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ETG_Handeln und Handlungstheorien

Therapeut

Created on July 5, 2021

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Transcript

Handeln und Handlungstheorien

I. Grundlagen menschlichen Handelns

II. Handlungstheorien

III. Handlungstheoretisches Modell nach v. Cranach

VI. Objektbeziehungstheorie

VI. Anne Mosey

I. Grundlagen menschlichen Handelns

Definition: Handeln/Tun/Agieren

Handlung & Handlungsfähigkeit

Entwicklung von Handlungsfähigkeit

Hemmnisse für Handlungsfähigkeit und Folgen

Handlungsbedingungen

Handlungsfähigkeit als Leitziel in der Ergotherapie

  1. Ist der Patient aufgrund der Erkrankung in seinen äußeren Handlungen (Bewegung) behindert? Wenn ja, in welchem Bereich?i
  2. Ist der Patient aufgrund der Erkrankung in seiner inneren Handlung (Planung Steuerung Kontrolle) behindert?
  3. Zeigt der Patient Antrieb (Wille) Handlungen durchzuführen? Wenn welche? Welche nicht?
  4. Zeigt der Patient Motivation, Handlungen durchzuführen? Wenn ja, welche? Welche nicht?
  5. Ist ihm sein Handeln bewusst?
  6. Ist sein Handeln strukturiert?
  7. Ist sein Handeln zielgerichtet?
  8. Ist er in der Lage Handlungen zu automatisieren. Wenn ja welche? Welche nicht?
  9. Welche Grundfunktionen (Motorik, Sensorik, Kognition, Perzeption, Emotion) sind vor allem betroffen?
  10. Welche Verhaltensgrundformen (Haltung/Bewegung, Umgang mit Gegenständen, soziale Interaktion) sind vor allem betroffen?

AA 1

Lesen Sie das beigefügte Fallbeispiel und beantworten Sie folgende Fragen:

+Text

Handlung/Handeln

„Einheit des Handelns, die sich durch Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel kennzeichnen lässt.“

IST...

  • bewusst
  • zielgerichtet
  • geplant
  • beabsichtigt
  • sozial gesteuert
  • sozial kontrolliert

v. Cranach et. al.1980

Definitionen

Tun/Agieren

Handeln, bei demunbewusste Kognitionen und Emotionen auf oft irrationaleArt und Weise handlungssteuernd wirken“ (Groeben 1986)

Verhalten

„eine Handlungsausführung ohne bewusste Kognitionen, Emotionen und Handlungsmuster“ (Wahl 1991)

unbewusst motiviertes Tätigsein mit/oder ohne Zielvorgabe

reflexhaft

Handlung

Verhalten

Tun

Einheit des Handelns, die sich durch Ausrichtung auf ein bestimmtes Ziel kennzeichnen lässt

Handlungsausführung ohne bewusste Kognitionen, Emotionen und Handlungsmuster

Handeln, bei dem unbewusste Kognitionen und Emotionen auf irrationale Art und Weise handlungs-steuernd wirken

  • bewusst
  • zielgerichtet
  • geplant
  • beabsichtigt
  • sozial gesteuert
  • sozial kontrolliert
  • unbewusst
  • reflexhaft
  • irrational

Handlung

Handeln bedeutet...

Handeln ist...

  • ein bewusstes, zielgerichtetes Verhalten
  • willentliche Aktivität eines Menschen zur Erreichung eines bestimmten Ziels
  • ein durch ein bestimmtes Ziel ausgrenzbarer Tätigkeitsabschnitt von beschränkter Dauer
  • ...Aufgaben oder Situationen bewältigen
  • ...Begriff der Handlung spielt für die Arbeitswelt und Arbeitsleben eine herausragende Rolle

Handlungsfähigkeit

Handeln lernen wir vor allem durch Handeln in realen Situationen oder zumindest durch Probehandeln in realitätsnahen Lernsituationen.

