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Afrika und die Globalisierung

Mika Möhring

Created on December 28, 2021

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Transcript

Afrika und die Globalisierung

Eine Website von Florentina, Mika und Patricia

Das "Globale Huhn"

Wird die Wirtschaft Afrikas als Kollateralschaden der Globalisierung in Kauf genommen; abgehängt und zerstört? Oder gibt es durch pan-afrikanische Freihandelsabkommen doch noch Hoffnung für den durch Kolonialgeschichte gebeutelten Kontinent? Es stellt sich die Frage: Sind die Staaten Afrikas die Gewinner oder Verlierer der Globalisierung.

Übersichtskarte Afrika

Erklärvideo "Globales Huhn"

AfCFTA

Geschichte Afrikas

Fazit

Diese Website ist Addfreeka

Übersicht Afrika

zum Vergleich:

Für einen Überblick über das Thema „Globales Huhn“ schau dir das Video hier an.

Hier gibt's mehr Infos zum gleichen Thema

"Globales Huhn"

Gehen wir jetzt also nochmal genauer auf die Zusammenhänge und Auswirkungen des Handels der Industriestaaten besonders mit den wirtschaftlich schwächeren Ländern Afrikas ein. Dieser ist, wie am Beispiel des „Globalen Huhns“ gezeigt, nicht zwingend vorteilhaft für die Entwicklungsländer. Ein offensichtlicher Faktor hierfür ist unser eigenes Konsumverhalten. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Hünchenbrust produzieren Zuchtunternehmen immer und immer mehr dieser Nahrungsquelle. Die Überreste sorgen dann, wie im Video bereits erklärt, für eine Überflutung der afrikanischen Märkte und blockieren somit das eigene wirtschaftliche Wachstum. Denn wenn die Konsument:innen eher das günstige und zumindest theoretisch nach hohen Qualitätsstandarts produzierte Fleisch kaufen, als das teurere Huhn vom Bauernhof nebenan, erwirtschaftet dieser keinen Gewinn und muss somit früher oder später schließen. Der regionale Handel wird geschwächt und das Geld fließt in die Wirtschaft anderer Länder/Kontinente, außerdem wird die Neugründung lokaler Unternehmen unattraktiv. Durch diesen Teufelskreis werden Wirtschaftswachstum und auch der Einfluss auf den globalisierten Handel behindert. Zusammen mit verschiedenen Freihandelsabkommen zwischen der EU und einigen Staaten Afrikas, die unter dem Wirtschaftspatnerschaftsabkommen, kurz WPA oder EPA, geschlossen wurden, entsteht eine globale Abhängigkeit Afrikas von den Industriestaaten. Diese stehen in der Kritik, da sie aufgrund ihrer Strukturen als sehr einseitig-europäisch wahrgenommen werden, oft wird hier auch das Schlagwort "Neokolonialismus" angebracht. Dass Freihandelsabkommen jedoch auch eine Chance für Afrika bieten können, zeigt das Projekt der AfCFTA, über das ihr hier mehr erfahren könnt.

Was ist ein Entwicklungsland?

Es gibt keine einheitliche Begriffsdefinition, aber laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit weisen die meisten Entwicklungsländer folgende Merkmale auf:

Freihandelsabkommen

=> Abkommen, das bilateral oder multilateral geschlossen wird, woduch Handelshemmnisse innerhalb der Freihandelszone abgebaut werden sollen und es zu einer effizienteren internationalen Arbeitsteilung kommt - Ziele: - Wirtschaftliches Wachstum -Ziele: - Verzahnung der Wirtschaft = Erleichterung des internationalen Handels - Ziele - Vertiefung der Handelsbeziehungen & Friedenssicherung - Ziele: - Erhöhung des Wohlstandes - Beispiele: - Europäische Union - Beispiele:: - AfCFTA

Wie könnte die AfCTA den Wohlstand in Afrika erhöhen und zu einer größeren Unabhängigkeit afrikanischer Produzenten vom Weltmarkt und von Weltmarktpreisen beitragen?

Was ist die AfCFTA?

Die African Continental Free Trade Area (kurz AfCFTA) ist ein Projekt der afrikanischen Union (AU) für die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Kontinents. Es soll eine pan-afrikanische Freihandelszone für Waren und Dienstleistungen errichtet werden.

