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Ausbildungsprogramm GyGe

Eloisa Imedio

Created on November 15, 2023

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Transcript

ZfsL Düsseldorf

Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

Ausbildungsprogramm GyGe

Stand: Oktober 2025
I ZfsL-Konferenzbeschluss vom 26.11.2025

Vorwort

Vorwort

Leitgedanke des Düsseldorfer ZfsL-Programms für die Ausbildung aller Lehrämter im Haus ist, "angehende Lehrkräfte durch eine hochwertige und innovationsfreundliche Ausbildung in einem aktiven und reflektierten Professionalisierungsprozess zu begleiten, der sie nachhaltig dazu befähigt, gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen im System Schule erfolgreich zu bewältigen" (ZfsL-Konferenz vom 11.08.2023).Die rechtliche Grundlagen der schulpraktischen Lehrerausbildung in NRW bilden das Kerncurriculum (2021) mit Bezügen zum Re-erenzrahmen Schulqualität (RRSQ) und die Ordnung für den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung (OVP 2023). Die Ausbildung zielt darauf ab, Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) sowie Lehrkräfte in berufsbegleitender Ausbildung (LiA) als eigenverantwortliche Lernende auf ihre zukünftige Tätigkeit an Schulen vorzubereiten (OVP § 1) Der Erwerb berufsbezogener Kompetenzen wird als als lebenslange und personalisierte Professionalisierung verstanden (Kerncurri-culum 2021). Dabei ist die Ausbildung ausgerichtet auf

  • und Förderung der Selbstreflexivität als Schlüsselkompetenz.

Am Seminar für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (GyGe) ist die Bereitschaft zur kontinuierlichen professionellen Weiterentwicklung von zentraler Bedeutung. Wir streben daher an, bestehende Konzepte fortlaufend zu optimieren und innovative Ausbildungselemente für eine zukunftsorientierte Lehrerausbildung zu integrieren oder bei Bedarf zu ersetzen. Dabei berücksichtigen wir aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, die als Querschnittsthemen der Lehrkräftbildung gelten, wie

  • Demokratiebildung/-erziehung,
  • den Umgang mit Vielfalt (Heterogenität, Inklusion und Diversität),
  • Lehren und Lernen in einer digitalen Welt,
  • sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Unser lehramtsbezogenes Ausbildungsprogramm befindet sich somit in einem ständigen Entwicklungsprozess. Im Folgenden werden die aktuellen Ausbildungselemente unse-res GyGe-Programms vorgestellt, um allen Beteiligten Trans-parenz über die Vereinbarungen und Orientierung im 18-monatigen Vorbereitungsdienst am ZfsL Düsseldorf zu bieten.

  • Exemplarität (beim Kompetenzerwerb) und Personalisierung (z. B. durch Bedarfsorientierung durch Formulierung eigener Erschließungsfragen, gemeinsame Gestaltung von Aus-bildungsformaten),
  • Berücksichtigung der jeweiligen Berufs-/Lebensbiographie (z. B. Herstellung von Bezügen; Vernetzung von Theorie und Praxis)
Inhaltsverzeichnis

Ausbildungspläne mit fachlicher Konkretion zum Leistungskonzept

Wie wir denken: Unser Leitbild

Einsichtnahme in Aufgaben von HRSGe-Schulen

Unterrichtsbesuche & Unterrichtsnachbesprechung

Ausbildungskooperation Schule & Seminar

Partizipation: Gremien, Arbeitskreise & Evaluationen

Reflexivität (Überblick)

Halbzeitgespräche

Kommunikation & digitale Bildung

Überfachliche Beratung in den Kernseminaren

01.11.2025 - 30.04.2027 Gesamtüberblick der Ausbildung (Schaubild)

Leitgedanken zum Umgang mit KI

Perspektivgespräche

Vorbereitungsdienst in Teilzeit (Schaubild)

Seminartag & seine Struktur

POB-C

Professionelle Lerngemeinschaften

Sonderformate der Ausbildung

Fächerübergreifendes Leistungskonzept

FAQs

Kollegiale Hospitationen

Wie wir denken: Unser Leitbild

Ein Leitbild gibt Orien-tierung, fördert die Motivation, regt Entwick-lungsprozesse an und unterstützt profes-sionelles Handeln. In diesem Selbst-verständnis sehen alle an der Ausbildung Beteiligten des Seminars GyGe unser gemein-sames Leit-Bild. Dieses Bild symbolisiert für uns zentrale Prinzipien des Lehrer*innenhandelns, die bis zum Ende des Ausbildungswegs verfolgt werden können. In einem kontinuierlichem Diskurs wollen wir sie nutzen, prüfen und weiter-entwickeln.

Ausbildungskooperation zwischen Schulen und Seminar

Ausbildungskooperation

Im Rahmen des Ausbildungsprogramms des Seminars GyGe wird die Ausbildungskooperation zwischen den Schulen des Seminarbezirks und dem Seminar intensiv gefördert. Ziel ist es, gemeinsam eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteur:innen zu stärken. Die Zusammenarbeit erfolgt in drei Säulen (Näheres siehe Karten).

Video-konferenzen

Hier geht es zur passwortgeschützten Arbeits- und Austauschplattform der Ausbildungskooperation Schule & Semina

Zentral- konferenzen

Direkte Ausbildungs-situationen

Title

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Subtitle

Im Frühjahr/Sommer 2025 ist das Seminar GyGe Ausbildungspartnerschaften mit Bildungspartner NRW und dem Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung eingegangen. Diese unterstützen uns im Zusammenhang mit dem Gedenkstätten-/Demokratietag und dem BNE-Tag (Näheres siehe dort).

Schaubild

AUSBILDUNG IN SCHULE

TEAM

Hospitationen und Unterricht (unter Anleitung) und selbstständig in allen Formen von Präsenz- und Distanzformaten einschließlich kooperativer Unterrichtsformen, in die die Auszubildenden eingebunden sind

  • Auzubildende
  • Ausbildungslehrkräfte
  • Ausbildungsbeauftragte
  • Seminarausbilder:innen
  • Schul- & Seminarleitung
AUSBILDUNG im SEMINAR
  • Konferenzen
  • Elternsprechtage
  • multiprofessionelle Teams
  • Klassenfahrten, Exkursionen
  • ...

AUSBILDUNGS- KOOPERATION

überfachliche Ausbildung

Kernseminarsitzungen, Perpektivgespräche , Unterrichtsbesuche, PoB-C, PLG inklusive kollegialer Fall-beratungen und kollegialer Hospitationenen ...

Schule & Seminar

fachliche Ausbildung

AUSBILDUNGSZEIT

Fachseminarsitzungen, PLG, Unterrichtshospitation bei der Fach-leitung, kollegiale Hospitationen, i.d.R. 5 Unterrichtsbesuche pro Fach, ...