Piaget (1971) "...die psychischen Strukturen zum Handeln entstehen vor allem beim Kind durch das Handeln selbst dessen Verinnerlichung zum Denkhandeln. Modell-Lernen (Bandura 1973) kann diesen Lernprozess unterstützen

Entwicklung von Handlungsfähigkeit

entwickelt und verändert sich im Laufe des Lebens

  • einfachste Handlungsmuster des Kleinkindes werden ausdifferenziert und zu komplexen Einheiten gruppiert
  • Veränderungen und Anpassung von:
    • Strukturen, Formen, Reichweite und Wirkungen von Handlungen
  • durch Wiederholungen werden Handlungen
    • flüssiger
    • variationsreicher
  • im Alter werden Handlungen reduziert und zerfallen
    • „auf das Nötigste“ beschränkt

Hemmnisse für Handlungsfähigkeit

Über-/Unterforderung

Krankheit/Behinderung

die Handlungsfähigkeit eines Menschen kann durch

  • Krankheit
  • Behinderung
erschwert/ beeinträchtigt sein/ werden

auch über- oder unterfordernde Umweltanforderungen bzw. -erwartungen können die Handlungsfähigkeit eines Menschen beeinträchtigen

Folgen von...

Hemmnissen der Handlungsfähigkeit

...Krankheit/ Behinderung

...Über-/Unter forderung

Beeinträchtigung der Handlungsfähigkeit im Sinne des Untätigseins kann zu

  • physischen und psychischen Veränderungen führen
  • zu Verlust oder Verminderung von Fähigkeiten,
  • zur Auflösung von
    • Gewohnheiten
    • zeitlichen Strukturen

...sind

  • die situativen Anforderungen
  • und die Möglichkeit
Handlungsangebote aus der Umwelt in eigene Lebensbereiche einzubinden!

Handlungs-bedingungen

Handlungsfähigkeit als Leitzielin der Ergotherapie

ERGOTHERAPIE...

…….hat zum Ziel, die Handlungsfähigkeit des Menschen zu fördern, zu erhalten und/oder wiederherzustellen ……geht davon aus, dass die Fähigkeit eines Menschen, für ihn bedeutungsvolle Handlungen/ Tätigkeiten auszuführen in einem positiven Zusammenhang steht mit seiner Gesundheit (Berufsprofil Ergotherapie 2005 – ASSET – EVS)

Handeln als therapeutisches Mittel

Ergotherapie setzt Aktivitäten als therapeutisches Mittel ein

Das Grundkonzept der Ergotherapie geht davon aus, dass

  1. ...Tätigsein ein menschliches Grundbedürfnis ist
  2. ...in der Vorbereitung und Ausführung ausgewählter und angepasster Handlungen, Reflexion dieser Handlungen, Bewertung der Handlungsergebnisse therapeutische Wirkungen liegen können.

Ziele der Ergotherapie beziehen sich auf die Neuanordnung von Verhalten bzw. Lernen ...ist bestenfalls an

  • verbesserten Leistungen und
  • Verhaltensveränderungen
ablesbar.

Therapieerfolg...

Ergotherapeutische Behandlungsverfahren folgen Handlungs- bzw. Zielstrukturen der Behandlung:

  • symptomspezifisch regulierende Methoden
  • kompetenzzentrierte, alltagsrelevante Methoden
  • subjektbezogen, ausdruckszentrierte Methoden
  • soziozentriert, interaktionelle Methoden
  • wahrnehmungsbezogene, handlungsorientierte Methoden

Vorgehensweisen

II. Handlungstheorien

Handlungstheorien und Wissenschaft

Forscher

Ziele von Handlungstheorien

1. Bedürfnis-Hierarchie v. Abraham Maslow

2. Handlungstheorie n. Hacker und Schüpbach

3. Handlungstheorie nach v. Cranach

4. Objekt-Beziehungstheorie

5. Modell der angepassten Fertigkeiten n. Anne Mosey

Handlungstheorien

...werden von sehr vielen wissenschaftlichen Disziplinen betrachtet und haben vor allem die

  • Mikrosoziologie im Hinblick auf soziales Handeln
  • Motivations-, Kognitions- und Arbeitspsychologie
mit entwickelt.

…..geben eine Hilfe unterschiedliche Handlungen/ unterschiedliches Handeln zu untersuchen und zu erklären. Das Ich ist das Subjekt des Handelns, die Welt das Objekt des Handelns.

Handlungstheoretiker...

