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Transcript
GESCHICHTE
ABI-METHODEN
UNTERRICHT
GESCHICHTE
1929-1949
GEFÄHRDETE DEMOKRATIEN, TOTALITARISMUS UND ZWEITERWELTKRIEG
EINSTIEG INS THEMA
UNTERRICHT
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
Warum wird die aus dem Ersten Weltkrieg hervorgegangene neue Weltordnung so stark angefochten, dass sie zu einem Faktor geopolitischer Spannungen wird?
HISTO-KONTEXT
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
DOSSIER
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
DOSSIER
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
DOSSIER
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
DOSSIER
14-Punkte-Programm des US-Präsidenten Wilson
1. Offene Diplomatie ohne Geheimverträge 2. Freier Handel auf See in Kriegs- und Friedenszeiten 3. Gleiche Handelsbedingungen 4. Abrüstung aller Nationen 5. Anpassung der kolonialen Ansprüche 6. Rückzug aller Mittelmächte aus Russland und Ermöglichung der Selbstbestimmung des Landes 7. Belgien muss evakuiert und wiederhergestellt werden 8. Rückgabe der Region Elsass-Lothringen und aller französischen Gebiete 9. Neufestlegung der italienischen Grenzen 10. Österreich-Ungarn muss die Möglichkeit zur Selbstbestimmung erhalten 11. Neufestlegung der Grenzen auf dem Balkan zur Schaffung von Rumänien, Serbien und Montenegro 12. Gründung eines türkischen Staates mit garantierter Freihandelszone in den Dardanellen 13. Gründung eines unabhängigen polnischen Staates 14. Gründung des Völkerbundes
AUSSTIEG AUS DEM ERSTEN WELTKRIEG (1918-1923/25)
DOSSIER
Der Dawes-Plan (1925)
GEFÄHRDETE DEMOKRATIEN, TOTALITARISMUS UND ZWEITER WELTKRIEG (1929-1949)
THEMA
1929-1939
Frage
Frage
INFRAGESTELLUNG DER EUROPÄISCHEN DEMOKRATIEN
FRAGE
Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) führten der Zusammenbruch der Kaiserreiche, der Aufstieg der USA zu einer internationalen Macht und das öffentliche Bewusstsein für die Schrecken des Krieges dazu, dass die Staaten eine internationale Ordnung schaffen mussten, die auf demokratischen Werten beruhte. Der Börsenkrach von Wallstreet im Jahr 1929 und die darauf folgende Weltwirtschaftskrise markierten den Beginn wirtschaftlicher, sozialer und politischer Umwälzungen, die die europäischen Demokratien schwächten
Wie reagierten die Demokratien auf die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Umwälzungen der Zwischenkriegszeit?
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Frankreich und Deutschland, zwei angefochtene und in Frage gestellte Demokratien
Die Zerstörung der Demokratie in Frankreich und Deutschland
Schwache Volkswirtschaften und Gesellschaften, angefochtene und in Frage gestellte Demokratien.
BEGRIFFE
In den 1920er Jahren erlebten die USA und die liberalen Volkswirtschaften Europas einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 1929 stürzte der Börsenkrach an der Wall Street die USA in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Krise breitete sich schnell auf die ganze Welt aus und führte zu einer langen Depression. In den meisten Ländern, die von der Krise betroffen waren, versuchten die demokratisch gewählten Regierungen, die steigende Arbeitslosigkeit und der Pauperismus der Gesellschaft einzudämmen. Das Scheitern dieser Maßnahmen führt jedoch zu sozialen Protesten und dem Aufstieg extremistischer Parteien, die einen Wechsel des politischen Systems und der Gesellschaft befürworten.
Depression
Wirtschaftskrise
Pauperismus
Definition:
Definition:
Definition:
Ein dauerhafter und allgemeiner Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität, der zu Unternehmens- und Bankpleiten, steigender Arbeitslosigkeit und Armut führt.
Plötzlicher Einbruch der Wirtschaftskonjunktur, der eine Wachstumsperiode beendet
Dauerhafte Verarmung der Bevölkerung.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
Arbeitslosigkeit war eine der sozialen Folgen. Da es in den meisten Teilen der von der großen Depression betroffenen Staaten keinen oder nur einen unzureichenden Sozialschutz gab, stieg die Zahl der Armen und ihre Lebensbedingungen waren sehr schwierig.
Nach einer Boomphase in den 1920er Jahren treten in den USA die ersten wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Baugewerbe und im Agrarsektor auf. Der Crash vom 24. Oktober 1929 bestätigt die Schwächen der Wirtschaft und führt zu einer abrupten Umkehr der wirtschaftlichen Aktivität des Landes.
Nach dem Ausbruch der Krise im Oktober 1929 geht das Volumen der Industrieproduktion zunächst in den USA zurück. Der Welthandel schrumpfte und die Depression griff auf Europa, die Kolonialreiche und Südamerika über. Die Preise und Löhne sinken, die Währungen werden abgewertet. Es kommt zu Massenarbeitslosigkeit: Willkommen in der Großen Depression
Schwache Volkswirtschaften und Gesellschaften, angefochtene und in Frage gestellte Demokratien.
BEGRIFFE
In den 1920er Jahren erlebten die USA und die liberalen Volkswirtschaften Europas einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 1929 stürzte der Börsenkrach an der Wall Street die USA in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Krise breitete sich schnell auf die ganze Welt aus und führte zu einer langen Depression. In den meisten Ländern, die von der Krise betroffen waren, versuchten die demokratisch gewählten Regierungen, die steigende Arbeitslosigkeit und der Pauperismus der Gesellschaft einzudämmen. Das Scheitern dieser Maßnahmen führt jedoch zu sozialen Protesten und dem Aufstieg extremistischer Parteien, die einen Wechsel des politischen Systems und der Gesellschaft befürworten.
Demokratie
Definition:
Die Demokratie ist ein politisches System, in dem die Gemeinschaft der Bürger souverän ist und die Staatsgewalt durch Institutionen ausübt. In der überwiegenden Mehrheit ist die Demokratie repräsentativ, da die Bürger Vertreter wählen, denen sie die Macht übertragen, politische Entscheidungen zu treffen.
Kontext:
In der Zwischenkriegszeit war die am weitesten verbreitete Form der Demokratie in Europa das parlamentarische System. Es beruht auf der Gewaltenteilung und der Zusammenarbeit zwischen Legislative und Exekutive. Die Regierung wird nicht direkt gewählt, da sie von Abgeordneten unterstützt werden muss, die in regelmäßigen Wahlen direkt gewählt werden. Aus diesem Grund muss sie im Parlament über eine absolute Mehrheit verfügen, die ihr vertraut und sie unterstützt. In den meisten Fällen kann eine Regierung aufgrund des Mehrparteiensystems nur durch eine politische Koalition über eine solche Mehrheit verfügen.
Titelseite der Zeitschrift "VU", auf der sich die beiden Koalitionen bei den Parlamentswahlen im Mai 1936 in Frankreich gegenüberstehen.
Plakat der Weimarer Koalition aus dem Jahr 1924, mit Immanuel Kants Aussage, dass jeder Staat eine republikanische Verfassung haben solle.
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Warum trifft die durch den Wallstreet-Crash ausgelöste wirtschaftliche und soziale Krise Deutschland und Frankreich nicht in gleicher Weise?
UNTERRICHT
Die europäischen Demokratien vor der Krise : ein geschwächtes und angefochtes Modell
Warum werden die Demokratien trotz des Sieges von 1918 von bestimmten sozialen und politischen Gruppen in Frage gestellt?
Frankreich und Deutschland sind Ende der 1920er Jahre zwei demokratische, liberale und parlamentarische Republiken, die beide vor dem Hintergrund einer militärischen Niederlage entstanden sind. In beiden Fällen nutzten die demokratischen Kräfte die militärische Niederlage ihres Landes, um einseitig eine demokratische Republik zu errichten und gleichzeitig Friedensverträge zu unterzeichnen, die von ihrer Öffentlichkeit als demütigend empfunden wurden.
Frankreich: Eine verankerte und dennoch angefochtene demokratische Republik.
Seit 1870 musste sich die Dritte Republik in Spannungen (die Schulgesetze von Jules Ferry oder die Trennung von Kirche und Staat) oder politischen Krisen (Boulanger-Krise, Dreyfus-Affäre) stets mit Opposition und Anfechtungen (Monarchisten, Katholiken, Ultra-Nationalisten, Antisemiten) auseinandersetzen, in deren Verlauf sie sich als demokratische, parlamentarische, liberale und laizistische Republik durchsetzen konnte. Eine tief verankerte und dennoch angefochtene demokratische Republik.
Deutschland: Eine junge Demokratie, die aus der Niederlage von 1918 entstanden ist.
In Deutschland wurde am 9. November 1918, zwei Tage vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, durch die Abdankung von Kaiser Wilhelm die Ausrufung einer demokratischen Republik ermöglicht. Am 6. Februar 1919 trat eine verfassungsgebende deutsche Versammlung im Theater von Weimar zusammen, um der jungen deutschen Demokratie eine Verfassung zu geben: Die Weimarer Republik war geboren.
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Warum trifft die durch den Wallstreet-Crash ausgelöste wirtschaftliche und soziale Krise Deutschland und Frankreich nicht in gleicher Weise?
UNTERRICHT
Die europäischen Demokratien vor der Krise : ein geschwächtes und angefochten.
Warum werden die Demokratien trotz des Sieges von 1918 von bestimmten sozialen und politischen Gruppen in Frage gestellt?
Demokratien, die bereits nach dem Ersten Weltkrieg geschwächt waren.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die europäische Demokratie auf eine harte Probe gestellt: Das schlechte "Wirtschaftsklima" der Jahre 1919-1920, die Brutalisierung der Gesellschaften durch den Krieg, die revolutionäre Welle, die aus der bolschewistischen Revolution von 1917 hervorging, oder die Zerstörung der italienischen Demokratie durch den Faschismus (1922-1925) veranlassten einige politische Kräfte dazu, zu gewalttätigen autoritären Lösungen zu greifen.
Die Weltwirtschaftskrise treibt die europäischen Demokratien in die politische Krise
Inwiefern führte die Weltwirtschaftskrise die europäischen Demokratien in die politische Krise?
Deutschland und Frankreich vor 1929: zwei Volkswirtschaften, die ungleich in den Weltmarkt integriert sind.
Frankreich am Vorabend der Krise von 1929 war ein noch überwiegend ländliches Land, das kaum in den globalen Kapitalismus integriert war. Das Struktur seiner Wirtschaft beruht auf kleinen und mittleren Unternehmen, die nur für den nationalen Markt arbeiten, der durch Zollschranken geschützt ist, und nur ihr eigenes Kapital investieren.
Deutschland, die größte Industriemacht Europas, ist durch seine Konzerne (Krupp, Siemens, IG- Farben) und das US-Kapital, das seine Wirtschaft versorgt, stark in die Weltmärkte integriert. Sein Wirtschaftswachstum ist daher stark vom Welthandel und den US-Banken abhängig.
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Warum trifft die durch den Wallstreet-Crash ausgelöste wirtschaftliche und soziale Krise Deutschland und Frankreich nicht in gleicher Weise?
UNTERRICHT
Die Weltwirtschaftskrise treibt die europäischen Demokratien in die politische Krise
Inwiefern führte die Weltwirtschaftskrise die europäischen Demokratien in die politische Krise?
1929- Der schwarze Freitag
Deutschland und Frankreich vor 1929: zwei Volkswirtschaften, die ungleich in den Weltmarkt integriert sind.
1929 erlebte Frankreich einen bemerkenswerten Wohlstand: Die Franzosen betrachteten ihr Land als "Insel des Wohlstands in einer Welt in Krise" und freuten sich, dass ihre Wirtschaft sie vor der wirtschaftlichen Depression bewahrt hatte. Jedoch, mit dem Jahre 1931 wurde die Krise deutlich spürbar und gestaltete sich nachhaltiger.
Sie äußert sich in einem Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion (Weizen, Rüben, Wein) und anschließend der industriellen Produktion (Kohle, Eisen, Stahl und Textilien), d. h. der beiden Wirtschaftssektoren, die die meisten Arbeitnehmer beschäftigen. Bauern, aber vor allem kleine Händler und Handwerker waren am stärksten von der Krise betroffen und damit die sozialen Gruppen, die die Basis des republikanischen Staates darstellten.
Mit dem Verfall der Aktienkurse an der New Yorker Börse ab Oktober 1929 geriet die von dem US-Finanzmarkt und dem Weltmarkt abhängige deutsche Wirtschaft in die Krise.Der Zusammenbruch des Welthandels, die Verknappung von US-Anleihen und die Rückführung von US-Kapital führten zu Firmenzusammenbrüche, Bankenschließungen und Massenarbeitslosigkeit.
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Warum trifft die durch den Wallstreet-Crash ausgelöste wirtschaftliche und soziale Krise Deutschland und Frankreich nicht in gleicher Weise?
UNTERRICHT
Die Weltwirtschaftskrise treibt die europäischen Demokratien in die politische Krise
Inwiefern führte die Weltwirtschaftskrise die europäischen Demokratien in die politische Krise?
In Frankreich, wie in Deutschland führte die Massenarbeitslosigkeit zum Pauperismus und zur Verzweiflung
In Deutschland stieg die Arbeitslosigkeit überproportional auf 14 Millionen Arbeitslose (6 Millionen Vollzeit- und 8 Millionen Teilzeitarbeitslose): Insgesamt 50-60% der deutschen Bevölkerung, die vor allem junge Menschen, Arbeiter und Führungskräfte trifft.
Im Vergleich zu Deutschland scheint Frankreich weniger stark betroffen zu sein: Die Arbeitslosigkeit erreicht um 1935 bis zu 2 Millionen Arbeitslose bei einer Erwerbsbevölkerung von 12 Millionen. Außerdem sank das Durchschnittseinkommen der Franzosen in den Jahren 1930-1935 um 30 %, während die Lebenshaltungskosten im Durchschnitt um 20 % sanken.
Die Massenarbeitslosigkeit führte zur moralischen Verzweiflung der Gesellschaft, die bereits vier Jahre zuvor von der Hyperinflation von 1924 getroffen wurde und keinen Ausweg außer einer radikalen Änderung der Politik sieht.
Walter Ballhause, "Die Verzweifelte", 1932
Eine Wirtschaftskrise, die Demokratien unterschiedlich schwächt
Warum trifft die durch den Wallstreet-Crash ausgelöste wirtschaftliche und soziale Krise Deutschland und Frankreich nicht in gleicher Weise?
UNTERRICHT
Die "Große Depression" löst in den Demokratien eine politische Krise aus.
Wie wird die wirtschaftliche und soziale Krise schließlich zu einer politischen Krise?
In Frankreich, wie in Deutschland versuchen Regierungsmassnahmen die Krise zu lösen.
In beiden Ländern versuchen die Regierungen das Haushaltdefizit zu bekämpfen durch die Einführung einer strengen Spaarpolitik:Massnahmen, wie Staatsausgabenkürzungen ( Beamtengehälter, Arbeitslosengeld, Sozialleistungen) und Steuer- und Abgabenerhöhungen (Tabak und Bier z. B.) sollen die Staatsausgaben reduzieren.
Darüber hinaus wird auch ein Eingreifen des Staates in die Wirtschaft befürwortet, um Unternehmen und das Finanzsystem zu unterstützen ( Aufkauf und finanzielle Unterstützung von Unternehmen und Kontolle der Banken in Deutschland) oder die Wirtschaft durch öffentliche Investitionen (Politik der Großen Werke in Frankreich) anzukurbeln. Diese Maßnahmen fördern jedoch die Staatsverschuldung und erhöhen das Haushaltsdefizit.
Maßnahmen, die die wirtschaftliche und soziale Krise beschleunigen
DER TEUFELKREIS DER DEFLATION FÜHRT ZUR POLITISCHEN KRISE
Die europäische Demokratie unter Druck (Ab 1929)
UNTERRICHT
Wie äußert sich die politische Krise in den europäischen Demokratien?
Überall dieselbe Parole: "Der Parlamentarismus muss weg!".
Wie wird die wirtschaftliche und soziale Krise schließlich zu einer politischen Krise?
Der Parlamentarismus herrscht in Frankreich, wie in Deutschland .
Der „Parlamentarismus“ bezeichnet die Regierungs- oder Herrschaftsform, in deren Mittelpunkt eine vom Volk gewählte Vertretung steht: die Abgeordnetenkammer in Franreich und das Reichstag in Deutschland. Das System beruht auf regelmäßigen Wahlen, einem Mehrparteiensystem und der Bildung politischer Koalitionen, die die Regierung bilden. Außerdem muss die Regierung das Vertrauen der Versammlung erhalten, um regieren zu können.
Eine Regierungsform, die mit der Krise zunehmend in Frage gestellt wird.
Die politische Europakarte von 1938 zeigt, dass die 1930er Jahre eine Zeit waren, in der der Liberalismus in Frage gestellt wurde. Die Deflationspolitik verschlimmerte die Situation, während die UdSSR mit ihren Fünfjahresplänen spektakuläre Ergebnisse erzielte und Deutschland nach 1933 aus der wirtschaftlichen Rezession herauskam. Auf politischer Ebene führten die Instabilität der Regierung aufgrund des parlamentarischen Systems, der spanische Bürgerkrieg als Vorspiel für einen zukünftigen Krieg und die Spaltung der Demokraten angesichts der Krise dazu, dass die Öffentlichkeit den Liberalismus für eine vergangene und überholte Ideologie hielt.
Die europäische Demokratie unter Druck (Ab 1929)
UNTERRICHT
Wie äußert sich die politische Krise in den europäischen Demokratien?
Der Aufstieg politischen antidemokratischen Kräfte in Deutschland.
Die Infragestellung der Weimarer Republik (1919-1930)
In Deutschland äußerte sich die Ablehnung des Parlamentarismus in der Agitation bestimmter Freikorps oder sehr einflussreichen Veteranenverbänden ablesen, aber auch in der Erosion der Zentrumsparteien, die ursprünglich die Weimarer Koalition gebildet hatten. Während sie bei der Gründung des Regimes noch mehr als drei Viertel der Wähler auf sich vereinten, so waren es nur zehn Jahre später weniger als 40 Prozent. Dieses Abbröckeln der Wählerbasis der Koalition wurde durch Parteien gestärkt, die offen gegen die parlamentarische Demokratie eingestellt waren, ja sogar nationalistischen und militaristischen Parteien. Die Kommunistische Partei sieht in der Weimarer Koalition einen Feind der Revolution (Niederschlagung des Aufstands Spartakisten), während die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) , während die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) den Parlamentarismus als Hindernis für die Errichtung eines autoritären und rassistischen Regimes betrachtete.
Am 6. Februar 1934 weckte ein antiparlamentarischer Impuls die linken Kräfte.
In Frankreich gipfelte die Krise des Parlamentarismus in den Unruhen vom 6. Februar 1934
In Frankreich profitieren von der wachsenden Unzufriedenheiten gegenüber der Politik extremische Parteien und Vereinigungen, wie die nationalistischen Ligen, die nach einem autoritären Staat strebten. In der bekanntesten Liga, der Croix de Feu, versammelten sich vor allme Veteranen des Ersten Weltkrieges, aber auch andere Organisationen versuchten die Gesellschaft mobilzumachen in der Bekämpfung des Parlamentarismus , wie die Aktion Française oder die Jeunesses patriotes.Nach dem politischen Skandal der Stavisky-Affäre unternahmen Veteranenverbände und Ligen einen Marsch auf den Sitz der Kammer im Palais Bourbon. Die gewaltige Unterdrückung durch die Polizei, die mehrere Toten und über 2000 Verletzten machte führte zum Sturz des "Daladier-Kabinetts". Die Linken Parteien (SFIO, PCF, Radical-socialistes), die im Aufstand der Ligen den Versuch eines faschistischen Staatsstreich sahen, entschieden sich zu versammeln um die rechte Bedrohung zu kämpfen.
Der Zusammenbruch der europäischen Demokratien (1930-1940).
UNTERRICHT
Warum haben die meisten europäischen Demokratien die politische Krise der 1930er Jahre nicht ürlebt?
Fallbeispiel 1: Der Untergang der Weimarer Republik
"Machtübernahme" oder "Machtergreifung", sind die Nazis demokratisch an die Macht angekommen?
1929-1933, ein förderlicher Kontext: Der "latente deutsche Bürgerkrieg"
Die Zeit von 1929 bis 1933 wird von Historikern als "latenter Bürgerkrieg" bezeichnet: Deutschland wurde von einer beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Krise betroffen und erlebte Gewalt und politische Spannungen, die es zuvor noch nie gegeben hatte. Die Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Krise zu bewältigen sei, führten zum Niedergang der demokratischen Parteien (Zentrum, SPD, DDP) zugunsten der extremistischen Parteien von rechts (NSDAP) und links (KPD). Außerdem ernannte der Staatspräsident, der nationalistische und konservative Marschall Hindenburg Regierungen ohne parlamentarische Mehrheit, die nur mit Hilfe von Notverordnungen regieren konnten. Da der Reichstag kein Ort für politische Debatten mehr war, wurde die Straße zum Schauplatz des politischen Kampfes: SA und SS der NSDAP gegen die Rotkämpfer der KPD.
Der Aufstieg der NSDAP, Spiegel der Krise der Weimarer Republik.
Nachdem sein Putsch in München 1923 gescheitert war, änderte Hitler seine Strategie, in dem er versuchte und die NSDAP auf legitimen Weg – durch Reichstagswahlen – an die Macht zu bringen. Obwohl diese Linie bis 1929 nicht erfolgreich war, ermöglichte sie es den Nazis, ihre Ideen in der Gesellschaft zu verbreiten. Die Weimarer Verfassung ermöglichte es der NSDAP, Finanzmittel zu erhalten und ihren gewählten Vertretern parlamentarische Immunität zu gewähren, während sie ihre Ideen durch eine wirksame Propaganda verbreiteten: expressionistische Ikonografie im Diensten einer vereinfachten politischen Parole
Der Zusammenbruch der europäischen Demokratien (1930-1940).
UNTERRICHT
Warum haben die meisten europäischen Demokratien die politische Krise der 1930er Jahre nicht ürlebt?
Fallbeispiel 1: Der Untergang der Weimarer Republik
"Machtübernahme" oder "Machtergreifung", sind die Nazis demokratisch an die Macht angekommen?
1929-1933, ein förderlicher Kontext: Der "latente deutsche Bürgerkrieg"
Die Zeit von 1929 bis 1933 wird von Historikern als "latenter Bürgerkrieg" bezeichnet: Deutschland wurde von einer beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Krise betroffen und erlebte Gewalt und politische Spannungen, die es zuvor noch nie gegeben hatte. Die Meinungsverschiedenheiten darüber, wie die Krise zu bewältigen sei, führten zum Niedergang der demokratischen Parteien (Zentrum, SPD, DDP) zugunsten der extremistischen Parteien von rechts (NSDAP) und links (KPD). Außerdem ernannte der Staatspräsident, der nationalistische und konservative Marschall Hindenburg Regierungen ohne parlamentarische Mehrheit, die nur mit Hilfe von Notverordnungen regieren konnten. Da der Reichstag kein Ort für politische Debatten mehr war, wurde die Straße zum Schauplatz des politischen Kampfes: SA und SS der NSDAP gegen die Rotkämpfer der KPD.
Der Aufstieg der NSDAP, Spiegel der Krise der Weimarer Republik.
Nachdem sein Putsch in München 1923 gescheitert war, änderte Hitler seine Strategie, in dem er versuchte und die NSDAP auf legitimen Weg – durch Reichstagswahlen – an die Macht zu bringen. Obwohl diese Linie bis 1929 nicht erfolgreich war, ermöglichte sie es den Nazis, ihre Ideen in der Gesellschaft zu verbreiten. Die Weimarer Verfassung ermöglichte es der NSDAP, Finanzmittel zu erhalten und ihren gewählten Vertretern parlamentarische Immunität zu gewähren, während sie ihre Ideen durch eine wirksame Propaganda verbreiteten: expressionistische Ikonografie im Diensten einer vereinfachten politischen Parole
Der Zusammenbruch der europäischen Demokratien (1930-1940).
UNTERRICHT
Warum haben die meisten europäischen Demokratien die politische Krise der 1930er Jahre nicht ürlebt?
Fallbeispiel 1: Der Untergang der Weimarer Republik
"Machtübernahme" oder "Machtergreifung", sind die Nazis demokratisch an die Macht angekommen?
Jedoch wäre es ungenau zu behaupten, dass die Nazis durch Wahlen an die Macht kamen.
Es ist jedoch falsch zu behaupten, dass die Nazis an der Wahlurne an die Macht gekommen sind: Obwohl sie bis Ende 1932 einen spektakulären Aufschwung erlebten, endete dieser Aufschwung bei den Wahlen im November. Sie verloren 6 Prozentpunkte oder 2 Millionen Stimmen, während die Kommunisten weiterwuchsen. Dieser Rückgang der Wählerstimmen ist vor allem auf die physische Gewalt der SA und SS während des Wahlkampfs zurückzuführen. Schließlich beunruhigte der Zusammenbruch der rechten Parteien und der Vormarsch der Kommunisten die Industrie- und Finanzkreise, die die Nazis an der Regierung beteiligt sehen wollten, als Bollwerk gegen den Kommunismus
Der Zusammenbruch der europäischen Demokratien (1930-1940).
UNTERRICHT
Warum haben die meisten europäischen Demokratien die politische Krise der 1930er Jahre nicht ürlebt?
Fallbeispiel 2: Das Ende der 3. Republik in Frankreich.
Welche waren die langsfristigen und kurzfristigen Ursachen zum Ende der 3. Republik?
Bereits 1938 geriet das parlamentarische System der Dritten Republik in eine Sackgasse
In Frankreich konnten sich die Regierungen seit dem Ende der Volksfront nicht mehr auf stabile Mehrheiten in der Versammlung stützen, aber sie konnten dennoch mithilfe von Gesetzesdekreten handeln. So gelang es der Regierung Daladier 1938, sich von den Sozialreformen der Volksfront zu befreien und Internierungslager für die nach Frankreich geflüchteten spanischen Republikaner einzurichten, die mit Misstrauen betrachtet wurden, da sie häufig Kommunisten oder Anarchisten waren (Lager Rivesaltes).
Der Krieg beschleunigt das Ende der 3. Republik.
Der Kriegseintritt im September 1939 und die Niederlage Frankreichs im Frankreichfeldzug stellten die Regierung und das Parlament vor die Alternative, den Weg des Waffenstillstands "zwischen Soldaten und in Ehre" zu wählen, wie es der gerade zum Regierungschef ernannte Marschall Petain wollte (Rundfunkansprache vom 17. Juni 1940), oder den von General de Gaulle vorgeschlagenen Weg der Résistance (Rundfunkansprache vom 18. Juni 1940).
Die Niederlage Frankreichs führt zum Ende der 3. Republik.
Pétain war davon überzeugt, dass das republikanische System für die französische Niederlage verantwortlich war und dass nur ein politisches System mit einer starken Exekutive Frankreich wieder auf die Beine bringen würde. Am 10. Juli erteilte das Parlament in Vichy Pétain die volle Macht (569 Ja-Stimmen, 80 Nein-Stimmen, 20 Enthaltungen), um eine neue Verfassung mit den neuen Grundsätzen Arbeit, Familie und Vaterland zu schaffen.
LEXIKONECKE
Notverordnung:Gesetzesvertrtende Verordnung, die nach Artikel 48 bei "Gefahr im Verzug" vom Reichspräsidenten erlassen werden konnte; sie bedurftz aber der Zustimmung des Reichstages. Falls diese verweogert wurde, konnte der Reichspräsident dass Parlament auflösen und bis zur Neuwahl 60 Tage unkontrolliert mit Notverordnungen regieren.
Brutalisierung der GesellschaftenDie beispiellose Gewalt des Ersten Weltkriegs öffnete in einigen Länder den Weg für gewalttätige Praktiken, die politische Gewalt, Führerkult, Hinrichtungen, Deportationen und andere Unterdrückungsmaßnahmen übernahmen. Dieses Phänomen wurde 1990 von George Mosse als "Brutalisierung der Gesellschaften" beschrieben
Spartakisten:Linker Flüger der USPD (Unahängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands), der von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg geführt wurde und der für eine Räterrepublik nach sowjetischen Modell eintracht.
Defationspolitik:Reduzierung der öffentlichen Ausgaben zur Stabilisierung des Staatshaushalts. Der Begriff "Deflation" selbst bezeichnet eine volkswirtschaftliche Situation, in der Ungleichgewicht zwischen Angebot (hoch) und Nachfrage (niedrig) zu niedrigen Preisen und Löhnen führt.
Stavisky Affäre:Skandal um deen Betrüger Alexandre Stavisky, der, wie 1933 bekannt wurde, seine Geschäfte durch gute Kontakte zu Abgeordneten der Radikalen Partei führten.
Depression:Ein dauerhafter und allgemeiner Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität, der zu Unternehmens- und Bankpleiten, steigender Arbeitslosigkeit und Armut führ
NSADP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeitspartei):1919 unter dem Namen "Deutsche Arbeitspartei" gegründete antidemokratische, antisemistische, völklische Partei; nach seinem gescheiterten Putsch, gestaltete Adolf Hitler die Organisation in einer Massenpartei um, die das Instrument sein sollte seiner Machtübernahme.
Freikorps:Auf freiwilliger Basis von nationalisitischen Offizieren zusammengestellte Verbände, die aus Frontsoldaten und jüngeren Männern bestanden. Si wurden gegründte, um in Deutschland gegen revolutionäre Kräfte zu kämpfen und die Grenzen zu verteidigen.
Fünfjahresplan :Plan, der die innerhalb von 5 Jahren zu erreichenden Produktionsziele festlegt.
SA (Abkürzung für "Sturmabteilung"):Bewaffnete Kampf-, Schutz- und Prpagandatruppe der NSDAP
SS (Abkürzung für "Schutzstaffel"):Paramilitärischer der NSDAP; nach der Entmachtung der SA entwickelte sie sich zu einem zentralen Machtfaktor im Dritten Reich.
Ligues (Pl. Ligen) :Nationalistisch-antisemitische und antiparlamentarische Bewegungen.
Historischer Kontext: In Frankreich, wie in Deutschland, eine Republik, die aus einer Niederlage entstanden ist.
Politische Entwicklung in Frankreich und in Deutschland (1918-1929) : Zwei geschwächte und angefochtene Demokratien.
1918-1945
Frage
Frage
DER TOTALITARISMUS IN EUROPA
Die europäischen Länder gingen aus dem Ersten Weltkrieg erschüttert hervor, und zwar sowohl auf politischer Ebene (Verschwinden der Imperien, Entstehung neuer Staaten, Frustrationen nach den Friedensverträgen) als auch auf wirtschaftlicher (finanzielle Kosten des Krieges, wirtschaftliche Umstellung) und sozialer Ebene ("Veteranen", Arbeitslosigkeit). Infolgedessen durchlebten sie tiefe (politische, soziale und wirtschaftliche) Krisen, die die jüngsten Demokratien wie die deutsche Weimarer Republik schwächten. Vor diesem Hintergrund entstanden zwischen 1917 und 1933 in Russland, Italien und Deutschland neuartige politische Regime, die nach und nach als totalitär bezeichnet wurden. Diese Regime versuchten, alle Oppositionen in ihren Ländern zu zerschlagen, aber auch die Zivilgesellschaft zu kontrollieren, indem sie in alle Aspekte des Lebens eindrangen: eine totale Kontrolle der Macht und der Gesellschaft.
