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Copy - Medikamentenkunde Selbstlerneinheit

Veronika Brandauer

Created on October 5, 2021

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Transcript

MediKamenten kunde

Basics

Start

Medikamentenkunde

Herzlich Willkommen

zur Selbstlernheit "Medikamentenkunde", in der sie viele gängige Medikamente und deren Verwendung kennen lernen werden. Benutzen sie zum Navigieren die jeweils auf der Seite eingeblendeten Symbole und fahren bzw. klicken Sie mit der Maus über diverse Infoblöcke, über die Sie weitere Infos erhalten. Manche Wörter, vorallem im Inhaltsverzeichnis, sind ebenfalls interaktiv, klicken Sie sich einfach durch. Viel Spaß!

+ info

Atemwegs- erkrankungen

Herz-Kreislauf Erkankungen

Schmerztherapie

Antiinfektiöse Medikamente

Erkrankungen des Blutes

Inhalt

Stoffwechsel Erkrankungen

Erkrankungen des Nervensystems

Erkrankungen des Verdauungssystems

Erkrankungen der Psyche

Nieren Erkrankungen

Antiinfektiöse Medikamente

Antibiotika

Virostatika

Antimykotika

Antibiotika

töten Bakterien ab, wirken also bakterizid, oder wirken bakteriostatisch, hemmen also die Vermehrung.

Antibiotika

Resistenzen

Indikationen

Nebenwirkungen

Zur Vermeidung von Resistenzentwicklung ist es wichtig Antibiotika inn ausreichend hoher Konzentration in denen vom Arzt angeordneten Zeiten für die angeordnete Zeitspanne einzunehmen!

Antibiotika sollen erregerspezifisch eingesetzt werden, also erst wenn der Erreger und seine Empfindlichkeit für Antibiotika bekannt sind. Bei potenziell lebensbedrohlichen bakteriellen Infektionen muss man jedoch sofort Antibiotika verabreichen, bis der Erreger bekannt ist setzt man auf sogenannte Breitbandantibiotika.

- Allergien - Störung der Blutbildung - Haut- und Schleimhautveränderungen - Beeinflussung der Leberfunktion - Beeinträchtigung des Magen- Darm Trakts - Beeinflussung der Leberfunktion - Innenohrschaden - Schwindel - Kopfschmerz - Krampfanfälle

Virostatika

werden zur Behandlung von Viruserkrankungen eingesetzt.

Virostatika

Wirkstoffe

Nebenwirkungen

Wirkungsweise

Virostatika gibt es z.B. gegen Influenza-, Herpes-, Hepatitis-B- und -C, RS-Viren. Mit der antiretroviralen Therapie können Krankheitssymptome und das Leben HIV-positiver Patienten verlängert werden.

Virostatika greifen in die Vorgänge ein, die zum Eindringen der Viren in die Wirtszelle, zur ihrer Vermehrung in der Zelle oder zur Freisetzung des Viren aus der Zelle führen.

- Magen-Darm-Beschwerden. - Grippeähnliche Symptome. - Kopfschmerzen. - Juckreiz. - Unruhe. - Schwindel. - Blutbildveränderungen. - allergische Reaktionen.

ANtimykotika

werden zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt.

Antimykotika

Wirkstoffe

Nebenwirkungen

Anwendung

Insbesondere bei systemischer Anwendung können Nebenwirkungen auftreten, die zum Teil sehr schwer sein können!

Pilzinfektionen betreffen meistens Haut, Nägel oder Schleimhäute, deshalb werden Antimykotika meist lokal angewendet z.b. als Creme, Puder, Nagellack oder Shampoo. Bei tiefen Haut- oder Nagelinfektionen oder systemischen Infektionen müssen sie systemisch verarbreicht werden.