...wollen wissen,

  • was durch Handlungserklärungen erklärt wird
  • wie Handlungen korrekt erklärt werden
Zum Beispiel:
  • War dieses oder jenes Vorkommnis eine Handlung?
  • Was heißt es, etwas zu beabsichtigen?
  • Warum hat eine Person in einer bestimmten Situation dies oder das getan?
  • Was hat ihr Verhalten verursacht?
  • Was macht sie in ihrem Handeln frei und wie frei war sie in ihrem Handeln?
  • Ist sie verantwortlich für das, was sie tat?

Lewin (1969), Leontjew (1987) und Hacker (1986) untersuchten vor allem die Zusammenhänge zwischen Kognitionen und Handlungen

Handlungs-theoretiker

Volpert (1983) versuchte vermehrt auch emotionale Prozesse einzuarbeiten

von Cranach (1980) forderte den Einbezug von sozialen Prozesse und Interaktionen in die Handlungstheorien

Ziel von Handlungstheorien

Äußeres sichtbares Verhalten und innere kognitive und emotionale Vorgänge, sowie Wahrnehmungs-, Denk und Erlebnisvorgänge zu erfassen und analysieren.

Handlungstheoretisches Modelle

Die Bedürfnis-HierarchieA. MASLOW

Handlungstheorie nach Hacker und Schüpbach

Die Bedürfnis-HierarchieA. MASLOW

  • Begriff für die Abfolge (Rangfolge) verschiedener Bedürfnisse
  • Nur dann, wenn die Bedürfnisse der unteren Stufen
    • physiologische Grundbedürfnisse
  • einer gedachten Pyramide erfüllt sind, können die der nächsten Stufe in den Vordergrund treten .... .

Handlungstheorie nach Hacker und Schüpbach

Handlungen …sind zielgerichtet und bewusst …sind motiviert …sind strukturiert …sind selbst-, mit- oder fremdbestimmt …gestalten Person und Umwelt

IPERKA-Methode

learningview
Text zur IPERKA-Methode lesen

Handlungstheoretisches Modell

nach v. Cranach

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Handlungstheoretisches Modell nach v. Cranache

Mario von Cranach (* 1931) Professor für Psychologie Schwerpunkte:

  • Nichtverbale Kommunikation
  • soziale Einstellungen, soziale Repräsentationen und soziales Wissen
  • Zielgerichtetes Handeln von Individuen und Gruppen
  • Probleme der Willens-/ und Handlungsfreiheit

3 Dimensionen des Handelns

SOZIALE BEDEUTUNG

SUBJEKTIVES ERLEBEN

STRUKTUR

Analyse von Handlungen unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die Handlung verfolgt immer eine Anpassung, die sich an der Innenwelt des Handelnden und der Außenwelt ausrichtet.

1. Was sind Informationsverarbeitungsprozesse?

AA 2

2. Welche zwei Formen werden unterschieden?

Lesen Sie den Text: Die Handlung im Mittelpunkt- Basisbogen zur Erfassung der Handlungsfähigkeit ergopraxis 2/11

3. Was unterscheidet die zwei Formen von einander?

steuernde IVP´S

Situationsorientierung

Selbstüberwachung

Zielwahl

Programmwahl

Ausführung

Ausführungskontrolle

Beenden der Handlung

Endbewertung der Handlung

Speicherung

Konsumierung

Speicherung des Ergebnis

energetisierende IVP´S

Energieschub

Energieaufwand

Überwinden besonderer Schwierigkeiten

Richtungsänderung einer Handlung

Lösen von Konflikten zw. Ziel & Handlungsprogrammen

AA 3

Zur Wiederholung und Vertiefung Lesen Sie bitten Kapitel 2 aus Handlungsfähigkeit in der Ergotherapie M. Blaser Csontos2004, 190 S. Reihe: Ergotherapie - Reflexion und Analyse.

