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Kaiserschild Walls of Vision | Gymnasiumstraße

Office Calle Libre

Created on February 22, 2024

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Hier kannst du interaktiv eine Fassadengestaltung aus dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision erleben. Das Werk befindet sich an der Fassade des Studierendenheimes Viennabase in der Gymnasiumstraße 85 im 19. Wiener Bezirk. In diesem Projekt werden Werke aus der Kunstsammlung der Kaiserschild-Stiftung von Streetartists neu interpretiert. Ausgangswerk für die Neuinterpretation ist das Werk „Bauernschenke“ des niederländischen Meisters David Teniers dem Jüngeren, welches von den Wiener Künstler:innen Linda Steiner und Perkup in unsere Gegenwart übersetzt wurde.

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Ein Projekt der

In freundlicher Kooperation mit

DIE NEUINTERPRETATION
von Linda Steiner und Perkup

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© Michael Stanzer

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DAS ORIGINAL
Bauernschenke von David Teniers der Jüngere (1610-1690)

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Tippe auf die Augen um die neuinterpretierte Darstellung zu sehen.

© Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

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Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Die Künstler:innen

Linda Steiner

Linda Steiner wurde in Lienz in Osttirol geboren, sie lebt und arbeitet in Wien. Dort besuchte sie die Graphische für 2 Jahre und machte eine Grundausbildung in Design, Malerei und Grafik. Danach schloss sie sich dem Gruppenatelier “Studio Walls” an. Der dortige Austausch mit internationalen Künstler:innen hat Steiner und ihre Arbeit sehr geprägt. 2018 bemalte sie mit ihrem Kollektiv “Rip Off Crew” ihre erste große Fassade. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin meist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld. Meist sind die Arbeiten sehr persönlich und intim. Neben ihrem Fokus auf Malerei setzt sich Linda Steiner auch mit Illustration, Street Art, Linol Drucken, Video und Digitaler Kunst auseinander.

Perkup

Perkup, stammt aus Graz, lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der Universität für angewandte Kunst studiert und beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte von Darstellung, Collagen aus gefundenem analogem oder digitalem Material und erzeugt durch seinen spielerischen Ansatz neue Kombinationen. Durch Perkups dichten und humorvollen Zugang sowie seine Art, zwischen den Facetten verschiedener Medien und ihren Grenzen zu balancieren, kann man das Vertraute auf eine ungewohnte Weise erkennen.

Shift zu Diversity

Teniers Bauernschenke zeigt eine Szene, die von männlichen Akteuren dominiert wird, was der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit entspricht. Linda Steiner hat die Figurengruppe aus Teniers Werk neu interpretiert und sie diverser gestaltet. Sie betont nachdrücklich die Bedeutung von Diversität und verkörpert eine offene Weltanschauung in ihren künstlerischen Ausdrücken. Insbesondere die Darstellung von Frauen, sowohl in ihrer Selbstwahrnehmung als auch in der Art und Weise, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden, ist zentral in ihren Werken. Ihre Figuren symbolisieren den Wandel in der jungen Gesellschaft, die sich gegen veraltete Strukturen auflehnt und eine neue Form des Zusammenlebens anstrebt.

Pixellinie

Paul Riedmüller aka Perkup widmet sich in seiner Kunst nicht nur der realistischen Darstellung von Objekten, sondern erkundet auch das Feld der digitalen Kunst. Viele seiner Werke erwecken den Eindruck dreidimensionaler Computeranimationen. Die Pixel, welche sich über die ganze Wand ziehen, greifen ebenso das Thema der Digitalisierung auf. Das Aufkommen des Internets hat zu großen Veränderungen in der Art geführt, in der wir kommunizieren, arbeiten und zusammenleben. Die Technologie durchdringt nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft, so auch die Szene der Zusammenkunst in der Neuinterpretation, in der sich der Fokus der Figuren auf das Mobiltelefon richtet.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. In der Kunst hat die Stiftung zum einen den Auftrag die Kunstsammlung des Stifters zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum anderen initiiert die Stiftung Projekte, die der Entstehung zeitgenössischer Formen der bildenden Kunst dienen. Die Bildungsprojekte der Stiftung konzentrieren sich auf die Felder Naturwissenschaften und Technik. Die Projekte verfolgen das Ziel, vor allem junge Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials zu unterstützen. Im Bereich Forschung initiiert die Stiftung Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Bereich und bietet Dialogformate, die der Wissenschaftskommunikation dienen.