FRAGE
DIE WAND DES TOTALITARISMUS
Was kennzeichnet totalitäre Regime und wie setzten sie sich in der Zwischenkriegszeit in Europa durch?
Die ideologischen Grundlagen des Totalitarismus: Ziele, die zu erreichen sind.
Demokratien angesichts des Aufstiegs des Totalitarismus
Totalitarismus in Aktion: Die Errichtung eines totalitären Staates
Der Totalitarismus : Eine neue politische Staatsform.
BEGRIFFE
Totalitäre Regime haben ein gemeinsames Ziel, die Gesellschaften und Individuen zu verändern.. Sie alle wollen einen "neuen Menschen" schaffen. Allerdings bietet jedes eine spezifische Weltanschauung, die sich auf bestimmte Ideologien stützt, wie etwa Antisemitismus im Fall des Nationalsozialismus oder Kommunismus im Fall des Stalinismus. Diese Regime teilen eine Reihe von politischen Methoden, die auf der Autorität eines Führers, dem Einsatz von Propaganda und der Ausübung von Terror beruhen. Gemeinsam sind ihnen auch die gesellschaftliche Betreuung und eine interventionistische Wirtschaftspolitik. Faschismus und Nationalsozialismus sind zudem Eroberungsnationalismen, die zum Krieg führen.
Kommunismus
Neuer Mensch
Antisemitismus
Definition:
Definition:
Definition:
Feindschaft, Hass gegen Juden.
Individuum, dessen physische und psychologische Eigenschaften vom totalitären Regime gemäß seiner Ideologie definiert werden.
Vorstellung einer klassenlosen Gesellschaft, die laut Karl Marx und Friedrich Engels durch die Abschaffung des Privateigentum an Produktionsmittel errichtet werden soll.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
Aus dem 19. Jahrhundert stammender Begriff um die neuen Formen der Judenfeindlichkeit, die primär nicht mehr religiös (Christlicher Antijudaimus) , sondern nationalistisch, zunehmend auch rassenbiologisch geprägt waren.
Die Propaganda totalitärer Regime zeichnet das Bild eines "neuen Menschen", der die Rettung einer untergehenden Menschheit garantiert. Sport, Psychologie und Medizin werden eingesetzt, um diesen Menschen so zu formen, dass er dem politischen Projekt dient, das über das Individuum selbst hinausgeht.
Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895) veröffentlichten 1848 das "Manifest der Kommunistischen Partei", in dem sie ihre Überlegungen darlegten, wie die Wirtschaft und der technische Fortschritt gerecht gestaltet werden könnten. Ihrer Meinung nach sollte das Privateigentum an Produktionsmitteln abgeschafft werden, da der technische Fortschritt allen und nicht nur einigen wenigen zugute kommen sollte. Auf diese Weise würde über kurz oder lang eine klassenlose Gesellschaft entstehen, in der alle Menschen gleich sind.
Der Totalitarismus : Eine neue politische Staatsform.
BEGRIFFE
Totalitäre Regime haben ein gemeinsames Ziel, die Gesellschaften und Individuen zu verändern. Sie alle wollen einen "neuen Menschen" schaffen. Allerdings bietet jedes eine spezifische Weltanschauung, die sich auf bestimmte Ideologien stützt, wie etwa Antisemitismus im Fall des Nationalsozialismus oder Kommunismus im Fall des Stalinismus. Diese Regime teilen eine Reihe von politischen Methoden, die auf der Autorität eines Führers, dem Einsatz von Propaganda und der Ausübung von Terror beruhen. Gemeinsam sind ihnen auch die gesellschaftliche Betreuung und eine interventionistische Wirtschaftspolitik. Faschismus und Nationalsozialismus sind zudem Eroberungsnationalismen, die zum Krieg führen.
Terror
Eroberungsnationalismus
Definition:
Definition:
Anwendung von Gewalt durch einen Staat, um Individuen zur Unterwerfung zu zwingen. Sie entspricht einer radikalen Form des Zwangs.
Politische Theorie, die territoriale Eroberungen zum Mittel macht, um das Überleben und die Größe einer Nation zu sichern. Dieser Nationalismus kann als Imperialismus qualifiziert werden.
Kontext:
Kontext:
Der Polizeiterror ist ein zentrales Element des totalitären Projekts, zu dessen Hauptzielen die Gleichschaltung der Gesellschaft gehört. Er richtet sich gegen Regimegegner und im weiteren Sinne gegen alle Personen, die als potenziell gefährlich für den Staat und die Einheit der totalitären Gesellschaft angesehen werden.
Totalitäre Regime erschüttern die Geopolitik des europäischen Kontinents. Das faschistische Italien und Nazi-Deutschland affirmentieren ihren Willen, ihr Territorium auszudehnen. Der Eroberungskrieg ist der Haupthorizont ihrer Außenpolitik.
DIE WAND DES TOTALITARISMUS
KRIEGS-UND EXPANTIONSPOLITIK
EINPARTEIEN- SYSTEM
GLEICHSCHALTUNG
PARTEEIEN- UND GEWERKSCHAFTSVERBOT
ERFASSUNG DER GESAMTEN GESELLSCHAFT
KONTROLLE DER ELITEN
AUSBAU DES FÜHRERSTAATES
DIKTATUR
EIN-MANN-HERRSCHAFT
BILDUNG EINES NEUEN MENSCHTYPUS
BILDUNG EINES NEUEN MENSCHTYPUS
SCHAFFUNG NEUER ELITEN
MASSEN-ORGANISATIONEN
BOYKOTT
REGIERUNGS-SYSTEM
RASSISMUS ANTISEMITISMUS
ERMÄCHTIGUNGS-GESETZ
MISSACHTUNG DER MENSCHEN-UND BÜRGERRECHTE
IDEOLOGIE
ÜBERWACHUNGSSTAAT
BRUCH MIT DER VERGANGENHEIT
WELTANSCHAUUNG
AUSSCHALTUNG JEGLICHER OPPOSITION
PROPAGANDA
AUSBAU DES FÜHRERSTAATES
TERROR-HERRSCHAFT
GEWALT ALS POLITISCHES MITTEL
EROBERUNG EINES LEBENSRAUMS
STAATSPOLIZEI
ALLE TOTALITÄREN REGIME BERUHEN AUF IDEOLOGISCHEN GRUNDLAGEN.
UNTERRICHT
Welche Kernpunkte der Weltanschaung Hitlers definierten die nationalsozialistische Staatsdoktrin? Was unterscheidet den Nationalsozialismus vom Stalinismus?
Die Rasselehre bestimmt die Weltanschauung Hitlers und der NSDAP.
Welche sind die Kernpunkte Hitlers Rassenlehre?
Die NS-Ideologie war ein Gedankegebäude aus unterschiedlichen vertrauten Denkmuster des 19. Jahrhunderts, das Hitler in seinem Bekenntnisbuch "Mein Kampf" (1925-1926) wieder aufgegriffen hatte.
Im Zentrum der "Weltanschauung" Hitlers standen die beiden Begriffe "Volk" und "Rasse", die er miteinander verknüpfet. Die "reinste" Form der "Rasse" sah Hitler in der "Herrenrasse" der "Arier" verkörpert. Jegliche Vermischung ihres "Blutes" mit dem von "Nicht-Ariern" stellte für Hitler einen Verstoss gegen die Natur und war Grund für den gesellschaftlichen Verfall.Aus dem Sozialdarwinismus nahm Hitler die Idee der "Hierarchisierung der Rassen" aus dem Sozialdarwinismus, aber auch die Idee eines gnadenlosen Kampfs ums Dasein zwischen den "Rassen": Die Stärkeren haben das Recht, die Schwächeren zu beherrschen und sich deren Ressourcen anzueignen. So ist für Hitler die Gewalt der sogenannten "überlegenen" Völker gegen die vermeintlich ""niederen"" Völker legitim.
Welche sind die Quellen des Nationalszozialismus?
ALLE TOTALITÄREN REGIME BERUHEN AUF IDEOLOGISCHEN GRUNDLAGEN.
UNTERRICHT
Welche Kernpunkte der Weltanschaung Hitlers definierten die nationalsozialistische Staatsdoktrin? Was unterscheidet den Nationalsozialismus vom Stalinismus?
Die "Volksgemeinschaft" der Nazis : eine rassistische, geschlossenen und ausgegrenzte Gemeinschaft.
Wer sollte, laut der Nazis, zu dieser "Volksgemeinschaft" gehören?
Die NS-Ideologie umdeutete den, seit dem Ersten Weltkrieg in allen Parteien häufig verwendeten Begriff der "Volksgemeinschaft ", in einer rassistischen Richtung.
Diese Gemeinschaft, die die Nazis in Deutschland errichten wollen, muss von Natur ausgeschlossen sein: Nur Deutsche von Geburt und arischer Abstammung werden aufgenommen. Es ist auch eine gesetzlich geschlossene Gemeinschaft: Die Einbürgerung eines ausländischen Staatsbürgers ist ausgeschlossen. Folglich schließt sie all jene von der deutschen Staatsbürgerschaft aus, die nicht in das rassistische Weltbild des Nationalsozialismus passen (Juden, Sinti und Roma und alle sogenannten minderwertigen Rassen).
Warum wurden die Juden von den Nazis als Feinde der "Volksgemeinschaft" betrachtet?
In der jüdischen "Rasse" sah Hitler das Gegenbild zu den "Ariern" und betrachtete sie als der Feind, der den Herrschaftsapruch der "arischen Rasse" bedrohte.
Für Hitler waren die Juden Schuld an der Niederlage Deutschlands im Weltkrieg, der Revolution von 1918, der Demokratie, dem Pazifismus, den linken Parteien, insbesondere aber am Marxismus. Hitler war davon überzugt, dass der Marxismus und vor allem der russische Bolschewismus mit dem gefürchteten Ziel der proletarischen Weltrevolution Teil einer zersetzenden "jüdischen Weltverschwörung" sei. Der Kampf gegen diese "Verschwörung" und damit der Antisemitismus waren entsprechend für Hitler die wichtigste Begründung für seinen fanatischen Kampf um die politische Macht in Deutschland.
ALLE TOTALITÄREN REGIME BERUHEN AUF IDEOLOGISCHEN GRUNDLAGEN.
UNTERRICHT
Welche Kernpunkte der Weltanschaung Hitlers definierten die nationalsozialistische Staatsdoktrin? Was unterscheidet den Nationalsozialismus vom Stalinismus?
Aus all diesen Gründen steht der Nationalsozialismus in einem grundlegenden Gegensatz zum Stalinismus.
Was ist der Stalinismus?
In der UdSSR beansprucht der Stalinismus im Gegensatz zum Nationalsozialismus, einen neuen Menschen im Rahmen einer klassenlosen Gesellschaft zu schaffen. .
In der UdSSR schaltet Stalin, der Lenins Nachfolger ist, seine Gegner aus und errichtet eine Diktatur, mit der er das leninistisch-marxistische Ziel einer kommunistischen Gesellschaft verfolgt. Die Diktatur des Proletariats soll die von der Bourgeoisie ausgebeutete Arbeiterklasse in die Lage versetzen, diese durch die Kollektivierung der Produktionsmittel zu vernichten. Die Umsetzung dieser Diktatur wird von der kommunistischen Partei gewährleistet, die als einzige legitimiert ist, die Arbeiterklasse zu vertreten.Dazu muss ein neuer Mensch geschaffen werden, ein Arbeiter oder Kolchosearbeiter, der Stalins Entscheidungen gehorcht und sie ausführt und der sich mit Leib und Seele für die Schaffung einer klassenlosen kommunistischen Gesellschaft einsetzt.
War die sowjetische Gesellschaft in den 1930er antisemistisch ?
In der sowjetischen Gesellschaft der 1930er Jahre wurden Juden verfolgt, doch der Antisemitismus in der UdSSR kann nicht mit dem Antisemitismus der Nazis verglichen werden..
Die meisten Juden in der UdSSR wurden im Rahmen der stalinistischen Säuberungen verfolgt, entweder weil sie als "Klassenfeinde" (Bourgeoisie) oder als politische Gegner Stalins (Leo Trostki, Grigori Sinowjew) angesehen wurden: Gideon Haganow berichtet von einem Witz, der in Moskau hinter vorgehaltener Hand erzählt wurde: "Was ist der Unterschied zwischen Moses und Stalin? - Moses führte die Hebräer aus Ägypten heraus, während Stalin sie aus dem Zentralkomitee herausführte". Außerdem versuchte das Stalin-Regime in den 1930er Jahren im Rahmen der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, den alten christlichen Antisemitismus, der in der Bauernschaft noch verankert war, wiederzubeleben.
DER TOTALITARIMUS: DIE UMSETZUNG EINES IDEOLOGISCHEN PROJEKTS.
UNTERRICHT
WIE WURDEN IM DRITTEN REICH UND IN DER UdSSR VON STALIN STAAT UND GESELLSCHAFT GLEICHGESCHALTET?
Die Gleichschaltung des deutschen Staates.
Über welche Etappen sicherten sich die Nationalsozilalisten die absoluten Macht in Deutschland ?
In weniger als einem Jahr sicherten sich die Nationalsozialisten die absolute Macht über den deutschen Staat und die deutsche Gesellschaft.
Als Hitler am 30. Januar 1933 zum Kanzler ernannt wurde, stand er an der Spitze einer Regierung, in der nur zwei nationalsozialistische Minister inmitten einer Mehrheit von konservativen Ministern (DNVP, Stahlhelm) tagten. Mehr als ein Jahr später, am 2. Mai 1934, nach Hindenburgs Tod, vereinigte Hitler die Kompetenzen des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers unter der Bezeichnung "Führer und Reichskanzler" und ließ sich als Oberbefehlshaber von der Reichswehr Treue schwören.
Innerhalb weniger Monate setzten die Nationalsozialisten mit dem Reichstagsbrand in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1934 dem demokratischen System in Deutschland ein Ende und errichteten ihre Diktatur.
Hitler instrumentalisierte den Reichstagsbrand als kommunistische Bedrohung der Republik und erhielt von Präsident Hindenburg eine Notverordnung, die es ihm erlaubte, die in der Verfassung garantierten Grundrechte der Deutschen außer Kraft zu setzen. Die „Reichstagbrandverordnung“ des 28. Februars 1933 ermöglichte es Hitler, sowohl die Kommunisten, seine wichtigsten politischen Gegner, auszuschalten (Verhaftungen, Presseverbot, Hausdurchsuchungen) als auch die anderen Parteien unter Druck zu setzen. In diesem Kontext stimmten die meisten Parteien im Reichstag, abgesehen von der S.P.D., die sich dagegen aussprach, für ein „Ermächtigungsgesetz“. Durch dieses Gesetz räumte der Reichstag der Regierung eine Gesetzgebungskompetenz ein und entmachtete sich damit faktisch selbst.
DER TOTALITARIMUS: DIE UMSETZUNG EINES IDEOLOGISCHEN PROJEKTS.
UNTERRICHT
WIE WURDEN IM DRITTEN REICH UND IN DER UdSSR VON STALIN STAAT UND GESELLSCHAFT GLEICHGESCHALTET?
Die Gleichschaltung des deutschen Staates.
Über welche Etappen sicherten sich die Nationalsozilalisten die absoluten Macht in Deutschland ?
Sobald sie an die Macht gekommen waren, setzte die NSDAP die Gleichschaltung Deutschlands um, d. h. die freiwillige (d oder erzwungene Übernahme des Nationalsozialismus in Staat und Gesellschaft
In dieser Perspektive war es für die NSDAP oberste Priorität, jegliche politische und soziale Opposition auszuschalten: Am 2. Mai wurden die Gewerkschaften zerschlagen und in die Deutsche Arbeitsfront überführt, am 22. Juni wurde die SPD verboten und am 14. Juli wurde die NSDAP aufgrund des Gesetzes gegen die Neubildung von Parteien zur einzigen zugelassenen politischen Partei in Deutschland erklärt.
Diese Gleichschaltung galt auch für die N.S.D.A.P., wo jede Opposition gegen Hitler innerhalb der Partei ausgeschaltet wurde.
So ließ Hitler zwischen dem 30. Juni und dem 2. Juli 1934 die SA-Führung und konservative Gegner Mithilfe der SS und der Reichswehr ermorden. Die SA, die größtenteils aus Arbeitslosen und Arbeitern bestand, strebte eine soziale Revolution an, was den konservativen und industriellen Kreisen, auf die sich Hitler zur Stabilisierung des Dritten Reichs stützen wollte, Angst machte.
DER TOTALITARIMUS: DIE UMSETZUNG EINES IDEOLOGISCHEN PROJEKTS.
UNTERRICHT
WIE WURDEN IM DRITTEN REICH UND IN DER UdSSR VON STALIN STAAT UND GESELLSCHAFT GLEICHGESCHALTET?
Die Erfassung und die Durchdringung der deutschen Gesellschaft
Inwieweit erreichten die Nazis die Gleichschaltung der deutschen Gesellschaft ?
Die Nazis wollten das Leben der deutschen Bürger von der "Wiege bis zum Grabe" kontrollieren, indem sie ein vertikales und horizontales System der Überwachung und der Erfassung der Gesellschaft entwickelten, in dem es kein Entrinnen gab.
DER TOTALITARIMUS: DIE UMSETZUNG EINES IDEOLOGISCHEN PROJEKTS.
UNTERRICHT
WIE WURDEN IM DRITTEN REICH UND IN DER UdSSR VON STALIN STAAT UND GESELLSCHAFT GLEICHGESCHALTET?
Die Erfassung und die Durchdringung der deutschen Gesellschaft
Inwieweit erreichten die Nazis die Gleichschaltung der deutschen Gesellschaft ?
Die Nazis wollten das Leben der deutschen Bürger von der "Wiege bis zum Grabe" kontrollieren, indem sie ein vertikales und horizontales System der Überwachung und der Erfassung der Gesellschaft entwickelten, in dem es kein Entrinnen gab.
Horizontal führte der Weg des „Gleichgeschalteten“ Staatsbürgers vom Jungvolk bzw. die Jungmädel über Hitlerjugend, Bund deutscher Mädel, Arbeits- und Wehrdienst bis zur deutschen Arbeitsfront oder Reichswehr. Vertikal wurden alle deutschen Staatsbürger von den verschiedenen Parteiorganisationen der NSDAP erfasst, sodass niemanden die Möglichkeit, sich auf Dauer der politischen Indoktrination entziehen könnte.Dieses System der Überwachung und permanenten politische-ideologischen Beeinflussung sowie der Vereinheitlichung der Volksmasse ermöglichte die Lenkung und Steuerung des Volkes in der Erfüllung der Ziele der NSDAP und in der Legimitation Hitlers Tun und Handeln. Die Erfassung der Gesellschaft war möglich, weil ein Großteil der Bevölkerung sich freiwillig den Parteiorganisationen und der Ideologie anschloss, weil sie darin ein Mittel zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen sahen. Dies erklärt die hohe Zustimmung der deutschen Frauen zum Dritten Reich.
Um die Zustimmung der Bevölkerung zu ihrer Politik zu sichern, achteten die Nazis besonders darauf, dass es den Deutschen an nichts fehlte: Diese Zustimmung wurde, wie es der deutsche Historiker Götz Aly ausdrückte, durch materiellen Wohlstand "erkauft".
Am 27. November 1933 wurde die "Kraft durch Freude" gegründet, eine Untergliederung der Deutschen Arbeitsfront, die den Arbeitern und der Mittelschicht Freizeitmöglichkeiten bieten sollte, die bis dahin nur den Privilegierten zugänglich waren: Sport, Urlaub am Meer und in den Bergen, Theateraufführungen,...1938 eröffnete die KdF die Produktionsstätte des KdF-Wagens, der bald Volkswagen genannt wurde. Das von dem Ingenieur Ferdinand Porsche entworfene Fahrzeug sollte die ideale deutsche Familie mobil machen und Deutschland in das Zeitalter der Motorisierung und des Massenkonsums führen..
DER TOTALITARIMUS: DIE UMSETZUNG EINES IDEOLOGISCHEN PROJEKTS.
UNTERRICHT
WIE WURDEN IM DRITTEN REICH UND IN DER UdSSR VON STALIN STAAT UND GESELLSCHAFT GLEICHGESCHALTET?
Die Verfolgung der unerwünschter Bevölkerungsgruppen.
Wie führte das Dritte Reich die organiserte Vernichtung von plitisch und weltanschaulich Unerwünschten herbei ?
Nachdem die Nazis ihre Diktatur errichtet hatten, führten sie eine Politik des Terrors ein, um die Feinde des deutschen Volkes auszurotten..
Die Nazis erklärten ihnen verhasste Bevölkerungsgruppen zu Volkschädlingen" und unterzogen sie bereits vor Kriegsbeginn brutalen Entrechtungs- und Verfolgungsmassnahmen bis hin zum Mord. Die Motive der Verfolgung konnten politischer, ethnischer, religiöser oder sozialer Art sein. Opfer waren insbesondere Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma, Homosexuelle, als arbeitsunwillig oder sozial auffällig geltende Menschen ("Asoziale") und Alkoholiker.
Die pseudorechtliche Grundlage für das Vorgehen gegn Juden bildeten die "Nürnberger Gesetze" vom 15. September 1935, die den Ausschluss der jüdischen Bevölkerung aus der deutschen "Volksgemeinschaft" besiegelten. Das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" vom 14. Juli 1933 sah Massnahmen (unter anderem Zwangssterilisierungen) gegen Geistes- und Körperbehinderte vor, die die "Reinhait der deutschen Volksgemeinschaft zu gefährden drohten". Dies war die scheinlegale Basis der Euthanasie".
Die Polizei und die Justiz sollten für die Nazis die Instrumente ihrer Terrorpolitik sein.
Die Polizei und die Justiz sollten nach Ansicht der Nazis die Existenz des deutschen Volkes schützen, indem sie Krieg gegen seine Feinde führten oder ihnen medizinische Heilmittel verabreichten: Politische Dissidenz wurde als biologisches Symptom angesehen (ein gesunder Deutscher kann nur ein Nazi sein, ein Sozialist oder Kommunist ist zwangsläufig ein Ausländer oder ein Kranker), das von den deutschen Volksärzten (Polizei, SS) behandelt werden musste. Das erste Konzentrationslager wurde im März 1938 in Dachau in Bayern eröffnet, es folgten Buchenwald, Sachsenhausen und 1938, nach dem Anschluss, Mauthausen in Österreich.
LEXIKONECKE
Antisemitismus:Aus dem 19. Jahrhundert stammender Begriff für die politischenn und rassistischen Vorurteilen beruhende grundlegende, feindselige Ablehnung der Juden, bzw. des Judentums.
Kolchose:Genossenschaftlich aufgebauter landwirtschaftlicher Betrieb, dessen Produktion staatlichen Ablieferungsverpflichtungen unterworfen war und der von der Partei kontrolliert wurde.
Sozialdarwinismus:Gesellschaftstheorie, die die Prinzipien der biologischen Evolutionstheorie Darwins auf die Menschen überträgt. Auf dieser Weise wurde eine "Hierarchie der Rasse" behauptet.
"Arier":Bezeichnung für die Träger des indoiranischen Zweigs der indogermanischen Sprachen; von den Nationalsozilisten als Bezeichnung für die "germanische Herrenrasse" verwendet.
Bolschewismus:Der Begriff bezeichnet : a) Die von Lenin entwickelte Ideologie aus der Lehre des Marxismus, in dessen Mittelpunkt die Theorie und die Taktik der Eroberung der Macht durch eine Elite von Berufsrevolutionären steht, um eine klassenlosen Gesellschaft zu errichten. b) Von Lenin begründetes Herrschaftssystem der UdSSR, das durch die Rolle und Bedeutung der KP als alleiniger Trägerin der Macht gekennzeichnet ist.
Zwangskollektivierung:In der UdSSR, staatlicher Prozess der die landwirtschaftlichen Betriebe und Industriebetriebe zusammenschliesst, um so genannten Produktionsgemeinschaften zu bilden.
NSADP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeitspartei):1919 unter dem Namen "Deutsche Arbeitspartei" gegründete antidemokratische, antisemistische, völklische Partei; nach seinem gescheiterten Putsch, gestaltete Adolf Hitler die Organisation in einer Massenpartei um, die das Instrument sein sollte seiner Machtübernahme.
Bourgeoisie :Der Begriff bezeichnet : a) Zur Zeit der Französischen Revolution Bezeichnung für die höhere, besitzende Bildungsschicht. b) Heute, vor allem durch die Lehre des Marxismus, meist verwendete Bezeichnung für die besitzende, herrschende Klasse.
SA (Abkürzung für "Sturmabteilung"):Bewaffnete Kampf-, Schutz- und Prpagandatruppe der NSDAP
SS (Abkürzung für "Schutzstaffel"):Paramilitärischer der NSDAP; nach der Entmachtung der SA entwickelte sie sich zu einem zentralen Machtfaktor im Dritten Reich.
Diktatur :Herrschaftsform, in der eine Gruppe oder ein Einzelner die Herrschaft, die durch Revolution oder gewaltasame Aneignun,g der Macht erlangt wurde, un beschränkt ausübt.
Ein von extremer Gewalt geprägter Weltkrieg
BEGRIFFE
In Europa begann der Konflikt im September 1939 mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen. Ab 1941, als die UdSSR und später die USA in den Krieg eintraten, breitete sich der Krieg auf alle Kontinente aus und wurde zum Weltkrieg. Die Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) und die Alliierten (Großbritannien, Frankreich, USA und, nach dem Bruch des deutsch-sowjetischen Pakts 1941, die UdSSR) standen sich gegenüber. Mit dem Beginn der Operation Barbarossa führten die Deutschen an der Ostfront einen Vernichtungskrieg, der ideologische (Vernichtung des Kommunismus) und rassistische (Versklavung der slawischen Bevölkerung, Vernichtung der jüdischen Gemeinden und der Sinti und Roma) Ziele verfolgte. In Europa spaltete sich die Haltung gegenüber der Besatzung in diejenigen, die kollaborieren und einen Platz in der von den Nazis geschaffenen neuen europäischen Ordnung finden wollten, und diejenigen, die sich ihr widersetzten. In Frankreich führte die Niederlage von 1940 zu einem Kampf um die Legitimität zwischen denjenigen, die den Kampf einstellen und mit dem Dritten Reich kollaborieren wollten, und denjenigen, die den Kampf in Frankreich oder im Reich fortsetzen wollten.
Vernichtungskrieg
Völkermord
Kollaboration
Definition:
Definition:
Definition:
bezeichnet die vorsätzliche Ermordung, Ausrottung oder anderweitige Vernichtung von Volksgruppen aufgrund ihrer ethnischen oder sozialen Merkmale, ihrer Nationalität oder religiösen Überzeugungen.
Die Politik der administrativen, wirtschaftlichen, militärischen und polizeilichen Zusammenarbeit mit dem NS- Deutschland, die von der Vichy-Regierung zwischen 1940 und 1944 praktiziert wurde.
Konflikt, der darauf abzielt, den militärischen oder zivilen Feind vollständig zu zerstören.
Kontext:
Kontext:
Im Juni 1941 kam es zu einem Wendepunkt im Krieg. Nazi-Deutschland griff die UdSSR an (Operation Barbarossa). Hitler betrachtete den Angriff auf das riesige Land als einen Kampf auf Leben und Tod, der zum Triumph des Reiches führen sollte. Vor Ort kam es zu massiven Zerstörungen und extremer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung..
Kontext:
Nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 leitete der Waffenstillstand eine administrative Zusammenarbeit im Rahmen der Besatzung ein. Im Oktober kündigte die Regierung Pétain nach dem Treffen von Montoire an, Deutschland wirtschaftlich, militärisch und polizeilich zu unterstützen, in der Hoffnung, an der Bildung eines neuen Europas teilzunehmen. Sie trägt auch zur Deportation der Juden aus Frankreich bei..
Die in der NS-Ideologie verankerte antisemitische Politik nimmt differente Formen an, radikalisiert sich und führt zum Völkermord an den Juden und an den Sinti und Roma. Ausgrenzung und Ghettoisierung wurden bis 1941 generalisiert, gefolgt von Massenmorden von 1942 bis 1945.
Ein von extremer Gewalt geprägter Weltkrieg
BEGRIFFE
In Europa begann der Konflikt im September 1939 mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen. Ab 1941, als die UdSSR und später die USA in den Krieg eintraten, breitete sich der Krieg auf alle Kontinente aus und wurde zum Weltkrieg. Die Achsenmächte (Deutschland, Italien, Japan) und die Alliierten (Großbritannien, Frankreich, USA und, nach dem Bruch des deutsch-sowjetischen Pakts 1941, die UdSSR) standen sich gegenüber. Mit dem Beginn der Operation Barbarossa führten die Deutschen an der Ostfront einen Vernichtungskrieg, der ideologische (Vernichtung des Kommunismus) und rassistische (Versklavung der slawischen Bevölkerung, Vernichtung der jüdischen Gemeinden und der Sinti und Roma) Ziele verfolgte. In Europa spaltete sich die Haltung gegenüber der Besatzung in diejenigen, die kollaborieren und einen Platz in der von den Nazis geschaffenen neuen europäischen Ordnung finden wollten, und diejenigen, die sich ihr widersetzten. In Frankreich führte die Niederlage von 1940 zu einem Kampf um die Legitimität zwischen denjenigen, die den Kampf einstellen und mit dem Dritten Reich kollaborieren wollten, und denjenigen, die den Kampf in Frankreich oder im Reich fortsetzen wollten.
Widerstand
Merkmale des Zweiten Weltkrieges
Definition:
Opposition gegen die Besetzung eines Landes durch ausländische Streitkräfte. In Frankreich entstand die Résistance aus der Ablehnung der Kapitulation und der Besetzung durch die Nazis.
Kontext:
Am 18. Juni 1940 rief General de Gaulle von London aus dazu auf, den Kampf im "Freien Frankreich" fortzusetzen. Im französischen Mutterland werden Netzwerke, Bewegungen und Maquis organisiert. Der Inlandswiderstand vereinigte sich 1943 mit dem "Freien Frankreich". Gemeinsam setzten sie sich für die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung der Republik ein...
1939-1945
Frage
Frage
DER ZWEITE WELTKRIEG IN EUROPA
Die europäischen Länder gingen aus dem Ersten Weltkrieg erschüttert hervor, und zwar sowohl auf politischer Ebene (Verschwinden der Imperien, Entstehung neuer Staaten, Frustrationen nach den Friedensverträgen) als auch auf wirtschaftlicher (finanzielle Kosten des Krieges, wirtschaftliche Umstellung) und sozialer Ebene ("Veteranen", Arbeitslosigkeit). Infolgedessen durchlebten sie tiefe (politische, soziale und wirtschaftliche) Krisen, die die jüngsten Demokratien wie die deutsche Weimarer Republik schwächten. Vor diesem Hintergrund entstanden zwischen 1917 und 1933 in Russland, Italien und Deutschland neuartige politische Regime, die nach und nach als totalitär bezeichnet wurden. Diese Regime versuchten, alle Oppositionen in ihren Ländern zu zerschlagen, aber auch die Zivilgesellschaft zu kontrollieren, indem sie in alle Aspekte des Lebens eindrangen: eine totale Kontrolle der Macht und der Gesellschaft.
FRAGE
Wie stürzte das Versprechen der Nazis, eine neue Gesellschaft in einem nach Osten erweiterten Gebiet zu schaffen, Europa in einen zweiten Weltkrieg, der von beispielloser Brutalität geprägt war?
