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Umzug in die kleine Stadt

Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH

Created on October 28, 2024

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Transcript

Der Umzug in die KLEINE Stadt

What am I doing here?

Orga Kram

Learnings

Erwartungen vs. Reality

Soziale Kontakte

Die Angst war total unbegründet. An der Uni gab es ein International Office und die hatten echt coole Angebote für internationale Studis. Ich hab mich sogar für einen Wochenend-Workshop angemeldet. Dort hab ich viele Leute getroffen, die auch alleine nach Deutschland gekommen sind, und wir haben uns super schnell angefreundet. Unser Studiengang war außerdem echt international und klein. Die Studiengangskoordinatorin war mega nett und wir hatten auch einen Workshop am Wochenende, bei dem alle Studis zusammengekommen sind. Solche Angeboten sind eine super Möglichkeit, um neue Freundinnen und Freunde zu finden. Wir sind echt schnell richtig eng geworden – haben zusammen gefeiert und gelernt, sind zusammen gereist und immer noch richtig gut befreundet.

Um meinen Freundeskreis zu erweitern habe ich auch viele Sportarten über Hochschulsport ausprobiert und mich bei dem Fachschaftsrat engagiert. Im Rahmen dessen haben wir eine 3-tägige Veranstaltung organisiert und durchgeführt- die Hochschultagen. Es war wie ein kleiner Festival auf dem Hochschulgelände und hat eine Menge Spaß gemacht.

Fulda war nicht gerade meine erste Wahl (ich wollte eigentlich in Köln studieren, aber das hat nicht geklappt) – deshalb war ich enttäuscht, dass ich in einer kleinen Stadt gelandet bin. Aber sich in so einer Kleinstadt einzuleben, war einfacher. Man findet schneller „seine“ Leute und es gibt nicht so viel zu tun, sodass man viel Zeit miteinander verbringt, Partys schmeißt oder kreativer in der Freizeitgestaltung wird.

Es gab echt viele Angebote an der Hochschule, die super easy zu erreichen waren. Es sind nicht so viele Studis da, also kommt man ganz entspannt an neue Infos und der Kontakt zu den Koordinatorinnen, Koordinatoren und Profs war auch total unkompliziert. Ich hab mich in dieser kleinen Stadt mehr getraut, neue Sachen auszuprobieren, weil ich mich viel selbstbewusster gefühlt habe, als wenn ich an einer großen Uni mit 200 Leuten in der Vorlesung gesessen hätte.

In Fulda hab ich gemerkt, dass mir soziale Kontakte und eine Community echt wichtig sind und das Leben einfacher machen können. Wenn man studiert, gibt es super viele Leute, die auch nach Freundinnen und Freunden suchen, und du hast viele Möglichkeiten, mit ihnen in Kontakt zu kommen – sei es in einer Gruppe für ein Projekt, beim Fachschaftsrat oder beim Hochschulsport. In so einem Umfeld fällt es oft leichter, neue Dinge auszuprobieren.

Am nächsten Tag bin ich zur Hochschule gefahren – ich war zwei Wochen früher angekommen, also war der Campus noch ziemlich leer. Ich hatte mir schon lange gewünscht, in Deutschland zu studieren und war mega aufgeregt. Aber gleichzeitig habe ich meine Familie und meine Freundinnen und Freunde zurückgelassen und hab mich echt einsam gefühlt. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich keine neuen Kontakte finden werde.

Ich bin nach Fulda gezogen, um meinen Master zu machen, und das war eine besondere Erfahrung, weil ich aus dem Ausland kam und hier niemanden gekannt habe. Obwohl ich schon mal in Deutschland war, war das nur für ein Austauschsemester oder einen Sprachkurs und das Masterstudium dauert zwei Jahre – das ist schon eine lange Zeit. Als ich angekommen bin, gab es gleich das erste Problem – ich hatte kein Internet in meiner Wohnung. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Café gemacht, wo ich mit meinem Laptop sitzen kann. Es hat sich herausgestellt, dass Fulda echt klein ist. Es gibt eine Bahnhofsstraße mit den typischen Geschäften und eine kleine Altstadt mit ein paar Cafés/Bars – eine große Auswahl gab es nicht.

Ich war echt überrascht, wie gut das alles gelaufen ist – an der Uni, wo ich vorher mein Austauschsemester gemacht habe, habe ich kaum Leute außerhalb des Erasmus-Kreises kennengelernt und ich dachte immer, dass Deutsche nicht so offen und zugänglich für neue Leute sind.

Ich hab ein Zimmer in einer Wohnung vom International Office bekommen. Während der Orientierungstage hab ich zusammen mit der Gruppe meine Anmeldung abgegeben (und sogar 100 € Begrüßungsgeld bekommen!). Außerdem hatte ich durch ein Mentoring-Programm jemanden, an den ich mich bei Fragen wenden konnte. Dieses Angebot hat mein Leben enorm erleichtert.

Meine größte Herausforderung war, einen Internetvertrag für die Wohnung abzuschließen – das ging nämlich nicht für weniger als zwei Jahre. Aus diesem Vertrag rauszukommen, als ich die Wohnung gewechselt habe, war nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe …

Es war echt cool, von Anfang an einen Freundeskreis zu haben und mich so gut mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen zu verstehen. In der Gruppe gab es immer jemanden, der die Deadlines im Blick hatte, mir die Module und Wahlfächer erklärt hat, Leute, mit denen ich zur Ausländerbehörde gegangen bin, oder jemanden mit einem extra Sofa, wo ich bleiben konnte, wenn ich mal kein WG-Zimmer hatte.

in Fulda hatte ich das Erkenntnis, dass soziale Kontakte und Community für mich sehr wichtig sind und das Leben vereinfachen können. Beim Studium ist die Chance sehr hoch, dass viele andere Kommilitonen selbst nach sozialen Kontakten suchen und es viele Möglichkeiten gibt, mit denen in Kontakt zu kommen – in der Arbeit als Kleingruppe für ein Projekt, bei Fachschaftsrat oder Hochschulsport. In diesem Umfeld kann es einfacher sein, sich zu trauen, neue Sachen auszuprobieren.

Einen Freundeskreis vom Anfang an zu haben und mit meinen Mitstudierenden mich so gut zu verstehen, hat alles andere einfach gemacht. In der Gruppe gab immer eine Person, die Deadlines auf dem Schirm hatte, die Module und Wahlfächer mir erklärt hat, Personen mit denen ich zusammen in die Ausländerbehörde gegangen bin oder eine Person mit extra Sofa, wo ich schlafen konnte, wenn ich zwischendurch kein WG Zimmer hatte. Ich war selbst überrascht, wie gut das alles geklappt hat – an der Uni, wo ich davor Austauschsemester gemacht habe, habe ich kaum Menschen außerhalb des Erasmus Kreises kennengelernt und ich hatte das Vorurteil, dass Deutsche nicht sehr zugänglich und offen für neue Leute sind.