Shift zu Diversity

Teniers Bauernschenke zeigt eine Szene, die von männlichen Akteuren dominiert wird, was der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit entspricht. Linda Steiner hat die Figurengruppe aus Teniers Werk neu interpretiert und sie diverser gestaltet. Sie betont nachdrücklich die Bedeutung von Diversität und verkörpert eine offene Weltanschauung in ihren künstlerischen Ausdrücken. Insbesondere die Darstellung von Frauen, sowohl in ihrer Selbstwahrnehmung als auch in der Art und Weise, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden, ist zentral in ihren Werken. Ihre Figuren symbolisieren den Wandel in der jungen Gesellschaft, die sich gegen veraltete Strukturen auflehnt und eine neue Form des Zusammenlebens anstrebt.

Die Zusammenkunft von Menschen

Die Figuren am vorderen Tisch nehmen eine herausragende Stellung im Gemälde "Bauernschenke" ein. Es handelt sich um vier Männer, die Pfeifen stopfen und rauchen. Die linke Gestalt blickt nachdenklich von den drei anderen Personen weg, die sich über ein Geschehen zu amüsieren scheinen. In der Neuinterpretation von Linda Steiner und Perkup blieb die Anordnung dieser vier Personen bestehen. Der Blick von drei Personen richtet sich jedoch nicht auf ein Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern auf ein Mobiltelefon, während die vierte Person nachdenklich in den Raum blickt. Dies deutet auf die Veränderung sozialer Interaktion im digitalen Zeitalter hin. Während zur Zeit der Entstehung der „Bauernschenke“ für die meisten Menschen nur die unmittelbare Umgebung wahrnehm- und erlebbar war, tritt diese heute durch das Übermaß an Information, die über das Mobiltelefon in die Lebenswelt vieler Menschen transportiert wird, in den Hintergrund. Unabhängig vom Fokus der abgebildeten Personen stellen beide Werke aber das soziale Miteinander in den Vordergrund. David Teniers der Jüngere hat sein Werk in einer Bauernschenke angesiedelt. Die Neuinterpretation von Linda und Perkup ist auf der Fassade eines Studierendenheims entstanden, einem Ort, der ebenso für das Zusammenkommen von Menschen steht.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Objektdarstellungen

Perkup widmet sich in seiner Kunst der Darstellung von Objekten und bewegt sich unter anderem im Genre des Stilllebens. Dabei vereint er auf spielerische Weise realistische und digitale Elemente. In Teniers „Bauernschenke“ finden sich zahleiche Objekte, die der Bewirtung dienen und im Original eine untergeordnete Rolle spielen.

Perkup hat einige dieser Objekte aus dem Original gewählt und sie in die Neuinterpretation übertragen, ihnen jedoch eine gewichtigere und plastischere Rolle eingeräumt.Ein Beispiel hierfür ist die Komposition mit Blechtopf auf einem gedeckten Tisch und darunter ein Tontopf mit Mörser, die sich in Original wie Neuinterpretation am rechten Rand des Werks befinden. Auch Tonkrug und Becher, die vor der Personengruppe auf einem Tisch stehen, haben in der Neuninterpretation an Bedeutung gewonnen.

