Adaptives Lernen in der Volksschule
Stelle dich der Vielfalt in deiner Klasse: Passe deinen Unterricht an die unterschiedlichen Bedürfnisse deiner Lernenden an. Mit passenden Aufgaben kannst du Überforderung vermeiden und die Motivation steigern. Dieser Lernpfad unterstützt dich dabei!
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Adaptives Lernen - Was ist das?
Höre hier die Definition von Adaptivem Lernen.
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Lehrkräfte
... fungieren als adaptive Begleiter:innen und Coach
Lernende
… werden befähigt, selbstständig und motiviert den nächsten Lernschritt anzugehen
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Loop Adaptive Lernprozessgestaltung
Rolle der Lehrenden
Rolle der Lernenden
Klicke auf die Icons im Loop um mehr zu erfahren.
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Lernstandsanalyse
Der Zyklus beginnt mit einer gezielten Lernstandsanalyse: Der aktuelle Lernstand der Lernenden wird in Bezug auf ein klar definiertes Lernziel erhoben – unabhängig davon, ob dieses durch offene oder geschlossene Aufgabenformate, einfache oder komplexe Aufgaben erreicht werden soll. Die Analyse erfolgt durch gezielte Beobachtungen sowie mithilfe analoger und digitaler Tools. Sie dient als Grundlage, um das weitere Lernen passgenau zu gestalten. Am Ende des Zyklus’ wird erneut eine Lernstandsanalyse durchgeführt, um festzustellen, ob das Lernziel erreicht wurde bzw. wie weit die Lernenden davon entfernt sind – und um darauf aufbauend die nächsten Lernschritte zu planen.
Beurteilung & Lernprozessgestaltung - Ideenpool Unter diesem Link findest du den Ideenpool für die digital unterstützte Lernprozessgestaltung und Beurteilung. Der Ideenpool basiert auf den Erfahrungen der ITBO Modellschulen Volksschulen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 1 Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 2 Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 3
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Aufgabenpool erstellen
Basierend auf den Ergebnissen der Lernstandanalyse erstellt die Lehrperson kognitiv aktivierende Lernaufgaben, welche die individuellen Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigen.
Tools für digitale Lernräume Unter diesem Link findest du den Ideenpool für die digital unterstützte Lernprozessgestaltung. Der Ideenpool basiert auf den Erfahrungen der ITBO Modellschulen Volksschulen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
LearningView
Schabi
TaskCards & Padlet
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Gemeinsamer Start
Mit einer gemeinsamen Einführung des Lerngegenstands durch die Lehrperson starten die Lernenden in der Gesamtgruppe in den Lernprozess. Ziel ist es, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu schaffen.
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Differenzierte Arbeitsphase
Die Lernenden arbeiten an individuellen Aufgaben-Settings, die ihrem Lernstand und ihren Bedürfnissen entsprechen, allenfalls in wechselnden Lerngruppen.
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 1
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 1
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 2
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 2
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 3
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 3
Schatzkarten als Motivation im Unterricht
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Ein adaptiver Englisch Lernweg
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Wortarten individuell repetieren mit LearningView
Begleitung, Unterstützung und Feeback
Während der Arbeitsphase erhalten die Lernenden, basierend auf Beobachtungen, formatives Feedback mit Impulsen für die nächsten Lernschritte.
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 1
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 2
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 3
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Zusammenkommen und Austausch
Die Gesamtgruppe trifft sich wieder, um Ergebnisse zu präsentieren und Erkenntnisse auszutauschen.
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Reflexion und Weiterentwicklung
Die Lernenden reflektieren gemeinsam den gesamten Lernprozess und identifizieren nächste Schritte.
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Transfer
Die Erkenntnisse werden auf neue Lernsituationen übertragen und angewendet. Der
Transfer kann auch im Rahmen einer komplexen Aufgabenstellung erfolgen mit dem Ziel, dass
Lernende authentische Leistungen erbringen
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 1
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 2
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 3
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Rolle der Lehrenden
In der adaptiven Lernprozessgestaltung ist ein flexibles Rollenverständnis essenziell, da adaptives
Lernen in unserem Verständnis nicht mehr nur Wissenserwerb, sondern eine aktive, tiefgehende
Auseinandersetzung mit Inhalten erfordert.
Lehrpersonen sind adaptiv Begleitende, Beobachtende,
Teamspielende, Coaches sowie Lernarchitektinnen und -architekten.
Eine positive Fehlerkultur kann den adaptiven Lernprozess unterstützen. Die Lehrpersonen schaffen
eine sichere Umgebung, in der Fehler als natürlicher Teil des Lernprozesses angesehen werden:
Fehler gelten als Lernchance und werden reflektiert, um kritisches Denken zu fördern.