Bei Vollzeit Schule: 14 Wochenstunden Seminar: 7 Wochenstunden

Mitwirkung in Gremien, Arbeitskreisen und bei Evaluationen

Neben der Mitarbeit in den in der Geschäftsordnung vorgesehenen Mitwirkungsgremien (ZfsL-Konferenz, Seminarkonferenz, Spre-cher:innenrat) erfolgt die Mitgestaltung, Problemlösung und konzeptionelle Weiterentwicklung u.a. in folgenden Gremien und Arbeitsgruppen:

Die Evaluationen der Seminarausbildung erfolgen auf der Ebene der einzelnen Seminarveranstaltungen sowie auf der Ebene seminarstruktureller Fragen. Hierbei werden systematisch digitale Feedback-Verfahren und Fragebogenerhebungen eingesetzt. Die Evaluationen dienen der seminarinternen Reflexion und werden bei der konzeptionellen Weiterentwicklung der Seminarausbildung kontinuierlich berücksichtigt. Eine Orientierung an Prinzipien wie Regelmäßigkeit der Seminarveranstaltungen, Berücksichtigung schulformspe-zifischer Bedingungen, Kooperation und Selbstreflexivität, theoriegeleitete Praxisnähe, Digitalität, Personenorientierung, Transparenz und Evaluation führt zu einer Seminarausbildung mit Modellcharakter für eine handlungskompetente und reflek-tierte Wahrnehmung der Lehrer:innenrolle.

  • Steuergruppe mit gewählten SAB der Seminarkonferenz
  • Forum: Ein für SAB und Auszubildende offenes bedarfsorientiertes Treffen zum Austausch über und zur konzeptionellen Weiterentwicklung von aktuellen Fragen der Ausbildung
  • Vermittlungsausschuss mit gewählten Vertreter:innen der Auszubildenden und der SAB
  • Zentralkonferenz als Instrument der Kooperation mit den Schulen des Ausbildungsbezirks
  • AG Medientag: bestehend aus einer kleinen Gruppe aus dem Sprecher:innenrat sowie unserem Medienbeauftragten zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Medien-tags
  • AGs i.d.R. bestehend aus SAB (und interessierten LAA), die je nach Erfordernis ein Mandat für die konzeptionelle Arbeit aus der Seminar- oder ZfsL-Konferenz erhalten. Zu nennen sind hier beispielsweise die AG Digitalität, AG Vielfalt, AG Fortbildung, AG BNE, AG DMP.
Kommunikation und digitale Bildung

Wir nutzen die LOGINEO NRW-PLATTFORM mit ihrem HAUPTSYSTEM für unseren dienstlichen E-Mail-Verkehr und das Lernmanagementsystem LOGINEO LMS.

Für nähere Informationen dazu klicken Sie bitte hier:

Als Ergänzung setzen wir als Videokonferenztool MICROSOFT TEAMS ein mit seinen vielfältigen Möglich-keiten kollaborative Lernszenarien zu realisieren. Zur Nutzung von LOGINEO NRW und OFFICE 365 bedarf es personifizierter Account- und Passwort-Eingaben sowie jeweils einer Zustimmungserklärung.

Zusätzlich zu den regulären Dienst-E-Mails erhalten alle an der Ausbildung Beteiligten regelmäßig Newsletter mit Informationen u.a. zu den einzelnen Quartalen und den bevorstehenden Elementen der Ausbildung .

Für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Seminar steht im Logineo LMS eine eigene "ABB-Plattform" zur Verfügung.

Leitgedanken zum Umgang mit KI in der Ausbildung

1. Einsatz der KI Wir setzen KI gezielt ein, um unser eigenständiges Lehren und Lernen zu verbessern und zu unterstützen. Dabei orientieren wir uns an den 4K: Kreativität, Kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. Wir betrachten KI jedoch nicht als Ersatz für unser selbstständiges Lernen, sondern als wertvolles Werkzeug, das uns in unserem Bildungsprozess unterstützt. 2. Entwicklung einer kompetenten Lehrer:innen-Haltung Wir entwickeln eine authentische und kompetente Haltung im Umgang mit KI. Dazu gehört, dass wir als Vorbilder in der Schulpraxis agieren und uns eigenverantwortlich weiterbilden. Wir halten uns über neue Entwicklungen sowie die allgemeinen Funktionsweisen von KI auf dem Laufenden und sind uns der möglichen Gefahren und Fehler bewusst. 3. Kritische Reflexion des KI-Einsatzes Wir reflektieren kritisch den Einsatz von KI in unserem Unterricht und Seminar. Dabei bewerten wir die Funktionalität von KI in Bezug auf den Lernprozess und den Lernerfolg. Wir stellen sicher, dass der Einsatz von KI tatsächlich einen Mehrwert für unser Lernen bietet. 4. Ethische und gesellschaftliche Aspekte Wir hinterfragen die ethischen und gesellschaftlichen Aspekte der Nutzung von KI kritisch und setzen sie verantwortungsvoll ein. Dabei achten wir darauf, dass alle Menschen als freie, gleiche und selbstbestimmte Individuen behandelt werden. Insbesondere berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten und die Wahrung von Urheberrechten in unserem Umgang mit KI.

Seminartag und seine Struktur

Die Ausbildung am ZfsL findet donnerstags statt und umfasst sieben Wochenstunden. Sie ist in der Regel in zwei Fachseminare (FS), ein Kernseminar (KS) und die Zusammenarbeit in Professionellen Lerngruppen (PLG) unterteilt.

Die Zeitschienen des Seminartags (siehe Abbildung) werden für besondere Ausbildungsformate ganz oder auch nur zum Teil aufgelöst. Hierzu zählen

  • die Kompaktphase (ehemals Intensivphase genannt),
  • das Medientag,
  • der GL/NW-Gesamtschultag,
  • der Gedenkstätten-/Demokratietag,
  • der Gesundheitstag
  • sowie der Wahlpflichtbereich im 6. Quartal mit integriertem BNE-Tag.

Eine Übersicht über alle Seminartage inklusive Sonderveranstaltungen ist integraler Bestandteil des Terminkalenders, welcher zu Beginn des Vorbereitungsdienstes zur Verfügung gestellt wird.

Auszubildende am Seminartag grundsätzlich nicht an der Schule sind. Gleiches gilt für die Kompaktphase im ersten Ausbildungsquartal.

Eine Freistellung vom Seminartag (ganztägig oder auch nur für einzelne Veranstaltungen) muss auf dem Dienstweg (a.D.) beantragt werden (seminar-gyge@zfsl-duesseldorf.nrw.de).Nach Einzelfall-prüfung entscheidet die Seminarleitung GyGe über eine Freistellung. Die getroffene Entscheidung wird a. D. übermittelt.

Hier geht es zum Formularservice des ZfsL Düsseldorf (Kachel "ZfsL allgemein"), wo Antragsformulare für Auszubildende zu verschiedenen Bereichen zu finden sind.

