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Beispiele f. Gesprächsführung (Text fertig) - Emphelungen

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Created on June 18, 2024

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Transcript

Haben Sie Geduld und nehmen Sie Abweisungen nicht persönlich

Zeigen Sie Verständnis

Seinen Sie transparent

Verurteilen und werten Sie nicht

Machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht halten können

Bieten Sie Unterstützung an

Hören Sie zu

Achten Sie auf sich und Ihre Grenzen

Nehmen Sie Gedanken und Gefühle der Schüler*innen ernst

Bieten Sie Unterstützung anFragen Sie die Schüler*innen direkt, wie Sie sie unterstützen können, beispielsweise im Unterricht. Mehr Informationen zur Unterstützung von betroffenen Schüler*innen finden Sie 🔗 hier. Sie können Schüler*innen ebenfalls die „ich bin alles“-Website empfehlen, auf der sie sich selbst weiter zu den Themen Depression und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen informieren können und unter dem „Hilfe“-Button professionelle Anlaufstellen finden.

Achten Sie auf sich und Ihre GrenzenSie müssen nicht die psychischen Probleme und Schwierigkeiten Ihrer Schüler*innen lösen. Wenn Sie merken, dass Sie im Gespräch selbst an Ihre Grenzen kommen oder sich unsicher fühlen, können Sie sich an eine zuständige Fachperson (der Schulpsychologie oder Schulsozialarbeit) wenden. Sprechen Sie dies mit den Schüler*innen an.Falls Schüler*innen nicht einverstanden sind, Sie aber merken, dass Sie Unterstützung benötigen, können Sie sich auch ohne Weitergabe von persönlichen Informationen allgemeinen Rat von den Fachpersonen einholen. Wenn Sie bereits mit der Fachperson im Kontakt sind, können Sie diese um Rat fragen.

Nehmen Sie Gedanken und Gefühle der Schüler*innen ernstFloskeln wie „Das wird schon wieder“, „So schlimm ist das doch nicht“ oder „Jetzt schau mal wieder fröhlicher“ signalisieren den Schüler*innen, dass ihre Gefühle und Sorgen unwichtig und nicht „richtig“ sind. Vermitteln Sie den Schüler*innen stattdessen, dass Sie die Gefühle und Sorgen ernst nehmen.Dazu gehört auch, dass Sie sensible Informationen der Schüler*innen außer in Ausnahmesituationen (z.B. akute Suizidalität) nicht weitergeben.

Machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht halten könnenEs ist verständlich, wenn Sie sich als Lehrkraft im Gespräch mit psychisch belasteten oder erkrankten Schüler*innen unsicher fühlen. Sie möchten helfen, aber auch nichts Falsches sagen. Versuchen Sie im Gespräch keine Versprechungen zu machen, die Sie nicht halten können. Mit Sätzen wie „Du wirst sehen, in zwei Wochen haben wir das wieder im Griff“ möchte man betroffene Schüler*innen beruhigen und Optimismus zeigen, jedoch liegt ein solches Versprechen außerhalb Ihrer Einflussmöglichkeiten. Als Lehrkraft unterstützen Sie die Schüler*innen schon sehr, wenn Sie ein Gespräch suchen, Verständnis zeigen und Unterstützung anbieten.

Hören Sie zuSignalisieren Sie den Schüler*innen, dass Sie zuhören und ein offenes Ohr haben. Hören Sie aktiv und zugewandt zu (bspw. die Schüler*innen ansehen und im Gesprächsverlauf durch Nicken Aufmerksamkeit signalisieren), unterbrechen Sie die Schüler*innen nicht und fassen Sie gegebenenfalls für Ihr Verständnis das Gesagte noch einmal neutral zusammen. Machen Sie den Schüler*innen deutlich, dass Sie es wertschätzen, dass sie sich Ihnen anvertrauen.

Haben Sie Geduld und nehmen Sie Abweisungen nicht persönlichEs kann durchaus vorkommen, dass Schüler*innen anfänglich abblocken, Probleme leugnen und ggf. wütend reagieren. Nehmen Sie das nicht persönlich – vielen Schüler*innen fällt es schwer, über Probleme zu sprechen, oder sie schämen sich dafür. Akzeptieren Sie, dass die Schüler*innen Zeit brauchen, und drängen Sie sie nicht. Signalisieren Sie, dass Sie da sind und ein offenes Ohr haben.

Seien Sie transparentVersprechen Sie den Schüler*innen am Anfang nicht, dass Sie auf keinen Fall Gesprächsinhalte und Informationen weitergeben werden.In Notsituationen (bspw. im Zusammenhang mit Suizidalität) oder wenn Sie selbst merken, dass es Ihnen zu viel wird, kann es nötig oder sogar erforderlich sein, Fachpersonen hinzuzuziehen. Dies können Sie den Schüler*innen auch transparent erklären: „Ich erzähle deine Sorgen und Gefühle nicht weiter, außer du bist einverstanden oder ich merke, dass eine Notsituation vorliegt und wir Fachpersonen hinzuziehen müssen.“

Verurteilen und werten Sie nichtNiemand hat „Schuld“ an einer Depression. Verurteilen Sie die Schüler*innen nicht, etwa mit Sätzen wie „Warum hast du es so weit kommen lassen?“. Machen Sie auch die Schüler*innen nicht für die schwierige Lage verantwortlich („Wenn du doch nur …“, „Das liegt daran, dass du immer …“).

Zeigen Sie VerständnisSignalisieren Sie den Schüler*innen, dass Sie Verständnis für die Situation haben, dass es beispielsweise nachvollziehbar ist, wenn sie niedergeschlagen oder wütend sind, auch wenn Sie selbst ggf. anders reagieren würden, z.B.: „Ich kann verstehen, dass/warum du wütend/traurig bist.“