Das Geschehen

Die Figuren am vorderen Tisch nehmen eine herausragende Stellung im Gemälde "Bauernschenke" ein. Es handelt sich um vier Männer, die Pfeifen stopfen und rauchen. Die linke Gestalt blickt nachdenklich von den drei anderen Personen weg, die sich über ein Geschehen zu amüsieren scheinen.

In der Neuinterpretation von Linda Steiner und Perkup blieb die Anordnung dieser vier Personen bestehen. Der Blick von drei Personen richtet sich jedoch nicht auf ein Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern auf ein Mobiltelefon, während die vierte Person nachdenklich in den Raum blickt. Dies deutet auf die Veränderung sozialer Interaktion im digitalen Zeitalter hin.

Bauernschenke, David Teniers der Jüngere (1610-1690)

David Teniers der Jüngere ist der bedeutendste Repräsentant des flämischen Bauerngenres. Gegenstand dieses Genres ist außer der Existenzform des Bauern, seiner Bindung an den Boden und den Wandel der Jahreszeiten eine ausgeprägte ländliche Kultur des Feierns mit Exzessen wie Unmäßigkeit und Gewaltausbrüchen, was dem städtischen Milieu stets Anlass zur Satire gab. Typische Schauplätze des Bildgeschehens sind bäuerliche Innenräume, wie Scheunen und Tavernen. David Teniers der Jüngere hat, anders als seine zeitgenössischen, themengleich orientierten Kollegen, auf karikierende, das Groteske streifende Überzeichnungen verzichtet. Die Bauern, die sich auf den Gemälden des Künstlers zum Feiern oder gemeinsamen Zechen einfinden, verhalten sich zumeist im Rahmen gängiger, im städtischen Milieu gültiger Verhaltensnormen.

Teniers Werk ist jedoch nicht auf den bäuerlichen Themenkreis beschränkt. Dies dürfte auch mit seiner offiziellen Stellung zusammenhängen. Er fungierte als Kurator jener Gemäldesammlung, die Erzherzog Leopold Wilhelm, jüngster Sohn Kaiser Ferdinands II., während seiner Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden (1647-1656) zusammentrug. Später gelangte die Sammlung nach Wien, wo sie heute den Grundstock des Kunsthistorischen Museums bildet.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. In der Kunst hat die Stiftung zum einen den Auftrag die Kunstsammlung des Stifters zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum anderen initiiert die Stiftung Projekte, die der Entstehung zeitgenössischer Formen der bildenden Kunst dienen. Die Bildungsprojekte der Stiftung konzentrieren sich auf die Felder Naturwissenschaften und Technik. Die Projekte verfolgen das Ziel, vor allem junge Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials zu unterstützen. Im Bereich Forschung initiiert die Stiftung Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Bereich und bietet Dialogformate, die der Wissenschaftskommunikation dienen.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Bauernschenke, David Teniers der Jüngere (1610-1690)

David Teniers der Jüngere ist der bedeutendste Repräsentant des flämischen Bauerngenres. Gegenstand dieses Genres ist außer der Existenzform des Bauern, seiner Bindung an den Boden und den Wandel der Jahreszeiten eine ausgeprägte ländliche Kultur des Feierns mit Exzessen wie Unmäßigkeit und Gewaltausbrüchen, was dem städtischen Milieu stets Anlass zur Satire gab. Typische Schauplätze des Bildgeschehens sind bäuerliche Innenräume, wie Scheunen und Tavernen. David Teniers der Jüngere hat, anders als seine zeitgenössischen, themengleich orientierten Kollegen, auf karikierende, das Groteske streifende Überzeichnungen verzichtet. Die Bauern, die sich auf den Gemälden des Künstlers zum Feiern oder gemeinsamen Zechen einfinden, verhalten sich zumeist im Rahmen gängiger, im städtischen Milieu gültiger Verhaltensnormen.