Sonderformate der Ausbildung

Distanztage

Gedenkstätten- & Demokratietag

Kompaktphase

Medientag (Barcamp)

Gesundheitstag

GL-/NW-Gesamtschultag

Wahlpflichtbereich im 6. Quartal mit integriertem BNE-Tag

KS-Modultag

Fächerübergreifendes Leistungskonzept

1. Rechtliche Grundlagen Das Leistungskonzept des Seminars Düsseldorf versteht entsprechend seinem Leitbild Ausbildung als individualisierten Lern- und Professionalisierungs-prozess, der in einem Klima der Fehlerfreundlichkeit stattfindet. Die Bewertung im Verlauf des Vorbereitungsdienstes ist entwicklungsbezogen und zielt darauf ab, selbstständige, verantwortungsbewusste und werteorientierte Absolvent:innen zu unterstützen. Das Konzept konkretisiert die rechtlichen Vorgaben zur Leistungsbewertung im Vorbereitungsdienst und formuliert einheitliche Anforderungen an Lehramtsanwärterinnen und -anwärter (LAA). Es dient als verbindlicher Rahmen für alle Beteiligten und schafft Transparenz sowie Klarheit.

lich verlaufende Prozesse der Kompetenzentwicklung der LAA individuell anzuleiten, zu beraten, zu unterstützen und zu beurteilen. Jegliche Leistungs-rückmeldung orientiert sich an den Standards und Kompetenzen der Anlage 1 OVP sowie an den Notendefinitionen gemäß OVP.

Die Beurteilung erfolgt auf der Grundlage von

  • Unterrichtsplanung
  • Unterrichtsdurchführung
  • Reflexion in der Unterrichtsnachbesprechung
  • Mitarbeit im Fachseminar
  • sonstige Ausbildungszusammenhänge

Rechtlich basiert das Konzept auf der aktuell gültigen OVP (Ordnung zur Ausbildung und Prüfung der Lehramtsanwärterinnen und Lehramts-anwärter) und dem Kerncurriculum für den Vorbereitungsdienst. Das Konzept wird zu Beginn jedes Ausbildungsjahrgangs in den Fachseminaren vorgestellt und fachspezifisch konkretisiert.

3. Vereinbarungen zur Leistungsrückmeldung

  • Leistungsrückmeldungen orientieren sich stets an den Standards der Anlage 1 OVP und berücksichtigen die Entwicklung im Ausbildungsprozess.
  • LAA können gemäß OVP jederzeit Auskunft über ihren Ausbildungsstand erhalten. (Das heißt nicht, dass diese Auskunft unmittelbar erfolgen muss.)
  • Nach dem dritten Unterrichtsbesuch wird den LAA in dem jeweiligen Fach ein Notenbereich im Hinblick auf den Ausbildungsstand in Anlehnung an die Kompetenzen und Standards der OVP genannt und es werden Hinweise zur weiteren Kompetenzentwicklung gegeben.
  • Unterrichtsbesuche werden in der fachbezogenen Ausbildung nicht als Ausbildungssituation gesondert benotet. Davon abweichend erfolgt aber ab dem vierten Unterrichtsbesuch auch im Hinblick auf die kommende Prüfung zum Zweiten Staatsexamen die Nennung eines Notenbereichs nach UPP-Standard gem. Anlage 1 der OVP. (Vgl. zur Notenbildung in der Langzeitbeurteilung s. oben „2. Grundlagen der Leistungsbewertung“.)

2. Grundlagen der Leistungsbewertung Referenzpunkt für die Beschreibung und Beurteilung von Ausbildungs-leistungen sind die im aktuell gültigen Kerncurriculum dargestellten Kompe-tenzen und Standards. Neben dem zentralen Handlungsfeld Unterrichten sind alle weiteren Handlungsfelder in die Bewertung einzubeziehen. Die genannten Kompetenzen stellen die Zielgröße zum Ende des Vorbereitungsdienstes dar. Es werden keine Zeiträume oder Teilleistungen benotet, die additiv, arithmetisch gemittelt in die Langzeitbeurteilung (LZB) einfließen, sondern der Verlauf und Erfolg des gesamten Vorbereitungsdienstes. Personenorientierung als grundsätzlicher Leitgedanke weist auf die Notwendigkeit hin, unterschied-

Fortsetzung

4. Unterrichtsbesuche (UB)

  • Es werden in der Regel fünf Unterrichtsbesuche pro Fach durchgeführt; Abweichungen sind nur in Absprache zwischen Fachleitung und Seminar-leitung möglich.
  • Die Unterrichtsbesuche sollen möglichst gleichmäßig über die Ausbildungs-zeit verteilt und breit über die Jahrgänge der Sekundarstufe I und II gestreut werden.
  • Pro Fach sollten möglichst drei UBs in der Sekundarstufe II erfolgen. Dabei müssen insgesamt 5 UBs der 10 UBs in beiden Fächern in der Sekun-darstufe II erfolgen.
  • Gemäß OVP §11, 3 liegt den Fach- und Kernseminarleitungen für die UBs eine kurzgefasste Planung vor (Näheres siehe Unterrichtsbesuche und Nachbesprechung).
  • Lern- und Leistungssituationen können nicht exakt voneinander abgegrenzt werden. Neben den Unterrichtsbesuchen sind auch alle weiteren Aus-bildungssituationen zur Beobachtung des Kompetenzaufbaus bei der Erstellung der Langzeitbeurteilung (LZB) heranzuziehen.

Darüber hinaus können beispielsweise folgende Praxiselemente in der Beurteilung berücksichtigt werden:

  • Gestaltung eines Sitzungsteils bzw. Übernahme spezieller Aufgaben im Fachseminar
  • Entwicklung von Lernmaterial für heterogene Lerngruppen auch unter dem Aspekt der Sprachsensibilität
  • Fachbezogenes digitales Produkt (DMP)
  • Präsentation von Ergebnissen aus Professionellen Lerngemeinschaften (ehem. SoLg)
  • Konstruktion einer Lernaufgabe inklusive schriftlicher Reflexion
  • Beispiel für Medieneinsatz samt Reflexion
  • Beispiel einer schriftlichen Leistungsbeurteilung (oder anderweitiger fachspezifischer Leistungsnachweis), z.B. eine Klausur / Klassenarbeit mit Aufgaben, Erwartungshorizont und Kopie von bewerteten Schülerinnen- und Schülerarbeiten unterschiedlicher Notenbereiche (gut / mittel / schwach)
  • Einsatz eines Diagnoseinstruments samt der daraus resultierenden Förderaufgaben und ggf. einer kompetenzorientierten Rückmeldung
  • vorbereitende Sequenzplanung mit besonderer Berücksichtigung eines Schwerpunktes (z.B. Heterogenität)

5. Mitarbeit im Fachseminar Auf der Basis der Fachcurricula erhalten folgende Aspekte hinsichtlich der Handlungsfelder Beurteilungsrelevanz:

  • die kontinuierliche qualitative und quantitative Mitarbeit in Vorbereitung, Beteiligung und Nachbereitung,
  • die Kenntnis, Anwendung und Reflexion fachlicher, fachdidaktischer und erzieherischer Aspekte in realen Handlungssituationen,
  • das Selbst- und Ressourcenmanagement (Kooperationsfähigkeit, Ver-lässlichkeit, Organisationsfähigkeit, zweckdienlicher Einsatz von Arbeits-zeit und Arbeitsmitteln).