Die grossen Phasen des Zweiten Weltkrieges.
Frankreich unter deutscher Herrschaft
Der Vernichtungskrieg im Osten
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Die grossen Phasen des Zweiten Weltkrieges (1939-1945)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ??
UNTERRICHT
Der Zweite Weltkrieg forderte mindestens,50 Millionen Tote und ist daher noch zutreffender als der Erste Weltkrieg als "Totaler Krieg" zu bezeichnen. Die Kiregsparteien wollten nicht mehr Gebiete erobern oder sich von einem Angriff schützen, sondern für ideologische Gründe den Gegner vernichten. Der Überfall auf die Sowjetunion und der japanische Luftangriff auf Pearl Harbor entwickeln den Konflikt zu einem Weltkrieg und bereiten den Weg der UdSSR und der USA zur Weltmacht.
Kriegsziele- und Strategien der Kriegsparteien am Anfang des Krieges.
Der Mangel an Ressourcen für einen langen Krieg und der Wunsch, einen mechanischen Krieg zu führen, veranlassten die Achsenmächte, alles auf eine offensive Strategie zu setzen.
Hitler und sein Generalstab setzen auf eine offensive Strategie. Die Taktik des Blitzkrieges, die auf einer Verbindung von Panzern und Flugzeugen beruhte, erlaubte es, Beweglichkeit und Feuerkraft zu kombinieren. Die aus Panzern und motoriserten Truppen zusammengesetzen Panzerdivisionen konnten die gegnerischen Front durchbrechen und tief in die feindlichen Linien eindringen.
Wie im Ersten Weltkrieg soll ein Stellungskrieg Frankreich und Grossbritannien den Sieg geben.
Frankreich und Großbritannien setzten alles auf eine defensive Strategie, die wie im Ersten Weltkrieg die deutsche Wirtschaft erschöpfen sollte. Ihre Stärke stützte sich auf ihre Kolonialreiche, die Rohstoffe, Arbeitskräfte und Soldaten lieferten, auf ihre Seemacht und die Maginot-Linie, die Frankreich vor jeder deutschen Offensive schützen sollte.
EUROPA AM VORABEN DES ZWEITEN WELTKRIEGES
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Die grossen Phasen des Zweiten Weltkrieges (1939-1945)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ??
UNTERRICHT
Die Siege der Achsenmächte (1939-1942)
Der Überfall auf Polen am 1. September 1939 löst den Krieg in Europa aus.
Polen, das am 1. September 1939 von Deutschland und am 17 September von der UdSSR, aufgrund eines geheimen Protokolls des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts, angegriffen wurde, musste nach wenigen Wochen kapitulieren. Frankreich und Großbritannien, das Deutschland am 3. September 1939 den Krieg erklärt hatten, führten eine Militäroperation im norwegischen Hafen Narvik durch, um Deutschland von der Versorgung mit Eisenerz abzuschneiden
Der Kriegseintritt Frankreichs und des Vereinigten Königreichs weitete den Konflikt auf Westeuropa aus
Die Panzer des Generals Heinz Guderian überquerten die Ardennen und durchbrachen die französische Front bei Sedan, um die Maginot-Linie und die französischen Linien zu umgehen, was zum Zusammenbruch der französischen Armee führte. Am 22. Juni 1940 unterzeichnete Frankreich ein Waffenstillstandabkommen: Grossbritannien war nun im Krieg allein gestellt.
Der Kampf gegen Großbritannien führt zu einer Ausdehnung des Krieges in den Mittelmeerraum.
Um England aus dem Krieg auszuschalten plante Hitler eine Landung deutscher Truppen auf britischem Boden. Die „Schlacht um England“ begann im August 1940: Eine Bombenteppich durch die deutsche Luftwaffe sollte die Royal Air Force neutralisieren und die Zivilbevölkerung terrorisieren („Blitz“). Durch die Erfindung des Radars und der Überlegenheit der Royal Air Force bleibt Großbritannien das Bollwerk der Demokratie in Europa. Angesichts des Widerstands des Vereinigten Königreichs beschließen die Achsenmächte, den Krieg in der britischen Einflusszone im Mittelmeerraum auszuweiten, indem sie in Ägypten und Griechenland einmarschieren. Die italienischen Misserfolge führten jedoch dazu, dass Hitler den Balkan besetzte und das Afrikakorps zur Unterstützung der Italiener nach Nordafrika schickte.
EUROPA IM KRIEG BIS 1941
DIE AUSWIRKUNGEN DES WELTKRIEGES AUF EUROPA (Bis 1942)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Die grossen Phasen des Zweiten Weltkrieges (1939-1945)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ??
UNTERRICHT
Der Sieg der Anti-Hitler- Koalition (1942-1945)
Die Kriegserklärung der Vereinigten Staaten an Japan und die darauf folgenden Kriegserklärungen Deutschlands und Italiens an die USA stellen einen ersten Wendepunkt im Krieg dar.
Am 1. Januar 1942 unterzeichnen 26 Länder auf der Washington-Konferenz die Atlantikcharta, die die Kriegsziele der Allierten festlegten : Die Zerstörung des nationalsoszialistischen Regimes und die Gründung einer neuen internationalen Ordnung, die auf demokratischen Prinzipien und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker beruhen sollte. Dank des Victory-Programms, das die gesamte US-Wirtschaft in den Dienst eines ehrgeizigen Aufrüstungsprogramms für die US-Armee, aber auch für die Verbündeten der USA stellen sollte, wurden die USA zur "Waffenkammer der Demokratie".
In der Zeitspanne 1942-1943 gelingt es den Alliierten, die Expansion der Achsenmächte zu stoppen und ihre Gegenoffensive in Gang zu setzen.
Bei der Schlacht um Midway, die die Amerikaner im Juni 1942 gewannen, wurde die japanische Expansion im Pazifik gestoppt. In Ägypten wurde das Afrikakorps im Oktober 1942 bei El-Alamein durch eine britische Gegenoffensive besiegt und führte zufolge zur Landung der Alliierten in Nordafrika (Operation Torch) am 8. November 1942. An der Ostfront besiegte die sowjetischen Tuppen die deutsche Armee in der Schlacht um Stalingrad (September 1942 bis Februar 1943) und setzte dem Ruf der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht ein Ende.
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Die grossen Phasen des Zweiten Weltkrieges (1939-1945)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ??
UNTERRICHT
Der Sieg der Anti-Hitler- Koalition (1942-1945)
Die Alliierten zielen eine Einkreisung von Deutsch-Europa, um die Wehrmacht zu zwingen, ihre Kräfte zu teilen. Die Umsetzung dieser Strategie führte zur Öffnung neuer Fronten durch verschiedene Landungsoperationen.
Die Alliierten starten Offensiven im Süden und Westen Europas. In Italien befreite die Operation Avalanche im Juli 1943 die Halbinsel und führte zum Sturz Mussolinis. Am 6. Juni 1944 landeten die Alliierten in der Normandie und öffneten damit eine neue Front, die zu Befreiung Frankreichs führte. Allerdings waren lange Kämpfe notwendig, um den Rhein zu erreichen und die deutsche Grenze im März 1945 zu überschreiten. Zur gleichen Zeit starten die Sowjets an der Ostfront die Operation Bagration. Weißrussland, Teile Litauens, Estlands und Polens werden dadurch befreit und die Rote Armee erreicht die Grenze Ostpreußens. Die Deutschen wurden an beiden Fronten in die Zange genommen. Am 30. April flottet die sowjetische Flagge über Berlin und Deutschland kapituliert am 8. Mai 1945.
Im asiatisch-pazifischen Raum beschließen die USA, um das Ende des Krieges zu beschleunigen und ihre Verluste zu begrenzen, den Einsatz der Atombombe. .
Im Pazifik trifft die US-Marine auf starken Widerstand und muss sich mit Kamikaze-Angriffen auseinandersetzen. Bei der Rückeroberung der Inseln Iwo Jima (Februar 1945) und Okinawa (April 1945) erlitten die US-Truppen schwere Verluste. Um den Kämpfen ein definitives Ende zu setzen und der Welt die militärische Überlegenheit der USA zu zeigen, beschloss der neue US-Präsident Harry Truman, am 6. und 9. August 1945 Atomwaffen über den Städten Hiroshima und Nagasaki einzusetzen.Japan kapituliert am 2. September 1945 und findet damit das Ende des Krieges
DIE BEFREIUNG EUROPAS (1943-1945)
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Der Vernichtungskrieg im Osten: Verbrecherische Aspekte der deutschen Kriegsführung in Polen und in der UdSSR.
UNTERRICHT
Wie und warum entfesselt sich die Gewalt an der Ostfront in einem Vernichtungskrieg?
Der Vernichtungskrieg ist Ausdruck des Willens der Nazis, ihren Lebensraum im Osten zu errichten.
Das Deutsche Reich betrachtet Osteuropa als sein Jagdrevier:
Wenn Westeuropa gleichgeschaltet werden und die liberale Demokratie verschwinden soll, muss Osteuropa erobert und kolonisiert werden, um die Kornkammer des deutschen Volkes zu werden, d. h. der Raum, der das Leben der germanischen Rasse sichern wird.
Die Nazis haben also den Wunsch, im Osten ein kontinentales Kolonialreich zu errichten:
Aus geografischen Gründen: Zwischen Berlin und dem Ural gibt es keine natürlichen Hindernisse, dann aus historischen Gründen: Im Mittelalter haben die Deutschordensritter das Land von Preußen bis Kurland erobert und kolonisiert oder zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen: wegen der natürlichen Reichtümer des Ostens.
Es geht also darum, einen Krieg mit dem Schwert (Eroberung) und dem Pflug (Kultivierung, Ausbeutung der Ressourcen) zu führen.
Wie entwickelten sich die ausgelösten Kriege in Europa und in Asien zu einem Weltkrieg ?
Der Vernichtungskrieg im Osten: Verbrecherische Aspekte der deutschen Kriegsführung in Polen und in der UdSSR.
UNTERRICHT
Wie und warum entfesselt sich die Gewalt an der Ostfront in einem Vernichtungskrieg?
Der Vernichtungskrieg ist Ausdruck des Willens der Nazis, einen ideologischen und rassistischen Krieg zu führen..
Die ideologischen Ziele des Krieges stützen sich auch auf eine Neuinterpretation der Geschichte.
Die Geschichte des Westens ist nach Ansicht der Nazis ein Rassenkrieg zwischen der nordischen Menschheit und ihrem jüdischen Feind, der von seinen slawischen, orientalischen und schwarzen Helfern unterstützt wird, und das Dritte Reich bekämpft die jüdisch-bolschewistische UdSSR in einem Krieg, der ihrer Meinung nach der letzte sein wird.
Um diesen Rassenkrieg zu gewinnen, muss sich das Dritte Reich mit den folgenden Mitteln ausstatten:
Die Körper abhärten, die Asozialen ausschalten, die fremden Elemente entfernen, aber auch den Geist dieser Kämpfer vorbereiten: Sie dürfen kein Mitleid und keine Menschlichkeit gegenüber ihren Feinden empfinden.
Der Nationalsozialismus ist ein Projekt der Kulturrevolution: Bruch mit dem vom Christentum geerbten Mitleid und der Menschlichkeit der Aufklärung..
Der Vernichtungskrieg im Osten: Verbrecherische Aspekte der deutschen Kriegsführung in Polen und in der UdSSR.
UNTERRICHT
Wie und warum entfesselt sich die Gewalt an der Ostfront in einem Vernichtungskrieg?
Der Vernichtungskrieg, eine Kriegsführung von beispielloser Art und Brutalität..
Seit dem Überfall auf Polen ist der von den Nazis praktizierte Krieg anormal, da er keine der Normen und Vorschriften des Kriegsrechts und der Rechte der Menschen beachtet.
Einerseits ist die Praxis des Blitzkriegs durch die Bombardierung von Städten ein unkonventioneller Krieg, da er sich gegen die Zivilbevölkerung richtet, dann wird andererseits der Feind dort als biologische Gefahr dargestellt, die das Überleben des deutschen Volkes bedroht.
Der Krieg gegen die UdSSR wird als Rassenkrieg konzipiert, der zumindest in Europa der jüdischen Bedrohung ein Ende setzen soll.
Seit Sommer 1941 werden Juden von den Einsatzgruppen ermordet, die den Vormarsch der deutschen Truppen in die sowjetischen Gebiete verfolgen. Zwischen Herbst 1941 und Frühjahr 1942 wurde eine Politik der systematischen Ermordung entwickelt, wobei in Osteuropa Mordzentren aufgebaut wurden. Auf der Wannseekonferenz (20. Januar 1942) wurde der Beschluss zur "Endlösung" bestätigt, d. h. zur vollständigen Vernichtung der Juden in Europa und Nordafrika, auf Hebräisch "Shoah" genannt. Die Juden in Polen, die bis dahin in Ghettos zusammengefasst waren, wurden in Tötungszentren wie Chelmno oder Treblinka geschickt.
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Besetzung und Besatzung: Formen der Fremdherrschaft in Europa und Franreich
Zwischen 1940 und 1945 wurden nicht alle von Nazideutschland besetzten europäischen Gebiete gleich behandelt.
Die nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa war von ihrer Ideologie, ihrer Geschichtsauffassung und schließlich von der wirtschaftlichen Ausbeutung der von ihnen besetzten Gebiete geprägt. Daher unterschieden sich ihre Besatzungsziele je nach dem, welche Gebiete sie besetzten und was sie sich davon erwarteten.Im Allgemeinen sollte Westeuropa den Kriegsanstrengungen und dem Wohlstand des Reiches dienen, während Osteuropa den Lebensraum des deutschen Volkes bilden sollte.
Fünf Typen der Machtausübung lassen sich auseinanderhalten: die (übliche) Militärverwaltung, die (spezifisch nationalsozialistische) Zivilverwaltung, die Eingliederung in das eigene Staatsgebiet (Annexion), das (teilsouveräne) Protektorat sowie die Auftragsverwaltung.
Europa unter der Fremdherrschaft des Nazi-Deutschlands
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Besetzung und Besatzung: Formen der Fremdherrschaft in Europa und Franreich
Im Jahr 1940 wurde die französische Niederlage in der Welt als Katastrophe wahrgenommen.
Die Niederlage Frankreichs war die Niederlage des Landes der Menschenrechte und der Ideale der Französischen Revolution, aber auch die Niederlage einer der größten Kolonialmächte der Welt, die auf dem afrikanischen Kontinent, im Nahen Osten und in Südostasien präsent war.Frankreichs militärisches Niederlage führte zu seiner Besetzung und der der Benelux-Staaten, zum Zusammenbruch ihrer Demokratien und zur Isolation des Vereinigten Königreichs, das der deutschen Bedrohung noch standhalten konnte.Die deutsche Offensive vom 10. Mai 1940 umging die Maginot-Linie, fiel den britisch-französischen Truppen in den Rücken und zwang die Regierung von Paul Reynaud, sich zunächst nach Tours und dann nach Bordeaux zurückzuziehen.
Die französische Niederlage führte dazu, dass die französischen Behörden vor der Wahl standen, die Niederlage zu akzeptieren oder abzulehnen.
Angesichts der militärischen Niederlage wurde am 16. Juni 1940 eine neue Regierung ernannt, die von Marschall Philippe Pétain geleitet wurde, der von Deutschland die Bedingungen für einen Waffenstillstand verlangte. Für den Sieger von Verdun (1916) war die Niederlage Frankreichs endgültig und die Verantwortung für die Niederlage lag bei der Regierung und nicht bei der Armee. Überzeugt von der Unterstützung der öffentlichen Meinung unterzeichnete er am 22. Juni 1940 in Rethondes den Waffenstillstand.
Zwei Tage später, am 18. Juni, lehnte General de Gaulle in einem von der BBC ausgestrahlten Aufruf den Waffenstillstand ab und schlug den Franzosen vor, den Kampf fortzusetzen. Seiner Meinung nach war die französische Niederlage Teil eines weltweiten Krieges, in dem die Alliierten über die Macht der amerikanischen Wirtschaft, die britische Seemacht und die Ressourcen des französischen Kolonialreichs verfügten.
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Besetzung und Besatzung: Formen der Fremdherrschaft in Europa und Franreich
Nach dem Waffenstillstand am 22. Juni 1940 wurde das Land geteilt:
Die nördliche Hälfte einschließlich der Industriegebiete sowie die französische Atlantikküste unterstanden der Militärverwaltung . Hier hatte der Kommandostab in der Militärverwaltung, die rund 1.200 Offiziere und Beamte zählte, den Befehl über die deutschen Besatzungstruppen, während der Verwaltungsstab die französische Verwaltung kontrollierte. Die nordfranzösischen Departements Nord und Pas de Calais wurden dem deutschen Militärbefehlshaber in Belgien unterstellt. Elsass und Lothringen, die als "germanischen Gebiete" betrachtet aren, wurden annektiert. Dagegen entstand im unbesetzten Süden Frankreichs das Regime von Vichy: In dem Kurort residierte ab Juli 1940 eine neue französische Regierung von Hitlers Gnaden unter Marschall Philippe Pétain.
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Das Vichy-Frankreich: „Nationale Revolution“ und Staatskollaboration
Unmittelbar nach der Niederlage rief Marschall Pétain die Franzose, dazu auf zu einem "Wiederstarken Frankreichs" durch eine "Nationale Revolution".
Für Marschall Pétain lagen die Ursachen der französischen Niederlage in der antiklerikalen Republik, dem parlamentarischen System, der Volksfront und den Kräften des "Anti-Frankreichs", die den Geist Frankreichs untergraben hätten: Juden, Freimaurer, Protestanten und Ausländer. Der "französische Staat" wurde am 1. Juli 1940 in Vichy gegründet und die Abgeordnetenkammer erteilte Marschall Pétain am 10. Juli 1940 die Vollmachten. Durch die Verabschiedung von Verfassungsakten durch den französischen Staat wurde ein autoritäres, reaktionäres und antirepublikanisches Regime errichtet. Der von Pétain angestrebte Wiederaufbau Frankreichs wurde durch ein Programm mit dem Titel "Révolution Nationale" umgesetzt, das auf dem Dreiklang "Arbeit, Familie, Vaterland"beruhte und den republikanische Wahlspruch ersetzte.
Auf Initiative des Vichy-Regimes wird eine "Staatskollaboration" mit dem Dritten Reich eingeführt.
Pétain traf sich im Oktober 1940 mit Hitler in Montoire und hoffte, das Land nach deutschem Vorbild in ein starkes Europa integrieren zu können. Folglich schlug er Deutschland eine staatliche Zusammenarbeit vor, mit den Zielen, dass Frankreich im Gegenzug für die Neutralität der Flotte und des Kolonialreichs von den Deutschen als Partner und nicht als Besiegter betrachtet würde. Frankreich verpflichtete sich zu einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit, indem es Deutschland mit Lebensmitteln und Industriegütern belieferte und die Entsendung von Arbeitskräften nach Deutschland im Rahmen des STO erlaubte. Aber auch politisch, indem sie antisemitische Gesetze wie das am 3. und 4. Oktober 1940 verkündete "Judenstatut" einführte, das Juden von öffentlichen Ämtern ausschloss, und indem sie die deutschen Behörden bei der Verhaftung und Deportation französischer und ausländischer Juden unterstützte.
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Das Vichy-Frankreich: „Nationale Revolution“ und Staatskollaboration
Das Vichy-Frankreich ist ein Regime, das den von der Französischen Revolution errungenen republikanischen Prinzipien den Rücken kehrt.
Das Regime verherrlichte die Werte des bäuerlichen Frankreich und betrieb eine Politik der Rückbesinnung auf das Land. Es verurteile den Klassenkampf, löste die Gewerkschaften auf und ersetze sie durch koroporative Institutionenn die im Rahmen der Arbeitscharta eingerichtet wurde. Die Hausfrau und die Mutter sowie die Grossfamilie bildeten das Zentrum ihres Familienideals. Das Vichy-Regime war eine reaktionäre Diktatur, die von einem Militärführer verkörpert wurde und die ab 1943 durch die Gründung der Miliz sich deutlich faschistisch orientiert. Die Miliz, die eine politische und militärische Organisation von Joseph Darnand gegründet wurde, der Generalsekretär zur Aufrechterhaltung der Ordnung, verfolgte die sogenannte "Staatsfeinde": die französische Juden und die Kämpfer des französischen Widerstands.
Das Frankreich des Widerstandes: Die Ablehnung der Niederlage.
Der von London aus verbreitete Aufruf General de Gaulles vom 18. Juni 1940 war der Gründungsakt des "Freien Frankreichs" mit dem Ziel ausserhalb Frankreich den Krieg weiterzuführen.
Am 18. Juni rief Charles de Gaulle von London aus über das Mikrofon der BBC zur Résistance auf. Er verkörperte damit die Ablehnung der Niederlage und der Aufgabe der republikanischen Ideale. Aus den ersten Anschlüssen entstehen die Forces françaises libres Ausgehend vom freien Französisch-Afrika strukturieren sie sich mit Hilfe der Alliierten und greifen in die Kämpfe ein. 60 % ihrer Kämpfer sind tirailleurs, d. h. Soldaten der kolonialen Infanterie.
Europa unter der Fremdherrschaft der Nazis: Kollaboration oder Widerstand.
UNTERRICHT
Ist die Besetzung Frankreichs durch Deutschland beispielhaft für die europäischen Territorien unter deutscher Herrschaft zwischen 1939 und 1945?
Das Frankreich des Widerstandes: Die Ablehnung der Niederlage.
In Frankreich, Folge der territorialen Spaltung des Landes, der Besatzung und des moralischen Zusammenbruch der französischen Gesellschaft, beruhte die Resistance zunächst nur auf dem Engagement einzelner Personen und vereinzelter Initiativen. .
Auf französischem Boden entstand die Résistance ab 1940 und bildete nach und nach Bewegungen und Netzwerke. Im Untergrund verbreiten Männer und Frauen Informationen, sabotieren Infrastrukturen, die der Besatzungsmacht nützen, verstecken Juden usw. Viele werden Opfer der Repressionen der deutschen Armee und der Miliz des französischen Staates, wie Geneviève deGaulle-Anthonioz, eine Widerstandskämpferin, die verhaftet und nach Ravensbrück deportiert wird. Die Einführung des STO, wie der Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion, die kommunisistiche Partei Frankreichs (PCF) sich dem Widerstand anzuschlissen amplifizierten das Engagement in der Résistance sowie die Bildung von militärischen Maquis, die aktiv an der Befreiung des Territoriums teilnahmen.
Ab 1942 die Befreiung duch die Allierten Nordafrikas, wie die Vorbereitung einer neuen Front in Frankreich, wo der französische Widerstand einer strategischen Rolle spielen sollte führten zu seiner Vereinigung.
Ab 1942 setzte General de Gaulle Jean Moulin ein, um die Bewegungen der internen Résistance zu vereinigen. 1943 wurde der Nationale Widerstandsrat (Conseil national de la Résistance, CNR) gegründet, um die Befreiung vorzubereiten, die Republik wiederherzustellen und das Land nach dem Krieg wieder aufzubauen. Die militärischen Untergrundgruppen bildeten die Forces françaises de l'intérieur (FFI). Gemeinsam mit den FFL nahmen sie aktiv an den Aktionen teil, z. B. an der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944. Am 26. August 1944 definierten Charles de Gaulle und die Mitglieder des CNR auf den Champs-Élysées in Paris. Nach der Befreiung übernahm de Gaulle die Führung der Provisorischen Regierung der Französischen Republik (GPRF), um die Republik wiederherzustellen.
LEXIKONECKE
"Drôle de guerre": Ein von dem Schrift¬steller Roland Dorgelès in einem Artikel vom Oktober 1939 popularisierter Aus¬druck. Er war abgeleitet vom englischen "phoney war"("unechter Krieg"), das zu "funny war“ („komischer Krieg"/"drôle de guerre") abgewandelt wurde. Bezeichnung für den kampflosen Zeitabschnitt von September 1939 bis Mai 1940, der im Deutschen "Sitzkrieg" genannt wurde.
Achsenmächte: Die Achse" wurde durch die Länder Deutschland, Italien und Japan gebilddet, die am 27. September 1940 den Dreimächtepakt zur gegenseitigen wirt-schaftlichen, politischen und militärischen Unterstützung geschlossen hatten. lhm schlossen sich im November 1940 die Slowakei, Ungarn und Rumänien und im Marz 1941 Bulgarien an. n
Antikominternpakt: Am 25. November 1936 zwischen Deutschland und Japan geschlossener Vertrag, der sich gegen die Ud5SR als Führungsmacht der Kommu¬nistischen Internationale (Komintern) richtete. lm November 1937 schloss sich Italien dem Pakt an. .
Einsatzgruppen: Einheiten der Sicherheits¬polizei (Kripo) und des SD (dem SS-Komplex zugehörige Organisationen), deren Aufgabe es war, die .Reichsfeinde" zu ermorden.
Kapitulation: Militärischer Vertrag, in dem sich eine Armee einem Feind ergibt, ohne dass daraus eine politische Verpflichtung für Sieger oder Besiegte entsteht.
"Blitz":Von den Briten verwendete Be¬zeichnung für nächtliche Luftangriffe in Großbritannien; gezielter Terror gegen die Zivilbevölkerung.
Konferenz von Jalta: Konferenz der "Großen Drei" auf der Krim vom 4. bis 11. Februar 1945; dort entschieden sie vor allem über die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen, die Festlegung seiner Grenze auf der Oder-Neiße-Linie und darüber, dass die ständigen Mitglieder des 5icherheitsrates der Vereinten Nationen ein Vetorecht erhalten sollten.
Blitzkrieg:Taktik, die darin bestand, die feindlichen Linien durch die Kombination moderner Kampfmittel (Panzer, Flugzeuge und Funk) zu durchbrechen.
Collaborationnistes: Französische Bezeichnung für Personen, die im Unterschied zu nicht ideologisch motivierten Kollabora¬teuren die nationalsozialistische Ideologie befürworteten und eine vollständige, auch militärische Zusammenarbeit mit den Besatzern wünschten.
Leih- und Pachtgesetz: Am 11. März 1941 verabschiedetes Gesetz, das den Präsidenten der Vereinigten Staaten dazu ermächtigte, einem Land Material zu verkaufen oder zu leihen, dessen Unter¬stützung als unerlässlich für die Sicherheit der USA eingestuft wurde.
Maquis (franz. "Buschwald)"): Abgelegen e Region, in der sich der geheime bewaffnete Widerstand ausbildete. Der Begriff wurde auf bewaffnete Widerstandsgruppen ("maquisards") ausgedehnt.
Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt: Am 23. August 1939 von den Augenministern Deutschlands (Joachim von Ribbentrop) und der UdSSR (Wjatscheslaw Molotow) unterschriebener Nichtangriffspakt; ein Geheimprotokoll sah zwischen beiden Ländern eine Aufteilung Polens und der baltischen Staaten in Einflusszonen vor.
Nationale Revolution: Bezeichnung, die dem von Marschall Pétain 1940 vorgestellten Programm für den Wiederaufbau Frankreichs gegeben wurde. Das Programm richtete sich gegen die Prinzipien von 1789.
LEXIKONECKE
Vichy-Regime: Von Marschall Pétain aus¬geübte Diktatur, die nach der als Regierungssitz dienenden Kurstadt Vichy benannt ist. Vichy wurde wegen seiner zahlreichen Hotels gewählt und weil es klein genug war, um nicht mit Paris in Konkurrenz zu treten.
Partisanen und Maquisards: Bewaffnete Widerstandskampfer, die sich in abgele¬genen oder schwer zugänglichen Gebieten (Gebirgen) zusammenschlossen und Guerillaoperationen gegen die deutschen Besatzungstruppen durchführten.
Victory-Program: Programm zur Umstel¬lung der amerikanischen Wirtschaft, das die Ziele der Rüstungsproduktion unter der Leitung des dem Bundesstaat unterstehen¬den "War Production Board" festlegte.
RSHA (Reichssicherheitshauptamt): Zentrale Sicherheitsbehörde des Reiches die 1939 gebildet wurde, um sämtliche Nachrichtendienste (Sicherheitsdienst oder SO) und die Sicherheitspolizei , zu der auch die Gestapo gehörte, unter d r Amtsgewalt der SS zusammenzufassen. .
Waffenstillstand: Abkommen zwischen zwei Regierungen, das in Erwartung von Friedensverhandlungen die Einstellung der Kampfhandlungen regelt.
Shoah: Seit den 1970er-Jahren erscheint das von dem hebräischen Wort für .Katastrophe" abgeleitete Wort "Shoah" als besser geeignet, um dem singulären Charakter des Völkermordes an den Juden Rechnung zu tragen. Die in den Vereinigten Staaten und in Deutschland verwendeten Wortes "Holocaust" wurde immer wieder kritisiert, weil es in der Bibel die Opfer einer religiösen Opferhandlung bezeichnet.
Widerstand und Resistenz: Der (auch im Französischen in der deutschen Form ver¬wendete) Begriff "Widerstand" dient zur Bezeichnung des aktiven Widerstands gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Der (gleichfalls im Französischen verwendete deutsche) Begriff .Resistenz" charakteri¬siert abweichende Verhaltensweisen, die nicht bis zur direkten Opposition gegen¬über den Nationalsozialisten gingen.
Staatliche Kollaboration: Zusammenarbeit mit Deutschland in Politik, Wirtschaft und im rnilitârlschen Bereich, die sogar über die Wünsche der Deutschen hinausging, aber die Neutralitât Frankreichs im Krieg zu bewahren suchte.
Unternehmen Barbarossa: Codename für den Überfall auf die UdSSR. Er bezieht sich auf den alten Mythos, nach dem der deutsche Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1190 nicht gestorben sei, sondern zurück¬kommen werde, um Einheit und Macht des Reiches wiederherzustellen.
Die unmittelbare Nachkriegszeit: Hoffnungen und neue Spannungen
BEGRIFFE
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 waren die USA die Architekten einer neuen internationalen Ordnung. Sie wurde von den Vereinten Nationen garantiert und sollte zu einem dauerhaften Frieden führen. Angesichts der katastrophalen materiellen Bedingungen, unter denen die Europäer leben, setzt sich die Idee durch, dass der Wohlfahrtsstaat für das Wohlergehen der Bürger sorgen soll. Die unmittelbare Nachkriegszeit war daher mit großen Hoffnungen verbunden. Allerdings traten schon bald neue Spannungen auf. Zwei Supermächte, die USA und die UdSSR, beherrschten die internationale Bühne, während das zerstörte und geschwächte Europa ohne ihre Unterstützung nicht wieder auf die Beine kommen konnte. Ihre Meinungsverschiedenheiten stürzen die Welt jedoch allmählich in den Kalten Krieg..
Sozialstaat
Kalter Krieg
Internationale Ordnung
Definition:
Definition:
Definition:
Beziehungen zwischen Staaten, die ein gemeinsames Regelwerk anerkennen und sich an gemeinsamen Institutionen beteiligen.
Prinzip, nach dem der Staat den sozialen Schutz der Bürger gewährleisten muss, indem er sie vor den Wechselfällen des Lebens bewahrt: Krankheit, Unfall, Alter usw.
Ideologischer und geopolitischer Konflikt ohne direkte militärische Konfrontation zwischen den USA und der UdSSR zwischen 1947 und 1991.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
In der Atlantik-Charta vom August 1941 legten der amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt und der englische Premierminister Winston Churchill die Grundlagen für einen friedlichen Wiederaufbau der Welt. Die am 26. Juni 1945 gegründeten Vereinten Nationen sollten den Frieden bewahren und das Recht der Völker auf Selbstbestimmung fördern.