Teniers Werk ist jedoch nicht auf den bäuerlichen Themenkreis beschränkt. Dies dürfte auch mit seiner offiziellen Stellung zusammenhängen. Er fungierte als Kurator jener Gemäldesammlung, die Erzherzog Leopold Wilhelm, jüngster Sohn Kaiser Ferdinands II., während seiner Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden (1647-1656) zusammentrug. Später gelangte die Sammlung nach Wien, wo sie heute den Grundstock des Kunsthistorischen Museums bildet.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. In der Kunst hat die Stiftung zum einen den Auftrag die Kunstsammlung des Stifters zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum anderen initiiert die Stiftung Projekte, die der Entstehung zeitgenössischer Formen der bildenden Kunst dienen. Die Bildungsprojekte der Stiftung konzentrieren sich auf die Felder Naturwissenschaften und Technik. Die Projekte verfolgen das Ziel, vor allem junge Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials zu unterstützen. Im Bereich Forschung initiiert die Stiftung Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Bereich und bietet Dialogformate, die der Wissenschaftskommunikation dienen.

Objektdarstellungen

Perkup widmet sich in seiner Kunst der Darstellung von Objekten und bewegt sich unter anderem im Genre des Stilllebens. Dabei vereint er auf spielerische Weise realistische und digitale Elemente. In Teniers „Bauernschenke“ finden sich zahleiche Objekte, die der Bewirtung dienen und im Original eine untergeordnete Rolle spielen.

Perkup hat einige dieser Objekte aus dem Original gewählt und sie in die Neuinterpretation übertragen, ihnen jedoch eine gewichtigere und plastischere Rolle eingeräumt.Ein Beispiel hierfür ist die Komposition mit Blechtopf auf einem gedeckten Tisch und darunter ein Tontopf mit Mörser, die sich in Original wie Neuinterpretation am rechten Rand des Werks befinden. Auch Tonkrug und Becher, die vor der Personengruppe auf einem Tisch stehen, haben in der Neuninterpretation an Bedeutung gewonnen.

Die Zusammenkunft von Menschen

Die Figuren am vorderen Tisch nehmen eine herausragende Stellung im Gemälde "Bauernschenke" ein. Es handelt sich um vier Männer, die Pfeifen stopfen und rauchen. Die linke Gestalt blickt nachdenklich von den drei anderen Personen weg, die sich über ein Geschehen zu amüsieren scheinen. In der Neuinterpretation von Linda Steiner und Perkup blieb die Anordnung dieser vier Personen bestehen. Der Blick von drei Personen richtet sich jedoch nicht auf ein Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern auf ein Mobiltelefon, während die vierte Person nachdenklich in den Raum blickt. Dies deutet auf die Veränderung sozialer Interaktion im digitalen Zeitalter hin. Während zur Zeit der Entstehung der „Bauernschenke“ für die meisten Menschen nur die unmittelbare Umgebung wahrnehm- und erlebbar war, tritt diese heute durch das Übermaß an Information, die über das Mobiltelefon in die Lebenswelt vieler Menschen transportiert wird, in den Hintergrund. Unabhängig vom Fokus der abgebildeten Personen stellen beide Werke aber das soziale Miteinander in den Vordergrund. David Teniers der Jüngere hat sein Werk in einer Bauernschenke angesiedelt. Die Neuinterpretation von Linda und Perkup ist auf der Fassade eines Studierendenheims entstanden, einem Ort, der ebenso für das Zusammenkommen von Menschen steht.

Objektdarstellungen

Perkup widmet sich in seiner Kunst der Darstellung von Objekten und bewegt sich unter anderem im Genre des Stilllebens. Dabei vereint er auf spielerische Weise realistische und digitale Elemente.

In Teniers „Bauernschenke“ finden sich zahleiche Objekte, die der Bewirtung dienen und im Original eine untergeordnete Rolle spielen. Perkup hat einige dieser Objekte aus dem Original gewählt und sie in die Neuinterpretation übertragen, ihnen jedoch eine gewichtigere und plastischere Rolle eingeräumt. Ein Beispiel hierfür ist die Komposition mit Blechtopf auf einem gedeckten Tisch und darunter ein Tontopf mit Mörser, die sich in Original wie Neuinterpretation am rechten Rand des Werks befinden. Auch Tonkrug und Becher, die vor der Personengruppe auf einem Tisch stehen, haben in der Neuninterpretation an Bedeutung gewonnen.