- Hautirritationen - Magen-Darm-Beschwerden - Kopfschmerzen - erhöhte Leberwerte - Elektrolytentgleisungen

Schmerztherapie

WHO Stufenschema

Nichtopioide

Opioide

Koanalgetika

Nicht medikamentös

Das WHO Stufenschema

zur Verordnung von Schmerzmitteln

WHO STufenschema

Zu jeder Stufe können auch Koanalgetika verordnet werden. Auch die nicht-medikamentöse Schmerztherapie ist ein fester Bestandteil jeder Stufe!

Die WHO stuft die Verordnung von Schmerzmitteln bei chronischen Schmerzen folgendermaßen ein: Stufe 1: Nichtopiodanalgetika z.B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac, Paracetamol, Metamizol Stufe 2: Nichtopidanalgetika plus schwache Opiodanalgetika z.B. Tramadol, Tilidin/Naloxon Stufe 3: Nichtopiodanalgetika plus starke Analgetika z.B. Fentanyl, Morphin

+ Abbildung

Nichtopioide Analgetika

hemmen die Funktion der Cyclooxygenase und damit die Bildung von Prostaglandinen, die als Vermittler von Entzündungsreaktionen Schmerzen und Fieber gelten. Sie wirken schmerzstillend und fiebersenkend, die meisten unter ihnen zudem auch noch entzündungshemmend.

Nichtopioide Analgetika

Nebenwirkungen

Indikationen

Nichtopiodanalgetika, die auch antienzündlich wirken werden nicht-steroidale Antiphlogistika (= NSAR) genannt. Cyclooxygenase (COX) hat zwei Unterformen , die die unterschiedlichen Nichtopioidanalgetika spezifisch (COX-2-Hemmer) oder unspezifisch (restliche) hemmt.

- Schmerztherapie - zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen - Acetylsaicylsäure wird auch als Thrombozythenaggregationshemmer eingesetzt.

- Schädigungen der Magenschleimhaut - Magenblutung Schädigungen der Niere - Gefäßspasmen - Asthmaanfälle - Hautreaktionen

Ibuprofen

Metamizol

Diclofenac

Paracetamol

opioide Analgetika

hemmen über sogenannte Opiodrezeptoren die neuronale Erregnung im ZNS

opioide Analgetika

Nebenwirkungen

Indikationen

Naloxon hebt die Opiodwirkung auf (=Antidot, Antagonist), manche Präparate werden mit diesem Wirkstoff kombiniert, was die Missbrauchsgefahr reduziert. Es wird unterschieden zwischen niederpotenten und hochpotenten Opioiden. Mit wenigen Ausnahmen unterliegen Opioide dem Betäubungsmittelgesetz!!

- Behanldung von starken akuten und chronischen Schmerzen

- Atemdepression - Sedierung - Übelkeit - Erbrechen - Obstipation - Koliken - Sucht & Missbrauch

TRamadol

Niederpotent

Tildin/Naloxon

Fentanyl

hochpotent

Piritramid

Oxycodon

Koanalgetika

sind keine Analgetika im eigentlichen Sinne, besitzen aber eine schmerzlindernde WIrkung.

Beispiele

Nicht-medikamentöse SChmerztherapie

kann die medikamentöse Therapie unterstützen

Nicht-medikamentöse Therapie

Beispielmaßnahmen

Wärmeanwendungen

Eisanwendungen

2010

Psychologische Betreuung

Aromatherapie

Massagen

Herz-kreislauf-erkrankungen

Nitrate

Betablocker und Kalziumantagonisten

ACE Hemmer & Sartane

Diuretika

Herzglykoside

Gerinnungshemmer

NItrate

fördern die Weitstellung der Gefäße (Vasodilatation) und sorgen damit dafür, dass der Blutfluss zum Herzen (Vorlast) abnimmt.

Nitrate

Nebenwirkungen

Indikationen

Bei der Einnahme von Nitraten kann es zu einer Toleranzentwicklung (und somit Wirkungsverminderung) kommen, um das zu verhindern sollte die letzte Nitratdosis mittags oder abends gegeben werden, und über Nacht eine Nitratpause eingelegt werden. Nebenwirkungen treten meistens zu Beginn der Einnahme auf und gehen meist nach ein paar Tagen zurück.

