Das Novemberpogrom 1938 in Kirchhain
Am frühen Abend des 8. November 1938 zogen der Kirchhainer SS-Obersturmführer Ernst Teichmann, sein Bruder Otto Teichmann als örtlicher SS-Führer sowie ihm unterstellte SS-Männer, ausgehend von der Wirtschaft „Biertunnel“ am Bahnhof, durch Kirchhain. Sie wollten wegen des Attentats auf den deutschen Botschafts-mitarbeiter Ernst vom Rath die beiden Kirchhainer Juden Julius Plaut und Adolf Wertheim zusammenschlagen. In den folgenden Stunden wurde daraus eines der schwersten Pogrome in ganz Hessen. Bald schlossen sich ihnen Jugendliche der HJ an. An der Schändung der Synagoge und der Plünderung mehrerer jüdischer Häuser waren dann große Menschengruppen aus Kirchhain und Umgebung beteiligt. Anhand der von Schülerinnen und Schülern der AWS erstellten Karte, die auch O-Töne von Zeitzeugen integriert, können die Ereignisse dieser Nacht und ihre Folgen interaktiv erschlossen werden.
Übersicht
erste Welle der Übergriffe durch SS-Männer
Übergriffe der SS (1.00-
Verwüstungen, Plünderungen, Über-griffe durch HJ, weitere Kirchhainer, SS
Verhaftungen vom 8.-10. November
An awesome title
Interaktive Karte
Prozesse gegen die Rädelsführer
Aufgrund der persönlichen Feindschaft zwischen Landrat Krawilitzki und Ernst Teichmann mussten sich im März 1939 13 NSDAP-Mitglieder bei dem Gaugericht der NSDAP für schwere "Misshandlung von Juden" in der Pogromnacht in Kirchhain verantworten. Sie wurden alle freigesprochen. Nach Kriegsende wurden die Rädelsführer des Pogroms erneut vor Gericht gestellt. Nach mehreren Verfahren, die bis vor den Bundesgerichtshof gingen, wurden Walter Biedermann, Ernst Teichmann, Otto Teichmann und Hermann Mandt im Dezember 1954 zu Freiheitsstrafen zwischen ein und zwei Jahren verurteilt; die Internierungshaft wurde angerechnet.
Diese interaktive Karte wurde erstellt vom WU-Kurs Geschichte der Jgst. 11 der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain; Leitung: Barbara Sonnenberger, Paula Trzaskalik (2024/2025)
Flucht aus Deutschland(Familie Jakob Haas, Niederrheinische Str. 1)
Jakob Haas wird in der Pogromnacht vom SS-Mann Ernst Teichmann körperlich attackiert. Das Haus der Familie wird durch den (nichtjüdischen) Mieter verschont. Am 10. November wird Jakob Haas ins KZ Buchenwald deportiert. Sein 24-jähriger Sohn Max Haas entgeht einer Verhaftung, indem er nach Marburg flieht. Max gelangt nach abenteuerlicher Flucht über Hannover, Hamburg und die Niederlande nach Kuba und später in die USA.
Consectetur adipiscing elit
Lorem ipsum dolor sit
BEDROHUNG UND FLUCHT
(Familie Julius Stern, Hindenburgstr. 2)
Das Haus der Familie Julius Stern wird ebenfalls attackiert. Die Fenster werden eingeworfen, die Haustür durch Axtschläge beschädigt. Julius Stern entgeht der Verhaftungswelle, da ihn der Kraftfahrzeughandwerker Emil Noll am Morgen des 10. Novem-ber mit einem zu seinem Fuhrunter-nehmen gehörenden Auto nach Köln fährt und dadurch rettet.Julius Stern schreibt später an Emil Noll:
Stolpersteinverlegung für Familie Stern (Flyer)
Plünderung und erzwungene "Arisierung" (Kaufhaus Plaut, Brießelstraße)
Auch das Geschäftshaus der Brüder Adolf und Julius Plaut, das "Warnehaus Plaut", wird in der Pogromnacht attackiert und geplündert. Wenige Tage später wird das beonders für seine Trachten bekannte und einst umsatzstärkte Kaufhaus Kirchhains weit unter Wert verkauft - die brutalen Übergriffe auf Julius und Selma Plaut, die Internierung Adolf Plauts im KZ Buchenwald und das am 12. November 1938 ergehende Verbot jeder selbststänidgen wirtschaftlichen Betätigung von Jüdinnen und Juden lassen keine Wahl mehr. Bereits am 29. November 1938 eröffnet Willy Junker das Warenhaus wieder als „Deutsches Geschäft“.