Rolle der Lernenden
Die Rolle der Lernenden
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Rolle der Lernenden
Die Lernenden sind Lernprozessgestaltende, Wissensentdeckende,
Mitgestaltende und Chancen-Entdeckende.
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Die Rolle der Lernenden
Klicke auf die Icons im Loop um mehr zu erfahren.
Rolle der Lehrenden
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Weiterbildungen zum Thema
COMING SOON...
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Handreichung Adaptives Lernen
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Anpassungsfähiges Lernen als Kern
Wir glauben, dass Bildung effektiv ist, wenn sie flexibel auf
die sich ständig ändernden Unterrichtssituationen, unterschiedlichen Lernverständnisse, Lernerfolge
und Verhaltensweisen der Lernenden eingeht. Adaptives Lernen ermöglicht es uns, diese Dynamik
zu berücksichtigen und darauf einzugehen.
Lehrpersonen als Wegbegleiter
Lehrpersonen spielen eine entscheidende Rolle. Ihre Aufgabe ist,
Lernende zu begleiten, Lernstände und Situationen zu analysieren. Im adaptiven Lernprozess wandelt
sich die Rolle der Lehrpersonen von Wissensvermittlern zu Lernbegleitern. Sie reagieren adaptiv auf
die Lernenden, begleiten eigenständiges und kollaboratives Lernen. Die Lehrpersonen nutzen analoge
und digitale Tools, um den Lernprozess zu optimieren.
Transfer
Der „Transfer“ ist der ultimative Beweis für tiefes Verständnis und die Anwendbarkeit von Wissen. Hier wird die „Kreativität“ der Lernenden nicht nur als Ideengenerierung, sondern als produktive Problemlösung in realen Kontexten sichtbar. Die Erbringung authentischer Leistungen ist der Höhepunkt der „Chancen-Entdeckung“, da Lernende neue Wege finden, ihr Wissen wirksam einzusetzen. Wahres Verständnis zeigt sich nicht nur im Abrufen von Fakten, sondern in deren flexiblen und kreativen Anwendung in neuen Zusammenhängen. Die Station „Transfer“ ist somit der Höhepunkt des adaptiven Lernens, wo Lernende über das Auswendiglernen hinausgehen und zu wahren „Chancen-Entdeckenden“ werden, indem sie neuartige Anwendungen für ihr Wissen entdecken, und zu „Lernprozessgestaltenden“, indem sie ihr Verständnis kreativ anpassen, um wirkungsvolle „authentische Leistungen“ in realen Kontexten zu erbringen.
Stories aus den Modellschulen
Die Geschichten berichten von persönlichen Erfahrungen, Erfolgen und Hindernissen bei der Entwicklung im Schulalltag. Sie sollen ermutigen, sich aktiv an Veränderungen und Entwicklungen in Unterricht und in der Personal- und Organisationsentwicklung von Schulen zu beteiligen.
Zu den Stories
Gemeinsamer Start
Das primäre Ziel dieser Station ist es, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu schaffen. Hierbei agieren Lernende vorrangig als Wissensentdeckende, indem sie aktiv die dargebotenen Informationen aufnehmen und ihr Vorwissen aktivieren. Diese Phase dient dazu, Neugierde und Interesse zu wecken und zentrale, fachliche oder überfachliche Konzepte zu verstehen. Unterschiedliches Vorwissen der Lernenden wird in ein gemeinsames, fachlich fundiertes Verständnis überführt. Der „Gemeinsame Start“ ist ein kollektiver Aktivierungsraum. Hier wird die Grundlage für ein geteiltes Verständnis und eine gemeinsame Lernmotivation etabliert. Die Lernenden beginnen, sich als Teil einer Lerngemeinschaft zu verstehen, was für die spätere Kooperation in Phase 2 essenziell ist. Ein gemeinsames Verständnis und ein Gefühl des kollektiven Ziels, die frühzeitig etabliert werden, sind entscheidend für eine effektive Zusammenarbeit später im Prozess. Wenn Lernende kein gemeinsames Fundament teilen oder sich nicht als Teil eines Kollektivs fühlen, wird kollaboratives Lernen in Phase 2 herausfordernd. Der „Gemeinsame Start“ fungiert somit als ein sozialer und kognitiver Ausrichtungsmechanismus, der ein Gefühl des „Miteinander und Voneinander lernen“ fördert, indem er ein kollektives „Wissensfundament“ und eine gemeinsame Motivation aufbaut und damit die Grundlage für kollaborative „Wissensentdeckung“ und „Mitgestaltung“ in den nachfolgenden Phasen legt.