Obwohl die ideologisch gegensätzlichen USA und die UdSSR seit 1941 gegen den Nationalsozialismus verbündet waren, traten ab 1943 Differenzen über ihre Kriegsziele auf. Die Große Allianz wurde in der Nachkriegszeit durch eine Reihe von Spannungspunkten geschwächt, die sich hauptsächlich auf das Schicksal des befreiten Europas bezogen. Im Jahr 1947 nehmen sich Amerikaner und Sowjets als Rivalen und Konkurrenten wahr.
Die ersten Sozialversicherungen entstanden in Deutschland und später in Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts. Aber erst der Plan des Engländers Beveridge 1942 und die Verordnungen von 1945 in Frankreich legten den Grundsatz eines universellen Rechts fest, durch das der Staat jedem Bürger die Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben sichert.
1945-1949
Frage
Frage
KRIEGSENDE UND NEUBEGINN
1945 endete der tödlichste aller Konflikte der Geschichte mit mehr als 60 Millionen Toten und eine Welt in Trümmern. Die Welt entdeckte das Ausmaß der Nazi-Verbrechen, aber auch die schreckliche Zerstörungskraft von Atomwaffen. Der Krieg erschüttert auch die internationalen Beziehungen durch den Aufstieg der USA und der UdSSR zu neuen Weltmächten und den Untergang Europas, das durch die Kriegszerstörungen geschwächt und durch die deutsche Besatzung kompromittiert wurde und nun seinen Einfluss in der Welt geschmälert sieht.
FRAGE
Inwiefern legten die Jahre 1945 bis 1949 den Grundstein für eine bessere Welt und führten gleichzeitig zu einem neuen Konflikt?
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges
Bilanz des Zweiten Weltkrieges
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges.
Welche menschlichen, materiellen und moralischen Schäden hinterließ der Zweiten Weltkrieg ?
UNTERRICHT
Die militärischen Operationen, die den Krieg beendeten, begannen mit den Landungen, die eine schrittweise Befreiung der besetzten Gebiete im Westen ermöglichten, parallel zum Vormarsch der Roten Armee im Osten. Diese Vorstöße führen zur Entdeckung der Todeslager und zu massiven Zerstörungen, die die materiellen und moralischen Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit schwer belasten werden.
Eine menschliche Katastrophe.
Nach dem Krieg trauerte die Menschheit um ihre Toten, deren Zahl sich auf über 50 Millionen belief, von denen die Hälfte Zivilisten waren.
Obwohl es schwierig ist, eine genaue Bilanz der menschlichen Verluste während des 2, Weltkrieg schätzt man, dass dieser Konflikt 40 bis 60 Millionen Opfer forderte, d. h. vier- bis fünfmal mehr als der 1. Weltkrieg, wobei mehr als die Hälfte davon Zivilisten waren. Rund 60% der Opfer stammten aus Osteuropa, vor allem aus der Sowjetunion, die 40% aller Opfer des Krieges zu verzeichnen hatte.
Diese menschliche Katastrophe lässt sich durch die Besonderheiten dieses Konflikts erklären, die ihn zu einem Konflikt anderer Art macht.
Aufgrund der Bombardierungen, Hinrichtungen von Geiseln oder Widerständskämpfern, wie auch durch den Völkermord, dem drei Viertel der jüdischen Bevölkerung in Europa, der Sinti und Roma, der Behinderten und der Homosexuellen zum Opfer gefallen waren.
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges.
Welche menschlichen, materiellen und moralischen Schäden hinterließ der Zweiten Weltkrieg ?
UNTERRICHT
Eine menschliche Katastrophe.
Nach dem Krieg entdeckte die Welt, wie Wissenschaft und Technik in nie dagewesenem Ausmaß in den Dienst des Massenmords gestellt werden konnten.
Die Nazis vernichteten zwischen 5 und 6 Millionen Juden, 200.000 Zigeuner und Tausende andere Menschen (Widerstandskämpfer, Behinderte, Homosexuelle). Obwohl sich die Nazis bemühten, die Spuren der Tötungszentren zu verwischen, zeugt die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 vom Ausmaß des Verbrechens und der Entmenschlichung, zu der die Deportierten gezwungen wurden.
In China führten die von den Japanern im Rahmen der Operation Sankô Sakusen begangenen Übergriffe zum Tod von mehr als 2,7 Millionen Menschen.
Schließlich zeigt der Einsatz der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki über̀ die Zehntausende von Opfern hinaus, dass die Menschheit́ nun die Mittel hat, sich selbst zu zerstören.
Die Berliner Zeitung ist eine 1945 gegründete Tageszeitung aus Berlin. Sie wurde zwei Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet und erschien bis zur deutschen Wiedervereinigung in der DDR.
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges.
Welche menschlichen, materiellen und moralischen Schäden hinterließ der Zweiten Weltkrieg ?
UNTERRICHT
Trümmer, Asche und Elend: die materiellen Folgen des Krieges.
Nach dem Krieg waren Europa und Japan, neben den USA die beiden wichtigsten Industrieregionen der Welt, völlig zerstört, sodass ein Wiederaufbau ohne Hilfe von außen unmöglich war.
Viele Städte sowie die Verkehrsinfrastruktur und Fabriken wurden durch das Ausmaß der Bombardierungen stark beschädigt. In der UdSSR wurden 28 Millionen Menschen obdachlos; in Deutschland wurden 45 Städte zu mehr als 50 % zerstört. In Frankreich waren 44 % der Eisenbahnlinien außer Betrieb und fast alle Häfen wurden zerstört. Im Gegensatz dazu waren die USA, deren Industrieproduktion sich zur Unterstützung der Kriegsanstrengungen verdoppelt hatte, nach dem Ende des Konflikts die führende Wirtschaftsmacht.
Der wirtschaftliche Wiederaufbau wird in Europa und Ostasien daher zu einer materiellen Notwendigkeit (Nahrung, Unterkunft, Versorgung), aber auch zu einer politischen insofern, dass unzureichende Lebensbedingungen zu sozialen Spannungen führen können.
Die Zerstörung der Haupt Wirtschaftsregionen Europas, wie der Krieg auf den Meeren hatten die Agrar- und Industrieproduktionsvolumen gesunken und zu einem Rückgang des Welthandels geführt. Diese enge Wirtschaftslage bewirkte einen Mangel an Ernährungsmittel, eine Verschlechterung der Wohnungsbedingungen, wie die globale Abwertung der Währungen und führte zu einer starcken Inflation. So hatten die Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg eine Verarmung der Gesellschaft, bzw. der Unterschichten und soziale Spannungen gefordert.
Die Bilanz des Zweiten Weltkrieges.
Welche menschlichen, materiellen und moralischen Schäden hinterließ der Zweiten Weltkrieg ?
UNTERRICHT
Die ethische Dimension eines radikalen „totalen Krieges“.
Das Bewusstsein für die Brutalität des Krieges, die Realitäten des Vernichtungskrieges, aber auch die Verwicklung der Wissenschaft in die Gräueltaten und Katastrophen des Krieges lösten bei den Gesellschaften ein tiefes Trauma aus.
Der Vernichtungskrieg im Osten, die systematische Luftangriffe auf Städte, die Entdeckung der Vernichtungslager, die massive und systematische Anwendung von Folter durch die Gestapo führten in der Welt, bzw. in Europa zu einem moralischen Schock.Das Trauma, das durch die Art des Krieges entstand, veranlasste die Wissenschaftsgemeinschaft, ihre Rolle zu hinterfragen. Seit der Aufklärung stand die Wissenschaft im Mittelpunkt des menschlichen und sozialen Fortschritts. Während des Zweiten Weltkriegs waren viele Wissenschaftler an militärischen Programmen beteiligt, die auf die Zerstörung von Städten und Gesellschaften abzielten. Die Entwicklung von Atombomben, die Experimente der „Todesärzte“ in den Vernichtungslagern und die Chemieingenieure, die das Zyklon B erfanden, sind Beispiele für die Rolle der Wissenschaft während des Krieges.
Die Entdeckung der Todeslager im Zuge der Gegenoffensive der Alliierten in Osteuropa und später in Deutschland und ihre weltweite Mediatisierung lösen in den Gesellschaften nach dem Krieg ein Trauma aus.
Die Befreiung der Vernichtungslager und ihre Entdeckung von der internationalen Öffentlichkeit wurden als tiefenden und ergreifenden Schock empfunden. Die Alliierten sammelten Dokumente, Beweismaterialen und Zeugenaussagen für die zukünftigen Generationen, aber auch um ein Gerichtsverfahren gegen die NS-Führung einzuleiten. Das internationale Schuldgefühl gegenüber der jüdischen Gemeinschaft hatte auch geopolitischen Folgen: Angesichts der Ermordung eines Drittels der jüdischen Weltbevölkerung in deutschen Vernichtungslagern gewann die Idee der Gründung eines „jüdischen Nationalstaates“ in Palästina an Bedeutung.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
Auf internationaler Ebene versuchen die Alliierten, eine neue Weltordnung wieder zu errichten.
Die UNO entstand zwar aus den Gesprächen zwischen den Alliierten während des Krieges, ausgehend von einem Vorschlag des US-Präsidenten F.D. Roosevelt, der die Schaffung einer internationalen Friedensorganisation wünschte, doch in ihrer Organisation zeugt sie auch von dem neuen Kräfteverhältnis zwischen den Weltmächten, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist.
Die Vereinten Nationen, eine internationale Friedensorganisation, die aus dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.
Während Nazi-Deutschland noch nicht besiegt war und Japan den Großteil seiner Streitkräfte in Ostasien behielt, wurde am 25. April 1945 die Konferenz von San Francisco eröffnet, auf der die Charta von San Francisco am 25. Juni von den Vertretern von 51 Staaten unterzeichnet wurde, die damals der großen Anti-Hitler-Koalition angehörten - und von Japan..
Die Ziele der Organisation
versuchen, eine Antwort auf die beiden Weltkriege und das Versagen des Völkerbundes zu sein: Auf internationaler Ebene versucht sie, den Frieden und die Sicherheit zwischen den Nationen zu wahren, aber auch, indem sie die Ursprünge des Krieges bekämpft: Ablehnung des Totalitarismus durch die Verteidigung und Verbreitung der Menschenrechte (Gleichheit der Nationen, der Geschlechter, Recht der Völker auf Selbstbestimmung), Förderung des Wohlstands und der Entwicklung der Gesellschaften, Reeducation der durch den Faschismus indoktrinierten Geister (Verbreitung von Wissen, Erziehung zu Gerechtigkeit und Toleranz).
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
Auf internationaler Ebene versuchen die Alliierten, eine neue Weltordnung wieder zu errichten.
Die UNO entstand zwar aus den Gesprächen zwischen den Alliierten während des Krieges, ausgehend von einem Vorschlag des US-Präsidenten F.D. Roosevelt, der die Schaffung einer internationalen Friedensorganisation wünschte, doch in ihrer Organisation zeugt sie auch von dem neuen Kräfteverhältnis zwischen den Weltmächten, das aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist.
Die Vereinten Nationen, eine internationale Organisation, die dazu gedacht ist, sich jedem Krieg zu widersetzen..
Die Mitgliedsstaaten, die die Charta unterzeichnet haben, verpflichten sich, alle Formen des Krieges (zwischenstaatliche, innerstaatliche, irreguläre und nicht-konventionelle Kriege) abzulehnen und an allen von den Vereinten Nationen beschlossenen Friedensmaßnahmen teilzunehmen und die Schaffung einer Armee zu akzeptieren, die aus den Truppen der Mitgliedsstaaten gebildet wird.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
Den Frieden festigen durch Wiederaufbau und Wohlstand.
Nach dem Krieg werden die USA angesichts ihrer wirtschaftlichen Stärke, der Zerstörung der Volkswirtschaften ihrer Vorkriegskonkurrenten (Europa, UdSSR, Japan) und damit ihrer Abhängigkeit von der US-Wirtschaft den Wiederaufbau der Weltwirtschaftsordnung stark beeinflussen.
Die Vereinten Nationen, eine internationale Organisation, die das neue weltweite Kräfteverhältnis widerspiegelt, das nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist.
Die Besiegten sind vorübergehend ausgeschlossen und die fünf großen Siegermächte üben durch ihr Vetorecht eine permanente Kontrolle aus. Der Sicherheitsrat, der von den fünf „Großen“ kontrolliert wird und mit Exekutivgewalt zur Friedenssicherung ausgestattet ist, wurde 1945 als Stabilitätsfaktor angesehen, wenn die Verständigung zwischen den Verbündeten aufrechterhalten wird, aber auch als Mittel, um ihre Hegemonie zu festigen und ihren Interessen zu dienen. Die dominierende Stellung der USA und der UdSSR in den Vereinten Nationen, die Öffnung der Institution für Lateinamerika, Asien und später Afrika sowie die Verlegung der Organisation von Genf nach New York sind Anzeichen für den Niedergang Europas in den internationalen Beziehungen.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
Den Frieden festigen durch Wiederaufbau und Wohlstand.
Nach dem Krieg werden die USA angesichts ihrer Wirtschaftsmacht, der Zerstörung der Volkswirtschaften ihrer Vorkriegskonkurrenten (Europa, UdSSR, Japan) und damit ihrer Abhängigkeiten von der US-Wirtschaft den Wiederaufbau der Weltwirtschaftsordnung stark beeinflussen.
Eine Neuordnung der Weltwirtschaft unter amerikanischen Patensschaft.
Für die USA waren es die Wirtschaftskrise von 1929 und protektionistische Maßnahmen, die zu einem Rückgang des Welthandels führten, den Aufstieg des Nationalsozialismus und schließlich den Zweiten Weltkrieg verursachten. Darüber hinaus erforderte die enorme Agrar- und Industrieproduktion am Ende des Krieges einen offenen Weltmarkt, um abgesetzt werden zu können. Schließlich hatten die USA bei Kriegsende eine unvergleichliche Finanzkraft aufgebaut, sowohl durch die von ihren Verbündeten angehäuften Schulden als auch durch ihre Goldbestände (2/3 der weltweiten Reserven), sodass die amerikanischen Banken und das US-Finanzministerium in Währungen bezahlt werden wollten, die ihren Wert weitgehend behalten hatten.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
Den Frieden festigen durch Wiederaufbau und Wohlstand.
Nach dem Krieg werden die USA angesichts ihrer Wirtschaftsmacht, der Zerstörung der Volkswirtschaften ihrer Vorkriegskonkurrenten (Europa, UdSSR, Japan) und damit ihrer Abhängigkeiten von der US-Wirtschaft den Wiederaufbau der Weltwirtschaftsordnung stark beeinflussen.
Die Bretton Woods-Abkommen ordnen die Weltwirtschaft neu.
Zu diesem Zweck findet 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods eine Reform des internationalen Währungssystems statt. Der Kurs der Währungen wird nun im Verhältnis zum Dollar fixiert, der als einziger durch Gold abgesichert ist. Er wird zur Währung für den internationalen Handel. Der IWF wird gegründet, um die Währungsstabilität zu gewährleisten. Ab 1947 werden im Rahmen der GATT-Abkommen die Zollschranken schrittweise gesenkt, um den Handel zu fördern.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
1945, Weichenstellung für Frankreich und Deutschland.
Nach dem Krieg werden die USA angesichts ihrer Wirtschaftsmacht, der Zerstörung der Volkswirtschaften ihrer Vorkriegskonkurrenten (Europa, UdSSR, Japan) und damit ihrer Abhängigkeiten von der US-Wirtschaft den Wiederaufbau der Weltwirtschaftsordnung stark beeinflussen.
Für die USA wurde der Wiederaufbau des vom Krieg verwüsteten Europas zu einer wirtschaftlichen und politischen Notwendigkeit..
Für die USA wurde der Wiederaufbau der europäischen Volkswirtschaften zu einer wirtschaftlichen Notwendigkeit, da Europa im Rahmen des Wiederaufbaus ein Absatzmarkt für amerikanische Produktionen war, aber auch zu einer politischen Notwendigkeit, da die schwierigen Lebensbedingungen einige Wähler dazu verleiteten, sich von der kommunistischen Rhetorik der sozialen Gerechtigkeit anziehen zu lassen. Unter diesen Umständen wurde in den Jahren 1947 und 1948 das European Recovery Program eingeführt, ein Programm zur finanziellen Unterstützung der europäischen Staaten, das von US-Außenminister George Marschall ins Leben gerufen wurde..
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
1945, Weichenstellung für Frankreich und Deutschland.
Zwischen 1945 und 1950 mussten Frankreich und Deutschland einen Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg ziehen, sei es das Vichy-Regime für Frankreich oder der Nationalsozialismus für Deutschland, und ihre Legitimität als Staat in der Nachkriegszeit wieder aufbauen..
Von 1944 bis zu seinem Rücktritt als Chef der 1946 versuchte de Gaulle, Frankreich zur vierten Großmacht der Nachkriegszeit zu machen.
GPRF
Nach der Libération versuchte de Gaulle, die USA, die UdSSR und das Vereinigte Königreich dazu zu bringen, die GPRF als einzige legitime Regierung Frankreichs anzuerkennen und seine Stellung als Weltmacht wiederherzustellen, indem er Frankreich zum vierten „Großen“ machte. Für de Gaulle ging es darum, zu behaupten, dass das „Freie Frankreich“ während des Krieges die einzige legitime Regierung Frankreichs gewesen sei und dass Vichy daher nur ein Zwischenspiel in der politischen Geschichte Frankreichs gewesen sei, und somit die Erinnerung an die Kollaboration zu verdrängen. Dank der Unterstützung des britischen Premierministers Churchill wurde Frankreich als Mitglied der Antihitler-Koalition und damit als einer der Sieger des Zweiten Weltkriegs anerkannt.
Aus diesem Grund erhielt es einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, eine Besatzungszone in Deutschland und Berlin, wodurch es de facto in den alliierten Kontrollrat integriert wurde, und schließlich nahm es als Siegermacht an den Nürnberger Prozessen teil.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
1945, Weichenstellung für Frankreich und Deutschland.
Zwischen 1945 und 1950 mussten Frankreich und Deutschland einen Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg ziehen, sei es das Vichy-Regime für Frankreich oder der Nationalsozialismus für Deutschland, und ihre Legitimität als Staat in der Nachkriegszeit wieder aufbauen..
Von 1945 bis 1949: Ein souveränitätsloses Deutschland unter der Herrschaft der Alliierten.
Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands beschlossen die vier Großmächte der Anti-Hitler-Koalition, Deutschland und Berlin militärisch zu besetzen und gemeinsam die oberste Autorität über das deutsche Staatsgebiet zu übernehmen.
Auf der Potsdamer Konferenz (17. Juli bis 2. August 1945), auf der die USA (Harry Truman), die UdSSR (Stalin) und das Vereinigte Königreich (W. Churchill, später Clement Atlee) ein letztes Mal zusammenkamen, wurden die Ziele und Grundsätze der Deutschlandpolitik der Besatzungsmächte festgelegt: Sie wollten verhindern, dass Deutschland jemals wieder seine Nachbarn oder den Weltfrieden bedroht, und deshalb vier wichtige Grundsätze auf Deutschland anwenden, die die Amerikaner als die „vier D“ bezeichneten: Demilitarisierung, Denazifizierung, Demokratisierung und Dezentralisierung.
Neubeginn und Wiederaufbau einer neuen Welt
UNTERRICHT
Wie kann man nach dem Zweiten Weltkrieg den Frieden wieder aufbauen und sichern?
1945, Weichenstellung für Frankreich und Deutschland.
Zwischen 1945 und 1950 mussten Frankreich und Deutschland einen Schlussstrich unter den Zweiten Weltkrieg ziehen, sei es das Vichy-Regime für Frankreich oder der Nationalsozialismus für Deutschland, und ihre Legitimität als Staat in der Nachkriegszeit wieder aufbauen..
Von 1945 bis 1949: Ein souveränitätsloses Deutschland unter der Herrschaft der Alliierten.
In diesem Kontext unterzeichneten die vier Besatzungsmächte am 8. August 1945 in London ein Abkommen zur Verurteilung der Nazi-Kriegsverbrecher, das den Weg für die Nürnberger Prozesse öffnete. Es ging darum, dass die vier Siegermächte des Krieges die Führer des Dritten Reiches wegen vier Anklagepunkten vor Gericht stellen sollten: Verschwörung zur Durchführung von Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.Für Deutschland sollten die Prozesse über die Verbrechen der Nazis aufklären, aber auch zur demokratischen „Umerziehung“ (demokratische Umerziehung) der Bevölkerung beitragen..
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
1945, ein Wendepunkt in den internationalen Beziehungen.
Als der Krieg zu Ende ging, waren die UdSSR und die USA auf Kosten Europas zweifellos zu den beiden wichtigsten Mächten in den internationalen Beziehungen geworden. Ihre Verständigung ist daher notwendig, um eine neue internationale Ordnung wieder aufzubauen.
Mit dem Zweiten Weltkrieg behaupteten sich die USA als einzige Weltmacht, die die Welt nach ihrem Willen gestalten konnte.
In erster Linie war das Hoheitsgebiet der USA nicht von den Kämpfen betroffen, bei denen 400.000 Soldaten starben.Darüber hinaus ist das Land der alleinige Atomwaffenbesitzer, verfügt über 70% des weltweiten Goldbestands und verzeichnete während des Konflikts einen Anstieg seines Bruttosozialprodukts um 80%. Der Krieg verankerte bei der amerikanischen Führung die Ablehnung des Isolationismus und das Projekt, die USA zu einer globalen und dominanten Macht zu machen: Westeuropa, der Nahe Osten und Asien traten in die Einflusszone der USA ein. So stieg zwischen den 1930er Jahren und 1949 die Zahl der US-Stützpunkte von 14 auf 580, die meisten davon in Westeuropa und Ostasien.
Die UdSSR dank ihres Sieges über den Nationalsozialismus und Japan behauptet sich als Regionalmacht und zu einer zukünftigen Weltmacht.
Die UdSSR ging durch ihre entscheidende Rolle bei der Niederlage Nazideutschlands gestärkt aus dem Zweiten Weltkrieg hervor: Sie genoss großes Prestige durch die Niederlage ihrer beiden historischen Gegner: Japan und Deutschland. Die UdSSR verfügt über die größte Armee der Welt: Mehr als eine Million sowjetische Soldaten sind in Mittel- und Osteuropa stationiert, und dank der Vermittlung der europäischen kommunistischen Parteien hat sie Einfluss auf den gesamten europäischen Kontinent. Da die UdSSR jedoch verwüstet und geschwächt aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging, war es für die Sicherheit der UdSSR von entscheidender Bedeutung, ein „Schutzglacis“ an ihren Grenzen zu errichten, um sich vor einem möglichen Wiederaufleben des deutschen Militarismus zu schützen. Dieses Glacis konnte nur durch die Staaten Mittel- und Osteuropas gebildet werden, wo es daher notwendig war, die Errichtung kommunistischer Diktaturen zu fördern.
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
1945, ein Wendepunkt in den internationalen Beziehungen.
Als der Krieg zu Ende ging, waren die UdSSR und die USA auf Kosten Europas zweifellos zu den beiden wichtigsten Mächten in den internationalen Beziehungen geworden. Ihre Verständigung ist daher notwendig, um eine neue internationale Ordnung wieder aufzubauen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der mit dem Ersten Weltkrieg begonnene Niedergang der europäischen Mächte wie Frankreich und Großbritannien dazu, dass sie weltweit auf den zweiten Platz zurückfielen..
Europa geht völlig verwüstet und zerstört aus dem Krieg hervor, insbesondere die Städte, Industrieregionen und Verkehrsinfrastrukturen, die systematisch bombardiert wurden. Darüber hinaus litt die europäische Wirtschaft auch unter der Plünderung ihrer Ressourcen durch die Nazis zugunsten des Dritten Reichs während des Krieges. Der Wiederaufbau war so umfangreich, dass er die Hilfe der USA und den Interventionismus der Staaten erforderte.Auf Weltebene konnten das Vereinigte Königreich und Frankreich dank ihrer Kolonialreiche einen gewissen Einfluss behalten, doch ihre Vorherrschaft wurde durch die ersten Emanzipationsbewegungen in den Kolonien nach und nach in Frage gestellt.
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Bereits kurz nach Kriegsende belasteten die Differenzen zwischen den Sowjets und den Amerikanern über die Nachkriegszeit ihre Allianz.
Die Anti-Hitler-Koalition hatte das Ziel, Europa vom Nationalsozialismus zu befreien und den Krieg durch eine bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands zu beenden. Die USA und die UdSSR waren jedoch nur ein Zweckbündnis: Die Auslegung der Beschlüsse der Konferenz von Jalta, die Frage des deutschen Wiederaufbaus und die Ausbreitung des Kommunismus in Osteuropa werden ihre Beziehungen verschlechtern.
Die Beschlüsse der Jalta-Konferenz, Spiegel des Zweckbündnis zwischen Sowjets und Amerikanern.
Im Februar 1945 trafen sich die USA, die UdSSR und Großbritannien Winston Churchill zur Vorbereitung der Nachkriegszeit in Jalta am Schwarzen Meer auf der Krim, um die Probleme zu lösen, die sich aus der unausweichlichen Niederlage der Deutschen ergaben. Die drei Großen einigten sich zunächst auf die Bedingungen für die Besetzung Deutschlands: Deutschland sollte in vier Besatzungszonen aufgeteilt werden, ebenso wie Berlin, das in die sowjetische Zone gelegt wurde.
Außerdem stimmten sie der westlichen Verschiebung des sowjetischen und polnischen Territoriums zu, so dass die Oder-Neiße-Linie zur neuen Ostgrenze Deutschlands wurde.
Schließlich einigten sie sich auf eine "Erklärung über das befreite Europa", in der sie sich verpflichteten, freie Wahlen zu organisieren und demokratische Regierungen einzusetzen.
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Nach Kriegsende traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern wieder auf und schwächten ihre Allianz.
Die Große Allianz hatte zum Ziel, Europa vom Nationalsozialismus zu befreien und den Krieg durch eine bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands zu beenden. Die USA und die UdSSR waren jedoch nur ein Zweckbündnis: Der Krieg war vorbei, und sowohl in der Frage der neuen Weltordnung als auch in der Frage Deutschlands traten ihre Meinungsverschiedenheiten wieder zutage, was ihr Bündnis zunehmend schwächte.
Die deutsche Frage offenbart die ersten wirklichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern.
Auf der Konferenz von Potsdam hatten die Alliierten die Ostgrenzen und die Zukunft Deutschlands festgelegt, jedoch ab 1946 vertraten die UdSSR und die USA in der deutschen Frage radikal gegensätzliche Standpunkte:
Die UdSSR, deren Land durch den Krieg verwüstet wurde, versucht, ein Wiederaufleben des deutschen Militarismus zu verhindern, indem sie in der Zone, die sie kontrolliert, systematisch Fabriken demontiert, um den Wiederaufbau der eigenen Wirtschaft zu unterstützen.
Während die Amerikaner und Briten beschließen, die Demontage der Industrie und die Entnazifizierung sehr schnell zu beenden: Sie befürchten eine Verarmung Deutschlands, die die Deutschen, die mit ihrem Schicksal unzufrieden sind, in Richtung Kommunismus treiben würde.
Für Stalin war diese Haltung ein Beweis dafür, dass die USA ein starkes und bewaffnetes Deutschland für eine zukünftige Konfrontation mit der UdSSR wieder aufbauen wollten, weshalb er die Umwandlung seiner Besatzungszone in ein kommunistisches Regime beschleunigte.
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Nach Kriegsende traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern wieder auf und schwächten ihre Allianz.
Die Anti-Hitler-Koalition hatte das Ziel, Europa vom Nationalsozialismus zu befreien und den Krieg durch eine bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands zu beenden. Die USA und die UdSSR waren jedoch nur ein Zweckbündnis: Die Auslegung der Beschlüsse der Konferenz von Jalta, die Frage des deutschen Wiederaufbaus und die Ausbreitung des Kommunismus in Osteuropa werden ihre Beziehungen verschlechtern.
In den von der Roten Armee befreiten Ländern Mittel- und Osteuropas setzte sich der Kommunismus nach und nach durch.
Stalin, der ein Schutzglacis zwischen der UdSSR und Deutschland errichten möchte, nutzt die ersten Wahlen, um die Kommunisten in den mittel- und osteuropäischen Ländern an die Macht zu bringen. So kamen sie in zwei Schritten an die Macht: zunächst durch die Beteiligung an Regierungskoalitionen, in denen verschiedene politische Kräfte aus dem Widerstand zusammenkamen, und dann durch die Ausschaltung dieser Kräfte nacheinander. Bereits 1946 prangerte Winston Churchill einen "Eisernen Vorhang" an, der Europa in zwei Hälften teilte.
Diese Machtübernahmen wurden von den USA als Verstoß gegen das Abkommen von Jalta interpretiert: Am 5. März 1946 hielt Winston Churchill als Gast an der Universität von Fulton (Missouri) eine Rede, in der er die Existenz eines "Eisernen Vorhangs" anprangerte, der Europa in zwei Teile teilte. .
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Nach Kriegsende traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern wieder auf und schwächten ihre Allianz.
Die Ausbreitung des Kommunismus in Osteuropa und Asien zwingt die USA zu einer Reaktion und damit zu einer Konfrontation mit der UdSSR.
Aufgrund der Ausbreitung des Kommunismus in Europa und Asien beschließen die USA, zu reagieren.
Am 12. März 1947 hielt Präsident Truman vor dem Kongress eine Rede, in der er die USA verpflichtete, den Vormarsch des Kommunismus zu stoppen, indem sie den Ländern, die "frei", d. h. nicht-kommunistisch bleiben wollten, massive finanzielle Unterstützung gewährten. Die Umsetzung der Truman-Doktrin in Westeuropa zeigt sich im Marshallplan, der versucht, die europäischen Volkswirtschaften anzukurbeln, damit sie die amerikanischen Importe bezahlen können, und das Elend zu bekämpfen, das eine Reihe von Ländern ins kommunistische Lager führen könnte.
Der sowjetische Gegenschlag erfolgte in zwei Schritten: Satellisierung der von der Roten Armee besetzten Länder und Gründung des Kominform.
Im Oktober 1947 beschloss die UdSSR, ein Koordinierungsorgan der kommunistischen Parteien, das Kominform, zu gründen. Bei dieser Gelegenheit formalisiert Andrej Schdanow, einer der wichtigsten Mitarbeiter Stalins, in einer Rede die neue Doktrin der sowjetischen Außenpolitik, die sich in drei Punkten zusammenfassen lässt: 1) Die Welt ist in zwei unversöhnliche Lager gespalten. 2) Die UdSSR führt das Lager der Demokratie und des Friedens an. 3) Überall, wo es möglich ist, müssen die kommunistischen Parteien die Macht übernehmen.
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Nach Kriegsende traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern wieder auf und schwächten ihre Allianz.
Mit dem "Prager Februarumsturz" beschleunigte sich der Kalte Krieg in Europa und führte zu seiner Bipolarisierung in eine amerikanische und eine sowjetische Einflusszone.
Der "Prager Februarumsturz" führt die westlichen Alliierten, den Wiederaufbau eines starken deutschen Staates zu beschleunigen.
