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Umzug in die große Stadt

Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH

Created on October 28, 2024

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Transcript

Der Umzug in die GROßE Stadt

What am I doing here?

Learnings

Orga Kram

Erwartungen vs. Reality

Soziale Kontakte

Eine Wohnung in Berlin zu finden, die bezahlbar ist und wo man sich anmelden kann, kann echt hart sein. Ich hab super viele Bewerbungen bei WG Gesucht rausgehauen, ich habe dort auch ein Gesuch gestellt, wo ich mich selbst vorgestellt habe, habe in Freundeskreis rumgefragt, ob jemand jemanden in Berlin kennt - also richtig viel Arbeit reingesteckt. Irgendwann kam die Einladung (über WG Gesucht) zu einem Gespräch – in einem Stadtteil, von dem ich vorher noch nie was gehört hatte. Dort hab ich dann mein erstes WG-Zimmer für 6 Monate bekommen. Ich wohne nicht mehr in der WG, aber ich bin tatsächlich im selben Stadtteil geblieben – also: Offen bleiben lohnt sich!

Wenn du nicht aus einer großen Stadt kommst, kann Berlin echt überwältigend sein. Die richtige Ansprechperson, das passende Gebäude, die zuständige Stelle zu finden, Termine zu machen, Dokumente auszudrucken – das war ein riesiges Bürokratie-Chaos, bei dem ich oft nicht durchgeblickt habe. Ich fand das echt anstrengend und frustrierend und hab mich total allein gelassen gefühlt. Macht keinen Spaß, aber gehört halt zum Erwachsenwerden dazu.

Also, in Berlin habe ich echt gemerkt, dass ich total auf mich selbst zählen kann. Ich kann die Dinge einfach alleine wuppen, was echt ein cooles Gefühl ist! Egal, ob ich gerade einen neuen Job habe, in einem Sportverein bin oder bei einem Meet-up in der Nachbarschaft abhänge – es ist immer wieder spannend, neue Leute kennenzulernen. Auch wenn es manchmal länger dauert, bis ich mich eingelebt habe, bleibt das Wichtigste gleich: Die sozialen Kontakte und das Aufbauen neuer Routinen geben mir das Gefühl, dass ich hier schon ein bisschen zu Hause bin, auch wenn es vielleicht noch nicht mein Zuhause ist.

Hey, viele meiner Erwartungen beim Umzug haben sich echt erfüllt. Berlin passt einfach super zu mir! Es gibt so viele coole Sachen zu entdecken und auch wenn ich mal alleine war, konnte ich mich echt gut beschäftigen und hatte Spaß. Es hat zwar ewig gedauert, bis ich mich hier eingelebt habe, aber ich hab es geschafft. In den ersten zwei Jahren bin ich viermal umgezogen, hatte verschiedene Praktika und Jobs (z. B. in der Gastro, Umfragen am Flughafen, Praktikum an der FU und erster Job an einer Business School), habe diverse Sportarten ausprobiert (z. B. Capoeira, Kick-Boxing und Pole Dance) und mich um fünf Uhr morgens bei der Ausländerbehörde angestellt – in der Hoffnung, irgendwann dranzukommen …

Und nach sechs Jahren in Berlin kann ich echt sagen, dass es sich voll gelohnt hat, dranzubleiben. Ich hab bei vielen Sachen, die ich ausprobiert habe, echt viel Neues gelernt und mit der Zeit auch mehrere Freundeskreise aufgebaut.

Der Umzug nach Berlin war echt ganz anders als der nach Fulda. Hier hab ich es total genossen, alleine zu sein, in Cafés zu sitzen, in Parks zu chillen und die Stadt zu erkunden.

Ich hab es aber echt unterschätzt, wie schwierig es ist, neue Freundinnen und Freunde zu finden. Ich hab meine Masterarbeit geschrieben und war oft in der Bibliothek, habe aber in den Pausen einfach nur auf meinem Handy rumgehangen, weil ich niemanden kannte. Jemanden anzusprechen, ohne irgendein gemeinsames Thema zu haben, fand ich einfach komisch. Außerdem war ich ja keine Studentin mehr und hatte keinen Plan, wo ich neue Leute treffen könnte.

In Berlin musste ich proaktiv auf Leute zugehen und nach Möglichkeiten suchen, um neue Bekanntschaften zu schließen. Das waren Meet-ups, Sportvereine/Hochschulsport, Nachbarschaftsgruppen wie nebenan.de oder auch beim neuen Praktikum, wo ich Kolleginnen und Kollegen gefragt habe, ob sie nach der Arbeit mal was trinken gehen wollen. Das hat mich Überwindung gekostet und nicht immer funktioniert. Hat auch eine Weile gedauert, bis ich hier richtig angekommen bin.

Hier war die Stimmung irgendwie anders als in Fulda. Es gibt echt viele Möglichkeiten, einfach mal alleine loszuziehen, und es ist super easy, anonym zu sein. Man kann einfach zu einem Open-Mic-Abend gehen, neue Leute treffen und eine gute Zeit haben. Aber es war nicht so einfach, diese lockeren Bekanntschaften in echte Freundschaften zu verwandeln. Man sieht sich selten nochmal, die Leute ziehen ständig um und irgendwie hat niemand Zeit.