6. Sonstige Ausbildungszusammenhänge Zur Beurteilung können auch sonstige Ausbildungszusammenhänge heran-gezogen werden, zum Beispiel:

  • Reflexion einer begleiteten Exkursion an einen außerunterrichtlichen Lernort (z.B. Museum)
  • Reflexion der Begleitung einer Klassen- oder Kursfahrt
  • Reflexion und Gestaltung von außerunterrichtlichen Aktivitäten im System Schule
  • Durchführung und Reflexion von kollegialen Hospitationen

Ausbildungspläne

Fachliche & überfachliche Ausbildungspläne mit fachlichen Konkretionen zum Leistungskonzept sind hier einsehbar:
Unterrichtsbesuche und Unterrichts-nachbesprechung
Leitlinien und empfohlene Struktur der Unterrichtsnachbesprechung

Zielsetzung Die individualisierte Ausbildungsberatung im Rahmen der Unterrichts-nachbesprechung (UNB) hat das Ziel, die Ausbildungsprozesse von Lehramtsanwärter:innen (LAA) zu optimieren. Dabei steht die Förderung der Selbstreflexivität im Mittelpunkt, um eine tiefere Auseinandersetzung mit der eigenen Berufsbiografie zu ermöglichen. Lernen vor dem Hintergrund der eigenen Berufsbiografie setzt voraus, dass LAA relevante berufsbezogene Erfahrungen machen. Diese Erfahrungen sollen mit Bezug auf gesicherte fachliche, (fach-)didaktische und pädagogische Bezüge reflektiert und bewertet werden

Unterrichtsbesuche (UB) dienen der Anleitung, Beratung, Unterstützung und Beurteilung (§ 11 Abs. 3 OVP). Sie sind zentrale Lernanlässe zur Professionalisierung in der Unterrichtsgestaltung. In der Regel besuchen die SAB die LAA insgesamt zehn Mal (fünf Besuche pro Fach), von denen fünf in der gymnasialen Oberstufe stattfinden sollen (siehe Leistungskonzept).

Wertschätzende Haltung Eine wertschätzende Haltung ist grundlegend für die UNB. Diese Haltung fördert ein positives Lernklima und unterstützt die LAA dabei, sich offen mit ihren Erfahrungen und Herausforderungen auseinanderzusetzen.

Kurzgefasste Planung

Zu jedem UB legen Auszubildende eine kurz gefasste Planung (max. fünf Seiten für die Stunde ohne Arbeitsmaterial) vor. Sie dient dazu, von Beginn an unterrichtsrelevante Aspekte tiefgreifend zur durchdenken und die darauf basierenden Entscheidungen theoriegeleitet zu begründen. Die LAA/LiA können die Elemente auch verkürzt und stichwortartig anfertigen. Stundenthema, Kernanliegen und Verlaufsplan sollten jedoch für jeden UB sorgfältig ausformuliert sein.

Fokus der UNB Die UNB orientiert sich an der Tiefenstruktur des Unterrichts gemäß dem RRSQ (fachbezogene Unterrichtsqualität, kognitive Aktivierung, effektive Klassenführung, konstruktive Lernunterstützung). Dieser Fokus ermöglicht eine differenzierte Analyse der Unterrichtsqualität und der individuellen Lehr-Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler. Die UNB überschreitet i. d. R. den zeitlichen Rahmen von 60 Minuten nicht.

Das Schaubild zur Progression der kurzgefassten Planung stellt eine Orientierung dar. Sollten im Fachseminar Aspekte noch nicht angesprochen worden sein, sind sie natürlich auch nicht verbindlicher Gegenstand der Planung.

Ressourcenorientierung Die Beratung legt einen Schwerpunkt auf Ressourcenorientierung. Dies bedeutet, dass die Stärken und Potenziale der LAA in den Mittelpunkt gerückt werden, um deren Ent-wicklung zu fördern und zu unterstützen.

Fortsetzung

Klarheit in allen Phasen In allen Phasen der UNB ist Klarheit von großer Bedeutung. Dies betrifft insbesondere die Entwicklungsaufgaben, die durch Indikatoren und unterrichtliche Relevanz aufgezeigt werden. Eine standardorientierte Herangehensweise berücksichtigt die individuelle Bezugsnorm der LAA.

Transparenz der Rolle der Ausbilder:in Die anlassbezogene Nutzung der vier Funktionen der Gesprächsanteile – anleiten, beraten, bewerten und unterstützen – sollte bewusst hergestellt werden. Diese Aspekte befinden sich in einem Spannungsverhältnis, das es zu navigieren gilt, um eine effektive Ausbildungsberatung zu gewährleisten.

Die empfohlene Struktur für die UNB ist hier einsehbar.

Basisdimensionen/Lernwirksamkeit

Grundlage des Beratungsgesprächs im Rahmen einer UNB stellt die fachliche Lernwirksamkeit des Unterrichts dar. Dies gewährleistet, dass alle Themen und Fragestellungen im Kontext der Unterrichtsqualität und der Lernziele betrachtet werden.

Die/der Auszubildende formuliert im Rahmen der Themenfindung ihren/seinen individuellen Beratungsbedarf bzw. Beratungsanliegen. Dieses Thema ist verpflichtend zu behandeln.

Die (i. d. R. maximal drei bis fünf) Schwerpunkte orientieren sich am Ausbildungs-stand, den Standards der OVP und den individuellen Entwicklungsstand. Hierbei werden überfachlichen und fachliche Aspekte berücksichtigt.

Die Themenfindung der UNB erfolgt kriterienorientiert mit besonderem Fokus auf die Tiefenstruktur mit allgemeindidaktischer und fachlicher Perspektivierung. Lipowsky und Beck (2019) unterscheiden in diesem Zusammenhang vier (statt drei) Basisdimensionen der Tiefenstruktur:

Der/Die LAA ist in der Lage, Entwicklungsaufgaben aus der UNB abzuleiten, zu benennen und daraus resultierend konkreten Beobachtungsaufträge an Ausbildung beteiligten Personen zu richten. Ziel ist, die eigene Entwicklung aktiv zu steuern und die Qualität des Unterrichts kontinuierlich zu verbessern.

Halbzeitgespräche in der Lehrkräfteausbildung

Nach dem dritten Unterrichtsbesuch des jeweiligen Faches findet ein Halbzeitgespräch statt. Dieses Gespräch kann als Sondertermin zum Beispiel im Rahmen des Seminartages oder direkt im Anschluss an den Unterrichtsbesuch stattfinden. Die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter (LAA) führt mit dem / der jeweiligen SAB* das Gespräch und bereitet dieses vor. Das Gespräch soll sowohl eine Rückschau auf gemachte Erfahrungen als auch eine Standortbestimmung bezüglich erreichter Kompetenzen mit Blick auf noch anstehende Entwicklungsaufgaben enthalten. Es dient gleichzeitig der Beratung, Anleitung und Unterstützung sowie der erweiterten Rückmeldung der/des SAB* zum gesamten Ausbildungsstand der/des LAA in allen Handlungsfeldern und als eine Initiierung von Entwicklungsaufgaben für den zweiten Ausbildungszeitraum. Das Gespräch ist dabei angelehnt an das Leistungskonzept des Seminars und an das jeweilige Fach-Curriculum. Es enthält auch die Angabe eines Notenbereichs. In den Nachbesprechungen des vierten und fünften Unterrichts-besuchs werden u.a. die formulierten Entwicklungsaufgaben aufgegriffen.