Die Zusammenkunft von Menschen

Die Figuren am vorderen Tisch nehmen eine herausragende Stellung im Gemälde "Bauernschenke" ein. Es handelt sich um vier Männer, die Pfeifen stopfen und rauchen. Die linke Gestalt blickt nachdenklich von den drei anderen Personen weg, die sich über ein Geschehen zu amüsieren scheinen. In der Neuinterpretation von Linda Steiner und Perkup blieb die Anordnung dieser vier Personen bestehen. Der Blick von drei Personen richtet sich jedoch nicht auf ein Geschehen in ihrer unmittelbaren Umgebung, sondern auf ein Mobiltelefon, während die vierte Person nachdenklich in den Raum blickt. Dies deutet auf die Veränderung sozialer Interaktion im digitalen Zeitalter hin. Während zur Zeit der Entstehung der „Bauernschenke“ für die meisten Menschen nur die unmittelbare Umgebung wahrnehm- und erlebbar war, tritt diese heute durch das Übermaß an Information, die über das Mobiltelefon in die Lebenswelt vieler Menschen transportiert wird, in den Hintergrund. Unabhängig vom Fokus der abgebildeten Personen stellen beide Werke aber das soziale Miteinander in den Vordergrund. David Teniers der Jüngere hat sein Werk in einer Bauernschenke angesiedelt. Die Neuinterpretation von Linda und Perkup ist auf der Fassade eines Studierendenheims entstanden, einem Ort, der ebenso für das Zusammenkommen von Menschen steht.

Shift zu Diversity

Teniers Bauernschenke zeigt eine Szene, die von männlichen Akteuren dominiert wird, was der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit entspricht. Linda Steiner hat die Figurengruppe aus Teniers Werk neu interpretiert und sie diverser gestaltet. Sie betont nachdrücklich die Bedeutung von Diversität und verkörpert eine offene Weltanschauung in ihren künstlerischen Ausdrücken. Insbesondere die Darstellung von Frauen, sowohl in ihrer Selbstwahrnehmung als auch in der Art und Weise, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden, ist zentral in ihren Werken. Ihre Figuren symbolisieren den Wandel in der jungen Gesellschaft, die sich gegen veraltete Strukturen auflehnt und eine neue Form des Zusammenlebens anstrebt.

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. In der Kunst hat die Stiftung zum einen den Auftrag die Kunstsammlung des Stifters zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum anderen initiiert die Stiftung Projekte, die der Entstehung zeitgenössischer Formen der bildenden Kunst dienen. Die Bildungsprojekte der Stiftung konzentrieren sich auf die Felder Naturwissenschaften und Technik. Die Projekte verfolgen das Ziel, vor allem junge Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials zu unterstützen. Im Bereich Forschung initiiert die Stiftung Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Bereich und bietet Dialogformate, die der Wissenschaftskommunikation dienen.

Objektdarstellungen

In seiner Kunst widmet sich Perkup der Darstellung von Objekten und bewegt sich unter anderem im Genre des Stilllebens. Dabei vereint er auf spielerische Weise realistische und digitale Elemente. In Teniers „Bauernschenke“ finden sich zahleiche Objekte, die der Bewirtung dienen und im Original eine untergeordnete Rolle spielen.

Perkup hat einige dieser Objekte aus dem Original gewählt und sie in die Neuinterpretation übertragen, ihnen jedoch eine gewichtigere und plastischere Rolle eingeräumt. Ein Beispiel hierfür ist die Komposition mit Blechtopf auf einem gedeckten Tisch und darunter ein Tontopf mit Mörser, die sich in Original wie Neuinterpretation am rechten Rand des Werks befinden. Auch Tonkrug und Becher, die vor der Personengruppe auf einem Tisch stehen, haben in der Neuinterpretation an Bedeutung gewonnen.