- Angina pectoris Anfall - hypertensive Entgleisung - Linksherzinsuffizienz

- Kopfschmerzen (Nitratkopfschmerz) - Schwindel - Übelkeit - Hautrötung

Nitrate niemals bei einem systolischen Druck < 100 mmHg verabreichen!

Isosorbitdinitrat

Nitroglycerin

Molsidomin

BETABLOCKER & Kalziumantagonisten

senken Frequenz und Schlagkraft des Herzen und führen zur Weitstellung der Gefäße (Vasodilatation). So reduzieren sie den Sauerstoffbedarf des Herzens und senken den Blutdruck.

Betablocker

Nebenwirkungen

Indikationen

Achtung bei der Gabe von ACE-Hemmern an Patienten mit:

  • Diabetes mellitus: Symptome einer Hypoglykämie werden abgeschwächt, Patient bemerkt Unterzuckerung ggf. nicht
  • paVk: Es können verstärkt Durchblutungsstörungen auftreten.
  • Asthma und COPD: Betablocker verengen die Bronchien, die Gefahr eines Asthmaanfalls steigt!

- Koronare Herz Erkrankung - chronische Herzinsuffizienz - tachykarde Herzrhythmusstörungen - arterielle Hypertonie

- Schwindel - Müdigkeit - Bradykardie - Gewichtszunahme - Verengung der Blutgefäße in Haut und Extremitäten

Bisoprolol

Metoprolol

Atenolol

Kalziumantagonisten

Nebenwirkungen

Indikationen

Kontraindikationen: - akutes Koronarsyndrom - fortgeschrittene Herzinsuffizienz -Schock

- u.a. arterielle Hypertonie

- Bradykarde Rhythmusstörungen - Hypotonie - Kopfschmerzen - Obstipation - anfallsartige Hautrötungen (Flush) - Beinödeme

Verapamil

NiFedipin

Diltiazem

ACE HEMMER & SARTANE

führen zur Entspannung der Gefäßmuskulatur und dadurch zur Weitstellung der Gefäße und Blutdrucksenkung

ACE Hemmer und Sartane

Nebenwirkungen

Indikationen

Zur Beginn der Therapie sind regelmäßige Kontrollen von Blutbild und Elekrolyten nötig, besonders in Kombination mit einem kaliumsparenden Diuretikum besteht die Gefahr eine Hyperkaliämie und damit von gefährlichen Herzrhythmusstörungen!

-u.a. arterielle Hypertonie Sartane werden außerdem als Alternative zu ACE-Hemmern gegeben, wenn diese nicht vertragen werden

ACE Hemmer: - trockener Reizhusten - Hautausschlag - Angioödem Sartane sind im Vergleich Nebenwirkungsarm: - Kopfweh - Schwindel

ACE Hemmer

Ramipril

Sartane

Valsartan

Enalapril

Candesartan

Diuretika

fördern die Ausscheidung von Flüssigkeit über die Niere und wirken dadurch Blutdrucksenkend. Außerdem fördern sie die Ausscheidung von harnpflichtigen und körperfremden Substanzen.

DIUretika

Nebenwirkungen

Indikationen

Bei Gabe von Diuretika ist eine regelmäßige Laborkontrolle, sowie eine engmaschige Vitalzeichenkontrolle nötig!

u.a. - arterielle Hypertonie - Herzinsuffizienz - Niereninsuffizienz - Vergiftungen

- Störungen des Flüssigkeitshaushalts mit Blutdruckabfall - Schleifen- und Thiaziddiuretika führen zur Hypokaliämie, Aldosteronantagonisten zu einer Hyperkliämie, auch eine Hyponatriämie ist möglich