Die "Arisierung" im Spiegel zweier Werbeanzeigen
Demütigung (Ehepaar Steinhauer, Niederrheinische Str. 2)
Beim Ehepaar Steinhauer verschaffen sich mehrere Nazis über die Kellertür gewaltsam Zugang zum Haus. Schränke und Behält-nisse werden aufgerissen, die Inneneinrich-tung wird demoliert und unter anderem eine goldene Damen-Uhr gestohlen. Der 62-jährige, vor 1933 in der Stadt hoch ange- ehene Lehrer Ludwig Stein- hauer wird durch die Straßen Kirchhains zum Landgerichts- gefängnis geführt und dort ein- gesperrt, später unter Haus- arrest gestellt.
Stolpersteine für das Ehepaar Steinhauer (Flyer 2019)
Brutale Misshandlung (Adolf Wertheim, Raiffeisenstr. 11)
Die SS-Leute dringen in das Anwesen der Familie Adolf Wertheim ein und schlagen Adolf Wertheim brutalst zusammen. Er muss mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Siegfried Stern aus Amöneburg, der bei Adolf Wertheim ist, kann verletzt den Peinigern entkommen.
Enteignung
Auch bei der Familie Katten werden mit Steinen Fenster eingeworfen und dadurch Teile des Mobiliars zerstört. Die Familie flieht zu ihrer nichtjüdischen Mieterin in den 3. Stock. Emil Katten wird am 10. November verhaftet, durch Schläge auf Kopf und Rücken schwer misshandelt. Erst nach dreiwöchigem Aufenthalt im KZ Buchenwald wird er unter der Bedingung freigelassen, dass er seinen Betrieb, das Kaufhaus Katten, zügig und deutlich unter Wert verkauft
Stolpersteine für Familie Emil Katten (Flyer 2018)
Plünderung (Familie Plaut, Am Bahnhof 6)
Die SS-Männer ziehen gezielt zur Villa der Familie Julius Plaut und dringen dort gewaltsam ein. Selma Plaut und das Hausmädchen Hanna Calm werden misshandelt. Später am Abend kommen Ortsfremde sowie Kirchhainer - auch Nachbarn - und verwüsten und plündern die Villa. Das Ehepaar muss sich auf dem Speicher verstecken und traut sich erst nach dem Eintreffen der Polizei heraus.
Stolpersteine für Familie Julius Plaut (Flyer 2016)
Liste der geplünderten Gegenstände
- Lorem ipsum dolor sit amet.
- Consectetur adipiscing elit.
- Sed do eiusmod tempor incididunt ut.
- Labore et dolore magna aliqua.