ZUSAMMENFASSUNG:

  • Zeitpunkt / Ort: nach dem dritten Unterrichtsbesuch als Sondertermin zum Beispiel im Rahmen des Seminartages oder im Anschluss an den Unterrichtsbesuch.
  • Zeitlicher Umfang: maximal 45 Minuten
  • Format: in Präsenz bevorzugt, aber auch digital möglich
  • Teilnehmer:innen: Gespräch ausschließlich zwischen Fachleiter / Fachleiterin und Lehramtsanwärter / Lehramtsanwärterin; auf Wunsch auch Teilnahme der Kernseminarleitung möglich.
  • Vorbereitung: Das Gespräch wird von allen Beteiligten vorbereitet und von der / dem LAA* eingeleitet.
  • Instrumente: Für das Halbzeitgespräch können verschiedene Instrumente verwendet werden (kommentierte Beispiele hierfür finden sich in der TaskCard).

Hier geht es zur digitalen Pinnwand mit den Materialien für die Halbzeitgespräche.

Überfachliche Beratung in den Kernseminaren

Ziel des Ausbildungs- und Beratungshandelns der Kernseminarleitungen ist die systematische Förderung des selbstgesteuerten Kompetenzaufbaus. Im Unterschied zur Ausbildung in den Fachseminaren erfolgt die überfachliche Ausbildung benotungsfrei. Die Auszubildenden erhalten jedoch kriterien- und standardorientierte Leistungsrückmeldungen.

Die Ausbildungsarbeit der Kernseminarleitungen erfolgt auf drei Ebenen:

1. im Rahmen der wöchentlichen Kernseminar-sitzungen (siehe Ausbildungsplan)

3. und durch die individuelle Beratung der Auszubildenden.

2. durch die Förderung der professionellen Lern-gemeinschaften und kollegialer Hospitationen unter LAA inklusive der Unter- stützung kollegialer Fall-beratungen (ab 2. Quartal)

Perspektivgespräch(e)

Gemäß §15 OVP (2023) führt die "Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter (...) im ersten Quartal der Ausbildung und im fünften Quartal der Ausbildung, spätestens jedoch vier Wochen vor der Staatsprüfung, Perspektivgespräche mit einer Seminar-ausbilderin oder einem Seminarausbilder unter Beteiligung der Schule. Die Gespräche dienen dazu, auf der Grundlage der bereits erreichten berufsbezogenen Kompetenzen weitere Perspektiven zu entwickeln und Beiträge aller Beteiligten dazu gemeinsam zu planen. Die Lehramtsanwärterin oder der Lehramtsanwärter plant das Gespräch und übernimmt die Gesprächsführung. Sie oder er dokumentiert die Gesprächsergebnisse in Textform und formuliert Ziele des eigenen Professionalisierungsprozesses. Die Dokumen-tation kann von den anderen Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmern ergänzt werden. Eine Benotung erfolgt nicht. Die Planungen sollen im Verlaufe der Ausbildung fort-geschrieben werden." Gemäß dem Beschluss der Seminarkonferenz vom 26.01.2024 findet das erste PG im Anschluss an eine Einsichtnahme in den Unterricht und die dazugehörige Nachbesprechung (UNB) statt. Die Seminarseite wird durch die Kernseminarleitung (KSL) vertreten. Die schulische Seite wird in der Regel durch die Ausbildungsbeauftragte bzw. den Ausbildungsbeauftragten (ABB) vertreten.

Als erwachsene Lernende übernehmen die LAA Verantwortung für die eigene Ausbildung und Professionalisierung, indem sie kontinuierlich bis zur Prüfung ihre eigenen Kompetenzen in Bezug auf die ausbildungsfachlichen und überfachlichen Schwerpunkte reflektieren und die Eigenwahrnehmung mit der Wahrnehmung ihrer SAB abgleichen. Die PG bestätigen zum einen diejenigen Kompetenzen, die die die LAA für den Beruf bereits erreicht haben, zum anderen diese, die sie für den Beruf noch benötigen. Die LAA entwickeln Perspektiven, die sie mit der Unterstützung aller an der Ausbildung Beteiligten umsetzen möchten. Deshalb werden in den PG von den LAA möglichst konkrete Ziele formuliert, die sowohl kurz- als auch langfristig gedacht sein können.

Hier geht es zur digitalen Pinnwand mit Impulsen für die Planung der PG einschließlich eines Dokumentationsformulars (Protokoll) sowie der Bescheinigungsformulare zum Herunterladen.

Darüber hinaus ist die PoB-C an unserem Seminar von folgenden Merkmalen gekennzeichnet:

  • Sie ist nicht vordergründig auf Krisenintervention fokussiert.
  • Sie ist grundsätzlich als Vier-Augen-Gespräch angelegt und erfolgt unter Beachtung der Schweigepflicht.
  • Sie kann aus allen Ausbildungszusammenhängen und von allen an der Ausbildung Beteiligten angeregt werden.
  • Sie ist häufig an die Unterrichtspraxis angebunden: Einsichtnahmen in das Unterrichtshandeln der/des Auszubildende/s durch den Coach sind möglich.
  • Zwei PoB-C Gespräche sind im Ausbildungsverlauf verpflichtend

POB-C

Mit der sogenannten Personenorientierten Beratung mit Coaching-Elementen (kurz PoB-C) werden die Auszubildenden bei der Arbeit an ihrem Professionsverständnis unterstützt. Hierzu gehören die Aneignung der Lehrerrolle und die Entwicklung der eigenen Lehrer(innen)persönlichkeit. Den Vorgaben der OVP gemäß wird die Personenorientierte Beratung mit Coaching-Elementen von Leiterinnen und Leitern der Kernseminare durchgeführt. Diese Ausbilderinnen sind weder an der Benotung noch an der Staatsprüfung der zu beratenden Auszubildenden beteiligt. Coaching wird als ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Begleitungsprozess verstanden. Es gehört daher zu den Grundsätzen der PoB-C, dass sie die Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten der sog. Coachees unter besonderer Berücksichtigung ihrer freien Entscheidungsmöglichkeit und Verantwortung gewährleistet. Sie zielt auf die (präventive) Förderung von Selbstreflexion und -wahrnehmung ab, um insgesamt Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

PoB-C unterstützt bei

der persönlichen, professions- bezogenen Standort-bestimmung.

der Klärung der Rolle - u.a. auch unter Gender-aspekten.

der Bewältigung des komplexen Arbeitsalltags

der Analyse und Weiterent-wicklung des individuellen Lehrer:innen-verhaltens

der Positionsbestimmung in Entschei-dungssitua-tionen.

der Entwicklung individueller Ziele und Perspektiven.