"Der Prager Putsch" bezeichnet die Machtübernahme durch eine Machtdemonstration der Kommunisten, die bis dahin in der Tschechoslowakei in der Minderheit waren. Als Reaktion darauf beschließen Amerikaner, Briten und Franzosen, in ihren Zonen die Wiederherstellung eines wirtschaftlich und politisch starken deutschen Staates zu beschleunigen, um den Kommunismus abzuwehren: Auf der Londoner Konferenz im Frühjahr 1948 beschließen sie, in ihren Besatzungszonen eine Währungsreform einzuführen, um die Wiederherstellung eines deutschen Staates zu beschleunigen.
25 Februar 1948
Der Frebruarumsturz
Das Ende der Anti-Hitler-Koalition und der Beginn des Kalten Krieges.
UNTERRICHT
Inwiefern führten die Spannungen zwischen Amerikanern und Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ende der Anti-Hitler-Koalition??
Nach Kriegsende traten die Meinungsverschiedenheiten zwischen Sowjets und Amerikanern wieder auf und schwächten ihre Allianz.
Mit dem "Prager Februarumsturz" beschleunigte sich der Kalte Krieg in Europa und führte zu seiner Bipolarisierung in eine amerikanische und eine sowjetische Einflusszone.
Die von den westlichen Alliierten in der Trizone eingeführte Währungsreform löst in Berlin die erste Krise des Kalten Krieges aus.
Als Reaktion darauf wollte Stalin die Westmächte aus West-Berlin vertreiben und blockierte im Juni 1948 alle Straßen- und Eisenbahnzugänge zu den drei Sektoren, um die Stadt wirtschaftlich zu ersticken. Die USA reagierten im Rahmen ihrer Eindämmungspolitik mit einer Luftbrücke, über die mehr als 2,5 Millionen Nachschubgüter aller Art geliefert werden konnten, und drohten gleichzeitig mit Gewalt, falls die Sowjets die Luftkorridore bedrohten.
Als Stalin im Juni 1949 die Blockade aufhob, gestand er seine Niederlage im Kalten Krieg gegen die USA ein und bestätigte die amerikanischen und sowjetischen Einflusssphären in Europa. Ein Beweis für die Bipolarisierung des europäischen Kontinents ist die Gründung der beiden deutschen Staaten im Mai (BRD) und im Oktober 1949 (DDR).
EUROPA, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND VON DEN 1950er BIS ZUR 2000er WENDE
THEMA
1950-1991
DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION, SPIEGEL DER INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN
FRAGE
Von 1950 bis zur 2000er Jahren ermöglichte der internationale Kontext, dass das europäische Projekt zur Vereinigung des Kontinents Gestalt annahm und sich entwickelte Entstanden im Kontext des Kalten Krieges, wo es unter der Führung der USA zunächst darum ging, einen westeuropäischen Block gegenüber dem Osten aufzubauen. In den 1970er Jahren wurden die europäischen Gemeinschaften nach und nach zu Akteuren in den internationalen Beziehungen und wurden zu einem der Zentren der multipolaren Welt, die nach dem Ende des Kalten Krieges entstand.
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen die Verwirklichung des europäischen Projekts gefördert?
BEGRIFFE
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus
Europa 1975-1991 Ingragestellung und neuer Beginn
Ein Integrationsprozess, der versucht, sich von der Ost-West-Konfrontation zu emanzipieren
EUROPA, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND VON DEN 1950er BIS ZUR 2000er WENDE
BEGRIFFE
Der Beginn des Kalten Krieges und die Bipolarisierung Europas führten zu einer Annäherung zwischen den beiden ehemaligen Feinden Frankreich und Deutschland und zur Errichtung eines wirtschaftlich und militärisch homogenen westeuropäischen Blocks gegenüber dem Block der Volksdemokratien im Osten.Die Wende von 1989-1990 und die deutsche Wiedervereinigung veränderten das Kräfteverhältnis zwischen dem deutsch-französischen Paar, aber auch innerhalb Europas, das parallel zu seiner geopolitischen Neugestaltung seinen Platz in den internationalen Beziehungen nach dem Kalten Krieg und in der Globalisierung finden musste.
Die europäische Integration
Bipolarisierung
Die deutsch-französisch Annäherung
Definition:
Definition:
Prozess, bei dem die europäischen Staaten, aber auch die europäischen Völker durch Vertiefung und Erweiterung versucht haben, in einer supranationalen Organisation zu verschmelzen, wodurch sie immer stärker voneinander abhängig wurden.
Definition:
Aufteilung der Welt in zwei ideologisch feindliche Staatenblöcke, die jeweils von einer der beiden Supermächte des Kalten Krieges beherrscht werden.
Prozess, in dem Frankreich und Deutschland, aber auch Franzosen und Deutsche, die sich seit dem 19. Jahrhundert als Erbfeinde wahrgenommen und betrachtet haben, zu Partnern geworden sind.
Kontext:
Kontext:
Während des Kalten Krieges waren die USA und die UdSSR die beiden Primärmächte auf der ganzen Welt. Sie versuchen, Bündnisse zu schließen, um ihr ideologisches Modell durchzusetzen. Im Westblock standen sich die USA und ihre Verbündeten und der Ostblock der UdSSR und ihrer Verbündeten gegenüber.
Der Zweite Weltkrieg hatte Europa verwüstet und Traumatisiert. Schon 1945, erkannte man in Westeuropa, dass sich der Wiederaufbau und Frieden nur durch Annäherung zwischen den Völkern und Staaten erreichen liess. Der Beginn des Kalten Krieges und die Notwendigkeit, einen homogenen Block gegenüber dem Osten zu bilden, ermöglichten es mit Unterstützung der USA, die ersten europäischen Gemeinschaften zu verwirklichen. Die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR in den 1970er Jahren bot dem deutsch-französischen Tandem die Gelegenheit, das europäische Projekt von der Kontrolle der beiden Supermächte zu emanzipieren.
Kontext:
Das Ende des Zweiten Weltkriegs, das den Niedergang Europas zugunsten der USA und der UdSSR besiegelte, der Beginn des Kalten Krieges, der zur Bipolarisierung Europas führte, sowie der Wunsch Frankreichs, sich als Macht zu behaupten, und der Wunsch der jungen Bundesrepublik Deutschland, ihre internationalen Beziehungen zu normalisieren, ermöglichten die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland.
EUROPA, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND VON DEN 1950er BIS ZUR 2000er WENDE
BEGRIFFE
Der Beginn des Kalten Krieges und die Bipolarisierung Europas führten zu einer Annäherung zwischen den beiden ehemaligen Feinden Frankreich und Deutschland und zur Errichtung eines wirtschaftlich und militärisch homogenen westeuropäischen Blocks gegenüber dem Block der Volksdemokratien im Osten.Die Wende von 1989-1990 und die deutsche Wiedervereinigung veränderten das Kräfteverhältnis zwischen dem deutsch-französischen Paar, aber auch innerhalb Europas, das parallel zu seiner geopolitischen Neugestaltung seinen Platz in den internationalen Beziehungen nach dem Kalten Krieg und in der Globalisierung finden musste.
Die Vertiefung
Globalisierung
Vertiefung
Definition:
Definition:
Definition:
Beitritt eines neuen Staates zur Europäischen Union, der an die Erfüllung politischer (Demokratie) und wirtschaftlicher (funktionierende Marktwirtschaft) Kriterien geknüpft ist.
Stärkung der gemeinsamen Politik der EU-Mitgliedstaaten durch Ausweitung und Vertiefung ihrer Zuständigkeitsbereiche.
Alle Prozesse, die die Vernetzung von Gesellschaften auf globaler Ebene erleichtern. Sie ist durch eine Intensivierung des materiellen und immateriellen Austauschs aller Art gekennzeichnet.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
1957 gründeten sechs Staaten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der bis 1986 sechs weitere Staaten beitraten. Die Europäische Union ersetzte sie 1992 und nahm ab 1995 weitere 16 Staaten auf. In den letzten Jahren scheint der Prozess jedoch ins Stocken geraten zu sein, da Island seine Kandidatur zurückgezogen hat (2015) und das Vereinigte Königreich den Brexit vollzogen hat (2020)..
Mit dem Beitritt zur Europäischen Union verpflichten sich die Mitgliedstaaten, Kompetenzen zu teilen, Kooperationen (Bildung, Gesundheit) aufzubauen und eine gemeinsame Wirtschaftspolitik zu betreiben. Die Staaten übertragen damit einen Teil ihrer nationalen Souveränität auf die EU.
Während des Kalten Krieges waren die USA und die UdSSR die beiden Primärmächte auf der ganzen Welt. Sie versuchen, Bündnisse zu schließen, um ihr ideologisches Modell durchzusetzen. Im Westblock standen sich die USA und ihre Verbündeten und der Ostblock der UdSSR und ihrer Verbündeten gegenüber.
ZEITSTRAHL: Europa, Frankreich und Deutschland von den 1950er bis zur 2000er Wende.
1986
1990
1999
1950
1973
1954
1963
1945
Europäische Einheitlische Akte
Deutsche Wiedervereinigung
Scheitern der EVG
Elysee- Verrtrag
Besatzung Deutschlands
Europa der 9
Schuman Erklärung
Gründung des Euros
Neue Ostpolitik
OSTWESTKONFRONTATION
MULTIPOLARE WELT
1969
Mai-Juni 2005
1990
1993
1957
1949
1951
2+4 Vertrag
Inkraftreten des Vertrags von Maastricht
Willy Brandt Bundeskanzler
Gründung der EGSK
Ablehnung des europäischen Verfassungsentwirfs in F. und in den NL
Gründung der BRD und der DDR
Römische Verträge
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Europa 1945: Die Lehren des Krieges.
Die Zerstörungen durch den Krieg, die Erkenntnis, dass die Europäer eine Rolle bei der Auslösung des Krieges spielten, und ihre Abhängigkeit für ihren Wiederaufbau von den beiden neuen Supermächten besiegelten den Niedergang Europas.
Der Zweite Weltkrieg beschleugnigt den Niedergang der europäischen Staaten, als Weltmächte.
Die beiden Weltkriege, insbesondere der Zweite, hatten die europäische Bevölkerung ausgeblutet, die Industrie- und Verkehrsinfrastruktur zerstört und die Werte und die Zivilisation Europas moralisch in Misskredit gebracht. Die Ursachen für diesen Niedergang waren der Imperialismus und der Nationalismus, die im 19. Jahrhundert in Europa triumphierten und die Rivalitäten zwischen den europäischen Staaten förderten. So waren die europäischen Staaten 1945 nicht mehr einzeln iihre Machtstellung in der Welt zu behaupten.
Der Aufbau einer Gemeinschaft der europäischen Nationen wird in der Nachkriegszeit zu einer Notwendigkeit.
Die Annäherung der europäischen Staaten wird nach dem Krieg aus verschiedenen Gründen zu einer Notwendigkeit. Erstens drängten die Verschiebung der Westgrenze der UdSSR nach Westen sowie die gewaltsame Errichtung kommunistischer Regime in Mittel- und Osteuropa die westeuropäischen Staaten dazu, sich einander anzunähern, um ein Bollwerk gegen den Kommunismus zu bilden. Zweitens wurde Europa bei seinem wirtschaftlichen Wiederaufbau völlig von den USA abhängig, sowohl materiell (Einfuhr von Fertigprodukten, Rohstoffen, Lebensmitteln) als auch finanziell (Mangel an Dollars). Drittens muss Europa in der Lage sein, seine Verteidigung ohne Remilitarisierung Deutschlands zu sichern.
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Europa 1945: Die Lehren des Krieges.
Die Zerstörungen durch den Krieg, die Erkenntnis, dass die Europäer eine Rolle bei der Auslösung des Krieges spielten, und ihre Abhängigkeit für ihren Wiederaufbau von den beiden neuen Supermächten besiegelten den Niedergang Europas.
Die Folgen des Krieges führen also zu einer Annäherung zwischen den eurropäischen Staaten.
Nach dem Krieg, entsteht eine „europäische Bewegung“ die nach einer Vereinigung des Kontinents ruft um, mit den endlosen Rivalitäten zwischen Europäer ein Ende setzen und sich als eine dritte Kraft zwischen den USA und der UdSSR zu behaupten.
Allerdings standen sich zwei Auffassungen von diesem politischen Einigungsprozess gegenüber:
Auf einer Seite standen die Föderalisten, die einen Bundesstaat mit einer europäischen Verfassung, einer Regierung, einem Parlament und einem Gerichtshof wollten; auf der anderen Seite die Unionisten, die eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit der europäischen Staaten ohne Souveränitätsverlust befürworteten.
Strasburg, 10. August 1949
Enstehung des Europarats
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Westeuropa. eine Festung gegen den Kommunismus.
Ab 1947 wurde der Wiederaufbau Westeuropas zu einem Streitpunkt in der Rivalität zwischen den USA und der UdSSR. Die USA wollten im Rahmen ihrer Containment-Politik verhindern, dass sich der Kommunismus nach Westen ausbreitet.
Der Marshallplan, eine Wirtschaftshilfe für Europa, mit der eine "regionale politische Partnerschaft" gefördert werden soll.
Der Marshall-Plan ist Teil der Politik der Eindämmung des Kommunismus, die aus der Truman-Doktrin hervorging: Da der Kommunismus sich vom Elend ernährt, kann sein Einfluss in Westeuropa nur durch wirtschaftliche Hilfe der USA verringert werden, die die europäischen Volkswirtschaften wieder in Schwung bringen würde.
Es ging auch darum, die Volkswirtschaften, die Marschall-Hilfe annehmen würden, fest an die der USA zu binden und die Gründung einer supranationalen Organisation, der Organisation für Europäische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC), zu fördern, um die Marschall-Hilfe zu verteilen.
So werden die USA im Kontext ihrer Containment-Politik die europäischen Projekte unterstützen.
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Westeuropa. eine Festung gegen den Kommunismus.
Ab 1947 wurde der Wiederaufbau Westeuropas zu einem Streitpunkt in der Rivalität zwischen den USA und der UdSSR. Die USA wollten im Rahmen ihrer Containment-Politik verhindern, dass sich der Kommunismus nach Westen ausbreitet.
Die Bedrohung des Kommunismus führt zu einer Annäherung zwischen Westeuropa und den USA
Der Februarumsturz in der Tschechoslowakei (Februar 1948), letzte liberale Demokratie in Mittel- und Osteuropa, und die Berlin-Blockade (1948-1949) waren für die osteuropäischen Staaten ein Zeichen dafür, dass der Kommunismus eine Bedrohung für ihre Sicherheit darstellte.
Was ist der ATLANTIZISMUS?
Deshalb unterzeichnen Frankreich, Großbritannien und die Benelux-Staaten ein Verteidigungsbündnis (kollektive Selbstverteidigung) den Brüsseler Pakt und wandten sich dann an die USA mit der Bitte um militärischen Beistand gegen eine mögliche sowjetische Aggression. 1949 erfolgte die Unterzeichnung des Nordatlantikvertrages durch den Brüsseler Pakt, aber auch andere westeuropäischen Staaten ( Dänemark, Island, Italie, Norwegen, Portugal) Kanada und die USA.
Im Kontext des kalten Krieges, stellten die westeuropäischen Staaten den Wiederaufbau ihrer Volkswirtschaften und ihre Verteidigung unter in den Händen der USA, so entstand der Atlantizismus.
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Die ersten Schritte des europäischen Einigungsprozesses: einer vorwärts, einer rückwärts.
Von 1950 bis 1955 wurden die ersten Schritte der europäischen Integration eindeutig von der Bedrohung für die Sicherheit des Kontinents durch den Kalten Krieg diktiert. Während der wirtschaftliche Wiederaufbau (Europäische Geminschaft für Kohle und Stahl) das europäische Projekt in Gang brachte, zeigten Sicherheitsfragen (Europäische Verteidigungsgemeinschaft), wie schwierig es war, ein solches Projekt militärisch und politisch umzusetzen.
1950 löst die Schuman-Erklärung den europäischen Einigungsprozess aus.
Die Schuman-Erklärung ist in einem internationalen Kontext zu sehen, der von erneuten Spannungen zwischen Ost und West in Korea (1950-1953) und Indochina (1946-1954) geprägt ist, die in Westeuropa eine Expansion der UdSSR befürchten lassen. Außerdem waren viele Franzosen fünf Jahre nach Kriegsende über den schnellen politischen und wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands besorgt.
Deshalb entwickelte Jean Monnet, Planungskommissar (Planer für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Frankreichs) und überzeugter Europäer, die Idee, ein supranationales Organ zu schaffen, das die deutsch-französische Kohle- und Stahlproduktion kontrollieren sollte.
Am 9. Mai 1950 schlug der Christdemokrat und französische Außenminister Robert Schuman die Gründung eines „Kohle-Stahl-Pools“ vor, der von der Bundesrepublik, aber auch von Italien und den Benelux-Staaten schnell akzeptiert wurde.
1951 wurde mit dem Vertrag von Paris die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl gegründet, deren Institutionen (Hohe Behörde, Ministerrat, Versammlung und Gerichtshof) die Grundlage für die späteren Europäischen Gemeinschaften bilden sollten.
Der europäische Einigungsprozess, ein Bollwerk gegen den Kommunismus.
UNTERRICHT
Inwiefern kann das europäische Projekt von 1947 bis 1954 als der Aufbau eines "amerikanischen Europas" betrachtet werden? ?
Die ersten Schritte des europäischen Einigungsprozesses: einer vorwärts, einer rückwärts.
Von 1950 bis 1955 wurden die ersten Schritte der europäischen Integration eindeutig von der Bedrohung für die Sicherheit des Kontinents durch den Kalten Krieg diktiert. Während der wirtschaftliche Wiederaufbau (Europäische Geminschaft für Kohle und Stahl) das europäische Projekt in Gang brachte, zeigten Sicherheitsfragen (Europäische Verteidigungsgemeinschaft), wie schwierig es war, ein solches Projekt militärisch und politisch umzusetzen.
Das Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft brachte die europäische Idee jedoch schnell in eine Sackgasse.
Der Erfolg der EGKS veranlasste einige Europäer, vor dem Hintergrund der Unsicherheit durch die sowjetische Bedrohung die Schaffung einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft vorzuschlagen. Der Koreakrieg warf die Frage auf, ob die Bundesrepublik Deutschland an der Verteidigung Westeuropas beteiligt sein sollte, und es wurde vorgeschlagen, die Wiederbewaffnung Deutschlands durch die Integration seiner Armeestreitkräfte in eine europäische Armee zu ermöglichen.
Die Idee einer Remilitarisierung Deutschlands, einer Übertragung von Souveränität im militärischen Bereich (Gaullisten) und die Schaffung einer gegen die UdSSR gerichteten Militärorganisation (Kommunisten) verhinderten jedoch die Ratifizierung des Projekts in Frankreich und damit sein Scheitern.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
1957 wurde das europäische Projekt durch die Unterzeichnung der Römischen Verträge wieder in Schwung gebracht.
Der wirtschaftliche Kontext der Trente Glorieuses, die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die Folgen der Entkolonialisierung für die Kolonialmächte wie Frankreich ermöglichen die Wiederaufnahme des europäischen Projekts und die Gründung einer neuen europäischen Gemeinschaft.
Ein außergewöhnliches Wirtschaftswachstum und entspannte internationale Beziehungen fördern eine Wiederaufnahme des europäischen Projekts.
20 Jahre lang, von Mitte der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre, erlebte Westeuropa ein exponentielles Wirtschaftswachstum, das von Vollbeschäftigung, steigendem Wohlstand und Konsum geprägt war und es dem Land ermöglichte, gegenüber den USA aufzuholen. Darüber hinaus entspannten sich nach den Krisen in Berlin (Mauerbau, 1961) und Kuba die Ost-West-Beziehungen, wovon in erster Linie Europa profitieren sollte. Schließlich verloren die ehemaligen Kolonialmächte im Zuge der Entkolonialisierung ihren weltweiten Einfluss, den sie nur durch das europäische Projekt wiedergewinnen konnten.
Die Energiefrage und die Errichtung eines gemeinsamen Marktes sind die Schwerpunkte, mit denen das europäische Projekt wieder aufgenommen wird.
Um das europäische Projekt wieder in Gang zu bringen, entstanden 1955 zwei Initiativen: Eine erste ging von Technokraten wie Jean Monnet aus, der die Atomenergie zum Motor des europäischen Einigungsprozesses machen wollte; ein zweiter Vorschlag kam von deutschen (Ludwig Erhard), niederländischen und belgischen (Paul-Henri Spaak) Politikern, die den Handel zwischen den sechs EU-Staaten durch eine Senkung der Zollschranken fördern wollten.
Diese doppelte Dynamik führte dazu, dass am 25. März 1957 in Rom zwei Verträge unterzeichnet wurden: ein Vertrag zur Gründung von EURATOM und ein Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
1957 wurde das europäische Projekt durch die Unterzeichnung der Römischen Verträge wieder in Schwung gebracht.
Der wirtschaftliche Kontext der Trente Glorieuses, die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die Folgen der Entkolonialisierung für die Kolonialmächte wie Frankreich ermöglichen die Wiederaufnahme des europäischen Projekts und die Gründung einer neuen europäischen Gemeinschaft.
Die beiden Verträge schaffen so eine besondere Wirtschaftszone: das Europa der 6, die europäische Wirtschaftszone.
Die europäische Wirtsschaftsgemeinschaft hatte für Ziel die Schaffung eines „großen Markts“, der den freien Güter-, Kapital - und Personenverkehr gewährleistet: Infolgedessen müssten die sechs Mitgliedstaaten ihre Wirtschaftspolitiken immer mehr annähern, indem sie eine Übertragung von Kompetenzen und Souveränität auf die Gemeinschaftsinstitutionen akzeptieren.
Das goldene Dreieck der europäischen Institutionen
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Die Entspannung zwischen den beiden Großen brachte Frankreich und Deutschland dazu, sich von der Ost-West-Konfrontation zu distanzieren.
Die Entspannung zwischen den beiden Großen veranlasste Frankreich unter General de Gaulle zu einer Politik der nationalen Größe, die versuchte, sich von der Vormundschaft der USA zu emanzipieren, während in der Bundesrepublik Willy Brandt ab 1969 eine Politik der Öffnung nach Osten verfolgte.
Der internationale Kontext der Entspannung ermöglicht in Europa eine Infragestellung der Bipolarisierung des Kontinents.
Das in den internationalen Beziehungen nach der Kubakrise etablierte Ende der 1960er Jahre zwischen den beiden Blöcken eine Entspannung, die in Europa mit dem Abkommen von Helsinki ihren Höhepunkt erreichte.Diese Entspannung zwischen den beiden großen Staaten, die in Europa mit dem Höhepunkt des Wirtschaftswachstums einherging, ermöglichte es Frankreich und Deutschland, den beiden Schwergewichten im Europa der Sechs, sich von der Ost-West-Konfrontation zu befreien.
Tauwetter
1958, mit dem Amtsantritt General de Gaulles in Frankreich, wurde eine neue Doktrin der Außenpolitik eingeführt.
General de Gaulle befürwortete eine Politik der nationalen Größe und Unabhängigkeit, die sich in der Ablehnung einer systematischen Angleichung an die USA äußerte. Er lehnt jede Idee der Supranationalität und der Ausrichtung Europas an den USA ab und befürwortet ein „Europa der Vaterländer“, das er bei seinen europäischen Partnern durchzusetzen versucht, wie seine Weigerung, das mit den USA verbündete Vereinigte Königreich in die Europäische Gemeinschaft aufzunehmen, zeigt.
1975 KSZE-Abschlusssitzung in Helsinki
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Die Entspannung zwischen den beiden Großen brachte Frankreich und Deutschland dazu, sich von der Ost-West-Konfrontation zu distanzieren.
Die Entspannung zwischen den beiden Großen veranlasste Frankreich unter General de Gaulle zu einer Politik der nationalen Größe, die versuchte, sich von der Vormundschaft der USA zu emanzipieren, während in der Bundesrepublik Willy Brandt ab 1969 eine Politik der Öffnung nach Osten verfolgte.
In Westdeutschland ermöglichte die Entspannung, mit der Hallstein-Doktrin zu brechen und eine Politik der Öffnung nach Osten zu führen.
Ab 1969, als sich die Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR erwärmten, verfolgte der neue westdeutsche Kanzler, der Sozialdemokrat Willy Brandt, eine Politik der Öffnung gegenüber dem Osten, die als neue Ostpolitik bezeichnet wurde. Die Bundesrepublik Deutschland wollte die Lebensbedingungen der ostdeutschen Bevölkerung verbessern, eine Einigung über den Status von West-Berlin erzielen und die Beziehungen zu ihren Nachbarn im Ostblock, genauer gesagt zur DDR, befrieden.
Unter der Devise "Wandel durch Annäherung" fanden in den Jahren 1970 bis 1973 Verhandlungen staat, die zur Verträgen mit der Sowjetunion, Polen, der Tschechoslowakei und letztens mit der DDR führten: die bestehenden Grenzen wurden anerkannt, den Zugang zur Westberlin geregelt durch das "Viermächteabkommen" und der "Grundlagenvertrag", der die gegensseite Anerkennung der BRD und der DDR ermöglichte.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Die Entspannung zwischen den beiden Großen brachte Frankreich und Deutschland dazu, sich von der Ost-West-Konfrontation zu distanzieren.
Die Entspannung zwischen den beiden Großen veranlasste Frankreich unter General de Gaulle zu einer Politik der nationalen Größe, die versuchte, sich von der Vormundschaft der USA zu emanzipieren, während in der Bundesrepublik Willy Brandt ab 1969 eine Politik der Öffnung nach Osten verfolgte.
Europa zu neun: Die Geburt eines wirtschaftlichen Riesen, der jedoch geopolitisch auf tönernen Füßen steht..
Der Rücktritt von General de Gaulle im Jahr 1969 und die Wahl von Georges Pompidou ermöglichten es, das Projekt des Beitritts von Großbritannien, Irland und Dänemark wieder aufzunehmen. 1973 wurde die EU von sechs auf neun Mitgliedstaaten erweitert. Die EU ist nun ein großes Gebilde mit einer größeren Bevölkerung als die USA und die UdSSR, einem Drittel des Welthandels und der zweitgrößten Industriemacht der Welt. Das Fehlen einer politischen Einheit, einer gemeinsamen Währung und einer europäischen Armee, die ihre Sicherheit gewährleistet, hindert die EWG daran, eine internationale Rolle zu spielen.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Europa 1975-1991: Ingragestellung und neuer Beginn.
Von Mitte der 1970er Jahre bis 1991 sah sich Europa mit einer doppelten Krise konfrontiert: einer Wirtschaftskrise, die das europäische Projekt schwächte, und einer geopolitischen Krise, die auf die erneuten Spannungen zwischen den beiden Blöcken zurückzuführen war. Angesichts dieser Herausforderungen muss Europa sein Projekt vertiefen, wenn es seinen Einigungsprozess fortsetzen will.
Europa mitte der 1970er: Eine doppelte Krise bedroht den Einigungsprozess.
Mitte der 1970er Jahre führte der erste Ölpreisschock zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und einer hohen Inflation infolge der hohen Ölpreise: Die Wirtschaft geriet in eine Stagflation, die das Ende der Vollbeschäftigung bedeutete und die Arbeitslosigkeitsrate rasant in die Höhe trieb. Angesichts dieser Wirtschaftskrise, die in erster Linie die industriellen Volkswirtschaften trifft, reagiert Europa unkoordiniert und schafft es weder, ein gemeinsame Wirtschaftspolitik zu führen,um ihre Wirtschaft anzukurbeln, noch sich bei ihrem Verbündeten, den USA, Gehör zu verschaffen.
Ab 1975 endete die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR mit einer Eskalation der Spannungen in Europa, Lateinamerika und im Nahen Osten (1979, Invasion in Afghanistan). In Osteuropa beschloss die UdSSR, neue Raketen, die SS 20, in Richtung Westeuropa zu stationieren, was den auslöste: Einerseits wurde beschlossen, neue Raketen, die Pershings II, in Westeuropa zu stationieren, andererseits forderte man Verhandlungen mit der UdSSR über die Begrenzung der Atomwaffen in Europa.
NATO-Doppelbeschluss
Die erneuten Spannungen zwischen den beiden Blöcken führten jedoch dazu, dass in Nordeuropa, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden, eine starke Friedensbewegung entstand, die aus der Zivilgesellschaft hervorging und nicht länger Geisel der Ost-West-Konfrontation sein wollte.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Europa 1975-1991: Ingragestellung und neuer Beginn.
Von Mitte der 1970er Jahre bis 1991 sah sich Europa mit einer doppelten Krise konfrontiert: einer Wirtschaftskrise, die das europäische Projekt schwächte, und einer geopolitischen Krise, die auf die erneuten Spannungen zwischen den beiden Blöcken zurückzuführen war. Angesichts dieser Herausforderungen muss Europa sein Projekt vertiefen, wenn es seinen Einigungsprozess fortsetzen will.
Jedoch können sich die Europäer angesichts der Krise nicht auf eine gemeinsame Politik einigen und unternehmen Alleingänge.
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft wurde von der Ölkrise, die durch die Entscheidung der OAPEC (Organisation der arabischen Erdöl produzierenden Staaten) ausgelöst wurde, den Preis für ein Barrel Öl drastisch zu erhöhen und die Produktion zu drosseln, je nach ihrer Energieabhängigkeit und ihrem Handel unterschiedlich getroffen: Großbritannien stützt sich auf seine Nordseeressourcen, Frankreich und Deutschland können dank eines Handelsüberschusses ihre Versorgung finanzieren, und Italien mit seiner schwachen Wirtschaft ist stärker von der Krise betroffen..
Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, auf dem das europäische Einigungsprozess seit den 1950er Jahren beruhte, erfordert gemeinsame Maßnahmen, wenn man das europäische Projekt fortsetzen will.
Die Mitgliedsstaaten der EWG versuchen jedoch eher, individuelle Lösungen zu finden, um ihre Wirtschaft anzukurbeln, So entschied sich Frankreich 1983 für eine Abwertung des Franc, um seinen Außenhandel anzukurbeln, ohne seine Partner zu warnen.In den 1980er Jahren waren sich die Mitgliedstaaten generell nicht einig, welche Konjunkturpolitik sie verfolgen sollten, was eine gemeinschaftliche Politik unmöglich machte: Das Vereinigte Königreich unter Margareth und die Bundesrepublik Deutschland unter Helmuth Kohl strebten eine angebotspolitik an, während in Frankreich zwischen 1981 und 1986 die Linksregierung unter François Miterrand eine nachfragepolitik befürwortete.
Die Wirtschafts- und soziale Krise in den späten 1970er und 1980er Jahren führten , dass viele Europäer das europäische Projekt in Frage stellten. Diese Euroskepsis könnte die Fortsetzung des europäischen Projekts schwächen.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Europa 1975-1991: Ingragestellung und neuer Beginn.
Von Mitte der 1970er Jahre bis 1991 sah sich Europa mit einer doppelten Krise konfrontiert: einer Wirtschaftskrise, die das europäische Projekt schwächte, und einer geopolitischen Krise, die auf die erneuten Spannungen zwischen den beiden Blöcken zurückzuführen war. Angesichts dieser Herausforderungen muss Europa sein Projekt vertiefen, wenn es seinen Einigungsprozess fortsetzen will.
In den 1980er Jahren versuchte das deutsch-französische Paar, dem europäischen Projekt durch mehr Erweiterung und Vertiefung neuen Schwung zu geben.
