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Drama und Kommunikation
Joana steding
Created on March 8, 2022
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Transcript
Drama und Kommunikation
Tim, Sophie, Joana
01
(Neu-)Einstieg in das Thema "Drama"
Aufgabe: Tragt Begriffe, die euch zu dem Thema "Drama" einfallen, in den "Answergarden" ein.
https://answergarden.ch/2377458
02
Das klassische drama und das epische Theater
Das klassische Drama
- Ursprung im antiken Griechenland
- Tragödie und Komödie
- Aischylos, Sophokoles und Euripides schufen "klassische Komödie/Tragödie" (etwa 450 v.Chr.)
- Aristoteles stellt Theorie des Dramas auf
Veranschualicht von Gustav Freytag:
die geschlossene form
nach Gustav Freytag
03
Das klassische Drama und das epische Theater
Das epische Theater
- Relevanz erst im 20. Jahrhundert
- Wichtigste Variante von Bertolt Brecht mit epischen Theater
- Zuschauer als Betrachter -> Mögliches kritisches Mitdenken
- Andere Wirkungsabsicht als Theater aristotelischer Prägung
- "Das Drama der offenen Form"
Welche Ziele wollte Bertolt Brecht mit der Form des "epischen Theaters" erreichen?
05
Kommunikationsmodelle
Kommunikation in Dramen
- Kommunikationsquadrat, auch bekannt als "Vier-Ohren-Modell"
- jede Äußerung entält immer vier Botschaften:
Friedemann Schulz von Thun
- Sachinformation
- Selbstkundgabe
- Beziehungshinweis
- Appell
06
Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation
Inhalts- und Beziehungsaspekt
Inhalt
- es ist unmöglich nicht zu kommunizieren
- jedes Verhalten hat einen Mitteilungscharakter
- Inhalt = Information
- enthält persönliche Stellungnahme
- unmöglich nicht zu antworten
- Beziehung wird durch Ausdruck und Aufnahme verdeutlicht
Symmetrische und komplimentäre Interaktion
analog/digital
- digital vermittelt Inhalt
- analog vermittelt nonverbale Anteile
- symmetrisch: Beziehung beruht auf Gleichheit, streben nach Gleichheit
- komplementär: Verhalten ergänzen sich, basiert auf ergänzenden Unterschieden, beruht auf gesellschaftlichen/kulturellen Kontexten
07
Kommunikation in der Dialoganalyse
- Kommunikationsverhalten
- nonverbales Verhalten
- Kommunikationsstörungen
- Kommunikationsmodelle sorgen dafür, die zwischenmenschliche Ebene, bzw. die Beziehung zwischen Personen zu verstehen
08
Das epische Theater und die offene Form
Der Verfremdungseffekt
- Prinzip der Historisierung
- Dialektisches Prinzip
- Prinzip der Demonstration und Desillusionierung
- Prinzip verschiedener "Sprachebenen"
09
Die dialoganalyse
- Gesprächsgegenstand/Inhalt der Szene
- Gesprächssituation
- Figuren
- Figurenkonstellation
- formaler Aufbau
- Gesprächsverlauf
- Gesprächsart
- Sprechakte
- Subtext
- Sprachschicht/Sprachstil
- rhetorische Figuren und ihre Funktion
- Adressatenbezug
- Kontextuierung der Szene
10
eine dramenszene interpretieren
Textverständnis sichern und aufgabenrelevante Notizen machen
Positionen notieren, z.B das Menschenbild
Analyse der Dramenszene-Dialoganalyse
Schreibplan erstellen (Gliederung)
Zitate, rhetorische Mittel und Wirkung (Schreibplan)
Text schreiben und überarbeiten
2 Dramen miteinander vergleichen
1) Äußerer Aufbau/ Gliederung
4)Orte und Zeiträume/ zeitliche Zusammenhänge
5)Figuren (Herkunf/Stand, Lebensumstände, Eigenschaften) und ihre Funktion
2)Handlungsführung und Spannungsaufbau
3) Gestaltung von Anfang bis Ende
11
12
Wirkungsabsichten des Theaters
Gotthold Eprahim Lessing
Brief an Friedrich Nicolai über das Trauerspiel
Friedrich Schiller
Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet
Bertolt Brecht
Was ist mit dem epischen Theater gewonnen?
