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Nanopartikel in der Plazenta

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Created on February 15, 2024

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Nanopartikel: In Kosmetik und Lebensmitteln

Nanopartikel sind lediglich einige Millionstel Millimeter gross. Dazu gehört Titandioxid, das in vielen Lebensmitteln, in Kosmetik und Medikamenten enthalten ist. Siliziumdioxid kommt in Farben und Druckerpapier vor und wird als Lebensmittelzusatzstoff verwendet. Andere Nanopartikel entstehen als Plastikabrieb (Nanoplastik) oder Industrieruss. Sie können über die Atemwege, den Verdauungstrakt oder über die Haut in den menschlichen Körper gelangen. Da die Belastung der Umwelt mit Nanopartikeln steigt, werden die Gesundheitsrisiken an der Empa in verschiedenen Projekten erforscht.

Bild: Empa

Bild: Adobe Stock

Graphen-Nanopartikel. Mehr erfahren.

Nanoforschung. Mehr erfahren.

Nanopartikel: Risiken noch wenig erforscht

Über die gesundheitlichen Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Schwangerschaft ist bislang noch wenig bekannt. Unklar ist bisher auch, wie Nanopartikel auf das ungeborene Kind einwirken. Schäden am fötalen Gewebe sind im Laborexperiment mit Hühnereiern sogar dann erkennbar, wenn keine Partikel direkt im Fötus nachgewiesen wurden. Dem Rätsel dieser Fernwirkung der Nanopartikel geht Empa-Forscherin Tina Bürki mit ihrem Team nun auf den Grund.

Tina Bürki arbeitet im «Particles-Biology Interactions»-Labor der Empa in St. Gallen. Bild: Empa

Die Plazenta

Die Plazenta ist ein Organ, das sich ausschliesslich während der Schwangerschaft bildet. Sie versorgt das Kind im Mutterleib mit Nährstoffen und dient als Filter für Umwelteinflüsse. Manche Substanzen, wie beispielsweise Umweltöstrogene und Nanopartikel können die Plazentaschranke passieren und stehen im Verdacht, mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung zu stehen. Bild: Adobe Stock

Babys im Mutterleib mit Umweltöstrogenen belastet. Mehr erfahren:

Gesunde Entwicklung

Während der Schwangerschaft bilden sich in der Plazenta Blutgefässe in enormer Geschwindigkeit und Dichte, um das Kind mit lebenswichtigen Stoffen zu versorgen und eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Im Bild: Fluoreszenzmikroskopie eines Hühnerei-Modells.Bild: Empa

Weniger Blutgefässe durch Nanopartikel

Gelangen Nanopartikel während der Schwangerschaft in die Plazenta, wird die Bildung von Blutgefässen unterdrückt. Mittels Fluoreszenzmikroskopie wird deutlich sichtbar, wie löcherig die Äderchen (grün) im Hühnereimodell wachsen, wenn Nanopartikel zugegeben werden.Bild: Empa