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Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre

Michael Popp

Created on February 7, 2022

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Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre

Nilstaudamm

Seit Beginn des Baus im Jahre 2011 besteht ein Interessenkonflikt zwischen Äthiopien, Ägypten und dem Sudan, da der Nil die Hauptwasserquelle dieser Länder ist. Während Letzteren der Meinung sind, das der Staudamm zu einer Wasserknappheit führt, argumentierte der damalige äthiopische Premierminister Meles Zenawi dagegen. Äthiopien nutzt den Staudamm für ihre Stromerzeugung und verkauft den überschüssigen Strom. Laut der International Crisis Group bedroht der Damm die ägyptische Wasserversorgung, unter anderem wegen dem Assuan-Stausees, nicht. 2015 einigten sich dann die 3 Länder über eine Grundsatzerklärung, welche zum Beispiel den Befüllungszeitraum oder die Abflussmenge regelt. Im Juni 2020 scheiterten dann weitere Verhandlungen, woraufhin Ägypten und der Sudan sich dafür entschieden den UN-Sicherheitsrat unter der Leitung der afrikanischen Union zur Hilfe zu bitten. Da die beiden der Meinung sind es wäre besser die Entscheidung durch eine externe Partei fällen zu lassen. Ägypten verließ im August 2020 die Verhandlungen, als Äthiopien anfing den Stausee zu füllen. Im Jahr 2021 trafen sich die Außenminister von den 3 Ländern mit Hilfe des UN-Sicherheitrats erneut zu finalen Verhandlungen.

Fakten

Lage: Benishangul-Gumuz, Äthiopien Fluss: Blauer Nil Kraftwerkleistung: 6.000 MW geplante Kosten: 5 Milliarden $ Bauzeit: 2011-2022 Inbetriebnahme: 2023 Betreiber: Ethiopian Electric Power Corp Wasseroberfläche: 1874 km² Speicherraum: 74.000 Mio. m³

Quellen