Shift zu Diversity

Teniers Bauernschenke zeigt eine Szene, die von männlichen Akteuren dominiert wird, was der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit entspricht. Linda Steiner hat die Figurengruppe aus Teniers Werk neu interpretiert und sie diverser gestaltet. Sie betont nachdrücklich die Bedeutung von Diversität und verkörpert eine offene Weltanschauung in ihren künstlerischen Ausdrücken. Insbesondere die Darstellung von Frauen, sowohl in ihrer Selbstwahrnehmung als auch in der Art und Weise, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden, ist zentral in ihren Werken. Ihre Figuren symbolisieren den Wandel in der jungen Gesellschaft, die sich gegen veraltete Strukturen auflehnt und eine neue Form des Zusammenlebens anstrebt.

Pixellinie

Perkup beschäftigt sich in seiner Kunst nicht nur der realistischen Darstellung von Objekten, sondern erkundet auch das Feld der digitalen Kunst. Viele seiner Werke erwecken den Eindruck dreidimensionaler Computeranimationen. Die Pixel, welche sich über die ganze Wand ziehen, greifen ebenso das Thema der Digitalisierung auf. Das Aufkommen des Internets hat zu großen Veränderungen in der Art geführt, in der wir kommunizieren, arbeiten und zusammenleben. Die Technologie durchdringt nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft, so auch die Szene der Zusammenkunst in der Neuinterpretation, in der sich der Fokus der Figuren auf das Mobiltelefon richtet.

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Die Künstler:innen

Linda Steiner

Linda Steiner wurde in Lienz in Osttirol geboren, sie lebt und arbeitet in Wien. Dort besuchte sie die Graphische für 2 Jahre und machte eine Grundausbildung in Design, Malerei und Grafik. Danach schloss sie sich dem Gruppenatelier “Studio Walls” an.

Der dortige Austausch mit internationalen Künstler:innen hat Steiner und ihre Arbeit sehr geprägt. 2018 bemalte sie mit ihrem Kollektiv “Rip Off Crew” ihre erste große Fassade. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin meist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld. Meist sind die Arbeiten sehr persönlich und intim. Neben ihrem Fokus auf Malerei setzt sich Linda Steiner auch mit Illustration, Street Art, Linol Drucken, Video und Digitaler Kunst auseinander.

Perkup

Perkup stammt aus Graz, lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der Universität für angewandte Kunst studiert und beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte von Darstellung, Collagen aus gefundenem analogem oder digitalem Material und erzeugt durch seinen spielerischen Ansatz neue Kombinationen. Durch Perkups dichten und humorvollen Zugang sowie seine Art, zwischen den Facetten verschiedener Medien und ihren Grenzen zu balancieren, kann man das Vertraute auf eine ungewohnte Weise erkennen.

Kaiserschild Walls of Vision

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Kaiserschild Walls of Vision

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Kaiserschild-Stiftung

Die Kaiserschild-Stiftung wurde 2007 von HARIBO-Miteigentümer Dr. Hans Riegel (1923-2013) ins Leben gerufen und engagiert sich in den Bereichen Bildung, Forschung und Kunst. In der Kunst hat die Stiftung zum einen den Auftrag die Kunstsammlung des Stifters zu pflegen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum anderen initiiert die Stiftung Projekte, die der Entstehung zeitgenössischer Formen der bildenden Kunst dienen. Die Bildungsprojekte der Stiftung konzentrieren sich auf die Felder Naturwissenschaften und Technik. Die Projekte verfolgen das Ziel, vor allem junge Menschen bei der Entfaltung ihres Potentials zu unterstützen. Im Bereich Forschung initiiert die Stiftung Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftler*innen im wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Bereich und bietet Dialogformate, die der Wissenschaftskommunikation dienen.

