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Die Judenbuche
crabby
Created on October 13, 2021
Die wahre Geschichte hinter der berühmten Droste-Novelle
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Transcript
„Die Judenbuche“
Die wahre Geschichte hinter der Novellevon Annette von Droste-Hülshoff
1842
Im „Morgenblatt für gebildete Leser“ erscheint eine Fortsetzungsgeschichte, verfasst von der Autorin Annette von Droste-Hülshoff. Der Titel, den die Redaktion ihr gegeben hat: „Die Judenbuche – Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen“.
Die Novelle basiertauf einem tatsächlichen Kriminalfall.
Lernen Sie hier die wahre Geschichte hinter der berühmten „Judenbuche“ kennen.
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
Sitz der ostwestfälischen Adelsfamilie von Haxthausen: Hier hält sich die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff häufig auf, denn dies ist ihr Großelternhaus. Ihre Mutter Therese ist eine geborene von Haxthausen. Im Jahr 1818 veröffentlicht ihr Onkel August die „Geschichte eines Algierer-Sklaven“ auf Grundlage der Gerichtsakten.
Brakel, Westfalen
Schloss Bökerhof
im 19. Jahrhundert
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
10. Februar 1783
Vor Gericht wird die Schuldsache zwischen dem Kläger Soistmann Berend und dem säumigen Schuldner Hermann Winckelhan verhandelt. Der hatte von dem Händler Stoff gekauft, aber nicht bezahlt. Berend bekommt Recht. Nach der verlorenen Gerichtsverhandlung soll der wütende Winckelhan öffentlich gedroht haben, seinen Widersacher „kalt“ zu machen.
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
Am Nachmittag will der Händler Soistmann Berend zu Fuß von Bökendorf in sein Heimatdorf Ovenhausen zurückkehren, als er zwischen den Gärten am Ortsrand zufällig auf Förster Schmidts trifft. Die Männer wechseln ein paar Worte. Der Förster mahnt den Händler zur Eile.
10. Februar 1783
Wenn du noch na Huse wust, so mak dat du vor der Dunkelheit dörch’t Holt kümmst, de Nacht meint es nich gut med den Minschen.
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
Soistmann Berend überlebt diese Nacht tatsächlich nicht. Seine Leiche wird zwei Tage später im Waldgebiet Joelskamp zwischen Bökendorf und Ovenhausen gefunden. 17 Knüppelschläge werden gezählt.
10. Februar 1783
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
„Winkelhannes“ war gesehen worden, als er mit einem abgebrochenen Ast in den Wald verschwand. Einen blutverschmierten Knüppel findet man später in der Nähe der Leiche. Als Gerichtsdiener ihn in seinem Elternhaus in Bellersen festzunehmen wollen, flieht er, verschwindet aus dem Dorf und wird 23 Jahre lang nicht mehr gesehen.
Bellersen
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
Soistmann Berend überlebt diese Nacht tatsächlich nicht. Seine Leiche wird zwei Tage später im Waldgebiet Joelskamp zwischen Bökendorf und Ovenhausen gefunden. 17 Knüppelschläge werden gezählt.
10. Februar 1783
Die jüdische Gemeinde ritzt eine Warnung in die Rinde des Baumes am Tatort.
In ihrer Novelle formuliert Annette von Droste-Hülshoff die Botschaft so:
Die Quelle
Der Prozess
Die Flucht
Die Prophezeiung
Das Ende
Der letzte Zeuge
Die Rückkehr
Der Tatort
April 1806
Ein Unbekannter taucht in Bellersen auf – Winckelhan, der damals entflohene mutmaßliche Mörder. Nach der Flucht hatte er sich nach Holland durchgeschlagen, als Matrose verdingt, war in die Hände von Seeräubern geraten und nach Algerien verschleppt worden, wo man ihn jahrzehntelang versklavte, misshandelte, entstellte. Nach der Befreiung aus algerischer Gefangenschaft kehrt er in seine Heimat zurück – als Bettler.
Die Quelle
Der Prozess
Der letzte Zeuge
Der Tatort
Die Flucht
Die Prophezeiung
Die Rückkehr
Das Ende
Monika Gemmer
Umsetzung:
Einige Monate nach seiner Rückkehr wird er tot aufgefunden. Todesursache: Suizid durch Erhängen.
Rechtlich belangt wird Hermann Georg Winckelhan nicht mehr. Er kann aber offenbar auch nicht Fuß fassen in der Gesellschaft.
Am 18. September 1806 wird er an der Kirche von Bellersen begraben.