Reflexion und Weiterentwicklung
In dieser Station reflektieren die Lernenden gemeinsam den gesamten Lernprozess und identifizieren nächste Schritte. Sie bewerten ihre eigene Leistung und die des Teams. Hierbei treten die Rollen der Mitgestaltenden und Chancen-Entdeckenden deutlich hervor. Diese Reflexionsphase ermöglicht es den Lernenden, nicht nur über was sie gelernt haben, sondern auch über wie sie gelernt haben, nachzudenken. Dies ist entscheidend für die Entwicklung von „Lernprozessgestaltenden“, da sie ihre Strategien bewusst anpassen und optimieren. Die Identifikation „nächster Schritte“ ist das konkrete „Chancen-Entdecken“ für die eigene Weiterentwicklung. Bewusste Reflexion über den Lernprozess und das Ergebnis ist grundlegend für die Verbesserung zukünftiger Lernstrategien. Diese Selbstwahrnehmung befähigt Lernende direkt dazu, ihren zukünftigen Lernprozess effektiver zu gestalten und neue Wege des Wachstums zu entdecken. Die Station „Reflexion und Weiterentwicklung“ dient somit als strategischer Selbstoptimierungspunkt für Lernende.
Zusammenkommen und Austausch
In dieser Station trifft sich die Gesamtgruppe wieder, um Ergebnisse zu präsentieren und Erkenntnisse auszutauschen. Dies fördert integratives, gemeinschaftliches und kooperatives Lernen, da Lernende in wechselnden Gruppenkonstellationen voneinander profitieren und soziale sowie kommunikative Kompetenzen entwickeln. Hier agieren Lernende als Mitgestaltende und Chancen-Entdeckende. Sie lernen, ihre Ergebnisse verständlich darzustellen und aktiv zuzuhören, was ihre „Kooperation“ und „Kommunikation“ (4K-Kompetenzen) stärkt.1 Diese Station ist der soziale Brennpunkt des adaptiven Lernens, wo individuelles Lernen kollektiviert wird und durch den Austausch Synergien entstehen, die über die Summe der Einzelleistungen hinausgehen. Es ist ein Raum, wo Lernende voneinander „Chancen-Entdecken“ und gemeinsam „Mitgestalten“. Ein geteiltes Verständnis und ein Gefühl des kollektiven Ziels sind entscheidend für eine effektive Zusammenarbeit. Indem Lernende ihre Ergebnisse präsentieren und diskutieren, festigen sie nicht nur ihr eigenes Verständnis, sondern gewinnen auch neue Perspektiven von Gleichaltrigen, was zu neuen „Chancen“ für ihr eigenes Lernen und zukünftige Projekte führt.
Lernstandsanalyse
Stories zum Thema
Lernstand überprüfen mit Classtime:
Digitales Üben und Überprüfen mit Classtime
Lernstand überprüfen mit Plickers:
Vom Korn zum Brot
Abfragen leicht gemacht mit Plickers
Aufgabenpool erstellen
Basierend auf den Ergebnissen der Lernstandsanalyse erstellt die Lehrperson kognitiv aktivierende Lernaufgaben, die die individuellen Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigen. Obwohl die Aufgaben primär von der Lehrperson konzipiert werden, fliessen die zuvor ermittelten individuellen Bedürfnisse der Lernenden indirekt in die Gestaltung ein. In dieser Station wirken Lernende als Mitgestaltende, indem ihre spezifischen Anforderungen die Ausgestaltung des Aufgabenpools prägen.Die scheinbar lehrerzentrierte Station „Aufgabenpool erstellen“ birgt somit das latente Potenzial für Mitgestaltung durch die Lernenden. Die Qualität der Aufgaben und die Möglichkeit zur Personalisierung in dieser Phase sind entscheidend, um die intrinsische Motivation zu wecken und die Lernenden auf die spätere, stärkere Mitgestaltung in Phase 2 vorzubereiten. Die Lehrperson agiert hier als „Unterrichtsdesigner:in“ , die Räume für spätere Wahlmöglichkeiten schafft und damit subtil die Lernenden als „Mitgestaltende“ von Anfang an befähigt und sie auf eine tiefere Auseinandersetzung durch „Voice & Choice“ vorbereitet.
Differenzierten Arbeitsphase
In der „Differenzierten Arbeitsphase“ arbeiten Lernende an individuellen Aufgaben-Settings, passend zu ihrem Lernstand und ihren Bedürfnissen, oft in wechselnden Lerngruppen. Hier agieren sie primär als Lernprozessgestaltende und Wissensentdeckende. Sie wählen eigene Vertiefungsrichtungen und gestalten ihren Lernpfad selbst mit, indem sie Entscheidungen über Inhalte, Lernprodukte, Lernwege und Werkzeuge treffen. Dies stärkt ihre Autonomie und Selbstwirksamkeit. Diese Phase ist der zentrale Ort für die Individualisierung und die Adressierung der „Zone der nächsten Entwicklung“. Durch massgeschneiderte Aufgaben und Wahlmöglichkeiten konkretisieren Lernende ihre Rolle als „Lernprozessgestaltende“ und „Wissensentdeckende“, indem sie strategische Entscheidungen treffen und sich selbst regulieren, um in ihrer optimalen Lernzone zu agieren.