Pixellinie

Paul Riedmüller aka Perkup widmet sich in seiner Kunst nicht nur der realistischen Darstellung von Objekten, sondern erkundet auch das Feld der digitalen Kunst. Viele seiner Werke erwecken den Eindruck dreidimensionaler Computeranimationen. Die Pixel, welche sich über die ganze Wand ziehen, greifen ebenso das Thema der Digitalisierung auf. Das Aufkommen des Internets hat zu großen Veränderungen in der Art geführt, in der wir kommunizieren, arbeiten und zusammenleben. Die Technologie durchdringt nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft, so auch die Szene der Zusammenkunst in der Neuinterpretation, in der sich der Fokus der Figuren auf das Mobiltelefon richtet.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Kaiserschild Walls of Vision

Stifter Dr. Hans Riegel hat sich Zeit seines Lebens für bildende Kunst interessiert und sich daran erfreut. Diese Liebe zur Kunst führte zu einer regen Sammeltätigkeit von Kunstwerken und kunsthistorischen Gegenständen, mit denen er sich sowohl in seinem privaten als auch geschäftlichen Umfeld umgab. Die Sammlung umfasst Altmeister, Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts sowie Grafiken. 30 Gemälde aus diesem Bestand, vorwiegend Werke niederländischer Altmeister aus dem 17. Jahrhundert, wurden der Alten Galerie in Schloss Eggenberg in Graz als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Diese Leihgabe hat nicht nur eine Lücke in der Sammlung der Alten Galerie geschlossen, sie hat auch ermöglicht, die Bestände in eine neue Erzählung einzubetten und so den Ausgangspunkt für die Ausstellung Zwischen Tanz und Tod geschaffen. Mit dem Projekt Kaiserschild Walls of Vision setzt die Kaiserschild-Stiftung diese Werke in neue Kontexte. Streetartists werden eingeladen, die Werke neu, zeitgenössisch und ihrem Stil auf Fassaden im öffentlichen Raum zu interpretieren.

Die Zusammenkunft von Menschen

Während zur Zeit der Entstehung der „Bauernschenke“ für die meisten Menschen nur die unmittelbare Umgebung wahrnehm- und erlebbar war, tritt diese heute durch das Übermaß an Information, die über das Mobiltelefon in die Lebenswelt vieler Menschen transportiert wird, in den Hintergrund. Unabhängig vom Fokus der abgebildeten Personen stellen beide Werke aber das soziale Miteinander in den Vordergrund. David Teniers der Jüngere hat sein Werk in einer Bauernschenke angesiedelt. Die Neuinterpretation von Linda und Perkup ist auf der Fassade eines Studierendenheims entstanden, einem Ort, der ebenso für das Zusammenkommen von Menschen steht.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Fenster in die Vergangenheit

Der Abschnitt im oberen Teil der Wandmalerei zeigt eine Collage aus dem Original. Damit wird eine enge Verbindung zu Teniers „Bauernschenke“ hergestellt und ein Fenster in die Vergangenheit inmitten der Neuinterpretation geöffnet wird.

Die Künstler:innen

Linda Steiner

Linda Steiner wurde in Lienz in Osttirol geboren, sie lebt und arbeitet in Wien. Dort besuchte sie die Graphische für 2 Jahre und machte eine Grundausbildung in Design, Malerei und Grafik. Danach schloss sie sich dem Gruppenatelier “Studio Walls” an. Der dortige Austausch mit internationalen Künstler:innen hat Steiner und ihre Arbeit sehr geprägt. 2018 bemalte sie mit ihrem Kollektiv “Rip Off Crew” ihre erste große Fassade. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin meist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld. Meist sind die Arbeiten sehr persönlich und intim. Neben ihrem Fokus auf Malerei setzt sich Linda Steiner auch mit Illustration, Street Art, Linol Drucken, Video und Digitaler Kunst auseinander.