Erzwungene "Arisierung", (Familie Adolf Plaut, Steinweg 4)
In der Villa der Familie Adolf Plaut werden die Fenster eingeworfen. Am 9. oder 10. November wird Adolf Plaut, wie die meisten jüdischen Männer, verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert. Mit der Verhaftungswelle verfolgen die Nationalsozialisten das Ziel, vor allem bei wohlhabenderen jüdischen Männern die „Arisierung" ihrer Geschäfte und ihre Auswanderung zu beschleunigen. Nur durch Geldzahlungen und Zusage des Verkaufs seines Geschäfts kommt Adolf frei
Stolpersteine für Familie Adolf Paut (Flyer 2016)
Verhaftung und Ermordnung (Karl Zadok Stern, Borngasse 10)
Der 62-jährige Karl Zadok Stern wird nach der Reichspogromnacht mit anderen jüdischen Männern in das KZ Buchen-wald deportiert. Dort ist er Demütigung, Schikane, stundenlangen Appellen und menschenunwürdiger Unterbringung ausgesetzt. Nach acht Tagen im Lager stirbt Karl Zadok Stern. Er ist das erste Todesopfer unmittelbarer nationalsozia-listischer Gewalt in Kirchhain.
Stolpersteine für Familie Karl Stern (Flyer 2018)i
Riskante Hilfe(Familie Leopold Jacob, Hindenburgstraße 6)
Jugendliche dringen in das Haus von Leopold und Gida Jacob ein und zertrümmern mit mitgebrachten Gummiknüppeln Fensterscheiben, Spiegel, Porzellan. Gida Jacob warnt mit Hilfe von Emil Noll ihren Ehemann Leopold Jacob von Treysa nicht nach Kirchhain zurückzukehren. Emil Noll beschützt und unterstützt das Ehepaar im weiteren Verlauf der Nacht.
- Lorem ipsum dolor sit amet.
- Consectetur adipiscing elit.
- Sed do eiusmod tempor incididunt ut.
- Labore et dolore magna aliqua.
Schändung (Synagoge, Römerstraße)
Die Synagoge der Stadt Kirchhain wird geplündert und die gesamte Inneneinrichtung zerstört. Nur wegen der Brandgefahr für die benachbarte "arische" Holzhandlung wird die Synagoge nicht in Brand gesteckt. Bei dem angrenzenden jüdischen Gemeindehaus werden die Fenster und Türen sowie eine Badeeinrichting zertrümmert.
Interaktives Bild
Barbara Sonnenberger
Created on October 6, 2023
Start designing with a free template
Discover more than 1500 professional designs like these:
View
The Power of Roadmap
View
Simulation: How to Act Against Bullying
View
Artificial Intelligence in Corporate Environments
View
Internal Guidelines for Artificial Intelligence Use
View
Interactive Onboarding Guide
View
Word Search
View
Sorting Cards
Explore all templates
Transcript
Das Novemberpogrom 1938 in Kirchhain
Am frühen Abend des 8. November 1938 zogen der Kirchhainer SS-Obersturmführer Ernst Teichmann, sein Bruder Otto Teichmann als örtlicher SS-Führer sowie ihm unterstellte SS-Männer, ausgehend von der Wirtschaft „Biertunnel“ am Bahnhof, durch Kirchhain. Sie wollten wegen des Attentats auf den deutschen Botschafts-mitarbeiter Ernst vom Rath die beiden Kirchhainer Juden Julius Plaut und Adolf Wertheim zusammenschlagen. In den folgenden Stunden wurde daraus eines der schwersten Pogrome in ganz Hessen. Bald schlossen sich ihnen Jugendliche der HJ an. An der Schändung der Synagoge und der Plünderung mehrerer jüdischer Häuser waren dann große Menschengruppen aus Kirchhain und Umgebung beteiligt. Anhand der von Schülerinnen und Schülern der AWS erstellten Karte, die auch O-Töne von Zeitzeugen integriert, können die Ereignisse dieser Nacht und ihre Folgen interaktiv erschlossen werden.