Professionelle Lerngemeinschaften
Umsetzung der Vorgaben am Seminar GyGe

Professionelle Lerngemeinschaften (PLG) sind ein verbindlicher Bestandteil innerhalb der sieben Wochen-stunden Ausbildung an Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (vgl. OVP §10). In PLG wird die kollegiale Zusammenarbeit angehender Lehrkräfte durch gegenseitige und kontinuierliche Unter-stützung bei der Auseinandersetzung mit Praxisfragen und der Bewältigung beruflicher Heraus-forderungen gefördert. Dies erfolgt durch Diskussion, Reflexion und kollegiale Fallberatung. Damit stellen sie ein wesentliches Element des Vorbereitungsdienstes dar und dienen der Förderung der individuellen professionellen Entwicklung der LAA sowie der Stärkung ihrer professionellen Identität. PLG finden i.d.R. in Präsenz statt. Sie sollen so angelegt sein, dass sie sich an der fachlichen und überfachlichen Seminar-arbeit orientieren. Die Verantwortung für Organisation, Steuerung und Rückkopplung liegt bei den Seminar-ausbilder:innen. (Rahmensetzung Dez. 46)

(gem. Seminarkonferenzbeschluss vom 09.10.2025)

2. und 3. Quartal

4. und 5. Quartal

1. Quartal

Gemeinsam starten

Deeper Learning

Professionali-sierung gestalten

Kollegiale Hospitationen

Damit Hospitationen ihr Potenzial entfalten, werden sie durch einen professionellen Referenzrahmen für Beobachtung, Analyse und Feedback gestützt: das Modell der drei bzw. vier Basisdimensionen lernwirksamen Unterrichts (Praetorius, Klieme, Helmke, Lipowsky). Diese umfassen effektive Klassenführung, konstruktive Unterstützung, kognitive Aktivierung und ergänzend fachbezogene Unterrichtsqualität. Sie bilden die Grundlage einer kriteriengeleiteten Analyse, auf deren Basis Rückmeldung und gemeinsame Entwicklungsschritte erfolgen.

Kollegiale Tandem- oder Gruppenhospitationen sind ein wichtiger Baustein zur Entwicklung einer professionellen Feedbackkultur im Vorbereitungsdienst. Sie ermöglichen es Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA), Unterricht gemeinsam zu analysieren, die eigene Praxis weiterzuentwickeln und Verantwortung im professionellen Netzwerk zu übernehmen. Reisekosten können geltend gemacht werden. Dabei ist zu beachten, dass diese innerhalb von sechs Monaten an folgende Adresse eingereicht werden müssen:

reisekosten@zfsl-duessdorf.nrw.de.

Vorbereitung

Im Ausbildungsprogramm werden gemäß OVP § 11 Abs. 3 kollegiale Tandem- oder Gruppenhospitationen verpflichtend durchgeführt. Sie bieten einen geschützten Rahmen, um methodisch-didaktische Zugänge zu erproben und gemeinsam zu reflektieren. Es findet eine verbindliche Hospitation im VD eine/r Mitreferendar:in in einem Fach statt. Die Schulen sind über die Hospitationen zu informieren. Die Einführung erfolgt im Kernseminar zu Beginn des zweiten Ausbildungsquartals, die Durchführung zwischen dem zweiten und dritten Quartal. Weitere Hospitationen sind in Fach-(fachaffinen)gruppen, überfachlichen Gruppen oder professionellen Lerngemein-schaften möglich, auch schul- und schulformübergreifend. Begleitende Informationen und Materialien stehen den LAA im LMS Logineo zur Verfügung. Der Nachweis über die Teilnahme an einer kollegialen Hospitation erfolgt über das Formular „Dokumentation der Ausbildung“, das im Kernseminar vorzulegen ist.

Als Vorbereitung auf die Hospitationen setzen sich die LAA im Kernseminar mit den Basisdimensionen lernwirksamen Unterrichts auseinander.

  • Effektive Klassenführung zielt auf die maximale Nutzung der Lernzeit durch klare Abläufe, Routinen und transparente Regeln.
  • Konstruktive Unterstützung umfasst adaptive Hilfen, gezieltes Feed-back sowie emotionale Unterstützung, um Motivation, Selbstwirksamkeit und soziale Eingebundenheit zu fördern.
  • Kognitive Aktivierung fordert die Lernenden heraus, über Reproduktion hinaus zu denken, Wissen zu verknüpfen und auf neue Kontexte zu übertragen.
  • Fachbezogene Unterrichtsqualität beinhaltet die Verständnisorien-tierung durch die Ermittlung der Denkweisen der Lernenden, die Anwendung fachdidaktischer Konzepte und die Sicherstellung inhaltlicher sowie struktureller Klarheit zur Vermittlung relevanter Inhalte in fachlicher Tiefe.

Fortsetzung

Ergänzend zu den Basisdimensionen können zwei Konzepte zur vertiefenden Fundierung herangezogen werden. Beide Ansätze ermöglichen eine praxisnahe und systematische Unterrichtsentwicklung, die über reine Beobachtung hinausgeht. In Anlehnung an entweder das Linzer Konzept zur Klassenführung oder an die Lesson Study erfolgt die Durchführung der kollegialen Hospitation:

  • Linzer Konzept zur Klassenführung (LKK): legt den Schwerpunkt auf das Handeln der Lehrkraft und Strategien zur Förderung von Beziehungen, Kontrolle und qualitätsvollem Unterricht.
  • Lesson Study: rückt stärker die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt. Eine Stunde wird gemeinsam geplant, beobachtet und anhand der Lernentwicklung reflektiert.

Durch diese Vorgehensweise wird die professionelle Wahrnehmung der LAA gezielt geschult. Sie lernen, Unterricht verstehend zu deuten, pädagogisch begründete Konsequenzen abzuleiten und ihre Beobachtungen in den eigenen Unterricht zu transferieren.

Hier geht es zur digitalen Pinnwand mit Materialien für die kollegialen Hospitationen.

Professionelle Lerngemeinschaften

Kollegiale Hospitationen sind zudem eingebettet in professionelle Lerngemeinschaften. Diese können fach- oder schulbezogen organisiert sein und bieten die Möglichkeit, Hospitationen gemeinsam vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Neben der organisatorischen Funktion fördern sie Eigenverantwortung, Reflexionskompetenz und ko-konstruktives Lernen. Die Lerngemeinschaften setzen zentrale Kompetenzen wie Kooperation, Theorie-Praxis-Vernetzung und nachhaltige Professionalisierung in die Praxis um.

Die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Basisdimensionen schafft ein einheitliches Verständnis von Unterrichtsqualität und bereitet auf kriteriengeleitete Beobachtung und Feedback vor.

Durchführung kollegialer Hospitationen

Im Anschluss an die theoretische Vorbereitung folgt die praktische Umsetzung. Die Hospitationen finden in Präsenz an Ausbildungsschulen statt. Die Beobachtung erfolgt mithilfe eines Beobachtungsbogens, der die drei ersten Basisdimensionen abbildet und gleichzeitig Raum für individuelle, auch fachliche Schwerpunkte lässt. Wesentlich ist, dass Beobachtungen nicht zufällig oder rein beschreibend bleiben, sondern systematisch dokumentiert und gemeinsam reflektiert werden. Die Auswertung geschieht im kollegialen Austausch mit der beobachteten Lehrkraft. Dabei werden Handlungsperspektiven entwickelt, sodass die Reflexion nicht auf der Beschreibungsebene stehen bleibt, sondern konkrete Weiterentwicklung ermöglicht.

Transfer und Nachweis

Der abschließende Schritt liegt im Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die eigene Unterrichtspraxis. Durch Beobachtung, Analyse und Feedback entwickeln die LAA eine reflektierte Haltung, hinterfragen eigene Handlungsmuster und erweitern ihre Kompetenzen. Kollegiale Hospitationen tragen so nicht nur zur Qualitätsentwicklung des beobachteten Unterrichts bei, sondern sind auch ein zentrales Instrument im Professionalisierungsprozess, da sie Kooperation, Reflexivität und evidenzbasierte Weiterentwicklung fördern.

