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Copy - kleine Pflege und Intertrigo

leatimme00

Created on April 27, 2021

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Transcript

„kleine“ Pflege und Intertrigo(Prophylaxe)

Anica, Mirian, Tamila, Enrico, Lea

Inhaltsverzeichnis

Nasenpflege

Haarpflege

Nagelpflege

Intertrigo

Fazit

Ohrenpflege

Quellen

Haarpflege

  • Erhalten und fördern des Wohlbefindens des Patienten
  • Reinigung der Haare
  • gepflegtes Äußeres
  • Vermeiden von Verfilzung und Knotenbildung
  • mögliche Erkrankungen der Kopfhaut erkennen
  • Eigenaktivität des Patienten fördern
  • ggf. abtöten und entfernen von Parasiten

notwendiges Material

  • wenn möglich, zwei Pflegekräfte
  • Kamm oder Bürste (bewohnerbezogen, ansonsten desinfiziert)
  • Spezialwanne mit verbreitertem Auflagerand
  • ein großes Gefäß mit angehem temperiertem Wasser(25-27 Grad)
  • ein Spülgefäß
  • ein Auffanggefäß mit Abflussschlauch
  • Einmalschürze
  • 2 Handtücher (nach Möglichkeit vorgewärmt)
  • Haarpflegemittel (Babyshampoo ist zumeist gut verträglich)
  • Gummiunterlage als Bettschutz
  • Waschlappen als Augenschutz
  • Handspiegel
  • Haarföhn
  • ggf. ein Paar Einmalhandschuhe

Information und Organisation

  • Der Bewohner wird über die anstehende Haarwäsche informiert und um Erlaubnis gebeten.
  • persönliche Wünsche werden abgefragt
  • Die Pflegekraft führt eine hygienische Händedesinfektion durch. Ggf. zieht sie Einmalhandschuhe an
  • Ohrschmuck, Brille, Hörgeräte usw. werden abgenommen
  • Wenn der Bewohner unter Ohrenerkrankungen leidet, erfolgt die Haarwäsche nur nach Rücksprache mit dem Arzt. Ggf. werden Watte oder Ohrpropfen genutzt, um diese vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Die Haarwäsche kann ggf. mit dem Friseurtermin auf dem Wohnbereich kombiniert werden.

Lagerung des Bewohners während der Haarwäsche

  • Die Nackenaussparung der Haarwaschwanne wird mit einem kleinen Handtuch ausgepolstert
  • Der Höhenunterschied des Bettes zur Haarwaschwanne wird ggf. mit einem (Keil-)Kissen ausgeglichen
  • Der Bewohner wird dabei unterstützt, seinen Oberkörper kurz aufzurichten. Die Haarwaschwanne wird nun in das Bett gestellt
  • Die Kniekehlen werden ggf. mit einer Lagerungshalbrolle unterstützt
  • Die Füße werden ggf. mit einem Bettverkürzer abgestützt.
  • Die Matratze wird mit einer Gummiunterlage geschützt
  • Der Bewohner wird bequem auf dem Rücken gelagert
  • Das Kopfteil des Bettes wird flach gestellt
  • Das Kopfbrett des Betts wird (falls möglich) entfernt
  • Das Bett wird so gestellt, dass es von beiden Seiten zugänglich ist
  • Alle Fenster werden verschlossen. Es darf keine Zugluft geben. Ggf. wird die Heizung höher gestellt, um die Raumtemperatur anzupassen

Durchführung

Inspektion der Kopfhaut

  • Die Pflegekraft inspiziert die Kopfhaut auf Verletzungen, Schwellungen oder Parasitenbefall
  • Falls ein ungewöhnlicher Befund auftritt, wird die Haarwäsche abgebrochen und die Pflegedienstleitung informiert