Übersicht
erste Welle der Übergriffe durch SS-Männer
Übergriffe der SS (1.00-
Verwüstungen, Plünderungen, Über-griffe durch HJ, weitere Kirchhainer, SS
Verhaftungen vom 8.-10. November
An awesome title
Interaktive Karte
Prozesse gegen die Rädelsführer
Aufgrund der persönlichen Feindschaft zwischen Landrat Krawilitzki und Ernst Teichmann mussten sich im März 1939 13 NSDAP-Mitglieder bei dem Gaugericht der NSDAP für schwere "Misshandlung von Juden" in der Pogromnacht in Kirchhain verantworten. Sie wurden alle freigesprochen. Nach Kriegsende wurden die Rädelsführer des Pogroms erneut vor Gericht gestellt. Nach mehreren Verfahren, die bis vor den Bundesgerichtshof gingen, wurden Walter Biedermann, Ernst Teichmann, Otto Teichmann und Hermann Mandt im Dezember 1954 zu Freiheitsstrafen zwischen ein und zwei Jahren verurteilt; die Internierungshaft wurde angerechnet.
Diese interaktive Karte wurde erstellt vom WU-Kurs Geschichte der Jgst. 11 der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain; Leitung: Barbara Sonnenberger, Paula Trzaskalik (2024/2025)
Flucht aus Deutschland(Familie Jakob Haas, Niederrheinische Str. 1)
Jakob Haas wird in der Pogromnacht vom SS-Mann Ernst Teichmann körperlich attackiert. Das Haus der Familie wird durch den (nichtjüdischen) Mieter verschont. Am 10. November wird Jakob Haas ins KZ Buchenwald deportiert. Sein 24-jähriger Sohn Max Haas entgeht einer Verhaftung, indem er nach Marburg flieht. Max gelangt nach abenteuerlicher Flucht über Hannover, Hamburg und die Niederlande nach Kuba und später in die USA.
Consectetur adipiscing elit
Lorem ipsum dolor sit
BEDROHUNG UND FLUCHT
(Familie Julius Stern, Hindenburgstr. 2)
Das Haus der Familie Julius Stern wird ebenfalls attackiert. Die Fenster werden eingeworfen, die Haustür durch Axtschläge beschädigt. Julius Stern entgeht der Verhaftungswelle, da ihn der Kraftfahrzeughandwerker Emil Noll am Morgen des 10. Novem-ber mit einem zu seinem Fuhrunter-nehmen gehörenden Auto nach Köln fährt und dadurch rettet.Julius Stern schreibt später an Emil Noll:
Stolpersteinverlegung für Familie Stern (Flyer)
Plünderung und erzwungene "Arisierung" (Kaufhaus Plaut, Brießelstraße)
Auch das Geschäftshaus der Brüder Adolf und Julius Plaut, das "Warnehaus Plaut", wird in der Pogromnacht attackiert und geplündert. Wenige Tage später wird das beonders für seine Trachten bekannte und einst umsatzstärkte Kaufhaus Kirchhains weit unter Wert verkauft - die brutalen Übergriffe auf Julius und Selma Plaut, die Internierung Adolf Plauts im KZ Buchenwald und das am 12. November 1938 ergehende Verbot jeder selbststänidgen wirtschaftlichen Betätigung von Jüdinnen und Juden lassen keine Wahl mehr. Bereits am 29. November 1938 eröffnet Willy Junker das Warenhaus wieder als „Deutsches Geschäft“.
Die "Arisierung" im Spiegel zweier Werbeanzeigen
Demütigung (Ehepaar Steinhauer, Niederrheinische Str. 2)
Beim Ehepaar Steinhauer verschaffen sich mehrere Nazis über die Kellertür gewaltsam Zugang zum Haus. Schränke und Behält-nisse werden aufgerissen, die Inneneinrich-tung wird demoliert und unter anderem eine goldene Damen-Uhr gestohlen. Der 62-jährige, vor 1933 in der Stadt hoch ange- ehene Lehrer Ludwig Stein- hauer wird durch die Straßen Kirchhains zum Landgerichts- gefängnis geführt und dort ein- gesperrt, später unter Haus- arrest gestellt.