Vielfalt in Bewertung und Rückmeldung
Feedbackformen, formative und summative Bewertungen von Lernprodukten und (Lern-) Handlungen dienen dazu, den Lernfortschritt zu messen und adaptiv zu begleiten.
Begleitung, Unterstützung und Feedback
Während der Arbeitsphase erhalten die Lernenden, basierend auf Beobachtungen, formatives Feedback mit Impulsen für die nächsten Lernschritte. In dieser Station wirken Lernende weiterhin als Lernprozessgestaltende und Wissensentdeckende, indem sie dieses Feedback aktiv nutzen, um ihre Lernprozesse selbstreguliert zu gestalten. Dies fördert die Entwicklung von „metakognitivem Wissen“ und „kritischem Denken“, da formatives Feedback Lernende zum Nachdenken über ihren individuellen Lernprozess anregt und ihnen hilft, ihr Lernen zu verbessern. Feedback in dieser Phase prozessorientiert und entwicklungsfördernd. Es ist ein dialogischer Prozess, der die Lernenden dazu befähigt, „Meister:innen ihres eigenen Lernprozesses“ zu werde, indem sie lernen, ihre eigenen Fortschritte kritisch zu bewerten und anzupassen.
Nutzung von Techno-logie mit Augenmass
Technologische Hilfsmittel unterstützen adaptive Lernprozesse.
Sie werden sinnvoll und bedacht im Lernprozess eingesetzt. Für die Umsetzung adaptiven
Lernens ist eine entsprechende technologische und pädagogische Infrastruktur erforderlich. Schulen
müssen über digitale Lernumgebungen, professionelle Entwicklung für Lehrpersonen, einen pädagogischen
ICT-Support und eine zweckdienliche IT-Infrastruktur verfügen.
Förderung von selbstgesteuertem lernen
Adaptives Lernen stärkt die Fähigkeit der Lernenden, ihren eigenen Lernprozess zu steuern. Es ermöglicht ihnen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, selbstgesteckte Ziele zu verfolgen und ihre Lernstrategien zu erweitern und zu reflektieren.
Kompetenzorientierung und Flexibilität
Adaptives Lernen betont die Bedeutung von Kompetenzerwerb
über die reine Wissensvermittlung hinaus. Lernprozesse sind flexibel gestaltet.
Lebenslanges Lernen als Ziel
Adaptives Lernen bereitet Lernende darauf vor, in einer sich stets
verändernden Welt kompetent zu handeln. Es legt den Grundstein für lebenslanges Lernen.
Gestaltung anpassungs-fähiger Lernräume
Lernräume sind vielfältig, flexibel und einladend - sowohl
physisch als auch digital - um unterschiedliche Lernstile und -aktivitäten zu unterstützen.
Bedeutung für organisatorische Entwicklung
Eine Kultur des adaptiven Lernens wird gemeinsam
sowohl auf Ebene Bildungsinstitution als auch in den einzelnen Lernräumen entwickelt und gelebt.
Eine klare Vision und Strategie für die Integration adaptiver Lernmethoden, offene Kommunikationswege
und eine kollaborative Arbeitsumgebung sind entscheidend.
Lernstandsanalyse
Der adaptive Lernzyklus beginnt mit einer gezielten Lernstandsanalyse, die den aktuellen Lernstand der Lernenden in Bezug auf ein Lernziel erfasst. Diese Analyse bildet die Basis für eine passgenaue Prozessgestaltung. Lernende wirken hier bereits als Wissensentdeckende und Lernprozessgestaltende, indem sie aktiv an der Diagnose ihres Lernstands teilnehmen, z.B. durch Selbsteinschätzungen ihres Vorwissens und ihrer Bedürfnisse. Digitale Lernstandserhebungen können hier ein „Game Changer“ sein, da sie eine individual-diagnostische Erfassung von Lernausgangslagen und -ständen ermöglichen, was analog kaum umfassend möglich wäre. Die aufbereiteten Daten fördern die Selbstreflexion der Lernenden und befähigen sie, ihren Lernprozess bewusst zu gestalten und zu „Lernprozessgestaltenden“ zu werden.
Vielfalt in Lehr- und Lernformen
Die Anpassung von Lerninhalten, Lernmethoden und Lernformaten an die Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Lernenden ist ein zentraler Aspekt adaptiven Lernens.
Kollaboratives und soziales Lernen
Adaptives Lernen fördert das integrative, gemeinschaftliche
und kooperative Lernen. Durch die Arbeit in wechselnden Gruppenkonstellationen profitieren Lernende
voneinander und entwickeln soziale und kommunikative Kompetenzen.
