 13: „Wirtshaus“ Woyzeck: Sieht Marie mit dem Tambourmajor tanzen und ist sehr wütend. Er versinkt in seinen Gedanken. Marie: Tanzt ausgelassen, denn sie hat nicht bemerkt, dass Woyzeck die beiden gesehen hat.

Das offene Theater, wie es in Georg Büchners „Woyzeck" umgesetzt wird, zeichnet sich durch eine besondere Struktur aus, die mehrere Handlungsstränge gleichzeitig präsentiert. Dies wird besonders sichtbar in der Art und Weise, wie die Szenen mit Woyzeck und anderen Charakteren wie Marie und dem Doktor nahtlos ineinander übergehen. Anstelle traditioneller Einzelszenen werden diese durch die „Stationen-Technik" miteinander verbunden, die unzusammenhängende Szenen zu einem Gesamtbild verknüpft.Woyzeck dient als zentrale Figur, die die Zuschauer durch die verschiedenen Stränge der Handlung leitet. Wiederkehrende Motive, wie das Bild der Erbsen, stehen symbolisch für seine Armut und psychische Zerstreuung und verleihen der Erzählung zusätzliche Tiefe. Die Handlung ist vielfältig und besteht aus vielen Einzelhandlungen, die nicht zwingend miteinander verknüpft sind. Diese unterschiedlichen Handlungen spiegeln verschiedene gesellschaftliche Hintergründe wider und steigern die Komplexität der Inszenierung. Das offene Theater ist atektonisch-realistisch, was bedeutet, dass Raum, Zeit und Charaktere flexibel gestaltet werden. Die häufigen Szenenwechsel und zeitlichen Sprünge fordern das Publikum heraus, aktiv über die Themen und Konflikte nachzudenken, da keine klaren Lösungen angeboten werden. Ein Beispiel dafür ist der abrupte Wechsel zwischen Woyzecks inneren Konflikten und den äußeren Umständen, die ihn in den Wahnsinn treiben, was in der tragischen Szene des Mordes an Marie deutlich wird. Die Fragmentierung der Handlung regt die Zuschauer an, eigene Interpretationen zu entwickeln und Verbindungen zu ziehen. In „Woyzeck" wird die Fragilität der menschlichen Psyche und die Wirkung sozialer Isolation thematisiert, was durch die chaotische Struktur der Szenen verstärkt wird. Insgesamt bietet das offene Theater eine dynamische und vielschichtige Erfahrung, die zum Nachdenken anregt. In „Woyzeck" wird dies besonders deutlich, da die verschiedenen Schicksale und sozialen Klassen in einem komplexen Gewebe verwoben sind, das die Zuschauer zwingt, sich mit grundlegenden Fragen der Existenz auseinanderzusetzen.

Woyzeck & Tambourmajor: • Der Tambourmajor kann als Antithese zu Woyzeck interpretiert werden, da er finanziell gut gestellt ist und zudem noch attraktiv aussieht • Er ist Woyzecks Rivale und bringt ein Ungleichgewicht in Woyzecks Familie • Der Tambourmajor leitet eine Militärkapelle und ist eine Figur von höherem Status (Macht und Einfluss)

Woyzeck & Marie: • Marie ist die Freundin von Woyzeck und gemeinsam haben die beiden ein uneheliches Kind namens Christian (konnten sich keine Hochzeit leisten) • Sie lebt in ärmlichen Verhältnissen und sucht abseits von Woyzeck nach Liebe und Stabilität • Ihre Beziehung ist von Eifersucht und Misstrauen geprägt und es mangelt an Kommunikation und Ehrlichkeit • Marie ist sehr schön und bekommt deshalb viel Aufmerksamkeit von anderen Männern • Mit dem Tambourmajor betrügt sie Woyzeck, daraufhin nimmt seine geistige Verwirrung drastisch zu • Als Woyzecks Eifersucht entartet, eskaliert die Situation und er ermordet Marie

Seine Psychose wird durch die Eifersucht verstärkt, er hört Stimmen, die ihn letztendlich dazu bewegen, seine Freundin Marie zu töten.

In der Beziehung fehlt es an Kommunikation und Ehrlichkeit. Woyzeck und Marie entfernen sich immer mehr voneinander.