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Wie läuft der Handel derzeit?

Um die AfCFTA zu verstehen, muss man die Ausgangslage kennen. Momentan ist Afrika stark von Rohstoff- und Agrarexporten abhängig. Nur etwa 16 % des gesamten afrikanischen Warenhandels geschehen zwischen afrikanischen Staaten, was ungefähr der Hälfte des afrikanischen Warenhandels mit der EU entspricht. Afrika ist also auf die Einnahmen aus Rohstoffexporten angewiesen, während die Industrialisierung auf dem eigenen Kontinent nur langsam voran geht. Auch auf Grund der Kolonialgeschichte Afrikas bestehen weitaus mehr und bessere Handelsbeziehungen zu Beispielsweise europäischen Staaten.

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AfCFTA - Von der Idee zur Umsetzung

1991

2021

2019

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Was soll mit dieser Freihandelszone erreicht werden?

Durch den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen allen afrikanischen Staaten soll ein gemeinsamer Markt für die rund 1,3 Milliarden Menschen geschaffen werden, der eine gebündelte Wirtschaftsleistung von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar hätte. Dies wäre ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas, denn dadurch, dass zum Beispiel Ausfuhrbestimmungen vereinfacht und unterschiedliche Standards im Bereich Transport vereinheitlicht werden, soll der vergleichsweise geringe intraafrikanische Handel um 82% gesteigert werden. Der internationale Währungsfond prognostiziert, dass dadurch ein Wohlstandsgewinn in Höhe von fast 4 % (wie ist das gemessen) und eine Steigerung des gesamtafrikanischen Handelsvolumens um 8 % erreicht würde. Für afrikanische Produzenten hieße das, dass sie unabhängiger werden vom Weltmarkt und Weltmarktpreisen. Außerdem würde der industrielle, verarbeitende Sektor der afrikanischen Wirtschaft gestärkt, wenn nicht mehr der Großteil der Rohstoffe zur Weiterverarbeitung exportiert werden würde.

Schwache Wirtschaftsleistung

zu wenig nachhaltiges Wirtschaftswachstum

zu wenig eigene Investitionen, zu wenig eigene Industrie

Geschichte Afrikas

Heute

1960

1970er

ab 15. Jhd

Alte Muster

Beginn Kolonialismus

Ölkrise

Was bleibt

Kann man die afrikanischen Staaten nun eher als Gewinner oder als Verlierer der Globalisierung betrachten?

Gewinner

Verlierer

Die Ausgangslage Afrikas in Bezug auf Historie, System und Heterogenität unterscheidet sich stark von der Chinas

Ehemalige Entwicklungsländer wie China und Indien haben ebenfalls vom globalisierten Handel profitiert

In modernen Strukturen des Welthandels lassen sich neokolonialistische Muster erkennen

Einzelne Staaten Afrikas sind global bereits gut verknüpft

Der globale Welthandel überflutet die afrikanischen Märkte und behindert die lokale Wirtschaft

Die AfCFTA bietet eine Grundlage für einen gemeinsamen afrikanischen Markt, der zu einer stärkeren globalen Position führen kann

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Was heißt das jetzt?

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint ein Großteil der afrikanischen Staaten durch die Globalisierung negative Folgen zu erleiden, werden sie doch mit Gütern aus den westlichen Staaten überflutet und sind gleichzeitig abhängig von diesen. Dies blockiert auch eigenes Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung. Diese neokolonialistischen Strukturen müssen für eine starke, unabhängige Wirtschaft überwunden werden. Auch die Zerstückelung des Kontinents und die vielen Handelshemmnisse erschweren eine positive Entwicklung Afrikas. Eine Lösung dieser ist jedoch greifbar, die AfCFTA soll den Waren- und Dienstleistungsverkehr liberalisieren und damit eine Stärkung der kontinentalen Wirtschaft bewirken. Damit sollen auch Afrikas Chancen gesteigert werden, sich auf lange Sicht auf dem Weltmarkt zu behaupten. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass den Ländern Afrikas eine ähnlich rasante Aufholjagd gelingen wird, wie China und Indien sie hingelegt haben. Hierfür sind die Ausgangspositionen der Staaten zu verschieden.