Adaptive Lernprozessgestaltung
PHSG Modellschulen I
Created on February 6, 2025
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Adaptives Lernen in der Volksschule
Stelle dich der Vielfalt in deiner Klasse: Passe deinen Unterricht an die unterschiedlichen Bedürfnisse deiner Lernenden an. Mit passenden Aufgaben kannst du Überforderung vermeiden und die Motivation steigern. Dieser Lernpfad unterstützt dich dabei!
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Adaptives Lernen - Was ist das?
Höre hier die Definition von Adaptivem Lernen.
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Lehrkräfte ... fungieren als adaptive Begleiter:innen und Coach
Lernende … werden befähigt, selbstständig und motiviert den nächsten Lernschritt anzugehen
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Loop Adaptive Lernprozessgestaltung
Rolle der Lehrenden
Rolle der Lernenden
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Lernstandsanalyse
Der Zyklus beginnt mit einer gezielten Lernstandsanalyse: Der aktuelle Lernstand der Lernenden wird in Bezug auf ein klar definiertes Lernziel erhoben – unabhängig davon, ob dieses durch offene oder geschlossene Aufgabenformate, einfache oder komplexe Aufgaben erreicht werden soll. Die Analyse erfolgt durch gezielte Beobachtungen sowie mithilfe analoger und digitaler Tools. Sie dient als Grundlage, um das weitere Lernen passgenau zu gestalten. Am Ende des Zyklus’ wird erneut eine Lernstandsanalyse durchgeführt, um festzustellen, ob das Lernziel erreicht wurde bzw. wie weit die Lernenden davon entfernt sind – und um darauf aufbauend die nächsten Lernschritte zu planen.
Beurteilung & Lernprozessgestaltung - Ideenpool Unter diesem Link findest du den Ideenpool für die digital unterstützte Lernprozessgestaltung und Beurteilung. Der Ideenpool basiert auf den Erfahrungen der ITBO Modellschulen Volksschulen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 1 Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 2 Digitale Tools für die Lernstandanalyse Zyklus 3
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Aufgabenpool erstellen
Basierend auf den Ergebnissen der Lernstandanalyse erstellt die Lehrperson kognitiv aktivierende Lernaufgaben, welche die individuellen Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigen.
Tools für digitale Lernräume Unter diesem Link findest du den Ideenpool für die digital unterstützte Lernprozessgestaltung. Der Ideenpool basiert auf den Erfahrungen der ITBO Modellschulen Volksschulen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
LearningView
Schabi
TaskCards & Padlet
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Gemeinsamer Start
Mit einer gemeinsamen Einführung des Lerngegenstands durch die Lehrperson starten die Lernenden in der Gesamtgruppe in den Lernprozess. Ziel ist es, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu schaffen.
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Differenzierte Arbeitsphase
Die Lernenden arbeiten an individuellen Aufgaben-Settings, die ihrem Lernstand und ihren Bedürfnissen entsprechen, allenfalls in wechselnden Lerngruppen.
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 1
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 1
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 2
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 2
Digitale Tools für Individualisierung - Zyklus 3
Digitale Tools für kooperatives Arbeiten - Zyklus 3
Schatzkarten als Motivation im Unterricht
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Ein adaptiver Englisch Lernweg
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Wortarten individuell repetieren mit LearningView
Begleitung, Unterstützung und Feeback
Während der Arbeitsphase erhalten die Lernenden, basierend auf Beobachtungen, formatives Feedback mit Impulsen für die nächsten Lernschritte.
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 1
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 2
Digitale Tools für Feedback - Zyklus 3
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Zusammenkommen und Austausch
Die Gesamtgruppe trifft sich wieder, um Ergebnisse zu präsentieren und Erkenntnisse auszutauschen.
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Reflexion und Weiterentwicklung
Die Lernenden reflektieren gemeinsam den gesamten Lernprozess und identifizieren nächste Schritte.
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Transfer
Die Erkenntnisse werden auf neue Lernsituationen übertragen und angewendet. Der Transfer kann auch im Rahmen einer komplexen Aufgabenstellung erfolgen mit dem Ziel, dass Lernende authentische Leistungen erbringen
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 1
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 2
Digitale Tools für Prozessbeurteilung - Zyklus 3
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Rolle der Lehrenden
In der adaptiven Lernprozessgestaltung ist ein flexibles Rollenverständnis essenziell, da adaptives Lernen in unserem Verständnis nicht mehr nur Wissenserwerb, sondern eine aktive, tiefgehende Auseinandersetzung mit Inhalten erfordert. Lehrpersonen sind adaptiv Begleitende, Beobachtende, Teamspielende, Coaches sowie Lernarchitektinnen und -architekten. Eine positive Fehlerkultur kann den adaptiven Lernprozess unterstützen. Die Lehrpersonen schaffen eine sichere Umgebung, in der Fehler als natürlicher Teil des Lernprozesses angesehen werden: Fehler gelten als Lernchance und werden reflektiert, um kritisches Denken zu fördern.