Gotthold Ephraim Lessing
- Tragödien sollen Fähigkeit zum Fühlen von Mitleid erweitern
- "der mitleidigste Mensch ist der beste Mensch"
- wer uns mitleidig macht, verbessert uns/ macht uns tugendhafter
- =Trauerspiel macht uns zu einem besseren Menschen
Friedrich Schiller
- Dramen können Gesellschaft kritisieren,
- Aus Fehlern und Verbrechen der Vergangenheit lernen
- Dramen als "Richter"
- gegenteilige Menschen finden zusammen und bilden aus Unterschieden gemeinsamkeiten
- Vielfältigkeit der Wirkung des Dramas
- Schaffung einer neuen realistischen Welt, die fernab von der wirklichen ist
Bertolt Brecht
- Zuschauer betrachtet Schauspieler nicht mehr als unveränderlich/ unbeeinflussbar -> Schicksal hilflos ausgeliefert
- der Mensch ist so weil die Situation so ist
- Mensch/Verhältnisse ist so vorstellbar aber auch anders vorstellbar
- neue Haltung: Abbilder der Menschenwelt <-> Mensch dieses Jahrhunderts der Natur
- im Theater empfangen als Änderer in Naturprozessen und gesellschaftliche Prozesse -> Welt meistern
- Theater nicht mehr als Illusion und als schicksalhinnehmend
Epische Form des Theaters
Aristotelische Form des Theaters
- Die Bühne verkörpert einen Vorgang
- verwickelt den Zuschauer in eine Aktion
- ermöglicht ihm Gefühle
- der unveränderliche Mensch
- Spannung auf den Ausgang
- eine Szene für andere
- die Geschehene verlaufen linear
- die Welt, wie sie ist
- was der Mensch soll
- das Denken bestimmt das Sein
- verbraucht seine Aktivität
- es wird mit Suggestion gearbeitet
- die Empfindungen werden konservatiert
- der Mensch wird als bekannt vorausgesetzt
- sie erzählt ihn
- macht den Zuschauer zum Betrachter
- weckt seine Aktivität
- erzwingt von ihm Entscheidungen
- es wird mit Argumenten gearbeitet
- bis zu Erkenntnissen getrieben
- der Mensch ist Gegenstand der Untersuchung
- der veränderliche und verändernde Mensch
- Spannung auf den Gang
- jede Szene für sich
- die Welt, wie sie wird
- was der Mensch muss
- das gesellschaftliche Sein bestimmt das Denken
13
14
Verschiedene Dramenausschnitte
Kabale und Liebe
Faust I
Der gute Mensch von Sezuan
- Beginnend mit Wette zwischen Gott und Mephistoles
- 3 Götter suchen gutherzigen Menschen -> Shen Te
- Shen Te eröffnet Tabakladen und kümmert sich um Bedürftige
- trifft auf Sun Yang und verliebt sich
- Sun Yang verlangt den Laden zu verkaufen und alleine nach Peking zu reisen
- Shen Te verlobt sich mit Shu Fu -> verlässt ihn für Sun Yang
- Shen Te verschwindet
- Shui Ta unter Verdacht
- Trauerspiel
- Faust befindet sich in Erkenntniskrise, bei Begegnung
- Hauptcharaktere Ferdinand (Adel) und Luise (Bürgertum)
- Präsident (Ferdinands Vater) ist gegen die Liebe der Beiden und plant mit seinem Sekretär (Wurm) eine Intrige
- Teufel bietet Faust seine Dienste an
- Faust lehnt anfangs ab, weiß dass Teufel Egoist ist
- Intrige schließt auch Luise mit ein, die sonst ihren Vater verliert
- Faust will genauere Forderung wissen, Teufel verlangt Dienste nach seinem Tod
- Ferdinand möchte mit Luise fliehen
- Luise lehnt ab, Ferdinand denkt, dass sie ihn betrügt
- Faust sieht keinen Sinn mehr in der Welt
- Endet in gemeinsamen Suizid
Vielen Dank für ihre und eure Aufmerksamkeit!
Noch Fragen?