Einsichtnahme in Aufgaben anderer Schulformen oder Schulstufen

Gemäß § 12 OVP (2023) sollen "(1) Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter aller Lehrämter (...) während ihrer Ausbildung Einsicht in Aufgaben und Besonderheiten einer anderen Schulform oder Schulstufe nehmen. (2) Lehramts-anwärterinnen und Lehramtsanwärter des Lehramts an Gymnasien und Gesamtschulen müssen während ihrer Ausbildung Einblick in Unterricht an Haupt-, Real- oder Sekundarschulen oder der Sekundarstufe I an Gesamtschulen nehmen. Art und Umfang des Einblicks bestimmt das Ausbildungsprogramm des Seminars für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen im Einvernehmen mit dem Seminar für das Lehramt an Haupt-, Real- Sekundar- und Gesamtschulen."

Umsetzung am Seminar GyGe unter Berücksichtigung der Rahmensetzung des Dezernats 46

  • Die Einsichtnahme in eine andere Schulform [innerhalb des Düsseldorfer Seminarbezirks] erfolgt in der Woche nach dem letzten Examensprüfungsblock im Umfang von 20 Wochenstunden.
  • LAA, die ihren Vorbereitungsdienst an einer Gesamtschule absolvieren, besuchen eine SI- Schulform des gegliederten Schulsystems, d.h. eine Haupt-, Real- oder Sekundarschule.
  • LAA, die ihren Vorbereitungsdienst an einem Gymnasium absolvieren, besuchen die SI der Gesamtschule.
  • Eine fachgebundene Unterrichtseinsichtnahme ist ebenso wünschenswert wie die aktive Mitgestaltung von Unterricht.
  • Die Bestätigung der Einsichtnahme wird von der Hospitationsschule ausgestellt und wird in der Verwaltung abgegeben. Darüber hinaus besteht keine Dokumentationspflicht von Seiten der LAA.
  • Der Seminartag im Anschluss an die Praktikumswoche dient sowohl in den Kern- als auch in den Fachseminaren dem Austausch und der Reflexion.

(Seminarkonferenzbeschluss vom 15.12.2023)

Reflexivität
(Selbst-)Reflexivität ist eine grundlegende Voraussetzung für den Professionalisierungsprozess von Lehrkräften. Systema-tische Selbstreflexion ist daher ein verbindliches Element in allen Phasen der Lehrer:innenbildung einschließlich des Vorbereitungsdienstes. Sie ist entscheidend für ein erfolg-reiches, eigenverantwortliches und zukunftsorientiertes Handeln von Lehrer:innen. Für eine nachhaltige und personalisierte Professionalisierung wird der im Studium begonnene Prozess des Erwerbs von Reflexionskompetenz im Vorbereitungsdienst fortgesetzt und ausgebaut. Den LAA stehen zahlreiche, miteinander ver-netzte Reflexionsanlässe zur Verfügung (vgl. Abb.), die durch verschiedene Instrumente unterstützt werden. Zu diesen Reflexionsinstrumenten gehören u. a. das e-Portfolio, das Lerntagebuch, die Lernlandkarte und die Learning Journy Map. In den Kern- und Fachseminaren werden die Auszubildenden durch gezielte Impulse angeregt, ihre Kompetenzen in den Handlungsfeldern des Kerncurriculums als reflektierende Praktikerinnen und Praktiker bewusst wahrzunehmen. Sie lernen, Stärken und Herausforderungen zu erkennen, systematisch Lösungen für auftretende Probleme zu ent-wickeln und diese strukturiert in der Praxis zu erproben. Dadurch wird die Entwicklung ihres Professionalisierungs-prozesses gezielt vorangetrieben.

Abb.: Reflexionsanlässe im Vorbereitungsdienst

Hier geht es zum e-Portfolio, dem empfohlenen Reflexionsinstrument für dieAusbildung am Seminar GyGe

VD 01.11.2025 - 30.04.27 I Gesamtüberblick über die Ausbildung
Vorbereitungsdienst in Teilzeit

Gemäß OVP § 8a (1-3) Umfasst der Vorbereitungsdienst in Teilzeit 75 Prozent der regelmäßigen Arbeitszeit und bewirkt eine Dauer des Vorbereitungsdienstes von 24 Monaten. Die Ausbildung an Zentren für schulpraktische Lehrer-ausbildung erfolgt im vierten Ausbildungshalbjahr insbesondere durch personenorientierte Beratung, fachbezogene Beratung und Unterrichtsbesuche. § 10 Absatz 1 bis 3 findet insoweit keine Anwendung.

Die Ausbildung an Schulen umfasst durchschnittlich in den ersten drei Ausbildungshalbjahren neun Wochenstunden, im vierten Ausbildungshalbjahr 15 Wochenstunden. Davon entfallen auf den selbstständigen Unterricht in drei vollständigen Schulhalbjahren durchschnittlich sechs Wochenstunden. Über die Ausbildung hinausgehender selbstständiger Unterricht im Sinne des § 11 Absatz 8 kann erst nach Ablegen der Unterrichtspraktischen Prüfungen übertragen werden.

Um den Informationsfluss zu optimieren, werden (neben E-Mails) zusätzlich zu den Zentralkonferenzen auch Videokonferenzen durchgeführt. Diese ermöglichen es, einen kontinu-ierlichen Austausch aufrechtzuerhalten, selbst in Zeiten, in denen persönliche Treffen schwierig sind, wie beispiels-weise während der Abiturphase.Diese Formate dienen überwiegend der Informationsvermittlung und ergänzen die interaktive Zusammenarbeit in den Zentralkonferenzen.

Demokratie- und Gedenkstättentag als Teil der Lehrer*innenausbildung

Von 2012 bis 2020 bot das Seminar GyGe am ZfsL Düsseldorf allen LAA eines Ausbildungsjahrgangs eine dreitägige Gedenkstättenfahrt an. Die Zielorte waren z.B. das KZ Auschwitz/Krakau, das KZ Buchenwald/Weimar und das KZ Sachsenhausen/Berlin. Aufgrund des aktuellen Reisekostenrechts werden uns Fahrten zu außerschulischen Lernorten nicht mehr genehmigt. Daher sind wir dazu übergegangen Gedenkstättenbesuche dezentral in Form eines Demokratie- und Gedenkstättentages durchzuführen. Im Jahr 2025 sind wir eine Partnerschaft mit Bildungspartner NRW eingegangen, die uns den Besuch von Lernorten in Düsseldorf ermöglichen wird. Wir hoffen, dass zukünftig auch Besuche von Gedenkstätten außerhalb von NRW wieder genehmigt werden. Die wesentlichen Ausbildungsziele der Demokratie- und Gedenkstättenfahrten sehen wir in der Möglichkeit für LAA, Gedenkstätten aus der Besucherperspektive kennenzulernen und die didaktische Planung solcher Fahrten zu reflektieren. Zudem bereiteten wir ein historisches, politisches und kulturelles Begleitprogramm vor, orientiert an den Angeboten des jeweiligen Standorts. Werte- und Moralerziehung sowie die Erziehung zur Demokratie sind zentrale Elemente schulischer Bildung und damit Aufgaben aller Lehrkräfte. Daher richten wir unser Angebot an alle LAA eines Jahrgangs, unabhängig von ihren Fächern. Gedenkstättenfahrten leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Bildung, was die Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass keine theoretische Auseinandersetzung die Wirkung einer Gedenkstätte ersetzen kann. Dies betrifft sowohl das Verhalten auf dem Gelände als auch den sensiblen Umgang mit den Emotionen der Teilnehmenden. Mehrere ehemalige Referendar:innen organisieren inzwischen Gedenkstättenfahrten an ihren Schulen, sei es im Rahmen von Projektkursen in der Q1, Projektwochen oder als Organisatoren eines im Schulprogramm verankerten Angebots an Oberstufenschüler:innen.