Torasemid

Hydrochlorothiazid

Furosemid

Spironolacton

Herzgylkoside

steigern die Kontraktion des Herzens und senken die Herzfrequenz

Herzglykoside

Nebenwirkungen

Indikationen

Es sind regelmäßige Kontrollen des Medikamentenspiegels im Blut und der Elektrolyte notwendig, bei niedrigem Kalium und hohem Kalziumwert besteht eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Herzglykosiden bzw. Digitalspräparaten!

u.a. - Herzinsuffizienz - supraventrilkuläre Tachykardien

- Herz-Rhytmusstörungen - Übelkeit - Erbrechen - Sehstörungen (Gelbsehen) - Kopfschmerzen

Digitoxin

Digoxin

Gerinnungshemmer

hemmen die Blutgerinnung in dem sie das Zusammenlagern von Thrombozyten behindern.

Thrombozythenaggregationshemmer

Nebenwirkungen

Indikationen

Bis auf ASS müssen Thrombozytenaggregationshemmer einige Tage vor einer OP pausiert werden (je nach Arztanordnung)

u.a. - Koronare-Herz-Erkrankung - akutes Koronarsyndrom (ACS) - paVk

- leicht erhöhtes Blutungsrisiko

Acetylsalicylsäure

Clopidogrel

Ticagrelor

Prasugrel

Atemwegserkrankungen

Bronchodilatoren

Asthmatherapeutika

Expektoranzien

Antitussiva

Bronchodilatoren

entspannen die Bronchialmuskulatur, der Atemwegswiderstand sinkt und die Atemfunktion verbessert sich.

Bronchodilatoren

Nebenwirkungen

Indikationen

Kurzwirksame β2-Sympathomimetika und Anticholinergika sind„Bedarfsmedikamente“ im akuten Anfall; langwirksame β2-Sympathomimetika sind hauptsächlichzur Dauertherapie und müssen immer mit inhalativenGlukokortikoiden gegeben werden. Theophyllin kann nicht inhaliert werden sondern muss p.o. oder i.v. verabreicht werden!

β2-Sympathomimetika: - Asthma bronchiale - COPD - Mukoviszidose - Bronchiektasen Anticholinergika: - COPD Theophyllin: - COPD

β2-Sympathomimetika: - Tachykardie -Herzrhytmusstörungen - Angina pectoris - Blutdruckanstieg Anticholinergika: - trockener Mund - Tachykardie - Harnverhalt Theophillin: - Unruhe - Kopfschmerz - erhöhtes Krampfrisiko

Formoterol

Terbutalin

Salbutamol

Tiotropiumbromid

Ipatropiumbromid

Methylxanthine

AsthmatherAPeutika

Asthmatherapeutika

IgE Antikörper

Leukotrien-Antagonisten

Glukokortikoide

werden vorallem zur Therapie von Asthma bronchiale bei Kindern eingesetzt.

wirken stark entzündungshemmend und werden zur Dauertherpaie von Asthma bronchiale als Inhalation verabreicht. Bei einem schweren Asthamanfall, oder einem weit fortgeschrittenen Verlauf müssen diese systemisch gegeben werden.

werden bei schwerem allergischem Asthma gegeben

Omalizumab

Montelukast

Budesonid

Predinisolon

EXpeKtoranzien

verflüssigen den Schleim in den Bronchien und helfen beim Abhusten

Expektoranzien

Nebenwirkungen

Indikationen

Patienten sollten gleichzeitig viel trinken, Expektoranzien dürfen nicht mit Antitussiva kombiniert werden!

- Erkrankungen, die mit starker Schleimproduktion einhergehen z.b. Bronchiektasen oder Mukoviszidose

- Kopfschmerzen - Sodbrennen - Übelkeit - Durchfall - Magenbeschwerden

Acetylcystein

Ambroxol

Antitussiva

hemmen den Hustenreflex im Hustenzentrum oder in den Bronchien

ANtitussiva

Nebenwirkungen

Indikationen

Codein und Dihydrocodien sind schwache Opioide mit morphin-typischen Nebenwirkungen! Es besteht bei höherer Dosierung die Gefahr der Atemdepression und Suchtgefahr. Pentoxyverin ist kein Opioid, es besteht keine Suchtgefahr!