Stolpersteine für das Ehepaar Steinhauer (Flyer 2019)
Brutale Misshandlung (Adolf Wertheim, Raiffeisenstr. 11)
Die SS-Leute dringen in das Anwesen der Familie Adolf Wertheim ein und schlagen Adolf Wertheim brutalst zusammen. Er muss mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Siegfried Stern aus Amöneburg, der bei Adolf Wertheim ist, kann verletzt den Peinigern entkommen.
Enteignung
Auch bei der Familie Katten werden mit Steinen Fenster eingeworfen und dadurch Teile des Mobiliars zerstört. Die Familie flieht zu ihrer nichtjüdischen Mieterin in den 3. Stock. Emil Katten wird am 10. November verhaftet, durch Schläge auf Kopf und Rücken schwer misshandelt. Erst nach dreiwöchigem Aufenthalt im KZ Buchenwald wird er unter der Bedingung freigelassen, dass er seinen Betrieb, das Kaufhaus Katten, zügig und deutlich unter Wert verkauft
Stolpersteine für Familie Emil Katten (Flyer 2018)
Plünderung (Familie Plaut, Am Bahnhof 6)
Die SS-Männer ziehen gezielt zur Villa der Familie Julius Plaut und dringen dort gewaltsam ein. Selma Plaut und das Hausmädchen Hanna Calm werden misshandelt. Später am Abend kommen Ortsfremde sowie Kirchhainer - auch Nachbarn - und verwüsten und plündern die Villa. Das Ehepaar muss sich auf dem Speicher verstecken und traut sich erst nach dem Eintreffen der Polizei heraus.
Stolpersteine für Familie Julius Plaut (Flyer 2016)
Liste der geplünderten Gegenstände
Erzwungene "Arisierung", (Familie Adolf Plaut, Steinweg 4)
In der Villa der Familie Adolf Plaut werden die Fenster eingeworfen. Am 9. oder 10. November wird Adolf Plaut, wie die meisten jüdischen Männer, verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert. Mit der Verhaftungswelle verfolgen die Nationalsozialisten das Ziel, vor allem bei wohlhabenderen jüdischen Männern die „Arisierung" ihrer Geschäfte und ihre Auswanderung zu beschleunigen. Nur durch Geldzahlungen und Zusage des Verkaufs seines Geschäfts kommt Adolf frei
Stolpersteine für Familie Adolf Paut (Flyer 2016)
Verhaftung und Ermordnung (Karl Zadok Stern, Borngasse 10)
Der 62-jährige Karl Zadok Stern wird nach der Reichspogromnacht mit anderen jüdischen Männern in das KZ Buchen-wald deportiert. Dort ist er Demütigung, Schikane, stundenlangen Appellen und menschenunwürdiger Unterbringung ausgesetzt. Nach acht Tagen im Lager stirbt Karl Zadok Stern. Er ist das erste Todesopfer unmittelbarer nationalsozia-listischer Gewalt in Kirchhain.
Stolpersteine für Familie Karl Stern (Flyer 2018)i
Riskante Hilfe(Familie Leopold Jacob, Hindenburgstraße 6)
Jugendliche dringen in das Haus von Leopold und Gida Jacob ein und zertrümmern mit mitgebrachten Gummiknüppeln Fensterscheiben, Spiegel, Porzellan. Gida Jacob warnt mit Hilfe von Emil Noll ihren Ehemann Leopold Jacob von Treysa nicht nach Kirchhain zurückzukehren. Emil Noll beschützt und unterstützt das Ehepaar im weiteren Verlauf der Nacht.
Schändung (Synagoge, Römerstraße)
Die Synagoge der Stadt Kirchhain wird geplündert und die gesamte Inneneinrichtung zerstört. Nur wegen der Brandgefahr für die benachbarte "arische" Holzhandlung wird die Synagoge nicht in Brand gesteckt. Bei dem angrenzenden jüdischen Gemeindehaus werden die Fenster und Türen sowie eine Badeeinrichting zertrümmert.