Lerncheck Handlungstheorien

1. Warum ist Handlungsfähigkeit Leitziel der Ergotherapie (Berufsprofil Ergotherapie 2005 – ).

2. Was meinen Ergotherapeuten unter „Handeln als therapeutisches Mittel“?

3. Welche 5 Aspekte umfassen Handlungen nach Schüpbach und W.Hacker?

4. Erklären Sie den Aspekt STRUKTUR im Handlungstheoretisches Modell nach v. Cranach.

5. Erklären Sie den Aspekt SUBJEKTIVES ERLEBEN im Handlungstheoretischen Modell nach v. Cranach.

6. Erklären Sie den Aspekt SOZIALE BEDEUTUNG im Handlungstheoretischen Modell nach v. Cranach.

7. Was sind Informationsverarbeitungsprozesse?

8. Welche zwei Formen werden unterschieden und was unterscheidet sie von einander?

9. Nennen Sie Informationsverarbeitungsprozesse.

Quote

Lerncheck Handlungstheorien

1. Warum ist Handlungsfähigkeit Leitziel der Ergotherapie (Berufsprofil Ergotherapie 2005 – ).

2. Was meinen Ergotherapeuten unter „Handeln als therapeutisches Mittel“?

3. Welche 5 Aspekte umfassen Handlungen nach Schüpbach und W.Hacker?

4. Erklären Sie den Aspekt STRUKTUR im Handlungstheoretisches Modell nach v. Cranach.

5. Erklären Sie den Aspekt SUBJEKTIVES ERLEBEN im Handlungstheoretischen Modell nach v. Cranach.

6. Erklären Sie den Aspekt SOZIALE BEDEUTUNG im Handlungstheoretischen Modell nach v. Cranach.

7. Was sind Informationsverarbeitungsprozesse?

8. Welche zwei Formen werden unterschieden und was unterscheidet sie von einander?

9. Nennen Sie Informationsverarbeitungsprozesse.

Quote

Objektbeziehungstheorie

nach Kayser et.al. 1988 auf Grundlagen von Piaget und Mahle

Objektbeziehungs-theorie

Zur Vertiefung und zum besseren Verständnis

Objektbeziehung... ...ist die Wechselbeziehung zwischen einer Person und den belebten und unbelebten Objekten.

LV-Handlungstheoretisches Modell n.v. Cranach-Handlungsfähigkeit in der ET-Kapitel 3.3.2 Objektbeziehung S.28

Objektbeziehungstherapien

  • versuchen Handlungsmuster und Beziehungsqualitäten auf Grund erster/früh erlebter Objekt-Subjektbeziehungen zu erklären

bEDEUTUNG FÜR DIE ERGOTHERAPIE

Es werden dabei Beziehungen zwischen Menschen und belebten/unbelebten Objekten im Rahmen verschiedener Dimensionen des Handelns reflektiert. ->Wesentliche Grundlage für die ausdrucks- und wahrnehmungszentrierte Methode.

  • in Übertragung auf Therapeut/ Gegenstände spiegeln sich frühe Triebkonflikte wider

Grundlage für ausdruckszentrierte-/ wahrnehmungszentrierte Methode der ET

Objektbesetzung

Libido

Lat.: VerlangenPsychoanalytisch: seelische Antriebskraft von Sexualität und Liebe aus dem Es, das unbewusst bleibt-> erfasst das ganze Leben

  • Wendung von Libido auf eine Person
  • Die früheste Objektbesetzung gilt in der Regel dem Menschen, der ein Kind vorwiegend betreut (Mutterbindung)

Ethischer Aspekt

Funktionaler Aspekt

4 Dimensionen der Objektbeziehung

Manipulativer Aspekt

Affektiver Aspekt

Objektbeziehung als Erlebensprozess

Erlebensprozess:Subjektiver Erlebensprozess des Klienten im Umgang mit Material und Aufgabenstellung steht im Mittelpunkt Wechselspiel zwischen

1. Projektion-Externalisierung

2. Identifizierung-Internalisierung

3. Distanzierung des Subjekts vom Objekt

Ergotherapeutische Einflussnahme auf Objektbeziehung und Erlebnisprozess des Patienten mittels:

  • Wahl des Mittels/Mediums mit seinen spezifischen Qualitäten und Eigenschaften
  • Aufgabenstellung: offen/geschlossen
  • Thema: sachlich/ emotional
  • Methode und Sozialform: z. Bsp.: ausdruckszentriert, Gruppenarbeit

Therapeutisches Mittel

Individuelle und gezielte Auswahl des

  • Material,
  • /-eigenschaften,
  • Themas
  • Aufgabenstellung

Erlebensprozess der funktionalen, manipulativen, ethischen und affektiven Dimension der Objektbeziehung