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Die Rolle der Lernenden
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Die Lernenden sind Lernprozessgestaltende, Wissensentdeckende, Mitgestaltende und Chancen-Entdeckende.
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Anpassungsfähiges Lernen als Kern
Wir glauben, dass Bildung effektiv ist, wenn sie flexibel auf die sich ständig ändernden Unterrichtssituationen, unterschiedlichen Lernverständnisse, Lernerfolge und Verhaltensweisen der Lernenden eingeht. Adaptives Lernen ermöglicht es uns, diese Dynamik zu berücksichtigen und darauf einzugehen.
Lehrpersonen als Wegbegleiter
Lehrpersonen spielen eine entscheidende Rolle. Ihre Aufgabe ist, Lernende zu begleiten, Lernstände und Situationen zu analysieren. Im adaptiven Lernprozess wandelt sich die Rolle der Lehrpersonen von Wissensvermittlern zu Lernbegleitern. Sie reagieren adaptiv auf die Lernenden, begleiten eigenständiges und kollaboratives Lernen. Die Lehrpersonen nutzen analoge und digitale Tools, um den Lernprozess zu optimieren.
Transfer
Der „Transfer“ ist der ultimative Beweis für tiefes Verständnis und die Anwendbarkeit von Wissen. Hier wird die „Kreativität“ der Lernenden nicht nur als Ideengenerierung, sondern als produktive Problemlösung in realen Kontexten sichtbar. Die Erbringung authentischer Leistungen ist der Höhepunkt der „Chancen-Entdeckung“, da Lernende neue Wege finden, ihr Wissen wirksam einzusetzen. Wahres Verständnis zeigt sich nicht nur im Abrufen von Fakten, sondern in deren flexiblen und kreativen Anwendung in neuen Zusammenhängen. Die Station „Transfer“ ist somit der Höhepunkt des adaptiven Lernens, wo Lernende über das Auswendiglernen hinausgehen und zu wahren „Chancen-Entdeckenden“ werden, indem sie neuartige Anwendungen für ihr Wissen entdecken, und zu „Lernprozessgestaltenden“, indem sie ihr Verständnis kreativ anpassen, um wirkungsvolle „authentische Leistungen“ in realen Kontexten zu erbringen.
Stories aus den Modellschulen
Die Geschichten berichten von persönlichen Erfahrungen, Erfolgen und Hindernissen bei der Entwicklung im Schulalltag. Sie sollen ermutigen, sich aktiv an Veränderungen und Entwicklungen in Unterricht und in der Personal- und Organisationsentwicklung von Schulen zu beteiligen.
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Gemeinsamer Start
Das primäre Ziel dieser Station ist es, einen gemeinsamen Bezugsrahmen zu schaffen. Hierbei agieren Lernende vorrangig als Wissensentdeckende, indem sie aktiv die dargebotenen Informationen aufnehmen und ihr Vorwissen aktivieren. Diese Phase dient dazu, Neugierde und Interesse zu wecken und zentrale, fachliche oder überfachliche Konzepte zu verstehen. Unterschiedliches Vorwissen der Lernenden wird in ein gemeinsames, fachlich fundiertes Verständnis überführt. Der „Gemeinsame Start“ ist ein kollektiver Aktivierungsraum. Hier wird die Grundlage für ein geteiltes Verständnis und eine gemeinsame Lernmotivation etabliert. Die Lernenden beginnen, sich als Teil einer Lerngemeinschaft zu verstehen, was für die spätere Kooperation in Phase 2 essenziell ist. Ein gemeinsames Verständnis und ein Gefühl des kollektiven Ziels, die frühzeitig etabliert werden, sind entscheidend für eine effektive Zusammenarbeit später im Prozess. Wenn Lernende kein gemeinsames Fundament teilen oder sich nicht als Teil eines Kollektivs fühlen, wird kollaboratives Lernen in Phase 2 herausfordernd. Der „Gemeinsame Start“ fungiert somit als ein sozialer und kognitiver Ausrichtungsmechanismus, der ein Gefühl des „Miteinander und Voneinander lernen“ fördert, indem er ein kollektives „Wissensfundament“ und eine gemeinsame Motivation aufbaut und damit die Grundlage für kollaborative „Wissensentdeckung“ und „Mitgestaltung“ in den nachfolgenden Phasen legt.