- trockener Reizhusten

- Übelkeit - Verstopfungen - Schläfrigkeit - in höheren Dosierungen Atmdepression

Pentoxyverin

Dihydrocodein

Codein

Bluterkrankungen

Antikoagulantien

Gerinnungshemmer

Antikoagulanzien

Antikoagulanzien

tinzaparin

Heparine

Thrombinhemmstoffe

werden zur Prophylaxe und Behandlung von Thrombosen eingesetzt. Es wird unterschieden zwischen niedermolekularem (NMH), hochmolekularem und unfraktionierten Heparin (UFH) unterschieden. Heute sind NMH das Mittel der Wahl zur perioperativen Thromboseprophylaxe und zur Behandlung einer Phlebothrombose. Zur Prophylaxe ist die Dosierung niedirger (low dose) zur Behandlung höher (high dose). Heparin wird in der Regel s.c. gespritzt, UFH können auch i.v. gespritzt werden. NW: Heparininduzierte Thrombozythopathie (HIT)

werden vorallem bei orthopädischen OPs, bei Vorhofflimmern als Prophylaxe eingesetzt. Bei HIT unter Heparintherapie kann auf Thrombinhemmstoffe umgestiegen werden.

Dabigatran

Keine Gabe bei erhöhter Blutungsneigung oder bei schwerer Niereninsuffzienz!

Antikoagulanzien

Faktor-Xa-Hemmstoffe

Vitamin K Antagonisten

werden als Heparin Alternative bei HIT eingesetzt und dienen zur Prophylaxe und der Therapie von Thrombosen und werden auch bei Vorhofflimmern eingesetzt.

(= Cumarine) sind sehr verbreitete Antikoagulanzien, sie werden zur Prophylaxe von Thrombosen und Embolien eingesetzt. NW: Blutungen Gerinnungswerte müssen regelmäßig kontrolliert werden, vor einer OP muss auf Heparin umgestellt werden. Bei wieder ansetzen müssen Heparin und Cumarine überlappend gegeben werden.

Phenprocoumon

Rivaroxaban

ERkrankungen der Verdauung

Protonenpumpenhemmer

Analgetika & Spasmolytika

Antiemetika

Laxanzien

Protonenpumpen hemmer

senken die Magensäuresekretion

Protonenpumpenhemmer (PPI)

Nebenwirkungen

Indikationen

PPIs galten lange Zeit als Medikament ohne Nebenwirkungen, in der Regel werden sie auch gut vertragen. Sie müssen morgens nüchtern mindesten eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden.

- gastroösophageale Refluxkrankheit - Refluxösophagitis - gastroduodenale Ulcuskrankheit - obere Gastrointestinalblutung

- gastrointestinale Beschwerden (Böähungen, Übelkeit, Durchfall) - Kopfschmerzen - Müdigkeit und Schwindel - Osteoporose - Reboundphänomen nach Absetzen

Pantoprazol

Omeprazol

Esomeprazol

Analgetika & Spasmolytika

bei Erkrankungen des Verdauungssystems

Analgetika & Spasmolytika

Spasmolytika (krampflösend)

Analgetika (schmerzlindernd)

Metamizol (Novalgin): hat neben der schmerlindernden und fiebersenkenden Wirkung auch eine krmapflösende EigenschaftIndikation: u.a. Gallenkolik, Entzündungen im Bauchraum (z.b Divertikulitis Tramadol, bei leichten Schmerzen Pethidin (Dolantin) und Buprenorphin (Temgesic) bei starken Schmerzen z.b. bei einer Pankreatitis.