Klient

Ergotherapeut

  • Therapeutische Beziehung (geprägt durch therapeutische Grundhaltung)
  • Behandlungsplanung
    • Zielabsprache, methodisches Vorgehen, Sozialform
  • Reflexion und Nachbesprechung

AA 4

Besprechen Sie in Kleingruppen (ca. 4 Personen) anhand eines Handwerks Ihrer Wahl, den von Ihnen erfahrenen Erlebensprozess der Objektbeziehung bezogen auf die jeweilige funktionale, manipulative, ethische und affektive Dimension. Jeder reflektiert dabei ein Handwerk seiner Wahl.

Lerncheck Handlungstheorien

10. Was versuchen Objektbeziehungstheorien?

11. Was bedeutet Objektbeziehung in der Ergotherapie?

12. Erklären Sie kurz die 4 Aspekte der Objektbeziehung nach Kayser.

13 In der Ergotherapie steht im Rahmen der Objektbeziehung der subjektive Erlebensprozess des Klienten, im Umgang mit Material und Aufgabenstellung, im Mittelpunkt. Beschreiben Sie diesen Prozess.

14. Erklären Sie nachfolgendes Schaubild hinsichtlich seiner Aussage zur Objektbeziehung

15. Wie kan der Ergotherapeut Einfluss auf Objektbeziehung und Erlebnisprozess des Patienten nehmen?

Quote

Konzept der angepassten Fertigkeiten n. Anne Mosey

Concept of Adaptive Skills n. Anne Mosey

Konzept der anpassenden Fertigkeiten

  • konzipiert für Arbeit in der psychiatrischen/psychosozialen Ergotherapie
  • drei Bezugsrahmen (frames of reference)
  • Umwelt wird als differenziertes therapeutisches Mittel beschrieben, mit dessen Hilfe in Form von Gruppenangeboten die Entwicklung anpassender Fertigkeiten gefördert werden kann

analytischer Bezugsrahmen

lerntheoretischer Bezugsrahmen

entwicklungsorientierter Bezugsrahmen

Zielgruppe des entwicklungsbezogenen Bezugsrahmens sind Personen mit

für jede Altersgruppe anwendbar Schwerpunkt bei:

  • Kindern
  • jungen Erwachsenen
  • psychiatrischem Klienten
Ziel:möglichst viele Entwicklungsstadien unter Berücksichtigung von Alter, Umgebung und Ausmaß der Problematik erfolgreich zu durchlaufen

Psychosozialem Entwicklungsrück-stand

psychiatrischen Dysfunktionen

geistigen Behinderungen

Menschen, mit Probleme der Beherrschung altersentsprechender Fertigkeiten

Entwicklungsorientierter Bezugsrahmen

adaptive skills

gRUNDGEDANKE...

sechs anpassenden Fertigkeiten (adaptive skills), die für den entwicklungsorientierten Bezugsrahmen relevant sind:

  • Sensomotorik
  • Kognition
  • dyadische Interaktion
  • Gruppeninteraktion
  • Selbstidentität
  • sexuelle Identität

verbindet Theorien zur menschlichen Entwicklung mit dem Erwerb von alters-spezifischen Basisfertigkeiten und aufeinander aufbauenden Entwicklungsstadien

Adaptive Fertigkeiten bestehen aus verschiedenen, aufeinander aufbauenden Teilfertigkeiten .....

  • Fertigkeit der sensorischen Integration
  • Kognitive Fertigkeiten
  • Dyadische Interaktionsfertigkeit
  • Gruppeninteraktionsfertigkeit
  • Fertigkeit der Selbstidentität
  • Fertigkeit der sexuellen Identität

Spezifische Annahmen zur Entwicklung menschlichen Handeln n. Mosey

  • Agieren von Heute, hängt davon ab, wie erfolgreich verschiedenen Entwicklungsstadien durchlaufen werden (physisch, psychisch und sozial)
  • Fertigkeitsbereiche entwickeln sich phasenspezifisch
    • jede Phase neuer Aspekt
  • Beherrschung eines Entwicklungsstadiums ist nur in geeigneter Umgebung möglich
  • Wenn Basisfertigkeit erlernt, erfolgt, bei günstiger Umwelt, Verfeinerung und Vertiefung von selbst
  • Mensch kann nächstes Stadium erst erreichen, wenn das vorherige beherrscht wird.