Reflexion und Weiterentwicklung
In dieser Station reflektieren die Lernenden gemeinsam den gesamten Lernprozess und identifizieren nächste Schritte. Sie bewerten ihre eigene Leistung und die des Teams. Hierbei treten die Rollen der Mitgestaltenden und Chancen-Entdeckenden deutlich hervor. Diese Reflexionsphase ermöglicht es den Lernenden, nicht nur über was sie gelernt haben, sondern auch über wie sie gelernt haben, nachzudenken. Dies ist entscheidend für die Entwicklung von „Lernprozessgestaltenden“, da sie ihre Strategien bewusst anpassen und optimieren. Die Identifikation „nächster Schritte“ ist das konkrete „Chancen-Entdecken“ für die eigene Weiterentwicklung. Bewusste Reflexion über den Lernprozess und das Ergebnis ist grundlegend für die Verbesserung zukünftiger Lernstrategien. Diese Selbstwahrnehmung befähigt Lernende direkt dazu, ihren zukünftigen Lernprozess effektiver zu gestalten und neue Wege des Wachstums zu entdecken. Die Station „Reflexion und Weiterentwicklung“ dient somit als strategischer Selbstoptimierungspunkt für Lernende.
Zusammenkommen und Austausch
In dieser Station trifft sich die Gesamtgruppe wieder, um Ergebnisse zu präsentieren und Erkenntnisse auszutauschen. Dies fördert integratives, gemeinschaftliches und kooperatives Lernen, da Lernende in wechselnden Gruppenkonstellationen voneinander profitieren und soziale sowie kommunikative Kompetenzen entwickeln. Hier agieren Lernende als Mitgestaltende und Chancen-Entdeckende. Sie lernen, ihre Ergebnisse verständlich darzustellen und aktiv zuzuhören, was ihre „Kooperation“ und „Kommunikation“ (4K-Kompetenzen) stärkt.1 Diese Station ist der soziale Brennpunkt des adaptiven Lernens, wo individuelles Lernen kollektiviert wird und durch den Austausch Synergien entstehen, die über die Summe der Einzelleistungen hinausgehen. Es ist ein Raum, wo Lernende voneinander „Chancen-Entdecken“ und gemeinsam „Mitgestalten“. Ein geteiltes Verständnis und ein Gefühl des kollektiven Ziels sind entscheidend für eine effektive Zusammenarbeit. Indem Lernende ihre Ergebnisse präsentieren und diskutieren, festigen sie nicht nur ihr eigenes Verständnis, sondern gewinnen auch neue Perspektiven von Gleichaltrigen, was zu neuen „Chancen“ für ihr eigenes Lernen und zukünftige Projekte führt.
Lernstandsanalyse
Stories zum Thema
Lernstand überprüfen mit Classtime:
Digitales Üben und Überprüfen mit Classtime
Lernstand überprüfen mit Plickers:
Vom Korn zum Brot
Abfragen leicht gemacht mit Plickers
Aufgabenpool erstellen
Basierend auf den Ergebnissen der Lernstandsanalyse erstellt die Lehrperson kognitiv aktivierende Lernaufgaben, die die individuellen Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigen. Obwohl die Aufgaben primär von der Lehrperson konzipiert werden, fliessen die zuvor ermittelten individuellen Bedürfnisse der Lernenden indirekt in die Gestaltung ein. In dieser Station wirken Lernende als Mitgestaltende, indem ihre spezifischen Anforderungen die Ausgestaltung des Aufgabenpools prägen.Die scheinbar lehrerzentrierte Station „Aufgabenpool erstellen“ birgt somit das latente Potenzial für Mitgestaltung durch die Lernenden. Die Qualität der Aufgaben und die Möglichkeit zur Personalisierung in dieser Phase sind entscheidend, um die intrinsische Motivation zu wecken und die Lernenden auf die spätere, stärkere Mitgestaltung in Phase 2 vorzubereiten. Die Lehrperson agiert hier als „Unterrichtsdesigner:in“ , die Räume für spätere Wahlmöglichkeiten schafft und damit subtil die Lernenden als „Mitgestaltende“ von Anfang an befähigt und sie auf eine tiefere Auseinandersetzung durch „Voice & Choice“ vorbereitet.
Differenzierten Arbeitsphase
In der „Differenzierten Arbeitsphase“ arbeiten Lernende an individuellen Aufgaben-Settings, passend zu ihrem Lernstand und ihren Bedürfnissen, oft in wechselnden Lerngruppen. Hier agieren sie primär als Lernprozessgestaltende und Wissensentdeckende. Sie wählen eigene Vertiefungsrichtungen und gestalten ihren Lernpfad selbst mit, indem sie Entscheidungen über Inhalte, Lernprodukte, Lernwege und Werkzeuge treffen. Dies stärkt ihre Autonomie und Selbstwirksamkeit. Diese Phase ist der zentrale Ort für die Individualisierung und die Adressierung der „Zone der nächsten Entwicklung“. Durch massgeschneiderte Aufgaben und Wahlmöglichkeiten konkretisieren Lernende ihre Rolle als „Lernprozessgestaltende“ und „Wissensentdeckende“, indem sie strategische Entscheidungen treffen und sich selbst regulieren, um in ihrer optimalen Lernzone zu agieren.