Butylscopolamin (Buscopan) wird vorallem zur Behandlung von krampfartigen Schmerzen in Hohlorgangen verwendet, z.b. Gallen- oder Nierenkoliken. Der Wirkstoff blockiert den Parasympatikus, deswegen ergeben sich auch folgende Nebenwirkungen: - Obstipation - verzögerte Entleerung der Harnblase - Tachkardie - Erweiterung der Pupillen-

AnTiemetika

lindern Übelkeit und Erbrechen

Antiemetika

Nebenwirkungen

Wirkstoffgruppen

- Prokinetika stimulieren die Peristaltik - Antihistaminka wirken auf das Zentrale Nervensystem - Serotonin-Rezeptor-Antagonisten hemmen den Vagus- und somit den Brechreiz -Parasympatholytika hemmen die Wirkung des Parasympatikus - Neuroleptika

je nach Wirkstoffgruppe sind u.a.folgende Nebenwirkungen bekannt: - Müdigkeit - Schwindel - Kopfschmerzen - Obstipation - Sehstörungen - Hitzewallungen - Sedierung

Metoclopramid wirkt auch darmanregend und wird zu diesem Zweck bei Darmatonie 3x tgl mind. 10mg i.v. verabreicht!

Metoclopramid

Dimenhydrinat

Ondansetron

Scopolamin

Promethazin

Laxanzien

= Abführmittel

Laxanzien

Füll- und Quellstoffe

lokal wirksame Gleitmittel

müssen mit viel Wasser eingenommen werden.

Glyerol

Weizenkleie

Leinsamen

Flohsamen

schleimhautreizende Laxanzien

osmotisch wirksame Laxanzien

auch sie verstärken bei längerer Einnahme die Verstopfung, und sollten nicht regelmäßig angewandt werden.

verstärken bei längerer Einnahme die Verstopfung, sollten also nicht regelmäßig angewandt werden.

Natriumpicosulfat

Bisacodyl

Macrogol

Lactulose

Glaubersalz

Nierenerkrankungen

Diuretika

SToffwechselerkrankungen

Schilddrüse

Insuline

Antidiabetika

Hyperurikämie

Fettstoffwechselstörungen

Schilddrüsen medikamente

Zur Behandlung von Hypo- und Hyperthyreose

Jodid

Jod ist essenziell für die Bildung von Schilddrüsenhormonen.

Nebenwirkungen

Indikationen

Darf nicht bei Hyperthyreose oder Hashimoto Thyreoiditis gegeben werden!

- Strumaprophylaxe - Jodsubstitution bei Schwangeren - nach Kernreaktorunfällen als Prophylaxe ("Jodblockade")

- kann in hohen Dosen allergische reaktionen auslösen - Hyperthyreose

Schilddrüsenhormone

L-Thyroxin wird im Körper zu T3 umgewandelt, und wirkt dann wie die körpereigenen Schilddrüsenhormone.

Nebenwirkungen

Indikationen

L-Thyroxin muss genauso wie PPIs morgens nüchtern eingenommen werden!

- Jodmangelstruma - nach Schilddrüsen- OP - Schilddrüsenunterfunktion

bei einer Überdosierung entsprechen sie den Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion:

  • Tremor
  • Tachkardie
  • Übererregbarkeit
  • Angina pectoris
  • Herzrhythmusstörungen

L-Thyroxin T4

L-Thyroxin T3 + T4

Thyreostatika

hemmen entweder die Bildung von Schilddrüsenhormonen oder deren Freisetzung.

Nebenwirkungen

Indikationen

Wenn andere Medikamente Jod enthalten (z.b. Kontrastmittel oder Amiodaron) verringert sich die Wirkung der Thyreostatika

- Schilddrüsenüberfunktion (autonome Knoten, Morbus Basedow, thyreotoxische Krise)

- diffuse Vergrößerungen der Schilddrüse - allergische Hautreaktionen - sehr selten: Agranulozytose

Thiamazol

Carbimazol

Perchlorat

Antidiabetika

Zur Behandlung von Diabetes mellitus

Insuline

Mischinsuline

langwirksame Insuline

kurzwirksame Insuline

- kurz und langwirksame Insuline sind im Verhältnis 30:70 oder 50:50 gemischt - Mischinsuline sind trüb und müssen vor der Injektion 20 Mal geschwenkt werden - ist Normalinsulin enthalten, muss einen Spritz-Ess-Abstand eingehalten werden