Durchführung

Reinigung

  • Haare werden mit dem Schöpfgefäß von hinten nach vorn in Richtung Haaransatz mit Wasser begossen Augen des Bewohners werden mit Waschlappen geschützt
  • Nachfrage ob Temperatur in Ordnung ist
  • Kontrolle, ob der Abwasserschlauch das verschmutzte Wasser in das Auffanggefäß ableitet
  • Shampoo wird aufgetragen und einmassiert, bei Bedarf Kopfmassage
  • Mit dem Schöpfgefäß werden die Haare ausgespült, bei Bedarf Haarspülung
  • Der Kopf des Bewohners wird als Kälteschutz mit einem Handtuch umwickelt
  • Das Kopfkissen wird wieder in das Bett gelegt und mit einem Handtuch überdeckt
  • Alle sonstigen zusätzlichen Lagerungsmittel und der Bettschutz werden entfernt
  • Der Bewohner wird im Bett aufgerichtet
  • Haare mit dem Handföhn vorsichtig trocknen (nicht zu heiß einstellen)
  • ggf. kann der Patient dies selbst übernehmen
  • Die Frisur wird schließlich nach den Wünschen des Bewohners fertig gestellt
  • Haarteile und Perücken werden entsprechend den Herstellervorgaben gereinigt

Wichtige Hinweise

  • Bei bettlägerigen Bewohnerinnen keine Haarspangen oder Nadeln verwenden
  • In die Ohren darf kein Wasser laufen
  • Fettiges Haar sollte nur wenig gebürstet werden
  • Zu langes oder zu heißes Föhnen der Haare kann diese austrocknen
  • Bei unruhigen oder verwirrten Bewohnern sollte die Wäsche immer nur entlang der Haarwuchsrichtung erfolgen
  • Der Föhn darf nicht in der Nähe des Wasch- oder Brauchwasserbehälters gelagert werden
  • Die Pflegekraft erkundigt sich regelmäßig beim Bewohner nach seinem Befinden
  • Bei verwirrten Bewohnern ist auf Mimik und Gestik zu achten

Nachbereitung

  • Haarwaschbecken und der Auffangbehälter werden gemäß Hygieneplan gereinigt und desinfiziert (Oberflächendes.)
  • Handtuch wird vom Kopfkissen entfernt und der Bewohner bequem gelager
  • Brille und die Hörgeräte werden wieder auf- bzw. eingesetzt
  • gesamte Bekleidung des Bewohners wird gerichtet
  • Klingelknopf wird in Reichweite abgelegt
  • Bewohner wird befragt, ob er weitere Wünsche hat. Insbesondere wird ihm ein Getränk angeboten
  • Pflegekraft räumt das Zimmer auf
  • Bewohner wird abschließend nach seinem Befinden befragt
  • Pflegekraft überprüft, ob das Bett durch die Haarwäsche feucht wurde. Ggf. wird das Bett neu bezogen
  • Maßnahmen werden dokumentiert

Dokumentation

  • Leistungsnachweis
  • Lagerungs- und Mobilitätsplan
  • Vitaldatenblatt
  • Berichtsblatt
  • Dokumentenblatt "Meldungen an den Arzt"

Die Haarwäsche im Bett

Hand- und Fingernagelpflege

  • besonders vorsichtig bei alten Menschen, die:
  • unter Blutgerinnungsstörung leiden,
  • einen Diabetes mellitus haben
  • oder Antikoagulanzien einnehmen

Ziel der Nagelpflege

  • optisch saubere und gepflegte Fingernägel
  • Wohlbefinden steigern und Nagelerkrankungen verhindern
  • bei bestehender Erkrankung der Nägel unterstützt die regelmäßige Hand- und Nagelpflege das Therapieziel

Dokumentation

  • Zeitpunkt der Nagelpflege
  • Verwendete Reinigungs- und Pflegemittel
  • Aussehen der Nägel
  • Auffälligkeiten z.B. eingewachsener Nagel, Entzündung des Nagelbettes und deren Lokalisation
  • Veränderung der Nagelform, - farbe und - struktur
  • Hauszustand der Hand z.B. Feuchtigkeitsgehalt
  • Beweglichkeit der Finger

Durchführung

einer Nagelpflege

  • 5-10 Minuten Handbad im lauwarmen Wasser
  • Am Ende des Bades Fingernägel sanft mit einer weichen Nagelbürste bürsten
  • Nagelhaut mit dem Handtuch oder einem Holz-oder Gummistäbchen vorsichtig zurück schieben
  • Schutzreste unter den Fingernägeln entfernen
  • Fingernägel werden mit Nagelpfeile gekürzt

Nasenpflege

  • Säubert sich normalerweise von alleine, wenn Schleimhäute feucht genug gehalten werden
  • Schneuzen hilft bei der Nasenreinigung
  • Bei Säuglingen ist es besonders wichtig da Sie Nasenatmer sind
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern mit einem gedrehten und mit NaCl 0,9% versehenen Zellstofftupfer reinigen
  • Niesen reinigt zudem