Vielfalt in Bewertung und Rückmeldung
Feedbackformen, formative und summative Bewertungen von Lernprodukten und (Lern-) Handlungen dienen dazu, den Lernfortschritt zu messen und adaptiv zu begleiten.
Begleitung, Unterstützung und Feedback
Während der Arbeitsphase erhalten die Lernenden, basierend auf Beobachtungen, formatives Feedback mit Impulsen für die nächsten Lernschritte. In dieser Station wirken Lernende weiterhin als Lernprozessgestaltende und Wissensentdeckende, indem sie dieses Feedback aktiv nutzen, um ihre Lernprozesse selbstreguliert zu gestalten. Dies fördert die Entwicklung von „metakognitivem Wissen“ und „kritischem Denken“, da formatives Feedback Lernende zum Nachdenken über ihren individuellen Lernprozess anregt und ihnen hilft, ihr Lernen zu verbessern. Feedback in dieser Phase prozessorientiert und entwicklungsfördernd. Es ist ein dialogischer Prozess, der die Lernenden dazu befähigt, „Meister:innen ihres eigenen Lernprozesses“ zu werde, indem sie lernen, ihre eigenen Fortschritte kritisch zu bewerten und anzupassen.
Nutzung von Techno-logie mit Augenmass
Technologische Hilfsmittel unterstützen adaptive Lernprozesse. Sie werden sinnvoll und bedacht im Lernprozess eingesetzt. Für die Umsetzung adaptiven Lernens ist eine entsprechende technologische und pädagogische Infrastruktur erforderlich. Schulen müssen über digitale Lernumgebungen, professionelle Entwicklung für Lehrpersonen, einen pädagogischen ICT-Support und eine zweckdienliche IT-Infrastruktur verfügen.
Förderung von selbstgesteuertem lernen
Adaptives Lernen stärkt die Fähigkeit der Lernenden, ihren eigenen Lernprozess zu steuern. Es ermöglicht ihnen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, selbstgesteckte Ziele zu verfolgen und ihre Lernstrategien zu erweitern und zu reflektieren.
Kompetenzorientierung und Flexibilität
Adaptives Lernen betont die Bedeutung von Kompetenzerwerb über die reine Wissensvermittlung hinaus. Lernprozesse sind flexibel gestaltet.
Lebenslanges Lernen als Ziel
Adaptives Lernen bereitet Lernende darauf vor, in einer sich stets verändernden Welt kompetent zu handeln. Es legt den Grundstein für lebenslanges Lernen.
Gestaltung anpassungs-fähiger Lernräume
Lernräume sind vielfältig, flexibel und einladend - sowohl physisch als auch digital - um unterschiedliche Lernstile und -aktivitäten zu unterstützen.
Bedeutung für organisatorische Entwicklung
Eine Kultur des adaptiven Lernens wird gemeinsam sowohl auf Ebene Bildungsinstitution als auch in den einzelnen Lernräumen entwickelt und gelebt. Eine klare Vision und Strategie für die Integration adaptiver Lernmethoden, offene Kommunikationswege und eine kollaborative Arbeitsumgebung sind entscheidend.
Lernstandsanalyse
Der adaptive Lernzyklus beginnt mit einer gezielten Lernstandsanalyse, die den aktuellen Lernstand der Lernenden in Bezug auf ein Lernziel erfasst. Diese Analyse bildet die Basis für eine passgenaue Prozessgestaltung. Lernende wirken hier bereits als Wissensentdeckende und Lernprozessgestaltende, indem sie aktiv an der Diagnose ihres Lernstands teilnehmen, z.B. durch Selbsteinschätzungen ihres Vorwissens und ihrer Bedürfnisse. Digitale Lernstandserhebungen können hier ein „Game Changer“ sein, da sie eine individual-diagnostische Erfassung von Lernausgangslagen und -ständen ermöglichen, was analog kaum umfassend möglich wäre. Die aufbereiteten Daten fördern die Selbstreflexion der Lernenden und befähigen sie, ihren Lernprozess bewusst zu gestalten und zu „Lernprozessgestaltenden“ zu werden.
Vielfalt in Lehr- und Lernformen
Die Anpassung von Lerninhalten, Lernmethoden und Lernformaten an die Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Lernenden ist ein zentraler Aspekt adaptiven Lernens.
Kollaboratives und soziales Lernen
Adaptives Lernen fördert das integrative, gemeinschaftliche und kooperative Lernen. Durch die Arbeit in wechselnden Gruppenkonstellationen profitieren Lernende voneinander und entwickeln soziale und kommunikative Kompetenzen.