- dazu gehören Normalinsuline und kurzwirksame Insulinanaloga - puffern plötzliche BZ- Anstiege und werden vor Mahlzeiten und bei hohen BZ Werten eingesetzt - Normalinsulin braucht einen Spritz- Ess- Abstand von 20 - 30 min, Insulinanaloga wirken schneller und brauchen keinen Abstand - Stechampullen und Pens sind gelb markiert

- dazu gehören NPH- Insuline und langwirksame Insulinanaloga - NPH Insuline wirken nach einer Stunde, das Maximum ist nach 6 Stunden erreicht, langwirksame Insulinanaloga wirken länger und haben einen flacheren Wirkspiegel - Stechampullen und Pens sind grün markiert und müssen vor jeder Injektion 20 Mal geschwenkt werden

Hausinsuline

orale Antidiabetika

Repaglinid

Metformin

Glinide

Sulfonylharnstoffe

Biduanide

- wirken wie Sulfonylharnstoffe. allerdings deutlich kürzer Nebenwirkungen: Gewichtszunahme, Magen-Darm-Beschwerden

- Medikament der ersten Wahl Nebenwirkungen: Übelkeit, Magenbeschwerden, Blähungen, Laktoazidose Kontraindikationen: Niereninsuffizienz, Alkoholismus, schwere Herzinsuffizienz - vor OPs und Untersuchungen mit Kontrastmittel muss Metformin pausiert werden, als Ersatz kann Insulin verwendet werden

- Anwendung wenn Metformin nicht anschlägt oder schlecht vertragen wird - große Hypoglykämiegefahr (bis zu 24h nach der Einnahme), bei Therapiebeginn sollte auch nachts gegen 2:00 BZ gemessen werden - Therapiepause bei Eingriffen für die der Patient nüchtern sein muss

Glimiprid

orale Antidiabetika

Sitagliptin

Gliptine

Inkretinmimetika

- einziges Medikament aus der Gruppe, dass s.c. gespritzt und nicht oral eingenommen wird - vorallem in Kombination mit Metformin eingesetzt Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall Kontraindikationen: Niereninsuffizienz

- vorallem in Kombination mit Metformin eingesetzt Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Kontraindikationen: Niereninsuffizienz, Schwangerschaft und Stillzeit

Liraglutide

Urikostatika

zur Behandlung von Hyperurikämie

Urikostatika

Benzobromeron

Urikosurika

Allopurinol

Allopurinol

hemmt die Bildung von Harnsäure Indikationen: Hyperurikämie z.B. im Rahmen einer Gichttherapie aber auch bei malignen Erkrankungen, wenn durch Tumorzerfall vermehrt Harnsäure ensteht Nebenwirkungen: gastrointestinale und allergische Reaktionen Allopurinol hat zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Meidkamenten!

hemmt die Rückresorption von Harnsäure aus Primärharn und fördert die Harnsäureausscheidung über Harn Nebenwirkungen: Nierensteine Das Medikament muss langsam eingeschlichen werden, um einen Gichtanfall zu vermeiden.

Medikamente zur Behandlung von Fettstoffwechsel störungen

Fettstoffwechselstörungen

Statine

STatine

Anionenaustauscherharze

werden zur Behandlung einer Hyperlipidämie und zur Sekundärprophylaxe nach Gefäßereignissen wie Herzinfarkt oder Hirninfarkt eingesetzt Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Myopathien, Lebenfunktionsstörungen Es ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutleberwerte notwendig.

setzt man in Kombination mit Statinen ein wenn deren Wirkung nicht zufriedenstellend ist.

Colestyramin

Erkrankungen des Nervensystems

Anti-Parkinson

Antikonvulsiva

Erkrankungen der Psyche

Benzodiazepine

Neuroleptika

Antidepressiva

Psychostimulanzien

Stimmungsstabilisierer