Die Beratung durch die Kernseminarleitungen erfolgt in drei Formaten:

  1. Mindestens zwei überfachliche Beratung i.d.R. in Verbindung mit Unterrichtseinsichtnahme. Termin und Inhalt wird in Absprache mit der KSL durch den/die Auszubildende festgelegt.
  2. Mindestens zwei Personenorientierte Beratungen mit Coachingelementen (Näheres s. POB-C). Termin in Absprache mit der KSL, Inhalt wird von Auszubildenden festgelegt.
  3. Zwei Perspektivgespräche gem. §15 OVP (Näheres siehe Perspektivgespräch)
GL-/NW-Gesamtschultag

An Gesamtschulen werden die Fächer Erdkunde, Geschichte und Wirtschaft/Politik in der Sekundarstufe I zumeist als integriertes Fach Gesellschaftslehre (GL) unterrichtet. Die Schulen können allerdings auch für die einzelnen Doppeljahrgangsstufen 5/6, 7/8 und 9/10 einen fächerseparierten Unterricht beschließen. Gemeinsame Grundlage ist der Kernlehrplan Gesellschaftslehre.

Im Lernbereich Naturwissenschaften (NW) kann der Unterricht getrennt nach den Fächern Biologie, Chemie und Physik oder fächerübergreifend unterrichtet werden. Die Entschediung darüber trifft die Schulkonferenz. An den meisten unserer Gesamtschulenn wird NW in den Jahrgangsstufen 5/6 integriert unterrichtet. Gemeinsame Grundlage ist der Kernlehrplan Naturwissenschaften. Ab der Jahrgangsstufe 7 wird NW neben anderen Fächern (z.B. Französisch, Arbeitslehre) als Wahlpflichtfach 1 (WP1) angeboten. WP1-Fächer sind Hauptfächer, in denen Klassenarbeiten geschrieben werden.

Die Ziele des Tages bestehen einerseits darin, die an Gesamtschulen unterrichtenden Auszubildenden in den Fächern Erdkunde, Geschichte, Wirtschaft/Politik bzw. Sozialwissenschaften sowie Biologie, Chemie und Physik in ihrem Unterrichtsalltag zu unterstützen; andererseits sollen die an Gymnasien unterrichtenden Auszubildenden über das Fach GL bzw. NW informiert und darauf vorbereitet werden, das Fach ggf. später an einer Gesamtschule selbst integrativ zu unterrichten.

((Seminarkonferenz vom 28.08.2024)

Professionelle Lerngemeinschaften Durch professionelle Lerngemein-schaften mit gemeinsamen Hospitationen und kollegialen Fallberatungen wird die Eigenständigkeit und Teamfähigkeit der Auszubildenden gefördert. Die Kernseminarleitungen des Seminars verstehen ihre Aufgabe hierbei vornehmlich als flankierend und beratend. Nähere Ausführungen zur Ausgestaltung dieses Ausbildungselements finden sich auf der gleichnamigen Seite.

Medientag I Seminar GyGe

Impulse über das Lernen und Lehren in der digitalen Welt von LAA für LAA

Der Medientag findet in Form eines Barcamps statt. Ein von LAA erstelltes Sessionboard (per TaskCard) lädt in drei Zeitschienen mit maximal 45-minütigen Austausch-Angeboten zur Vernetzung und zum Voneinander-Lernen ein.

Beispiel für die zeitliche Organisation des Medientags

Die Nachbereitung des Medientages erfolgt an den Folge-Seminartagen, indem die gewonnenen Anregungen, Erfahrungen und Erkenntnisse in die fachpraktischen und schulischen Kontexte im Sinne des Medienkompetenzrahmens NRW einzubauen.

Sessionboard zum Medientag 2024

Weitere Formate der Kooperation im Ausbildungskontext sind Ausbildungssituationen im Rahmen der Perspektiv-gespräche und Unterrichtsbesuche. Diese gemeinsamen Ausbildungselemente bieten eine wertvolle Gelegenheit, um praxisnahe Einblicke zu gewinnen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Die Kernseminarsitzungen

  • bilden den Kernbereich der überfachlichen Ausbildung.folgen nach den inhaltlichen Vorgaben des Kerncurriculums (Anlage 1 der OVP).
  • werden in Inhalt und Reihenfolge von den Kernseminar-leitungen abgesprochen (s. Ausbildungsplan (KS-Curriculum) für den jeweiligen Ausbildungsdurchgang).
  • erfolgen zu im Ausbildungsprogramm festgelegten Zeitpunkten als Themen- oder Schwerpunkttage oder in einem Wahlpflichtprogramm (siehe Sonderformate der Ausbildung).

Wahlpflicht im 6. Ausbildungsquartal

Seit vielen Jahren ist es an unserem Seminar zu einer nachhaltigen Tradition geworden, die Ausbildung im Vorbereitungsdienst für unsere LAA während der Examensphase im 6. Quartal dahingehend zu öffnen, dass diese ein inhaltliches Angebot erhalten, das über die seminarinternen fachlichen und überfachlichen Curricula hinausgeht. Mit internen SAB, aber auch mit externen Referent:innen, die untereinander inhaltliche Absprachen treffen, und entweder als Moderator:innen bzw. als Co-Moderator:innen die Module begleiten, wird den LAA ein breit gestreutes, ausgesprochen praxisorientiertes Themenangebot gemacht. Diese Seminarsitzungen finden i.d.R. an vier Seminartagen in Form von Modulen statt. So wird den LAA ein Angebot eröffnet, bei dem sie die Möglichkeit haben, eigene Interessenschwerpunkte zu wählen.

Ein zentrales Element der Kooperation sind die regelmäßig stattfindenden Zentralkonferenzen. Diese Konferenzen bringen Ausbildungs-beauftragte (ABB), Kernseminarleitungen sowie Schulleitungen und die Seminarleitunge GyGe zusammen.

Ziele der Konferenzen sind:

  • Austausch von Erfahrungen und Best Practices,
  • Diskussion aktueller Herausforderungen in der Lehrerbildung
  • und Planung und Koordination von Ausbildungsinhalten.

Lehramtsanwärter (LAA) und Fachleitungen sind ebenfalls herzlich eingeladen, an diesen Zentralkonferenzen teilzunehmen. Ihre Pers-pektiven und Erfahrungen sind wertvoll für die Diskussionen und tragen zur Weiterentwicklung des Ausbildungsprogramms bei.

Ein intensiver Austausch wird durch inte-grierte Arbeitsphasen in den Regional-gruppen sichergestellt. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, spezi-fische Themen vertieft zu bearbeiten und Lösungen zu entwickeln.