In den 1980er Jahren versuchte die Brüsseler Kommission, unterstützt von Frankreich und Deutschland, den europäischen Prozess neu zu dynamisieren, indem sie versuchte, die EWG zu erweitern, um ihr mehr internationales Gewicht zu verleihen, die Institutionen den europäischen Bürgern näher zu bringen und dem europäischen Projekt eine neue Ambition zu verleihen.Um die europäischen Institutionen den europäischen Bürgern näher zu bringen, wurde beschlossen, dass ab 1979 das Europäische Parlament in allgemeiner Wahl gewählt werden sollte. In den Jahren 1981 (Griechenland) und 1986 (Spanien und Portugal) wurde die Gemeinschaft nach Süden erweitert, wodurch ein riesiger Markt mit 320 Millionen Einwohnern entstand, der sich durch das Lomé-Abkommen auch nach Afrika, in die Karibik und den Pazifikraum öffnete.
Der europäische Einigungsprozess zwischen West und Ost (1957-1989)
Inwieweit hat die Entspannung und das starke Wachstum der "Wunderjahren" den Aufstieg der Europäischen Gemeinschaft zu einem neuen geopolitischen Akteur ermöglicht?
UNTERRICHT
Europa 1975-1991: Ingragestellung und neuer Beginn.
Von Mitte der 1970er Jahre bis 1991 sah sich Europa mit einer doppelten Krise konfrontiert: einer Wirtschaftskrise, die das europäische Projekt schwächte, und einer geopolitischen Krise, die auf die erneuten Spannungen zwischen den beiden Blöcken zurückzuführen war. Angesichts dieser Herausforderungen muss Europa sein Projekt vertiefen, wenn es seinen Einigungsprozess fortsetzen will.
In den 1980er Jahren versuchte das deutsch-französische Paar, dem europäischen Projekt durch mehr Erweiterung und Vertiefung neuen Schwung zu geben.
1985 wird Jacques Delors dank der Unterstützung Frankreichs und Deutschlands Präsident der Brüsseler Kommission. Er wollte das europäische Projekt nach dem Vorbild von Jean Monnet wieder in Gang bringen, indem er ein Ziel - die Schaffung eines "großen Binnenmarktes" - und einen Zeitplan für die Erreichung dieses Ziels festlegte: Die Einheitliche Europäische Akte
Ziele der Einheitlichen Akte
Gestaltung eines einheitlichenBinnenmarktes
Europäischer RatFührungsrolle in der EU
Zunehmende Rolle des ParlamentsKontrolle der Kommision
Freie Kapital-, Güters- und Personenverkehr
Embryo eines zukünftigeseuropäischen Bundestaates
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten
Inkrafttreten den 1.01. 1991
ANFANG DER 1950er-ENDE DER 1990er
DEUTSCHLAND UND FRANKREICH, TRIEBSKRÄFTE DES EUROPÄISCHEN EINIGUNGSPROZESSES
FRAGE
Von den 1950er Jahren bis Ende der 1990er Jahre gelang es Deutschland und Frankreich im Kontext des Kalten Krieges, ihre Rivalitäten zu überwinden und sich einander anzunähern und zu versöhnen. Gleichzeitig wurden sie aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke zur Speerspitze und treibenden Kraft des europäischen Einigungsprozesses, der als Ursache und Folge ihrer Annäherung analysiert werden kann.
Inwieweit hat die deutsch-französische Annäherung eine entscheidende Rolle beim europäischen Einigungsprozess gespielt?
Seit 1990
1972-1990
1950-1963
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
1963
1950
1945
Schuman- Erklärung
Elysee-Vertrag
Ende des 2. Weltkrieg
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der Frankreich und Deutschland auf unterschiedliche Weise beeinflusst.
In den 1950er und bis Mitte der 1960er Jahre nahmen Frankreich und Deutschland unterschiedliche Haltungen gegenüber der Bipolarisierung des Kontinents durch den Kalten Krieg ein.
Die Bundesrebublik in den 1950er und 1960er: Die Entstehung eines treuen Partners für die Vereinigten Staaten.
Die Gründung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1949 machte die Bundesrepublik zu einem westlichen Vorposten gegenüber dem Ostblock, weshalb die Frage ihrer Sicherheit und die Suche nach dem Schutz der USA für Bundeskanzler Adenauer eine Priorität darstellten. So trat Deutschland 1955, zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der NATO bei und ermöglichte so eine rasche Wiederbewaffnung.
Frankreich in den 1950er und 1960er: Entkolonialisierung und neue Aussenpolitikdoktrin.
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der Frankreich und Deutschland auf unterschiedliche Weise beeinflusst.
In den 1950er und bis Mitte der 1960er Jahre nahmen Frankreich und Deutschland unterschiedliche Haltungen gegenüber der Bipolarisierung des Kontinents durch den Kalten Krieg ein.
Frankreich in den 1950er und 1960er: Entkolonialisierung und neue Aussenpolitikdoktrin.
Der Prozess der Entkolonialisierung, in den Frankreich von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1960er Jahre verwickelt war, hinderte es daran, eine führende Rolle in der Ost-West-Konfrontation in Europa zu spielen. Der Indochinakrieg (1946-1954) und der Algerienkrieg (1954-1962) veranlassten Frankreich, den Großteil seiner militärischen und finanziellen Kräfte in diese Kriege zu investieren: Die beiden Konflikte verbrauchten in diesen Jahren ein Drittel des französischen Staatshaushalts.
Die Rückkehr von General de Gaulle an die Macht im Jahr 1958, mitten in der Algerienkrise, führte zu einer neuen Außenpolitik, die sich auf die Größe Frankreichs und seine nationale Unabhängigkeit stützte. Die Umsetzung dieser neuen Außenpolitik spiegelt sich in Frankreichs Willen wider, seine eigene Sicherheit zu gewährleisten, indem es 1966 aus dem integrierten NATO-Kommando austrat und Atomwaffen einsetzte.
Die Bipolarisierung der internationalen Beziehungen hat in Deutschland und Frankreich unterschiedliche Auswirkungen: Während für die Bundesrepublik Deutschland das atlantische Bündnis von zentraler Bedeutung ist, da es ihr ermöglicht, ihre Zuverlässigkeit zu beweisen und ihre Souveränität zurückzugewinnen, strebt Frankreich danach, sich von diesem Bündnis zu entfernen.
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der die Europapolitik Frankreichs und Deutschlands beeinflusst.
Der Eintritt in den Kalten Krieg und die zentrale Stellung der deutschen Frage in der Bipolarisierung Europas führten zu den ersten Annäherungen zwischen Frankreich und Deutschland und den ersten Schritte des europäischen Einigungsprozesses
Der Beginn des Kalten Krieges in Europa führt Frankreich dazu, den Kurs seiner Deutschlandpolitik zu ändern.
Ab 1948 änderte Frankreich im Kontext des Kalten Krieges den Kurs seiner Deutschlandpolitik und akzeptierte die Zusammenlegung seiner Besatzungszone in der Trizone als Voraussetzung für die Gründung eines starken westdeutschen Staates..
Beispielhaft für diesen Kurswechsel sind die Bemühungen des als Deutscher geborenen Robert Schuman, christdemokratischer Abgeordneter des Departements Moselle und von 1948 bis 1952 französischer Außenminister, die Sicherheit Frankreichs nicht durch die Schwächung Deutschlands, sondern durch den Aufbau einer Partnerschaft zu sichern.
Eine Neuorientierung der französischen Deutschlandpolitik, die die ersten Schritte des europäischen Einigungsprozesses ermöglicht.
Die Verwirklichung dieser Neuorientierung der französischen Europapolitik führte unter der Leitung von Robert Schuman und Jean Monnet zur Gründung der Gemeinschaft für Kohle und Stahl: Die Schwerindustrie Deutschlands und Frankreich unterstand künftig einer supranationalen Behörde.
Der 1950 beginnende Koreakrieg wirft jedoch fünf Jahre nach Kriegsende die Frage auf, ob Deutschland im Falle einer Invasion der UdSSR wieder aufrüsten sollte. In diesem Zusammenhang wird die Gründung einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft mit deutscher Beteiligung vorgeschlagen. Doch die Angst vor einem Wiederaufleben des deutschen Militarismus veranlasste das französische Abgeordnetenhaus, das Projekt abzulehnen.
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der die Europapolitik Frankreichs und Deutschlands beeinflusst.
Der Eintritt in den Kalten Krieg und die zentrale Stellung der deutschen Frage in der Bipolarisierung Europas führten zu den ersten Annäherungen zwischen Frankreich und Deutschland und den ersten Schritte des europäischen Einigungsprozesses
Dank des Kalten Krieges und der europäischen Einigung gelingt es Deutschen und Franzosen, sich allmählich einander anzunähern.
In den 1950er Jahren sorgte eine Reihe von Entscheidungen dafür, dass Deutsche und Franzosen einander besser verstanden und sich näher kamen, sei es die Gründung der Goethe-Institute, der deutsch-französischen Schule oder des DFJW. Darüber hinaus wurden einige Spannungsfragen gelöst, wie z. B. der Status des Saarlandes. Die Römischen Verträge, mit denen die Europäische Atom- und Wirtschaftsgemeinschaft gegründet wurde, förderten die Integration der deutschen und französischen Wirtschaft sowie die Integration innerhalb der europäischen Institutionen. Ab 1958 versuchte General de Gaulle, der den europäischen Institutionen misstraute und wegen des Algerienkriegs diplomatisch isoliert war, die Achse Paris-Bonn zu bevorzugen: Er näherte sich Bundeskanzler Konrad Adenauer durch diplomatische Besuche und symbolische Gesten (Ludwigsburg, Reims) an und bereitete so den Weg für den späteren Elysée-Vertrag.
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der es Frankreich und Deutschland ermöglicht, sich zu versöhnen.
In einem internationalen Kontext, in dem Deutschland und Frankreich isoliert sind, ermöglicht es der Elysée-Vertrag ihnen, einen endgültigen Schlussstrich unter eine Vergangenheit von Rivalität und Spannungen zu ziehen und eine Partnerschaft zu begründen, auf der das europäische Aufbauwerk beruhen wird.
Ein internationaler Kontext günstig für die deutsch-französische Aussöhnung.
Anfang der 1960er Jahre befanden sich Deutschland und Frankreich in einer diplomatischen Krise, in der sie isoliert waren: der Algerienkrieg und der Bau der Berliner Mauer. Der Bau der Berliner Mauer, der von Moskau auf Wunsch des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht beschlossen wurde, wurde von den beiden Supermächten als eine kontrollierte Krise angesehen, da die Zurückhaltung beider Seiten keine Konfrontation auslöste. Für Konrad Adenauer bedeutete dies, dass die USA den Status quo mit der UdSSR höher bewerteten als die Sicherheit Westdeutschlands. Mit dem Abkommen von Evian 1962, das den Algerienkrieg beendete, wurde der Einfluss Frankreichs in der Welt stark eingeschränkt: De Gaulle wollte die französische Macht auf der Grundlage neuer Prinzipien wie der nationalen Unabhängigkeit wieder aufbauen. Daher wollte er zwischenstaatlichen Beziehungen den Vorzug vor supranationalen Organisationen (NATO, EWG) geben.
Eine deutsch-französische Annäherung, Folge der Bipolarisierung Europas (1950-1963).
UNTERRICHT
Inwiefern hat der Beginn des Kalten Krieges in Europa dazu geführt, dass sich Deutschland und Frankreich einander angenähert haben?
Ein internationaler Kontext, der es Frankreich und Deutschland ermöglicht, sich zu versöhnen.
In einem internationalen Kontext, in dem Deutschland und Frankreich isoliert sind, ermöglicht es der Elysée-Vertrag ihnen, einen endgültigen Schlussstrich unter eine Vergangenheit von Rivalität und Spannungen zu ziehen und eine Partnerschaft zu begründen, auf der das europäische Aufbauwerk beruhen wird.
Der Elysse-Vertrag von 1963, Freundschaftsvertrag und fundament einer dauerhaften Zusammenarbeit?
Am 22. Januar 1963 uhterzeichneten Staatspräsident de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer im Pariser Elysée-Palast einen Vertrag über die Zusammenarbeit beider Länder. Dies war eine politische Sensation: Knapp 18 Jahre nach Kriegsende schienen Misstrauen und Rachegedanken endgültig dem Geist der Partnerschaft oder sogar der Freundschaft Platz gemacht. Das Kernstück des Vertrages bildeten die deutsch-französischen Regierungskonsultationen, die künftig regelmässig stattfinden sollten, um eine enge Abstimmung insbesondere in wichtigen Fragen der Aussen- und Sicherheitspolitik, der Bildungspoilitik und der Jugendarbeit zu ermöglichen.
Der Elysee-Vertrag stiess in Deutschland keineswegs auf ungeteilte Zustimmung und führte in Washington zu Unmut: Die USA befürchten, dass die deutsch-französische Sonderbeziehung die Bindung Deutschlands an die NATO und die USA, den wichtigsten Partner für die Sicherheit der Bundesrepublik, gefährden könnte. Diese Befürchtung hatte ihren Grund vor allem, wegen dem aussenpolitischen Kurs de Gaulle der die Eigenständigkeit seines Landes gegenüber der USA immer wieder mit Nachdruck betont hatte.
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen (1972-1990).
UNTERRICHT
1972
1990
1963
Deutsche Wiedervereinigung
SALT 1- Abkommen Nixon in Moskau
Wie haben die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten den europäischen Einigungsprozess und die deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst??
Ein entspannter internationaler Kontext, der eine Annäherung zwischen den beiden Europas ermöglicht.
Ab 1972 förderte die Entspannung zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion Initiativen, die versuchten, die Bipolarisierung des europäischen Kontinents zu überwinden.
1972 kommt es zu einer Entspannung zwischen den USA und der UdSSR.
1972, zehn Jahre nach der Kubakrise, schien die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR an einem Wendepunkt zu stehen. Der amerikanische Präsident Richard Nixon reiste nach Moskau, um Leonid Breschnew, den Generalsekretär der KPdSU und sowjetischen Staatschef, zu treffen und eine Charta zur Regelung ihrer Beziehungen sowie ein Abkommen über die Begrenzung der strategischen Waffen (SALT 1) zu unterzeichnen.
In Europa führte die Deeskalation des Kalten Krieges zu einer Annäherung zwischen den beiden Blöcken.
Erstens durch die neue Ostpolitik des westdeutschen Kanzlers Willy Brandt, der versuchte, die innerdeutschen Beziehungen zu normalisieren, aber auch durch die Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Helsinki im Jahr 1975, in der sich die 35 Teilnehmer - Mitglieder der NATO, des Warschauer Pakts oder Neutrale - unter anderem verpflichteten, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa gezogenen Grenzen zu respektieren, die Souveränität der Staaten, das Recht der Völker auf Selbstbestimmung und die Menschenrechte zu achten.
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen (1972-1990).
UNTERRICHT
Wie haben die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten den europäischen Einigungsprozess und die deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst??
Ein entspannter internationaler Kontext, der eine Annäherung zwischen den beiden Europas ermöglicht.
Ab 1972 förderte die Entspannung zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion Initiativen, die versuchten, die Bipolarisierung des europäischen Kontinents zu überwinden.
In Osteuropa führte die Unterzichnung des Helssinki-Abkommens zur Enstehung einer Opposition aus der Zivilgesellschaft.
Die Unterzeichnung des Helsinki-Abkommens durch die UdSSR und die osteuropäischen Volksdemokratien veranlasste eine Reihe von Dissidenten und Personen aus der Zivilgesellschaft in diesen Ländern, ihre Menschenrechtsverpflichtungen durchzusetzen. Dies war der Fall bei der Charta 77, einer Petition tschechischer Dissidenten, die sich nach dem Prager Frühling 1968 gegen den Normalisierungsprozess in ihrem Land wandten. Zu den Unterzeichnern gehörte auch der Dramatiker und spätere tschechische Präsident Vaclav Havel.
Mugshot Vaclav Havel nach seiner Verhaftung, 1977.
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen (1972-1990).
UNTERRICHT
Wie haben die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten den europäischen Einigungsprozess und die deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst??
Im Kontext der 1970er und 1980er Jahre: eine europäische Gemeinschaft, die sich erweitert und vertieft.
Die Eskalation der Spannungen zwischen den USA und der UdSSR ab 1979 sowie die Weltwirtschaftskrise infolge der beiden Ölschocks schwächen den europäischen Einigungsprozeß. Die Gemeinschaft reagierte auf die neuen Herausforderungen mit Erweiterungs- und Vertiefungsprojekten.
Von 6 bis 9: Die Erweiterung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen (1972-1990).
UNTERRICHT
Wie haben die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten den europäischen Einigungsprozess und die deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst??
In den 1970er und 1980er Jahren etablierte sich das deutsch-französische Paar als ein besonderes Bündnis innerhalb des Westblocks.
Ab 1974 bildete sich in den deutsch-französischen Beziehungen das deutsch-französische Tandem heraus, das angesichts der Herausforderungen der Wirtschaftskrise und der erneuten Spannungen zwischen den USA und der UdSSR versuchte, mit einer Stimme zu sprechen.
Bis 1974, sowohl für Deutschland als auch für Frankreich, eine Zusammenarbeit, die in den Hintergrund tritt.
Nach dem Rücktritt Konrad Adenauers versuchte der neue Kanzler Ludwig Erhard, ein überzeugter Atlantiker, 1963 vor allem, das Bündnis mit den USA auf Kosten der Annäherung an De Gaulles Frankreich zu fördern. Danach, 1966 machte der Sozialdemokrat Willy Brandt zunächst als Vizekanzler und Außenminister und ab 1969 als Bundeskanzler die Annäherung an den Osten im Rahmen der Neuen Ostpolitik zur neuen Linie der deutschen Außenpolitik.
Karikatur von Haitzinger zum schwierigen Verhältnis zwischen Charles de Gaulle und Ludwig Erhard (2. Juli 1966)
Europa, Frankreich und Deutschland angesichts der Herausforderungen geopolitischer Veränderungen (1972-1990).
UNTERRICHT
Wie haben die Entspannung zwischen den USA und der UdSSR und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten den europäischen Einigungsprozess und die deutsch-französischen Beziehungen beeinflusst??
In den 1970er und 1980er Jahren etablierte sich das deutsch-französische Paar als ein besonderes Bündnis innerhalb des Westblocks.
Ab 1974 bildete sich in den deutsch-französischen Beziehungen das deutsch-französische Tandem heraus, das angesichts der Herausforderungen der Wirtschaftskrise und der erneuten Spannungen zwischen den USA und der UdSSR versuchte, mit einer Stimme zu sprechen.
Ab 1974 etablierte sich das deutsch-französische Paar dank der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Staatschefs als neuer geopolitischer Akteur in Europa
Das deutsch-französische Paar, das von Valery-Giscard d'Estaing und Helmuth Schmidt von 1974 bis 1981 und von Helmuth Kohl und François Miterrand von 1981 bis 1996 verkörpert wurde, war in erster Linie auf freundschaftlichen Beziehungen aufgebaut, die über die Trennlinien zwischen den politischen Familien, denen sie angehörten, hinausgingen. So war Valery-Giscard d'Estaing ein liberaler Mitte-Rechts-Politiker und Helmuth Schmidt ein Sozialdemokrat, während François Miterrand Sozialist und Helmuth Schmidt Christdemokrat war.
Ein deutsch-französisches Tandem, das versucht die Problemen der Wirtschaftskrise und des Wiederaufflammens des Kalten Krieges in Europa zu lösen.
Valery Giscard d'Estaing und Helmut Schmidt waren in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre im Amt, einer Zeit, in der die europäischen Volkswirtschaften in die Stagflation und Rezession abrutschten. Daher waren ihre Maßnahmen in erster Linie wirtschaftlicher und finanzieller Art, wie die Einführung des Europäischen Währungssystems im Jahr 1979.
In den 1980er bezogen Kohl und Mitterrand den Bereich der Sicherheitspolitik in die deutsch-französische Zusammenarbeit ein. Beide sprachen sich angesichts der sowjetischen Aufrüstung für die Stationnierunbg derr amerikaniscxhen Mittelstreckenraketen in Europa aus und 1988 beschlossen sie die Schaffung einer deutsch-französischen Brigade.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die neue geopolitische Lage in Europa nach dem Kalten Krieg..
Der Beginn der 1990er Jahre stellt sowohl für Europa als auch für das deutsch-französische Tandem einen Wendepunkt dar. Während sich Europa im Westen mit dem Vertrag von Maastricht auf einen gemeinsamen Markt einlässt, verändert die Wiedervereinigung das Kraftverhältnis zwischen Frankreich und Deutschland.
Die Umsetzung der Einheitlichen Akte führt zum Vertrag von Maastricht, der die Europäische Union gründet.
Der Vertrag über die Europäische Union, der 1992 von den EU-9 in Maastricht unterzeichnet wurde und ein Jahr später in Kraft trat, begründet eine Union, die auf drei Säulen beruht: die seit 1951 bestehenden Europäischen Gemeinschaften, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen. Die Europäische Union führte eine Wirtschafts- und Währungsunion ein, versuchte, den Europäern durch die Schaffung einer EU-Bürgerschaft näher zu kommen, und strebte gleichzeitig nach mehr Demokratie, indem sie dem Parlament mehr Befugnisse einräumte..
Eine Wiedervereinigung, die den europäischen Partnern und den Verbündeten Deutschlands Sorgen macht.
1990 konnte der Status Deutschlands und insbesondere der von Berlin nur mit Zustimmung der vier Siegermächte von 1945 geändert werden. Diese waren jedoch besorgt über die Bildung eines Staates mit 80 Millionen Einwohnern in der Mitte Europas, dessen politische, wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung das Gleichgewicht stören und die Stabilität gefährden könnte, zu deren Herstellung die Teilung Deutschlands beigetragen hatte. In Frankreich war François Mitterand besorgt über ein stärkeres wiedervereinigtes Deutschland, das sich wie in der Vergangenheit (Vertrag von Rapallo 1922, deutsch-sowjetischer Pakt von 1939) zum Nachteil Frankreichs und Europas an die UdSSR wenden könnte.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die neue geopolitische Lage in Europa nach dem Kalten Krieg..
Der Beginn der 1990er Jahre stellt sowohl für Europa als auch für das deutsch-französische Tandem einen Wendepunkt dar. Während sich Europa im Westen mit dem Vertrag von Maastricht auf einen gemeinsamen Markt einlässt, verändert die Wiedervereinigung das Kraftverhältnis zwischen Frankreich und Deutschland.
Die Umsetzung der Einheitlichen Akte führt zum Vertrag von Maastricht, der die Europäische Union gründet.
Der Vertrag über die Europäische Union, der 1992 von den EU-9 in Maastricht unterzeichnet wurde und ein Jahr später in Kraft trat, begründet eine Union, die auf drei Säulen beruht: die seit 1951 bestehenden Europäischen Gemeinschaften, die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen. Die Europäische Union führte eine Wirtschafts- und Währungsunion ein, versuchte, den Europäern durch die Schaffung einer EU-Bürgerschaft näher zu kommen, und strebte gleichzeitig nach mehr Demokratie, indem sie dem Parlament mehr Befugnisse einräumte..
Eine Wiedervereinigung, die den europäischen Partnern und den Verbündeten Deutschlands Sorgen macht.
1990 konnte der Status Deutschlands und insbesondere der von Berlin nur mit Zustimmung der vier Siegermächte von 1945 geändert werden. Diese waren jedoch besorgt über die Bildung eines Staates mit 80 Millionen Einwohnern in der Mitte Europas, dessen politische, wirtschaftliche und finanzielle Bedeutung das Gleichgewicht stören und die Stabilität gefährden könnte, zu deren Herstellung die Teilung Deutschlands beigetragen hatte. In Frankreich war François Mitterand besorgt über ein stärkeres wiedervereinigtes Deutschland, das sich wie in der Vergangenheit (Vertrag von Rapallo 1922, deutsch-sowjetischer Pakt von 1939) zum Nachteil Frankreichs und Europas an die UdSSR wenden könnte.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die neue geopolitische Lage in Europa nach dem Kalten Krieg..
Der Beginn der 1990er Jahre stellt sowohl für Europa als auch für das deutsch-französische Tandem einen Wendepunkt dar. Während sich Europa im Westen mit dem Vertrag von Maastricht auf einen gemeinsamen Markt einlässt, verändert die Wiedervereinigung das Kraftverhältnis zwischen Frankreich und Deutschland.
Angesichts der Herausforderung der Wiedervereinigung gab das deutsch-französische Paar dem Projekt der politischen Union Europas einen neuen Impuls..
Um diesen Sorgen ein Ende zu setzen, gelingt es Helmuth Kohl und François Mitterrand, ihre Standpunkte anzunähern: Die deutsche Wiedervereinigung wird im Rahmen der europäischen Einigung und durch eine Stärkung der europäischen Institutionen auf Kosten der nationalen Institutionen erreicht werden.
Die geopolitischen Umwälzungen nach dem Zusammenbruch des Ostblocks stellen die Frage nach der Osterweiterung.
Die deutsche Wiedervereinigung, die implizit einer ehemaligen Volksdemokratie des Ostblocks, der DDR, den Beitritt zur Europäischen Union ermöglicht, wirft über kurz oder lang die Frage nach einer Erweiterung der Union um die Länder des Ostens auf. So legt 1993 der Europäische Rat, der aus den Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten besteht und die Grundzüge der europäischen Politik festlegt, auf seiner Tagung in Kopenhagen die Kriterien für den Beitritt der künftigen Kandidaten zur Union fest: Eine Offene Marktwirtschaft, die Trennung zwischen exekutiven und judikativen Gewalt, den Kampf gegen Korruption und Kriminalität und die Achtung der Minderheitenrechte.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die Folgen der Osterweiterungen erfordern eine Reform der Institutionen.
Durch die Erweiterung der Europäischen Union auf neutrale Länder und später auf die ehemaligen Volksdemokratien im Osten ist ein Europa der 27 entstanden, in dem die Frage der Entscheidungsmodi eine Reform der Institutionen erfordert.
Mit der Osterweiterung verlagert sich der Schwerpunkt der Europäischen Union nach Deutschland.
Die Folgen der Osterweiterung sind einerseits die Schaffung einer Gemeinschaft von 27 Staaten bis zum Jahr 2007, die nicht die gleichen demokratischen Praktiken und den gleichen wirtschaftlichen Entwicklungsstand haben, in der aber jeder Staat, ob Macht oder nicht, die gleiche Entscheidungsbefugnis hat, und andererseits eine Verschiebung des Schwerpunkts hin zu Deutschland auf Kosten von Mächten wie Frankreich und Großbritannien.
„Hurra, wir sind 25 Mann stark!“ Am 30. April illustriert der Karikaturist Horst Haitzinger die Bedeutung der Erweiterung um zehn neue Mitgliedstaaten für die Europäische Union.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die Folgen der Osterweiterungen erfordern eine Reform der Institutionen.
Durch die Erweiterung der Europäischen Union auf neutrale Länder und später auf die ehemaligen Volksdemokratien im Osten ist ein Europa der 27 entstanden, in dem die Frage der Entscheidungsmodi eine Reform der Institutionen erfordert.
Der Vertrag von Nizza: die Notwendikeit einer Reform der Insitutionen vor der Osterweiterung führt zur Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschen und Franzosen.
Im Jahr 2001 versuchte der Vertrag von Nizza im Hinblick auf die Osterweiterung die Entscheidungsmodalitäten innerhalb der Europäischen Union zu definieren, indem er das Prinzip der qualifizierten Mehrheit in den Vordergrund stellte. Der Rat von Nizza offenbarte jedoch auch die ersten Unstimmigkeiten innerhalb des deutsch-französischen Paares: Frankreich wollte eine Parität , d. h. eine Stimmengleicheit mit Deutschland, während Deutschland im Namen seines größeren demographischen Gewichts nach der Wiedervereinigung eine stärkere Stimmengewichtung verlangte.
Die qualifizierte Mehrheitsentscheidung
Dennoch ein Vertrag, der angesichts der Herausforderungen der Osterweiterung unzureichend bleibt .
Die Mängel des Vertrags von Nizza machen eine umfassende Reform der EU-Institutionen umso notwendiger, damit sie in der Lage sind, die Beitrittskandidaten aufzunehmen, effizienter zu arbeiten und für die europäischen Bürger besser verständlich zu sein. Zu diesem Zweck wurde 2004 in Rom ein Vertrag über eine Verfassung für Europa angenommen, der von jedem Mitgliedstaat durch sein Parlament oder durch ein Referendum ratifiziert werden muss. Während Deutschland den parlamentarischen Weg wählte und den Vertrag ratifizierte, entschied sich Frankreich für ein Referendum, in dem die Franzosen den Vertrag 2005 ablehnten: Erst 2009 erhielt die EU mit dem Vertrag von Lissabon die Institutionen, um mit 27 Mitgliedstaaten funktionieren zu können.
Frankreich und Deutschland: Triebkräfte Europas zwischen Erfolg und Infragestellung
UNTERRICHT
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Die Folgen der Osterweiterungen erfordern eine Reform der Institutionen.
Durch die Erweiterung der Europäischen Union auf neutrale Länder und später auf die ehemaligen Volksdemokratien im Osten ist ein Europa der 27 entstanden, in dem die Frage der Entscheidungsmodi eine Reform der Institutionen erfordert.
Das Scheitern der Verfassung für Europa zeigt die Grenzen des europäischen Einigungsprozesses.
Die Ablehnung der EU-Verfassung durch die Bürger Frankreichs und der Niederlande (2005) zeigt die Grenzen des europäischen Einigungsprozesses auf. Darüber hinaus stellen die Auswirkungen der Globalisierung auf die Europäische Union, die zwar einer der wichtigsten Pole der Weltwirtschaft ist, den Zusammenhalt der Gemeinschaft in Frage, wie die heiklen Lösungen zur Bewältigung der Auswirkungen der wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten (2008-2009), der griechischen Schuldenkrise und der Krise der Eurozone (2010-2015) oder die Debatten um Migrations- und internationale Fragen belegen.
DIE INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN VOM KALTEN KRIEG BIS ZU NEUEN KONFLIKTEN (1947-2000)
THEMA
DIE INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN VOM KALTEN KRIEG BIS ZU NEUEN KONFLIKTEN (1947-2001)
UNTERRICHT
Unabhängigkeits-erklärung Vietnams
Unabhängigkeit Indiens und der beiden Pakistanen
Zusammenbruch der Sowjetunion
Unruhen in Setif
1945
2001
1947
1990
1991
Ankündigung der Truman-Doktrin und der Zwei-Lager-Theorie
Ende des Zweiten Weltkriegs
Zweiter Golfkrieg
Inwiefern schwächen die geopolitischen Umstrukturierungen Europas nach dem Ende des Kalten Krieges die deutsch-französische Zusammenarbeit und das europäische Projekt?
Seit 1945
Frage
Frage
WIRTSCHAFTLICHER UND SOZIALER WANDEL IN FRANKREICH UND DEUTSCHLAND
THEMA
Inwiefern spiegeln die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in Frankreich und Deutschland die weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen seit 1945 wider? Wie sind die beiden Länder mit ihren Gemeinsamkeiten und Eigenheiten damit umgegangen und haben sich daran angepasst?