Perkup

Perkup, stammt aus Graz, lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der Universität für angewandte Kunst studiert und beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte von Darstellung, Collagen aus gefundenem analogem oder digitalem Material und erzeugt durch seinen spielerischen Ansatz neue Kombinationen. Durch Perkups dichten und humorvollen Zugang sowie seine Art, zwischen den Facetten verschiedener Medien und ihren Grenzen zu balancieren, kann man das Vertraute auf eine ungewohnte Weise erkennen.

Die Künstler:innen

Linda Steiner wurde in Lienz in Osttirol geboren, sie lebt und arbeitet in Wien. Dort besuchte sie die Graphische für 2 Jahre und machte eine Grundausbildung in Design, Malerei und Grafik. In ihren Werken beschäftigt sich die Künstlerin meist mit sich selbst und mit ihrem Umfeld. Meist sind die Arbeiten sehr persönlich und intim. Neben ihrem Fokus auf Malerei setzt sich Linda Steiner auch mit Illustration, Street Art, Linol Drucken, Video und Digitaler Kunst auseinander.

Perkup stammt aus Graz, lebt und arbeitet in Wien. Er hat an der Universität für angewandte Kunst studiert und beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte von Darstellung, Collagen aus gefundenem analogem oder digitalem Material und erzeugt durch seinen spielerischen Ansatz neue Kombinationen. Durch Perkups dichten und humorvollen Zugang sowie seine Art, zwischen den Facetten verschiedener Medien und ihren Grenzen zu balancieren, kann man das Vertraute auf eine ungewohnte Weise erkennen.

Bauernschenke von David Teniers der Jüngere

David Teniers der Jüngere ist der bedeutendste Repräsentant des flämischen Bauerngenres. Gegenstand dieses Genres ist außer der Existenzform des Bauern, seiner Bindung an den Boden und den Wandel der Jahreszeiten eine ausgeprägte ländliche Kultur des Feierns mit Exzessen wie Unmäßigkeit und Gewaltausbrüchen, was dem städtischen Milieu stets Anlass zur Satire gab. Typische Schauplätze des Bildgeschehens sind bäuerliche Innenräume, wie Scheunen und Tavernen. David Teniers der Jüngere hat, anders als seine zeitgenössischen, themengleich orientierten Kollegen, auf karikierende, das Groteske streifende Überzeichnungen verzichtet. Die Bauern, die sich auf den Gemälden des Künstlers zum Feiern oder gemeinsamen Zechen einfinden, verhalten sich zumeist im Rahmen gängiger, im städtischen Milieu gültiger Verhaltensnormen. Teniers Werk ist jedoch nicht auf den bäuerlichen Themenkreis beschränkt. Dies dürfte auch mit seiner offiziellen Stellung zusammenhängen. Er fungierte als Kurator jener Gemäldesammlung, die Erzherzog Leopold Wilhelm, jüngster Sohn Kaiser Ferdinands II., während seiner Statthalterschaft in den spanischen Niederlanden (1647-1656) zusammentrug. Später gelangte die Sammlung nach Wien, wo sie heute den Grundstock des Kunsthistorischen Museums bildet.

Pixellinie

Paul Riedmüller aka Perkup widmet sich in seiner Kunst nicht nur der realistischen Darstellung von Objekten, sondern erkundet auch das Feld der digitalen Kunst. Viele seiner Werke erwecken den Eindruck dreidimensionaler Computeranimationen. Die Pixel, welche sich über die ganze Wand ziehen, greifen ebenso das Thema der Digitalisierung auf. Das Aufkommen des Internets hat zu großen Veränderungen in der Art geführt, in der wir kommunizieren, arbeiten und zusammenleben. Die Technologie durchdringt nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft, so auch die Szene der Zusammenkunst in der Neuinterpretation, in der sich der Fokus der Figuren auf das Mobiltelefon richtet.