Kontinuum von Funktion und Dysfunktion

Funktion

Dysfunktion

Lernen

gRUPPENINTERAKTIONSFERTIGKEITEN

  • 5 entwicklungsgerichtete Gruppen
  • durch die Aneignung bestimmter Gruppeninteraktionsmuster lernt der Klient:
    • ...verschiedene Gruppenrollen zu übernehmen
    • ...gemeinsame Entscheidungen treffen
    • ...Gruppennormen erkennen von und darauf adäquat zu
reagieren
    • ...festgelegte Gruppenziele zu verfolgen
    • ...beim Erhalt des Gruppenzusammenhangs mitzuwirken
    • ...an der Lösung von Gruppenkonflikten mitzuarbeiten

...bezeichnet die anpassenden Fertigkeiten, die die Fähigkeit vermitteln, die Rolle eines produktiven Mitglieds in verschiedenen Gruppen zu übernehmen.

+ info

Entwicklungsgerichtete Gruppentypen

gRUPPENERFAHRUNG wichtig zum...

  • ...Überwinden von Dysfunktionen
  • ... erlernen neuer Fertigkeiten in Gruppen

Niveau

Entwicklungsgerichtete Gruppen

  • ...sind in der Regel für jeden Klienten mit Schwierigkeiten in der Gruppeninteraktion geeignet
  • Die Wahl der Gruppe hängt von den jeweiligen Interaktionsfähigkeiten ab.
  • Entwicklungsgerichtete Gruppen helfen dem Klienten Gruppeninteraktions-fertigkeiten schrittweise zu erlernen.
  • Jede entwicklungsgerichtete Gruppe ist so strukturiert, dass ein bestimmtes Niveau an Gruppeninteraktionsfertigkeit erlernt werden kann.
  • Interaktion in der ersten Gruppe v.a. auf Aufgabe gerichtet
  • später zunehmende Steigerung der sozioemotionalen Interaktionen
  • In der "reifen Gruppe" Gleichgewicht zwischen aufgabengerichtetem Denken und sozioemotionaler Interaktion
  • Aktivitäten werden zunehmend komplexer
  • Rolle des Ergotherapeuten verändert sich von
    • eher direktivem und stimulierendem Verhalten
    • zu eher nondirektiver, begleitender Haltung

Relevanz des entwicklungsbezogenen Bezugsrahmen nach Anne Mosey für die psychiatrische/psychosoziale Ergotherapie

  • In Gruppenverfahren und mit 5 entwicklungsgerichteten Gruppentypen werden interaktionelle Defizite bearbeitet->von der Distanz zu mehr Nähe
  • Pat./Klient wird nach seinem psychischen Stand einer Gruppe zuordnet.
  • Sind alle Teilfertigkeiten erlernt „reife Entwicklung“.
  • Ergotherapie stellt Bedingungen her, die es ermöglichen, dass Menschen entsprechend ihrem Entwicklungsstand die Umwelt lernend in ihr System integrieren können.

Lerncheck Handlungstheorien

16 Worauf bezieht sich der entwicklungsorientierte Bezugsrahmen?

17. Was bedeutet "Therapie" auf der entwicklungsbezogenen Ebene?

18. Welches Ziel wird mit Therapie auf der entwicklungsbezogenen Ebene verfolgt?

19. Nennen Sie spezifische Annahmen zur Entwicklung von Fertigkeiten beim Menschen nach Anne Mosey

20. Erklären Sie Funktion-Dysfunktion und Lernen im Kontext des entwicklungsorientierten Bezugsrahmen.

21. Welches sind die sechs anpassenden Fertigkeiten (adaptive skills), die für den entwicklungsorientierten Bezugsrahmen relevant sind?

22. Was sind Gruppeninteraktionsfertigkeiten?

23. Beschreiben Sie „Entwicklungsgerichtete Gruppen“ nach Anne Mosey genauer.

24. Welche Relevanz hat der entwicklungsbezogene Bezugsrahmen nach Anne Mosey für die psychiatrische/psychosoziale Ergotherapie?

Quote

Danke für Ihre Mitarbeit