Frankreich und Deutschland und die Herausforderung der Globalisierung seit den 1990er
Wirtschaft und Gesellschaft in den zwei deutschen Staaten (1945-1991)
Frankreich und Deutschland in der Krise (Von den 1970er bis in den 1990er)
ZEITSTRAHL: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland
1956
1985
1945
1968
1982
2003
Dritte bezahlte Urlaubswoche
7 Millionen Streikende
Einführung der Sozialversicherung
Preis- und Lohnstopp
10% Arbeitslose
Rentengesetz
1/01/2002
1973
1979
Der Euro wird die gemeinsame offizielle Währung in 12 europäischen Staaten
Der zweite Ölschock
Der erste Ölschock
2003
2000
1976
1963
1949
1978
Gerhard Schröder stellt die "Agenda 2010" vor
Dritte bezahlte Urlaubswoche
Neues Staats- angehörigkeitsgesetz
Der 16 200000 Käfer verlässt das VW-Werk
Gesetz über die Mitbestimmung tritt in Kraft
Ludwig Erhard kündigt die soziale Marktwirtschaft an
Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland von 1945 bis in den Jahren 2000
BEGRIFFE
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Frankreich und Deutschland grundlegende wirtschaftliche und soziale Veränderungen erlebt, die ihre Entwicklung und ihre Stellung auf der internationalen Bühne geprägt haben. Auch wenn die beiden Länder 1945 zwei völlig unterschiedliche Schicksale hatten: ein besiegtes Deutschland ohne Souveränität und ein Frankreich, das sich als Siegermacht des Krieges und als Besatzungsmacht in Deutschland durchsetzen konnte, mussten beide Länder seit Kriegsende bis heute dieselben wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen bewältigen.Tatsächlich erlebten beide Länder große Strukturwandel vom Wiederaufbau über die Krise der 1970er und 1980er Jahre bis hin zur Globalisierung, die teilweise schmerzhafte politische Reformen erforderte, um das in der unmittelbaren Nachkriegszeit entstandene Sozialmodell zu bewahren.
Wirtschaftswunder
Die dreißig Glorreichen
Der Arbeiter und Bauernstaat
Definition:
Definition:
Definition:
Mit dem Begriff „Wirtschaftswunder“ bezeichnet man den raschen wirtschaftlichen Aufstieg in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1950er Jahren wuchs die Wirtschaft in der Bundesrepublik sehr schnell. Neue Unternehmen entstanden, viele Waren, die in Deutschland hergestellt wurden, konnten ins Ausland verkauft werden. Es gab fast keine Arbeitslosen. Die Menschen verdienten gut, der Wohlstand war überall sichtbar.
Les Trente Glorieuses war eine dreißigjährige Periode des Wirtschaftswachstums in Frankreich zwischen 1945 und 1975.Der Name wurde erstmals vom französischen ökonomen Jean Fourastié verwendet, der den Begriff 1979 mit der Veröffentlichung seines Buches "Les Trente Glorieuses, ou la révolution invisible de 1946 à 1975
Die DDR verstand sich als Arbeiter- und Bauernstaat. Die Arbeiterklasse sollte im Bündnis mit den Bauern die Herrschaft übernehmen. Das Ziel war eine klassenlose Gesellschaft und somit der Kommunismus. Entsprechend hoch war die Wertschätzung der Arbeiter.Neben den Arbeitern und Bauern gab es dann noch die "Intelligenz". Das waren Geistesarbeiter, Studierte, Akademiker.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
Nach Ende des Zweiten Weltkrieg (1945) wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Für die sowjetische Besatzungszone (SBZ) wurde 1949 die DDR (nach sowjetischem Vorbild) als sozialistischer Staat ausgerufen. Die politische Macht hielt die (aus der Zwangsvereinigung von Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hervorgegangene) Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED). Partei und Staat wurden nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus geführt, d. h. das Parlament hatte gegenüber der führenden Rolle der SED nur nachrangige Bedeutung.
Der Wille der Bevölkerung, das Land nach den verheerenden Zerstörungen durch den Krieg schnell wieder aufzubauen, war eine der treibenden Kräfte für den wirtschaftlichen Aufstieg. Entscheidend war aber auch die Währungsreform von 1948 sowie der sogenannte Marshallplan. .
Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland von 1945 bis in den Jahren 2000
BEGRIFFE
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben Frankreich und Deutschland grundlegende wirtschaftliche und soziale Veränderungen erlebt, die ihre Entwicklung und ihre Stellung auf der internationalen Bühne geprägt haben. Auch wenn die beiden Länder 1945 zwei völlig unterschiedliche Schicksale hatten: ein besiegtes Deutschland ohne Souveränität und ein Frankreich, das sich als Siegermacht des Krieges und als Besatzungsmacht in Deutschland durchsetzen konnte, mussten beide Länder seit Kriegsende bis heute dieselben wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen bewältigen.Tatsächlich erlebten beide Länder große Strukturwandel vom Wiederaufbau über die Krise der 1970er und 1980er Jahre bis hin zur Globalisierung, die teilweise schmerzhafte politische Reformen erforderte, um das in der unmittelbaren Nachkriegszeit entstandene Sozialmodell zu bewahren.
Krise
Wirtschaftliche Liberalisierung
Globalisierung
Definition:
Definition:
Definition:
Übergang von einer wirtschaftlichen Aufschungsphase zu einer wirtschaftlichen Abschwungsphase, die zur einer Rezession führen kann (Hohe Arbeitslosigkeit, Sinken der Einkommen der privaten Haushalte, Rückgang der Nachfrage nach Konsumgütern, Sinken der Gewinne der Unternehmen und der Investitionen.
Eine Politik, die darauf abzielt, den Handel, insbesondere den internationalen Handel, zu fördern und die ökonomische Rolle des Staates zugunsten der Märkte und des Privatsektors zu reduzieren.
Alle Prozesse, die die Vernetzung von Gesellschaften auf globaler Ebene erleichtern. Sie ist durch eine Intensivierung des materiellen und immateriellen Austauschs aller Art gekennzeichnet.
Kontext:
Kontext:
Kontext:
Die Fortschritte des Freihandels, die Lockerung der staatlichen Vorschriften und die Entwicklung der Transport- und Kommunikationsmittel haben die Globalisierung ermöglicht, die alle menschlichen Aktivitäten betrifft und die Entstehung einer Weltkultur begünstigt. Einige Menschen kritisieren jedoch die Auswirkungen dieser liberalen Globalisierung und wollen sie menschlicher und umweltfreundlicher gestalten.
In den 1970er Jahren wurde auf die Krise mit einer Konjunkturpolitik reagiert, die entweder den Konsum (durch Lohnerhöhungen) oder die Produktion (durch Unternehmensförderung) förderte. In den 1980er Jahren führte ihr Scheitern zu einem neuen Ansatz in den angelsächsischen Ländern, die den internationalen Handel förderten.
Nach dem Wohlstand der dreißig Glorreichen (1945-1975) ist das Wirtschaftsmodell der Industrieländer mit schweren Schwieirgkeiten konfrontiert. Die Ölkrisen von 1973 und 1979 stürzten sie brutal in die Krise. In den 1980er Jahren blieb das Wachstum trotz des wirtschaftlichen Wandels schwach und die Arbeitslosigkeit hoch.
WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN DEN ZWEI DEUTSCHEN STAATEN (1945-1970er)
Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre, die in Europa von einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und einer hohen Inflation geprägt waren, versuchten Frankreich und die beiden deutschen Staaten zunächst den Wiederaufbau und dann im Kontext des Kalten Krieges und der Bipolarisierung Europas, in dem jede Seite die Überlegenheit ihres Modells behaupten wollte, sich wirtschaftlich wieder zu behaupten.
Die Zeit des Wiederaufbaus (1945-1951)
Die entscheidende Rolle des Marschallplans für die westeuropäischen Volkswirtschaften.
Die unmittelbare Nachkriegszeit war durch eine starke Wiederaufbaubewegung gekennzeichnet, die von den USA unterstützt und verstärkt wurde, indem sie den Marshallplan einsetzten, um die Entwicklung der Marktwirtschaft zu erleichtern. Sowohl Frankreich als auch die Bundesrepublik Deutschland nutzten diese Hilfe, um ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln.
In Frankreich war der Wiederaufbau nach dem Krieg durch einen starken staatlichen Interventionismus in der Wirtschaft gekennzeichnet, mit einer Politik der Verstaatlichungen und einem starken Schutz des Binnenmarkts. In Deutschland war er ebenfalls durch eine starke Intervention der Alliierten gekennzeichnet, mit einer Politik der Entnazifizierung, der Dekartellisierung und der Dezentralisierung.
Ein Wiederaufbau, der die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland fördert und das europäische Projekt in Gang setzt..
Die politische und wirtschaftliche Notwendigkeit von Frieden und Wiederaufbau veranlasste Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland, sich einander anzunähern, indem sie die Grundlage für ihre Zusammenarbeit mit dem Schuman-Plan 1950 und der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 1951 schufen, die eine Wiederbelebung der Kohle- und Stahlindustrie ermöglichte.
Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland von 1945 bis in den 2000er
Fliessbandarbeit bei WV in Wolfsburg 1951
Fliessbandarbeit bei WV in Wolfsburg 2019
ZEITSTRAHL: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland.
WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN DEN ZWEI DEUTSCHEN STAATEN (1945-1970er)
Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1970er Jahre, die in Europa von einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und einer hohen Inflation geprägt waren, versuchten Frankreich und die beiden deutschen Staaten zunächst den Wiederaufbau und dann im Kontext des Kalten Krieges und der Bipolarisierung Europas, in dem jede Seite die Überlegenheit ihres Modells behaupten wollte, sich wirtschaftlich wieder zu behaupten.
Die Zeit des Wiederaufbaus (1945-1951)
Die entscheidende Rolle des Marschallplans für die westeuropäischen Volkswirtschaften.
Die unmittelbare Nachkriegszeit war durch eine starke Wiederaufbaubewegung gekennzeichnet, die von den USA unterstützt und verstärkt wurde, indem sie den Marshallplan einsetzten, um die Entwicklung der Marktwirtschaft zu erleichtern. Sowohl Frankreich als auch die Bundesrepublik Deutschland nutzten diese Hilfe, um ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln.
In Frankreich war der Wiederaufbau nach dem Krieg durch einen starken staatlichen Interventionismus in der Wirtschaft gekennzeichnet, mit einer Politik der Verstaatlichungen und einem starken Schutz des Binnenmarkts. In Deutschland war er ebenfalls durch eine starke Intervention der Alliierten gekennzeichnet, mit einer Politik der Entnazifizierung, der Dekartellisierung und der Dezentralisierung.
Ein Wiederaufbau, der die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland fördert und das europäische Projekt in Gang setzt..
Die politische und wirtschaftliche Notwendigkeit von Frieden und Wiederaufbau veranlasste Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland, sich einander anzunähern, indem sie die Grundlage für ihre Zusammenarbeit mit dem Schuman-Plan 1950 und der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 1951 schufen, die eine Wiederbelebung der Kohle- und Stahlindustrie ermöglichte.
WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN DEN ZWEI DEUTSCHEN STAATEN (1945-1970er)
Die Zeit des Wiederaufbaus (1945-1951)
Ein Wiederaufbau, der die Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland fördert und das europäische Projekt in Gang setzt..
Durch die Schaffung einer supranationalen Organisation, die die Kohle- und Stahlproduktion beider Länder kontrollieren sollte, schufen Deutschland und Frankreich die Voraussetzungen für ihre Versöhnung und leiteten gleichzeitig den Prozess der europäischen Integration ein.
WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN DEN ZWEI DEUTSCHEN STAATEN (1945-1970er)
Zum Dossier
Mehr als zwanzig Jahre Wirtschaftswachstum im Westen.
In den 1950er Jahren erlebten beide Länder ein starkes Wachstum ihrer Industrie und einen wahren Wirtschaftsaufschwung.
In Westdeutschland, in der Bundesrepublik Deutschland, beruht dieses Wachstum insbesondere auf der Entwicklung der Automobilindustrie: Dieser Aufschwung wird dort als "Wirtschaftswunder" bezeichnet. Für die Zeitgenossen wird er mit Ludwig Erhard, dem Wirtschaftsminister und Verfechter der sozialen Marktwirtschaft, in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um einen "dritten Weg", der sowohl den liberalen Kapitalismus als auch die Planwirtschaft ablehnt: Die Marktwirtschaft soll für ausreichendes Wachstum sorgen, um durch staatliches Eingreifen soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten.
In Frankreich wird diese Zeit des starken Wachstums mit einem von dem französischen Ökonomen Jean Fourastié entlehnten Begriff bezeichnet: die "Trente Glorieuses" (Dreißig glorreichen Jahre). Sie war gekennzeichnet durch eine hohe jährliche Wachstumsrate, die Liberalisierung des Handels und die Einführung des Gemeinsamen Marktes ab 1957, wodurch die Entwicklung des Außenhandels begünstigt wurde. Frankreich stellte seine Wirtschaftskraft wieder her und holte gegenüber den USA und dem Vereinigten Königreich auf.
Ein starkes Wirtschaftswachstum, das sowohl soziale Veränderungen als auch die europäische Integration fördert.
Die 1950er Jahre waren in beiden Ländern von der Durchsetzung des kapitalistischen Systems und der Einführung des Wohlfahrtsstaates geprägt, wodurch ihre Länder in die Konsumgesellschaft eintraten. Zwar geht der "europäische Aufschwung" ab 1955 nicht auf eine deutsch-französische Initiative zurück, sondern auf den belgischen Außenminister Paul-Henri Spaak (1899-1972), doch die Rolle von General de Gaulle und K. Adenauer, später L. Erhard, ermöglicht Fortschritte bei der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft: 1962 wird die Gemeinsame Agrarpolitik eingeführt und 1968 die Zollunion verwirklicht.
Dreißig Jahre Wirtschaftswachstum (1945-1973)
Welche Faktoren führten zur Modernisierung der französischen und der deutschen Wirtschaft und zu einer dreißig Jahre langen Wachstumsperiode?
VT1
"Trente Glorieuses" und "Wirtschaftswunder"-das Wirtschaftswachstum
VT2
Zwischen Staat und Markt
" Trente Glorieuses" und "Wirtschaftswunder" sind die Schlagwörter, die den Zeitraum des schnel¬len und nachhaltigen wirtschaftlichen Aufstiegs Frankreichs und der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnen. Von 1950 bis 1970 betrug die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des BIP 4,8 Prozent in Frankreich und 5,5 Prozent in Deutschland, während sie zwischen 1913 und 1950 bei 0,7 Prozent bzw. 1,2 Prozent lag. Dem Beispiel der Autoindustrie folgend, fanden das Taylorsystem und der Fordismus allge¬meine Verbreitung. Die Betriebe produzierten für einen expandierenden Markt Massenkonsum¬güter in Großserien. Die Produktionssteigerung wurde durch den regelmäßigen Anstieg der Löhne und der Sozialleistungen gestützt. Die Liberalisierung des Welthandels und die Errichtung des Gemeinsamen Marktes 1957 förderten die Entfaltung des Außenhandels, von dem die Volkswirtschaften beider Lander in zu¬nehmendem Maße abhängig waren. So stieg der Anteil der Bundesrepublik Deutschland am Welt¬export von 3,5 Prozent im Jahre 1950 auf 12 Prozent im Jahre 1970. Frankreich wurde zum wichtigsten Abnehmer und größten Lieferanten für Deutschland und umgekehrt.
In Frankreich wie in Deutschland griff der Staat - allerdings auf verschiedene Weise - mehr und mehr in das Wirtschaftsleben ein. Die von Ludwig Erhard 1949 initiierte Soziale Marktwirt¬schaft war darauf angelegt, die Einhaltung der liberalen Prinzipien der freien Konkurrenz mit der Forderung nach sozialem Fortschritt in Einklang zu bringen. Aufgrund der Erinnerung an die ver¬heerende Hyperinflation von 1923 gab die Regierung der Bundesrepublik Deutschland der Auf¬rechterhaltung einer stabilen Deutschen Mark absolute Priorität. Frankreich verfolgte eher eine zentral gelenkte Wirtschaftspolitik, die sich auf die nach der Befreiung eingeleiteten Strukturreformen stützte (Verstaatlichungsmaßnahmen, Wirtschafts¬planung). Der französische Staat gab dem Wirtschaftswachstum und der Vollbeschäftigung den Vorrang, nicht dem Kampf gegen die durch den Anstieg der Löhne und des Kreditgeschäfts verursachte Inflation, die zu einer stetigen Entwertung der französischen Wah¬rung führte. So lag die Parität zwischen dem Franc und der D-Mark bei einem Verhältnis von 1:1 im Jahre 1959 und 3,42 FF für eine D-Mark im Jahre 1996.
Dreißig Jahre Wirtschaftswachstum (1945-1973)
Welche Faktoren führten zur Modernisierung der französischen und der deutschen Wirtschaft und zu einer dreißig Jahre langen Wachstumsperiode?
VT3
Die Hochphase der Industriegesellschaft
VT4
Dreißig Jahre Wirtschaftswachstum
Um 1970 erreichte die Industriegesellschaft in Frankreich, wie in der Bundesrepublik den Höhepunkt ihrer Entwicklung. In Deutschland bestimmte die Industrialisierung mehr als in Frankreich die sozialen und ökonomischen Strukturen: Die deutsche Industrie trug mit mehr als 50 Prozent zum Natio¬naleinkommen bei, in Frankreich waren es um 1970 knapp 40 Prozent. In beiden Ländern kam es zu einem Rückgang der traditionellen Wirtschaftszweige, wie etwa der Textilindustrie und dem Steinkohlenbergbau, die nun von Chemie-, Erdöl- oder Autoindustrie abgelöst wurden. Auch die Landwirtschaft passte sich durch eine starke Mechanisierung und durch die Anwen¬dung intensiverer Anbau- und Zuchtmethoden den Zwängen der industriellen Produktionsweise an. Ein Landarbeiter ernährte in Frankreich fünf Einwohner, so waren es in den 1980er-Jah¬ren mehr als dreißig. In Frankreich wie in Deutschland stützte sich die landwirtschaftliche Pro¬duktion hauptsächlich auf kleine Familienbetriebe, die dank der im europäischen Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik gewährten Zuschüsse modernisiert werden konnten. Wirtschaftswachstum und Massenkonsum förderten die Entfaltung des Dienstleistungssektors, insbesondere in den Bereichen Banken, Großhandel und Vertrieb. In Frankreich wurde 1963 der erste Supermarkt der Handelskette Carrefour in Sainte-Geneviève-des-Bois, am Pariser Stadtrand, eröffnet. Die Zahl, der in diesem Sektor Beschäftigten nahm in beide Ländern stark zu, wobei der Tertiärisierungsprozess in der deutschen Wirtschaft später einsetzte und weniger ausgeprägt war als in Frankreich. 75 Prozent der in den 1960er-Jahren in Frankreich geschaffenen Arbeitsplätze entstanden im Dienstleistungssektor, der 1970 64 Prozent des Sozialinlandsprodukts erwirtschaftete.
Die Konsumgesellschaft seit 1945
Wie veränderte die Entstehung der Konsumgesellschaft den Alltag der Franzosen und Deutschen?
VT2
Der Massenkonsum
VT1
Sozialstrukturen im Wandel
In Frankreich wie in Deutschland setzte sich die erwerbstätige Bevölkerung nunmehr vorwiegend aus Lohn- und Gehaltsempfängern zusammen. Die Zahl erwerbstätiger Frauen nahm vor allem im tertiären Sektor (Dienstleistungen) zu. Doch oft handelte es sich nur um einfache Arbeiten, die eine geringe Qualifikation erforderten. Die soziale Sicherung und die Steigerung der Kaufkraft boten den Arbeitnehmern eine bisher nie gekannte Sicherheit. Gegenwärtig weisen beide Gesellschaften ähnliche Merkmale auf. Die herkömmliche Bauernschaft ist verschwunden (weniger als vier Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung). Bis in die 1960erJahre hinein stieg die Zahl der Industriearbeiter, verzeichnete dann jedoch in beiden Ländern, bedingt durch die industrielle Umstrukturierung, einen drastischen Rückgang. Mit dem Ausbau des Dienstleistungssektors dagegen wuchs die Zahl der Angestellten. Ein gestiegen Bedarf anleitenden Angestellten in Unternehmen und im öffentlichen Dienst führte zu einem bedeutenden Gewinn der Beschäftigten mit mittlerem Einkommen.
Der Übergang zur Konsumgesellschaft veränderte das Leben der Menschen grundlegend. Inzwischen lebte die überwältigende Mehrheit der Franzosen und Deutschen in Städten. Die bis Mitte der 1950er-Jahre sehr schwierigen Wohnbedingungen begannen sich in beiden Ländern deutlich zu verbessern. Noch 1950 besaßen vier von fünf Wohnungen in Deutschland kein Badezimmer, 1982 waren es nur noch acht Prozent. Die steigende Kaufkraft führte zu einem bisher nie gekannten Konsum. Von 1950 bis 1989 stiegen die deutschen Reallöhne um 350 Prozent. Die Ausgaben für Lebensmittel in den Haushalten sanken, sodass für Freizeit und Luxusgüter mehr aufgewendet werden konnte. Die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und die Verlängerung des bezahlten Urlaubs hatten in beiden Ländern eine deutliche 5enkung der Jahresarbeitszeit zur Folge, die heute europaweit eine der niedrigsten ist. Der Anteil der arbeitsfreien Zeit nahm zu und viele Freizeitbeschäftigungen waren nun nicht mehr nur einer sozialen Elite vorbehalten. Auto und Flugzeug trugen dazu bei, dass sich der Tourismus zu einem Massenphänomen entwickelte. 1987 verbrachten zwei Drittel der Deutschen ihren Urlaub im Ausland. Der Aufschwung des Massenkonsums und immer mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung führten zu einer gewissen Vereinheitlichung der Lebensweisen, selbst wenn die sozialen Unterschiede beispielsweise in Bezug auf die Vermögensverteilung in beiden Ländern nach wie vor sehr ausgeprägt blieben.
Die Konsumgesellschaft seit 1945
Wie veränderte die Entstehung der Konsumgesellschaft den Alltag der Franzosen und Deutschen?
VT4
Der Massenkonsum in Deutschland
VT3
Säkulisierte Gesellschaften
Infolge der gesellschaftlichen Veränderungen wurden Religion und Glaubenszugehörigkeit zunehmend zu einer privaten Angelegenheit. 50 schritt in Deutschland wie in Frankreich die Säkularisierung voran. Weniger als zehn Prozent der französischen Katholiken nehmen mindestens einmal pro Monat an einem Sonntagsgottesdienst teil, 1946 waren es noch 32 Prozent. Die Teilnahme an religiösen Riten beschränkt sich auf große Familienereignisse (Taufe, Eheschließung, Beerdigung) und große Feste (Weihnachten, Ostern, Ramadan, Jom Kippur).In Deutschland ist die den religiösen Institutionen übertragene Funktion der sozialen Betreuung besonders stark ausgeprägt: Jedes Kirchenmitglied entrichtet eine von staatlichen Behörden erhobene Kirchensteuer. Aufgrund des Laizismus-Prinzips erkennt die Französische Republik weder Religionen an noch unterstützt sie diese finanziell, während die Katholiken in Frankreich die Mehrheit bilden, sind in Deutschland die in der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zusammengeschlossenen Protestanten etwas zahlreicher als die Katholiken. Aufgrund der Einwanderung ist allerdings in beiden Ländern eine wachsende Zahl von Muslimen zu verzeichnen (fünf Millionen in Frankreich, 3,2 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland).
Die Konsumgesellschaft seit 1945
Wie veränderte die Entstehung der Konsumgesellschaft den Alltag der Franzosen und Deutschen?
VT6
Konsum und Werbung in der DDR
VT5
Die Senkung der Arbeitszeit in Frankreich
DEUTSCHLAND UND FRANKREICH IN DER KRISE (Von den 1970er bis in des 1990er)
Nach den Ölkrisen von 1973 und 1979 sind Frankreich und Deutschland mit einer neuen wirtschaftlichen Situation konfrontiert, die durch eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und das Ende der Vollbeschäftigung gekennzeichnet ist. Diese Krisen, die das seit Kriegsende aufgebaute Wirtschafts- und Sozialmodell schwächen, erfordern harte Entscheidungen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Die Zeit der Stagflation (Mitte der 1970er bis in den 1990er)
Mitte der 1970er Jahre sahen sich die westdeutsche und die französische Wirtschaft mit einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und einer hohen Inflation konfrontiert: eine wirtschaftliche Situation, die von Ökonomen als Stagflation bezeichnet wird..
Zwei Faktoren trugen zu dieser Situation bei: erstens das Ende der Konvertibilität des Dollars in Gold, das 1971 von US-Präsident Richard Nixon unilateral beschlossen wurde und das Bretton-Woods-System beendete, und zweitens die Ölschocks von 1973 und 1979, die zu einer Explosion der Ölpreise führten.Um ihre Volkswirtschaften anzukurbeln, waren die Regierungen gezwungen, Umstrukturierungen ihrer Volkswirtschaften durchzuführen, die auf der einen Seite zu einer Deindustrialisierung und Tertiärisierung ihrer Volkswirtschaften und auf der anderen Seite zu einer strukturellen und wachsenden Arbeitslosigkeit führten.
Um ihre Volkswirtschaften anzukurbeln, führen die Regierungen Konjunkturprogramme durch, die entweder auf die Nachfrage oder das Angebot ausgerichtet sind.
Helmut Schmidt und Helmut Kohl versuchten, ihre Volkswirtschaften angebotsorientiert anzukurbeln, indem sie die Unternehmen unterstützten und die öffentlichen Defizite abbauten, während François Miterrand eine nachfrageorientierte Politik verfolgte.
DEUTSCHLAND UND FRANKREICH IN DER KRISE (Von den 1970er bis in des 1990er)
Die Zeit der Stagflation (Mitte der 1970er bis in den 1990er)
Ab 1983 wurden die Wirtschaftspolitiken Frankreichs und der Bundesrepublik Deutschland jedoch zunehmend konvergierend.
Ab 1983 ist das Ziel aller Regierungen das Streben nach wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, die Reduzierung des Haushaltsdefizits und die Zurückdrängung des öffentlichen Sektors vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der Volkswirtschaften. Der Schwerpunkt liegt auf der Leistung von Unternehmen im Ausland. Im Jahr 2003 wurde Deutschland zur weltweit führenden Exportmacht
Trotz der Stagflation wird das europäische Projekt fortgesetzt.
In den 1970er und 1980er Jahren erweitert sich Europa zunächst im Norden und dann im Süden.
Der Rücktritt von General de Gaulle, der sich stets gegen den Beitritt des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Gemeinschaft ausgesprochen hatte, und seine Ablösung durch Georges Pompidou im Jahr 1969 ermöglichten eine erste Norderweiterung Europas: 1973 wurden das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft.
Der Sturz des Salazar-Regimes in Portugal und der Zusammenbruch des Militärregimes in Griechenland 1974 sowie der Tod von General Franco in Spanien 1975 bedeuteten das Ende dieser Diktaturen in Europa. Die drei Länder verpflichteten sich, eine demokratische Regierung einzurichten, was ein wichtiger Schritt war, um in Zukunft den Europäischen Gemeinschaften beitreten zu können. 1981 trat Griechenland der Europäischen Gemeinschaft bei, Spanien und Portugal 1986.
DEUTSCHLAND UND FRANKREICH IN DER KRISE (Von den 1970er bis in des 1990er)
Trotz der Stagflation wird das europäische Projekt fortgesetzt.
Die Süderweiterung, sowie die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums innerhalb der Europäischen Gemeinschaft lassen in Europa Zweifel an den wirtschaftlichen Vorteilen der europäischen Integration aufkommen.
Angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs sucht jedes Mitglied der Europäischen Gemeinschaft nach individuellen Lösungen, ohne seine Partner darüber zu informieren, so auch Frankreich, das in den 1980er Jahren mehrmals den Franc abwertet.Die Erweiterung der Gemeinschaft um Griechenland, Spanien und Portugal, Länder, die wirtschaftlich hinter den Mitgliedsstaaten zurückblieben, führte zu hohen Investitionen in diese Länder, was zu Lasten der von der Krise betroffenen Industrieregionen ging.
Das deutsch-französische Tandem versucht in den 1970er und 1980er Jahren, das europäische Projekt durch die Einführung von mehr Demokratie in die europäischen Institutionen neu zu beleben.
Mehr Demokratie bedeutete in erster Linie, die europäischen Institutionen den europäischen Bürgern näher zu bringen, so wurde beschlossen, dass das Europäische Parlament ab 1979 von den Bürgern in allgemeiner und direkter Wahl gewählt werden sollte.
Außerdem wurde beschlossen, dem europäischen Projekt klare Ziele zu geben: 1986 wurde die Einheitliche Europäische Akte verabschiedet, das die Schaffung eines Binnenmarktes mit freiem Personen-, Waren- und Kapitalverkehr vorsah, dem Parlament ein Kontrollrecht über die Brüsseler Kommission verlieh und den Europäischen Rat zum Mittelpunkt der europäischen Institutionen machte.
DEUTSCHLAND UND FRANKREICH IN DER KRISE (Von den 1970er bis in des 1990er)
Zum Dossier
Eine Stagflation, die auch die ostdeutsche Wirtschaft nicht verschont..
In den 1970er und 1980er Jahren erlebte die DDR eine Zeit der wirtschaftlichen Stagnation und der Krise.
Die Wirtschaft der DDR ist durch strukturelle Probleme gekennzeichnet, insbesondere niedrige Produktivität, mangelnde Innovation und ineffiziente zentrale Wirtschaftsplanung gekennzeichnet. Diese Probleme führten zu Stagnation Wirtschaft, zu Knappheit an Konsumgütern und zu einem Rückgang der der Lebensqualität der Bevölkerung, was schließlich zum Sturz des 1989 und zur Wiedervereinigung Deutschlands führte..
Ende der 1980er Jahre versuchte die DDR, ihre Wirtschaft zu reformieren und Elemente der Marktwirtschaft zu übernehmen, aber diese Reformen reichten nicht aus, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch zu verhindern.
1990 wurde die DDR mit Westdeutschland wiedervereinigt, und die beiden Volkswirtschaften wurden zusammengelegt.
Während sich die Konsumgesellschaft im Osten zunächst durchsetzte und dann verallgemeinerte, brachten ab den 1990er Jahren die Strukturkrisen der 1970er Jahre den Wohlfahrtsstaat ins Wanken und führten zur Einführung einer Deregulierungspolitik. Das Wachstum und die Kaufkraft verlangsamten sich stark, was neue Formen der Armut hervorbrachte. Der Wunsch nach Reformen im Sinne einer Desinvestition des Staates führte dazu, dass soziale Errungenschaften zurückgenommen wurden.
Krise und wirtschaftlicher Wandel seit 1973
Welche Folgen hatte die Wirtschaftskrise und welche Veränderungen wurden durch sie beschleunigt?