Ohrenpflege

  • reinigt sich meistens durch den Ohrenschmalz selbst
  • Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang mit einem Waschlappen und klarem Wasser reinigen
  • Wattestäbchen sind nicht dazu gedacht, in den Gehörgang geführt zu werden

Intertrigo

Was ist damit gemeint?

entzündlicher, aber nichtinfektiöser Zustand der Haut bzw. eine offene Hautstelle Unterscheidung in Akute (unvermittelte) intertriginöse Dermatitis und Chronisches (sich langsam entwickelndes) intertriginöses Ekzem

Ursachen

Symptome

  • Haut-zu-Haut Kontakt
  • Hitze
  • Feuchtigkeit
  • schlechte Luftzirkultion
  • Reibung
  • schlechte Körperhygiene (Schweiss, Urin- und Stuhlrückstände oder Wundexsudat)
  • Entzündung (roter, juckender Hautausschlag)
  • Mazeration (Quellung oder Aufweichung) der Haut
  • intensiver, teils fauler Geruch
  • Wundsekretbildung (nässende Haut)

Prophylaxe

  • regelmäßige Kontrolle der Hautfalten (1x in acht Stunden)
  • adäquate Hautpflege
  • Risikogebiete reinigen und trocken tupfen NICHT reiben
  • saugfähige Leinen- oder Baumwollläppchen zwischen die Hautfalten legen
  • saugfähige Leinen- oder Baumwollläppchen zwischen die Hautfalten legen
  • ggf. kühlendes Waschen und kalter Schlafanzug
  • Hautstellen u.U. Lau trocken föhnen
  • KEIN Puder verwenden – erhöht Reibung

Häufigste Lokalisationen

  • Achselhöhlen
  • Genitalbereich
  • Leistenregion
  • Glutealfurche (Falte beidseits quer verlaufend zwischen Gesäss und Oberschenkel)
  • Afterfurche (Tiefer Spaltraum zwischen den Gesässhälften)
  • Interdigitalräume (Zwischenraum zwischen Fingern oder Zehen)
  • submammere Hautregion (unterhalb der Brust)
  • retroaurikuläre Hautregion (hinter den Ohren)

Intertrigo

Wie sieht ein Intertrigo aus?

Risikofaktoren

  • Adipositas (starke Hautfaltenbildung)
  • Mastoptosis (sog. „Hängebusen“)
  • Immobilität (Druck von Haut auf Haut - keine Luft“zufuhr“ gewährleistet)
  • verminderte Immunität (Störung des Säuremantels)
  • ältere Menschen
  • Diabetiker oder Rheumatiker zeigen Neigung zur Intertrigo-Bildung
  • Säuglinge bzw Kleinkinder in Nacken- bzw Halsfalten

Differintialdiagnosen

Therapie

  • befallene Areale mit Gazestreifen trocken legenbefallene Areale mit Gazestreifen trocken legen
  • bei zusätzlichen Pilzbefall lokales Antimykotikum (Arzneimittel zur örtlich begrenzten Behandlung von Hautpilz)
  • Dekubitus (schlecht und langsam heilende Wunde infolge Minderdurchblutung der Haut)
  • Dermatitis (z.B. aufgrund einer Inkontinenz)
  • Mykosen (Pilzinfektion)

Fazit kleine Pflege

Das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner werden gefördert Die Bewohner werden über alles aufgeklärt und können meist mitbestimmen und/oder mithelfen Auf Wünsche wird eingegangen

Quellenangaben

  • https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-haarwaeschebett.htm
  • https://www.altenpflegeschueler.de/pflege/ohrenpflege/
  • https://pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-nasenpflege.htm
  • https://www.pqsg.de/seiten/openpqsg/hintergrund-standard-nagelpflege.htm
  • https://www.youtube.com/watch?v=8tafCOviTnQ
  • https://www.google.com/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Fwww.healthbenefitstimes.com%2Fglossary%2Fintertrigo%2F&psig=AOvVaw0SEak4sX7UZRT5PIB0Sitv&ust=1619606119319000&source=images&cd=vfe&ved=0CAIQjRxqFwoTCLiAp5CdnvACFQAAAAAdAAAAABAD

    Danke fürs Zuhören!