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MOBIL Schelleingasse - Kaiserschild Walls of Vision

Office Calle Libre

Created on September 17, 2024

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Transcript

Im Rahmen des Projekts Kaiserschild Walls of Vision wurde eine weitere Fassade an einem Studierendenwohnheim der ÖJAB (Österreichischen JungArbeiterBewegung) in der Schelleingasse 36 im 4. Wiener Bezirk gestaltet. In diesem Projekt werden Werke aus der Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung von Street Artists neu interpretiert. Grundlage für diese Interpretation von Jana&JS ist das Gemälde „Bauerngesellschaft in einer Scheune“ von dem niederländischen Meister Jan Miense Molenaer, das sich als Leihgabe in der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz befindet.

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Ein Projekt der

In freundlicher Kooperation mit

DIE NEUINTERPRETATION
von Jana&JS

Klicke auf diese Symbole um spannende Einblicke zu erhalten.

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© Jana&JS

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DAS ORIGINAL
„Bauerngesellschaft in einer Scheune“von Jan Miense Molenaer (1610-1668)

Klick' hier für mehr Informationen über das Original.

Tippe auf die Augen um die neuinterpretierte Darstellung zu sehen.

© Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

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Künstlerische Selbstintegration

Molenaer hat seine Künstlersigantur wie in den Tisch geritzt gemalt, um sich ins Geschehen und Gemälde zu integrieren.

© Jana&JS

Jana&JS haben sich ebenfalls selbst integriert. Ihre Murals basieren auf eigenen Fotografien: JS fotografiert die Szene von der Tür der Scheune aus, während Jana ihm sitzend zugewandt ist.

© Michael Stanzer

Vom Jungen zum Mädchen

Der vergnügte Junge mit der Katze am Rande von Molenaers „Bauerngesellschaft“ ist bei Jana&JS ein Mädchen im Vordergrund des Bildes.

Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung ihre Kunstsammlung in neue Kontexte und bringt die so entstandenen Werke in den öffentlichen Raum. Street Artists werden dazu eingeladen, Werke aus der Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung neu, zeitgenössisch und in ihrem Stil zu interpretieren. Die Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung umfasst vor allem niederländische Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als Dauerleihgabe überlassen. Die vorhandene Kunstsammlung ist auf den Stifter Dr. Hans Riegel zurückzuführen, der ein große Leidenschaft für bildende Kunst hegte.

Jana&JS

Die Street Artists

© Martin Leixnering

Jana&JS, ein österreichisch-französisches Street Artist -Duo, malt seit 2006 gemeinsam und erstellt polychrome Wandbilder. Diese entstehen durch den Einsatz von Schablonen, die überwiegend auf ihren eigenen fotografischen Arbeiten basieren. In ihren Kunstwerken verschmelzen urbane Landschaften und architektonische Details mit Porträts und thematisieren den Platz des Menschen in der modernen Stadt. Ihre Arbeiten betonen das existenzielle Unbehagen der Menschen und regen zu einem künstlerischen Dialog an.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. Im Bereich der Kunst widmet sich die Stiftung der Förderung der bildenden Kunst und der Bewahrung historischer Kultur. Sie ist bestrebt, Kunst- und Kulturgüter zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Rahmen des Projekts Kaiserschild Walls of Vision werden Street Artists eingeladen, Werke neu, zeitgenössisch und in ihrem Stil zu interpretieren.

Fotografie & Stencil-Technik

© Michael Stanzer

Jana&JS schaffen polychrome Wandbilder mittels Stencil-Technik. Dabei werden Sprühschablonen verwendet, um auf einen Untergrund zu sprühen. Das Duo, das eine tiefe Leidenschaft für Fotografie hegt, nutzt seine fotografischen Arbeiten als Grundlage für die Schablonen ihrer Werke. Die Neuinterpretation basiert ebenfalls auf einer Fotografie von Jana&JS.

Vom 17. Jahrhundert zur Gegenwart: Molenaer trifft Jana&JS

© Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

In diesem Werk fängt Molenaer das alltägliche Leben der bäuerlichen Bevölkerung im 17. Jahrhundert ein. Es stellt das Innere einer Scheune dar, in der sich eine Gruppe von Bauern und Bäuerinnen zu einem Fest versammelt hat. Jana&JS haben die zentrale Szene des Ursprungsgemäldes in die Gegenwart geholt. Die Interpretation wirft so einen modernen Blick auf ländliches Leben und spielt dabei mit Kontinuität und Wandel.

Gegenüberstellung Original - Neuinterpretation

Von Klassik zu Modern: Stillleben im Wandel

© Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Auf Molenaers Werk ist im Vordergrund ein prächtiges Stillleben mit Körben, Töpfen, Krügen und landwirtschaftlichen Produkten zu sehen. Jana&JS haben diese Elemente in die Gegenwart geholt: Um den Tisch herum verteilen sich Flaschen, eine Topfpflanze, eine Einkaufstasche und Gemüse. Diese Gegenüberstellung zeigt, wie sich künstlerische Motive über die Jahrhunderte hinweg entwickeln und an die Gegenwart angepasst werden, während ihre grundlegende Bedeutung erhalten bleibt.

„Bauerngesellschaft in einer Scheune“von Jan Miense Molenaer (1610-1668)

In diesem Werk fängt Molenaer das alltägliche Leben der bäuerlichen Bevölkerung im 17. Jahrhundert ein. Zu seiner Zeit schuf der in Haarlem tätige Künstler mehrere Werke, die dem bäuerlichen Genre zuzuordnen sind. Seine Gemälde gewähren so interessante Einblicke in die soziale Realität der damaligen Zeit. Das Werk stellt das Innere einer Scheune dar, in der sich eine Gruppe von Bauern und Bäuerinnen zu einem Fest versammelt hat. Die Männer und Frauen sitzen an einem Tisch, der diagonal durch den Bildraum verläuft, und erfreuen sich an Speisen und Getränken. Musik trägt zur ausgelassenen Stimmung bei. Auch der kleine Junge, der mit einer Katze spielt, zeigt sich vergnügt. Auf dem Boden im Vordergrund ist ein prächtiges Stillleben zu sehen, das verschiedene bäuerliche Gegenstände zeigt: Körbe, Töpfe, Krüge und landwirtschaftliche Produkte, wie Getreide und Gemüse. Ein bemerkenswertes Detail des Gemäldes ist, dass Molenaer seine Künstlersignatur wie in den Tisch geritzt gemalt hat, an dem die Gesellschaft sitzt – eine Möglichkeit für den Künstler sich selbst ins Geschehen zu integrieren.