VT2
Angleichung der wirtschaftspolitischen Maßnahmen
VT1
Die Verlangsammung des Wachstums
Ab Mitte der 1970er-Jahre gerieten die französische und die westdeutsche Wirtschaft infolge der Krise des internationalen Wahrungssystems (1971) und des Ölschocks (1973) in die Stagflation. Die Krise bewirkte einen raschen Anstieg der Arbeitslosigkeit und führte zu zahlreichen Umstrukturierungsmaßnahmen in den Industriezweigen, die sich seit dem Ende des 19.Jahrhunderts entwickelt hatten (Bergbau, Stahlindustrie, Schiffbau usw.). In der französischen Industrie ging zwischen 1974 und 2001 ein Drittel aller Arbeitsplätze verloren. Zwar blieb die Bundesrepublik Deutschland nach wie vor die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den Vereinigten Staaten, doch von 1970 bis 2004 verringerte sich der Anteil der Industrie am Bruttosozialprodukt von 51 Prozent auf 35 Prozent. Besonders schmerzhaft machte sich der Niedergang der Industrie in der ehemaligen DDR bemerkbar, wo zwei Millionen Arbeitsplätze vernichtet wurden. Dies hatte einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 20 Prozent zur Foige. Mit der Wiedervereinigung erstreckte sich der Konvergenzprozess der europäischen Gesellschaften auch auf die neuen Lander, in denen der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung im sekundären Sektor (produzierendes Gewerbe, Industrie) von 1989 bis 1997 von SO Prozent auf 33,4 Prozent zurückging. Die Tertiarisierung der Wirtschaft nahm überall zu: In Frankreich beispielsweise stieg die Produktion der kommerziellen Dienstleistungen zwischen 1960 und 1995 um das Fünffache.
Zunächst reagierten die Regierungen auf die Krise mit uneinheitlichen Maßnahmen. 1980 trat der sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt für die Wiederherstellung der Unternehmensgewinne und die Verringerung des Haushaltsdefizits ein; sein christdemokratischer Nachfolger Helmut Kohl setzte diese Politik in ihren Grundzügen fort. Die sozialistische Regierung in Frankreich leitete hingegen 1981 Konjunkturprogramme ein, die jedoch fehlschlugen: Das Handelsdefizit erhöhte sich und der Franc musste mehrfach abgewertet werden.Seit 1983 verfolgen die wirtschaftspolitischen Maßnahmen das gleiche Ziel: die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft (Inflationsbekämpfung, Verringerung der Haushaltsdefizite, Steuersenkung). In Deutschland, insbesondere aber in Frankreich, verlor der öffentliche Sektor infolge der Privatisierung im produzierenden Bereich an Bedeutung. Gegenwärtig liegen die Leistungen beider Lander im Hinblick auf Wachstum und Beschäftigung unterhalb des OECD-Durchschnitts.
Krise und wirtschaftlicher Wandel seit 1973
Welche Folgen hatte die Wirtschaftskrise und welche Veränderungen wurden durch sie beschleunigt?
VT3
Die Internationalisierung der Volkswirtschaften
Massenarbeitslosigkeit in Deutschland und Frankreich
VT4
Die Folgen der beiden Ölschocks auf das Wachstum verdeutlichten mehr denn je die internationale Verflechtung der Wirtschaft in Frankreich wie in Deutschland hingen die wirtschaftlichen Aktivitäten starker, denn je von der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf dem Weltmarkt ab. So arbeitet gegenwärtig jeder vierte Deutsche für den Export. 2003 gelang es der Bundesrepublik erneut, ihren Platz als größte Exportnation der Welt zu behaupten, den sie nach der Wiedervereinigung an die Vereinigten Staaten verloren hatte. Der Anteil beider Lander am Welthandel beträgt heute ungefähr zehn Prozent für Deutschland bzw. fünf Prozent für Frankreich.lm leitalter der Globalisierung verlagern die Großunternehmen einen Teil ihrer Produktion ins Ausland, während ein wachsender Kapitalstrom nach Frankreich und Deutschland zu verzeichnen ist. Die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland stiegen zwischen 1990 und 2000 von 100 auf 200 Milliarden Euro. Ende 2002 besaßen ausländische Investoren 43 Prozent der an der Pariser Börse notierten Aktien.
Reformbedürftige Sozialsysteme
Weshalb müssen Deutschland und Frankreich ihre Sozialsysteme grundlegend reformieren?
VT2
Die Reform des Sozialstaates
VT1
Arbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit
Seit der Krise der 1970er-Jahre sind in Frankreich und Deutschland nahezu zehn Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitslos. Entstanden sind neue, unsichere Arbeitsverhältnisse wie zum Beispiel Zeit- und Leiharbeit oder "Minijobs".Die Kaufkraft ging erheblich zurück. Durch die Krise geriet auch der Prozess der Einkommens¬anpassung ins 5tocken, der seit dem Krieg dazu beigetragen hatte, das soziale Gefälle zu verrin¬gern. 2004 bezogen nahezu drei Millionen Deutsche Sozialhilfe, die Zahl der RMI-Empfänger in Frankreich stieg von 950000 im Jahre 1995 auf 1 ,2 Millionen im Jahre 2004. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wurde daher zum Hauptanliegen der Regierungen, die nun versuchen müssen, den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten, ohne die errungenen Rechte der deutschen und französischen Arbeitnehmer infrage zu stellen. Der Handlungsspielraum ist aller¬dings eng: Dies bewies die Wahlniederlage von Bundeskanzler Schroder im Jahre 2005, der ein Programm zur Verkürzung der Bezugsdauer der Arbeitslosenunterstützung durchgesetzt hatte.
Die zunehmenden außenwirtschaftlichen Verflechtungen stellen das Modell infrage, das in der Vergangenheit in Deutschland und Frankreich Wachstum und sozialen Fortschritt in Einklang brin¬gen konnte. Die höhere Lebenserwartung und die Überalterung der Gesellschaft verursachen irmmer starker steigende Sozialausgaben und damit immer höhere Defizite der Sozialversicherungen. Der Staat musste sich auf neue Formen der Armut einstellen: In Frankreich wurden deshalb das RMI und das CMU für dauerhaft vom sozialen Sicherungssystem abhängige Personen geschaf¬fen. In Deutschland ebenso wie in Frankreich ist die Reform des Sozialstaates zum Thema einer breit geführten gesellschaftlichen Diskussion geworden. In beiden Ländern wurden ähnliche Pro¬jekte zur Umgestaltung und Konsolidierung der Sozialsysteme entworfen. So initiierte die Regie¬rung von Bundeskanzler Schroder 2003 die "Agenda 2010", ein umfangreiches Reformprogramm zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Sozialausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts. Die¬se Reformen sind im Wesentlichen darauf ausgerichtet, den Anstieg der Gesundheitsausgaben zu verlangsamen und durch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters den Fortbestand der Renten¬systeme zu sichern. Das 2003 in Frankreich verabschiedete Rentengesetz weist gleiche Ansätze auf. .,
Reformbedürftige Sozialsysteme
Weshalb müssen Deutschland und Frankreich ihre Sozialsysteme grundlegend reformieren?
VT3
Einwanderung und Integration
Entwicklung der Gesamtbevölkerung Frankreichs (Metropole) sowie des Einwanderer- und Ausländeranteils nach Ergebnissen der Volkszählungen seit 1911
VT4
Übereinstimmung herrscht in beiden Ländern auch bezüglich zweier hochaktueller Fragen: Wie kann die Zuwanderung und die Integration der Ausländer bewältigt werden? Bereits Ende der 1950er-Jahre warben Deutschland und Frankreich massiv Arbeitskräfte aus Entwicklungsländern an (siehe S. 288 f.), setzten jedoch ab 1973/1974 dieser Wirtschaftsimmigration ein Ende. In der Zukunft muss es den staatlichen Entscheidungsorganen in Deutschland und Frankreich gelingen, diese Bevölkerungsgruppen ausländischer Herkunft, die häufig Opfer von Diskriminie¬rungen, Ausgrenzung und rassistischen Übergriffen sind, besser zu integrieren. Zu diesem Zweck hat die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2000 ihr Staatsbürgerschaftsrecht geändert, das nun, ähnlich wie das französische, auf dem Territorialprinzip beruht. Um die Migrationsströme aus den ehemaligen „sozialistischen Volksdemokratien" und der Dritten Welt einzudämmen, ha¬ben beide Lander gleichfalls den Kampf gegen die illegale Einwanderung verstärkt und die Bedin¬gungen für die Gewährung politischen Asyls verschärft.
FRANKREICH UND DEUTSCHLAND UND DIE HERAUSFORDERUNG DER GLOBALISIERUNG SEIT DEN 1990er.
In den 1990er Jahren leiteten Frankreich und Deutschland Reformen ein, um von der finanziellen Globalisierung profitieren zu können, aber auch um die europäische Integration fortsetzen zu können, indem sie die Osterweiterungen und die Übertragung von Souveränität an die europäischen Institutionen akzeptierten. Diese Reformen gehen jedoch mit einer Zunahme der sozialen Ungleichheiten einher, die das seit Kriegsende aufgebaute Wirtschafts- und Sozialmodell in Frage stellen.
Auf Weltebene müssen sich Frankreich und Deutschland an die Globalisierung anpassen Anpassung an die Globalisierung.
Die Globalisierung hatte erhebliche Auswirkungen auf die Sozialmodelle in Frankreich und Deutschland und stellte einige der in diesen Ländern etablierten Grundsätze in Frage.
Frankreich und Deutschland sind wichtige Akteure der wirtschaftlichen Globalisierung in den Jahren 1990 bis 2000, haben jedoch unterschiedliche Entwicklungen in Bezug auf ihre Wirtschaftsstrategien und ihre Anpassung an die weltweiten wirtschaftlichen Veränderungen durchlaufen.
In Frankreich müssen sich Wirtschaft und Gesellschaft an die Globalisierung anpassen, da der internationale Wettbewerb die Unternehmen dazu zwingt, ihre Produktionskosten und Lohnkosten zu senken.
Um Frankreich und seine Unternehmen attraktiver zu machen, führten die aufeinanderfolgenden Regierungen Strukturreformen durch, wie z. B. die Privatisierung einiger staatlicher Unternehmen, die Senkung der öffentlichen Ausgaben, die Rentenreform, die Dezentralisierung und die Verkürzung der Arbeitszeit. Trotz dieser Bemühungen erlebt Frankreich jedoch in den 1990er Jahren eine Phase relativ geringen Wirtschaftswachstums, was größtenteils auf die stagnierende Produktivität und die zunehmende Konkurrenz durch die Schwellenländer zurückzuführen ist. Frankreich stand auch vor sozialen und politischen Herausforderungen wie steigender Arbeitslosigkeit und sozialen Spannungen, die seine Fähigkeit, sich an den globalen wirtschaftlichen Wandel anzupassen, beeinträchtigten.
FRANKREICH UND DEUTSCHLAND UND DIE HERAUSFORDERUNG DER GLOBALISIERUNG SEIT DEN 1990er.
Auf Weltebene müssen sich Frankreich und Deutschland an die Globalisierung anpassen.
Im Jahrzehnt der 1990er Jahre stand Deutschland vor einer doppelten Herausforderung: der erfolgreichen wirtschaftlichen Integration der ehemaligen DDR in das wiedervereinigte Deutschland und der erfolgreichen Integration in die globalisierte Wirtschaft..
Deutschland erlebte in den 1990er Jahren eine Phase starken Wirtschaftswachstums, was größtenteils auf seine führende Position in den Bereichen Maschinenbau, Automobilindustrie und Hochtechnologie zurückzuführen ist.
Die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen sind jedoch groß, insbesondere mit der Notwendigkeit, die Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern, sowie mit der Bewältigung des wirtschaftlichen und sozialen Übergangs der ehemaligen DDR.
Die Arbeitslosigkeit ist in den 1990er Jahren relativ hoch, was zu einer Infragestellung des deutschen Sozialmodells führt. Es wird eine Arbeitsmarktreform, die sogenannte Agenda 2010, eingeführt, um die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähiger zu machen. Die Reform wird jedoch auch kritisiert, weil sie den sozialen Schutz für Arbeitnehmer, insbesondere für Teilzeitbeschäftigte und Langzeitarbeitslose, reduziert. Kritiker behaupten, dass die Reform negative Auswirkungen auf die Löhne und die Lebensqualität einiger Arbeitnehmer hat.
FRANKREICH UND DEUTSCHLAND UND DIE HERAUSFORDERUNG DER GLOBALISIERUNG SEIT DEN 1990er.
Auf europäischer Ebene versuchen Frankreich und Deutschland, die europäische Integration zu vertiefen...
Das deutsch-französische Paar arbeitet daran, die wirtschaftliche Integration zu beschleunigen (Vertrag von Maastricht, Einführung des Euro).
Deutschland hat sich der Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion nur sehr zögerlich angeschlossen und versucht, deren Geist und Funktionsregeln zu diktieren. Die Verteidigung dieser Regeln erklärt im Wesentlichen, warum Berlin das Primat der Währungsstabilität, der Haushaltsdisziplin, der Bekämpfung von Defiziten und Staatsverschuldung und der Strukturreformen verteidigt
Allerdings hat die Bundesrepublik auch immer wieder Flexibilität bewiesen, selbst wenn sie die Einhaltung der von ihr selbst aufgestellten Regeln vor die Klammer zieht.
Denn die Eurozone ist nicht nur ein wirtschaftliches Projekt, das sich auf die Stabilisierung des EU-Binnenmarktes konzentriert. Sie ist auch ein politisches, ja sogar strategisches Projekt, das es ermöglicht, Europa in einem zunehmend wettbewerbs- und sogar konfliktgeprägten Umfeld zu stabilisieren.
FRANKREICH UND DEUTSCHLAND UND DIE HERAUSFORDERUNG DER GLOBALISIERUNG SEIT DEN 1990er.
Auf regionaler Ebene müssen sich Frankreich und Deutschland mit der Migrationsfrage auseinandersetzen..
Die Migrationsfrage in Frankreich und Deutschland wurde in Frankreich ab den 1990er Jahren zu einem wichtigen Thema, als Migranten vor allem aus Ländern Afrikas, des Nahen Ostens und des Balkans einwanderten
Die Einwanderung ist jedoch seit den 1970er Jahren ein viel diskutiertes und kontroverses Thema. Nach einer Phase der Öffnung aufgrund des Arbeitskräftebedarfs während der "Trente Glorieuses" führten Strukturkrisen und steigende Arbeitslosigkeit zu einer restriktiveren Politik. In den 1990er Jahren stand die Frage der Einwanderung in Frankreich und Europa im Mittelpunkt der politischen und sozialen Debatten..
Seit den 2000er Jahren stieg die Zahl der Migranten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und Mitteleuropas sowie der Asylbewerber aus Ländern wie dem Irak und Afghanistan deutlich an.
In Deutschland entwickelt sich der politische Umgang mit diesen neuen Strömen angesichts des Willens, die Russlanddeutschen, die das Blutrecht genießen und als Deutsche anerkannt werden, anzuerkennen, und einer notwendigen Entwicklung hin zu einem Bodenrecht ab den 2000er Jahren in Richtung der Bevölkerungsgruppen, die sich seit den 1960er Jahren in Deutschland niedergelassen haben
Zum Dossier
Deutschland und Frankreich in der Globalisierung
Wie profitieren Deutschland und Frankreich von der Globalisierung? Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf Frankreich und Deutschland?
VT1
Deutschland in der Globalisierung
Frankreich in der Globalisierung
VT2
Deutschland und Frankreich in der Globalisierung
Wie profitieren Deutschland und Frankreich von der Globalisierung? Welche Auswirkungen hat die Globalisierung auf Frankreich und Deutschland?
Die Automobilindustrie, Spiegel der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen nach 1945 in Frankreich und Deutschland, Volkswagen und Renault.
VT4
Das Auto, eine globalisierte Industrie
VT5
Seit 1950
Frage
Frage
EUROPA, FRANKREICH UND DEUTSCHLAND VON DEN 1950er BIS ZUR 2000er WENDE
THEMA
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen von den 1950er Jahren bis zur 2000er Jahre Wende die europäische Integration und die deutsch-französische Annäherung geprägt?
Die europäische Integration als Spiegelbild der internationalen Beziehungen.
Erfolge und Spannungen der deutsch-französischen Annäherung
Das deutsch-franzöisches Tandem, Triebskraft der europäischen Integration
Die europäische Integration als Spiegelbild der internationalen Beziehungen
DOSSIER
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen die Verwirklichung des europäischen Projekts gefördert?
Städtepartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Montbelliard
M3
Die Saarfrage, 1950
M4
Die europäische Integration als Spiegelbild der internationalen Beziehungen
DOSSIER
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen die Verwirklichung des europäischen Projekts gefördert?
Die Schuman-Erklärung, 1950
M5
Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen. Der Beitrag, den ein organisiertes und lebendiges Europa für die Zivilisation leisten kann, ist unerläßlich für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen. Frankreich, das sich seit mehr als zwanzig Jahren zum Vorkämpfer eines Vereinten Europas macht, hat immer als wesentliches Ziel gehabt, dem Frieden zu dienen. Europa ist nicht zustande gekommen, wir haben den Krieg gehabt. Europa läßt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung : Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen. Die Vereinigung der europäischen Nationen erfordert, daß der Jahrhunderte alte Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland ausgelöscht wird. Das begonnene Werk muß in erster Linie Deutschland und Frankreich erfassen. Zu diesem Zweck schlägt die französische Regierung vor, in einem begrenzten, doch entscheidenden Punkt sofort zur Tat zu schreiten. Die französische Regierung schlägt vor, die Gesamtheit der französisch-deutschen Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Hohen Behörde zu unterstellen, in einer Organisation, die den anderen europäischen Ländern zum Beitritt offensteht. Die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion wird sofort die Schaffung gemeinsamer Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung sichern - die erste Etappe der europäischen Föderation - und die Bestimmung jener Gebiete ändern, die lange Zeit der Herstellung von Waffen gewidmet waren, deren sicherste Opfer sie gewesen sind.
Die europäische Integration als Spiegelbild der internationalen Beziehungen
DOSSIER
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen die Verwirklichung des europäischen Projekts gefördert?
Der Schuman-Plan.
M6
Die Debatte in Frankreich über die EVG.
M7
Die europäische Integration als Spiegelbild der internationalen Beziehungen
DOSSIER
Inwiefern haben die internationalen Beziehungen die Verwirklichung des europäischen Projekts gefördert?
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, 1957 .
M9
Die römischen Verträge, 1957.
M8
Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland von 1945 bis in den 2000er
Fliessbandarbeit bei WV in Wolfsburg 1951
Fliessbandarbeit bei WV in Wolfsburg 2019
ZEITSTRAHL: Wirtschaftlicher und sozialer Wandel in Frankreich und Deutschland.
ABI-METHODE
KRITISCHE DOKUMENTENANALYSE
AUFSATZTHEMA
Karikatur von Hanel zum neuen Gewicht Deutschlands auf der internationalen Bühne (25. März 1994)
Karikatur von Hanel zum neuen Gewicht Deutschlands auf der internationalen Bühne (25. März 1994) Bild „Gewichtsverteilung“. Am 25. März 1994, zehn Jahre nach dem brüderlichen Händedruck zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem französischen Staatspräsidenten François Mitterrand im September 1984 in Verdun, illustriert der deutsche Karikaturist Walter Hanel das veränderte Kräfteverhältnis zwischen Deutschland und Frankreich. Während das Verhältnis 1984 von Frankreich dominiert wird (links, François Mitterrand überragt den kleineren Bundeskanzler Kohl), stellt sich die Situation 1994 ganz anders dar. Das vereinte Deutschland mit seiner wirtschaftlichen Macht hat den französischen Partner von dieser Position verdrängt und bekräftigt seine Rolle auf der internationalen Bühne, insbesondere im Hinblick auf den Beitritt Österreichs und der skandinavischen Länder zur EU sowie im Dialog mit der von Boris Jelzin geführten Russischen Föderation.
Abstimmungsmodus, der sich sowohl von der Einstimmigkeit als auch von der einfachen Mehrheit unterscheidet. Jeder Mitgliedstaat verfügt über eine Stimmenzahl, die seiner Bevölkerung proportional entspricht. Zu Annahme eines Beschlusses ist eine bestimmte Stimmenzahl erforderlich.
Am 26. August 1921 wurde Matthias Erzberger bei einem Spaziergang in Bad Griesbach im Schwarzwald erschossen. Als Mitunterzeichner des Waffenstillstandsabkommens im Wald von Compiègne am 11. November 1918 und Befürworter des Versailler Vetrags war der Zentrumpolitiker den rechten Kräften als vermeintlicher "Novemberverbrecher" verhasst.
KPD-Plakat, 1924
Aufruf zum Eintritt in die Garde-Kavallerie-Schützen-Division Herausgeber: Westöstlicher Kulturbund e.V. Druck: Kunstanstalt Weylandt Berlin, 1919
Plakat von Lucian Bernhard (1883-1972), Berlin, Vers 1919
Spielerische Propaganda aus einem sowjetischen Kinderbücher Der Fünfjahresplan (A. Laptjew, 1930)
Am 26. August 1921 wurde Matthias Erzberger bei einem Spaziergang in Bad Griesbach im Schwarzwald erschossen. Als Mitunterzeichner des Waffenstillstandsabkommens im Wald von Compiègne am 11. November 1918 und Befürworter des Versailler Vetrags war der Zentrumpolitiker den rechten Kräften als vermeintlicher "Novemberverbrecher" verhasst.
KPD-Plakat, 1924
Wir jungen Männer sahen plötzlich aus wie Monster"
Gebrochen an Leib und Seele: Krankensaal eines französischen Militärspitals im Ersten Weltkrieg. Laut Historikerin Sophie Delaporte erlitten im Ersten Weltkrieg 10.000 bis 15.000 französische Soldaten Gesichtsverletzungen. Deutsche Zahlen variieren stark: Dem "Sanitätsbericht über das Deutsche Heer (Deutsches Feld- und Besatzungsheer) im Weltkriege 1914/1918" von 1935 zufolge erlitten 48.836 Soldaten Kiefer- und Gesichtsverletzungen. In einem Werk von 1943 indes wird die Zahl auf 101.920 Kopfverletzungen beziffert. Katja Iken, 09.11. 2018, Der Spiegel.
Aufruf zum Eintritt in die Garde-Kavallerie-Schützen-Division Herausgeber: Westöstlicher Kulturbund e.V. Druck: Kunstanstalt Weylandt Berlin, 1919
Plakat von Lucian Bernhard (1883-1972), Berlin, Vers 1919
Spielerische Propaganda aus einem sowjetischen Kinderbücher Der Fünfjahresplan (A. Laptjew, 1930)
Walter Ballhause, "Die Verzweifelte", 1932
Die verbreitete Resignation und Verzweiflung vieler Millionen Menschen drückten Walter Ballhause in seinen Fotografien eindrucksvoll aus. Hoffnungslosigkeit kennzeichnete die Lage der Dargestellten. Für ältere Menschen bestand keinerlei Hoffnung auf eine Anstellung. Auch jüngere Arbeitslose mussten jede Chance eines kleinen Verdienstes ergreifen, um dem gefürchteten sozialen Abstieg und der Obdachlosigkeit zu entgehe
Ungarische Juden auf der Judenrampe nach der Landung der Züge in Auschwitz-Birkenau, Mai 1944. Nach rechts! bedeutete, dass die Person zur Arbeit ausgewählt worden war; Nach links! bedeutete den Tod in den Gaskammern. (Credit: Aus dem Auschwitz-Album)
Am 26. August 1921 wurde Matthias Erzberger bei einem Spaziergang in Bad Griesbach im Schwarzwald erschossen. Als Mitunterzeichner des Waffenstillstandsabkommens im Wald von Compiègne am 11. November 1918 und Befürworter des Versailler Vetrags war der Zentrumpolitiker den rechten Kräften als vermeintlicher "Novemberverbrecher" verhasst.
KPD-Plakat, 1924
Operation Barbarossa: Vormarsch der Wehrmacht in Russland. Propagandabild (Juni 1941)
Am 26. August 1921 wurde Matthias Erzberger bei einem Spaziergang in Bad Griesbach im Schwarzwald erschossen. Als Mitunterzeichner des Waffenstillstandsabkommens im Wald von Compiègne am 11. November 1918 und Befürworter des Versailler Vetrags war der Zentrumpolitiker den rechten Kräften als vermeintlicher "Novemberverbrecher" verhasst.
KPD-Plakat, 1924
GPRF [Gouvernement provisoire de la République]: Die Provisorische Regierung der Französischen Republik wurde am 3. Juni 1944 in Algier gegründet. Sie trat an die Stelle des Französischen Komitees zur Nationalen Befreiung (Comité français de libération nationale) und sollte die Zeit bis zur Wiederherstellung derr republikanischen Verfassungsorgane und zur Wahl einer neuen Nationalversammlung überbrücken. Sie wurde erst am 23. Oktober 1944 von den Alliierten anerkannt.
Der Mord an Walter Rathanau, Spiegel der Brutalisierung der Gesellschaften nach dem 1. WK.
Die Berliner Mauer, ein Symbol der bipolaren Welt. Berliner vor der Mauer, zwischen den Bezirken Kreuzberg und Mitte, 1961
1948 wurde die Tschechoslowakei, der letzte Staat in Mittel- und Osteuropa, der noch nicht zum sowjetischen Lager gehörte, von einer Nationalfrontregierung unter der Führung des Liberalen Benes regiert. Diese Regierung war eine Koalition, die von verschiedenen politischen Kräften gebildet wurde, die alle aus dem Widerstand kamen, darunter auch die Kommunisten. Da der kommunistische Regierungschef Gottwald den Übergang der Tschechoslowakei zu einer kommunistischen Diktatur vorbereitete, traten die gemäßigten Minister zurück, um vorgezogene Wahlen und einen Regierungswechsel herbeizuführen. Mit der Zustimmung der UdSSR rief Gottwald die Volksmilizen und die Volksmassen auf, deren Eingreifen in Prag den tschechischen Kommunisten den Sieg sicherte.
1976 versammelten sich Personen aus unterschiedlichen Kreisen, um gegen das repressive Vorgehen der kommunistischen Regierung gegen die Underground-Rockband The Plastic People of the Universe zu protestieren.Sie erinnerten die Regierung öffentlich an ihre Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte, die in der 1975 in Helsinki unterzeichneten Schlussakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa enthalten war.
Die Spannungen zwischen dem Westen und der Sowjetunion kristallisieren sich an dem Schicksal Deutschlands und Berlins, das von den vier Siegermächten besetzt wird. Die Blockade Berlins zwischen Juni 1948 und Mai 1949 ist die erste Krise des Kalten Krieges, in der jede Seite einen Frontalkrieg vermeidet. Die Luftbetankung ihrer Zone durch den Westen veranlasste Stalin dazu, die Blockade aufzuheben und seine Niederlage anzuerkennen. Vom Westen organisierte Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948-1949
Spielerische Propaganda aus einem sowjetischen Kinderbücher Der Fünfjahresplan (A. Laptjew, 1930)
Aufruf zum Eintritt in die Garde-Kavallerie-Schützen-Division Herausgeber: Westöstlicher Kulturbund e.V. Druck: Kunstanstalt Weylandt Berlin, 1919
Plakat von Lucian Bernhard (1883-1972), Berlin, Vers 1919
In Jalta im Februar 1945 beschlossen die großen Drei, Frankreich eine Besatzungszone zuzugestehen. Es handelt sich um eine strategische, ressourcenreiche Besatzungszone, die größtenteils entlang der deutsch-französischen Grenze verläuft und sich über Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz erstreckt. Innerhalb dieser Gesamtheit hat das Saarland einen Sonderstatus: Es ist von der französischen Besatzungszone in Deutschland abgetrennt und bildet seit 1947 eine Zoll-, Wirtschafts- und Währungsunion mit Frankreich. Die saarländische Landesregierung genießt hingegen politische Autonomie, bleibt aber dennoch unter der Aufsicht eines Vertreters Frankreichs. Es gibt also eine echte Wirtschaftsgrenze zwischen dem Saarland und Deutschland.
Treffen zwischen Pétain und Hitler in Montoire-sur-le-Loir Foto, 24. Oktober 1940.
Vu war eine französische politische Publikumszeitschrift, die von 1928 bis 1940 existierte. Insgesamt erschienen 638 Ausgaben im Großformat. Zu ihren Vorbildern gehörte die Berliner Illustrirte Zeitung. Beide legten besonderen Wert auf qualitative Fotos. 1931 begann Vu, seinen Heften einen ins Französische übersetzten internationalen Pressespiegel namens Lu (deutsch: Gelesen) beizulegen, der 1937 in Vu aufging. Nach der Machtergreifung in Deutschland bot das Blatt Emigranten in Paris eine berufliche Heimat
Die UNO besteht aus drei politischen Organen mit Sitz in New York: 1) Die Generalversammlung versammelt die Delegierten aller Mitgliedstaaten in ordentlichen (jedes Jahr von September bis Dezember) oder außerordentlichen Sitzungen, wobei jeder Mitgliedstaat eine Stimme hat. 2) Der Sicherheitsrat ist das Exekutivorgan der Vereinten Nationen und ist für die Aufrechterhaltung des Friedens verantwortlich: Er besteht aus 11 Mitgliedstaaten, von denen die fünf „Großen“ (EU, UdSSR, GB, Frankreich und das nationalistische China) ständige Mitglieder sind und über ein Vetorecht verfügen. 3) Das Sekretariat, dessen Aufgabe die Umsetzung der Beschlüsse ist und das durch die Beiträge der Mitgliedstaaten finanziert wird, vom Generalsekretär geleitet, der von der Generalversammlung auf „Empfehlung des Sicherheitsrats“ gewählt wird.
Spielerische Propaganda aus einem sowjetischen Kinderbücher Der Fünfjahresplan (A. Laptjew, 1930)
Karikatur von Leger zur Haltung Frankreichs bei der Lösung der Saarfrage (7. März 1950) „Es waren zwei Königskinder – aber leider wurde die Brücke bis zum Friedensvertrag demontiert!“ Am 7. März 1950, in einem Kommentar zur Unterzeichnung der Saarkonventionen am 3. März 1950 in Paris, klagt der deutsche Karikaturist Peter Leger die französische Saarland-Politik an und zeigt sich beunruhigt über die Zukunft der deutsch-französischen Annäherung. Von links nach rechts: Robert Schuman, französischer Außenminister, und Johannes Hoffmann, saarländischer Ministerpräsiden
Am 3. Dezember 1969 zeichnete der britische Karikaturist Cummings die unnachgiebige Haltung Frankreichs in der Frage der Mitgliedschaft Großbritanniens in den Europäischen Gemeinschaften nach, obwohl sich die Premierminister Harold Macmillan und Harold Wilson nacheinander bemüht hatten, den französischen Wünschen entgegenzukommen.
WORTSCHATZHILFE: Unnachgiebig: inflexible
Hitler begann 1924 im Landsberger Gefängnis mit der Abfassung von Mein Kampf, nachdem er wegen Hochverrats verurteilt worden war, weil er im November 1923 mit dem "Brauerei-Putsch" oder Münchener Putsch versucht hatte, die deutsche Republik zu stürzen. Es ging ihm darum, sich in der Führung der NSDAP durchzusetzen, mit den Weimarer Republikanern ("Die Novemberverbrecher") abzurechnen und einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zum Marxismus zu entwerfen. Bis 1930 verkaufte sich das Buch jedoch nur in geringem Umfang, so dass sein Einfluss auf die deutsche Gesellschaft minimal war. Erst mit dem Aufstieg der Nazipartei im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1929 und der Ernennung Hitlers zum Kanzler stiegen die Verkäufe an.
Die Mediatisierung des Prozesses ist Gegenstand einer durchdachten Inszenierung: Die Raumorganisation im Gerichtssaal, bei der die Richter und die Angeklagten seitlich angeordnet sind und das Publikum direkt vor der Leinwand steht, auf der die Beweise projiziert werden, entspricht dem Vorhaben, die deutsche Gesellschaft umzuerziehen.
Die Ausbreitung der bolschewistischen Revolution in Europa (1917-1922)
Europa zwischen Demokratie und Diktatur (1922-1939)