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Copy - Das Frauenbild der DDR vs. Frauen in der Bundesrepublik
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Created on April 15, 2021
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Transcript
Das Frauenbild der DDR VS Frauen in der Bundesrepublik
Historischer Kontext
- Das Jahr 1949 beendete die einstige Zusammenarbeit zwischen USA und Sowjetunion, die sich im Kampf gegen den Nationalsozialismus zu einer Koalition verbündet hatten.
- Die nicht zu vereinbaren politischen Interessen führten letztlich dazu, dass die Westmächte die BRD gründeten und die Sowjetunion mit der DDR einen zweiten deutschen Staat schuf.
- BRD steht für "Bundesrepublik Deutschland" und DDR ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik"
⇒Der unterschiedliche politische Ansatz und die Teilung Deutschlands in zwei Haupteinflusszonen, Ost und West, waren die Wurzel der Spannungen, die die gesamte zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen und zum Kalten Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion führten.
Der Bau der Berliner Mauer, 1961
Abgesehen von den bekannten Unterschieden in den politischen und wirtschaftlichen Aspekten zwischen den beiden deutschen Staaten, könnte man den Schwerpunkt auf die Rolle der Frauen setzen, um diesen historischen Zeitraum aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Arbeit
BRD DDR
- Im gleichen Zeitraum sind 90 % der Frauen berufstätig.
- Mitte der 1980er Jahre hatten weniger als 50 % der Frauen einen Arbeitsplatz.
- In Westdeutschland heuert man im Wirtschaftswunder Arbeiter aus anderen Ländern an.
- Die Möglichkeit hat die DDR nicht oder nur ganz eingeschränkt. Deshalb will sie das Arbeitskräftepotenzial der Frauen heben.
Betreuungsangebote
BRD DDR
- Ende der 80er liegt die ostdeutsche Versorgungsquote mit Krippen und Kindergartenplätzen bei fast 100%.
- In der Bundesrepublik gibt es zwar für 80% der Kinder Kindergartenplätze, aber Krippen sind fast unbekannt.
- Diese Präsenz ist jedoch dem Bedürfnis des Staates geschuldet, Frauen als Arbeitskräfte zu haben: Es gibt keinen Willen, sie zu emanzipieren.
- Kleinkinder werden zu Hause betreut, in der Regel von der Mutter.
Frauentag
BRD DDR
- Im Westen spielt der Frauentag lange gar keine Rolle. Erst als ab den 1960ern die Frauenbewegung an Bedeutung gewinnt, wird der Frauentag populär.
- Die DDR feiert den Internationalen Frauentag am 8.März im ganz großen Stil.
- Offensichtlich wird die Feier von der Regierung und der Partei gut kontrolliert, die versuchen, einen breiten Konsens zu erhalten.
- Es geht um Themen wie rechtliche Gleichstellung von Frau und Mann. Frauen dürfen z.B. ohne Zustimmung ihres Gatten lange keine Arbeit aufnehmen.
- Übrigens ist seine Einführung der sozialdemokratischen Bewegung zu verdanken.
⇒Der Frauentag dient also in jenen Jahren dem Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für das Recht auf Abtreibung.
Frauentag
BRD DDR
Ehe und Scheidung
BRD DDR
- In der DDR ist es unbürokratisch möglich, eine Ehe zu trennen, denn berufstätige Frauen verdienen Geld und sind somit nicht wirtschaftlich vom Mann abhängig.
- Der Mann arbeitet, die Frau erledigt den Haushalt. Wenn sich eine Frau von ihrem Mann trennen will, hat sie zunächst mal das Problem, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten kann. Denn sie hat kein eigenes Gehalt, da sie in keinem bezahlten Arbeitsverhältnis steht.
MACHT
BRD DDR
- In der Bundesrepublik gibt es bis 1989 immerhin 11 Ministerinnen. Allerdings ist die Bundesrepublik auch größer als die DDR.
- Im Osten schaffen es nur wenige Frauen ins Politbüro an die Parteispitze. Eigentlich werden sie nur als sogenannte Kandidatinnen nominiert. Auch wenn es die mächtige Margot Honecker gibt, die Ministerin ist.
- Von insgesamt 130 Ministern, die in der DDR bis 1989 amtieren, sind nur 4 Frauen.
⇒In der DDR und der BRD geben in der Politik Männer den Ton an. Erst nach der Wiedervereinigung spielen Frauen in der Politik eine wichtigere Rolle. Die 1.Bundeskanzlerin wird trotzdem erst 15 Jahre nach der Wiedervereinigung gewählt.
Feminismus
BRD DDR
- Frauen im Osten aber haben das ja schon. Sie fühlen sich als gleichberechtigte Partner. Verständnis für die Emanzipationsbewegung jenseits der Mauer gibt es kaum.
- Die Frauenbewegung in der Bundesrepublik hat in der DDR einen schlechten Stand. Die westdeutschen Frauen kämpfen für Gleichberechtigung, dafür, dass sie auch als Arbeiterinnen anerkannt werden usw.
- Andersherum werfen die Feministinnen im Westen den Ostfrauen vor, dass sie nicht wirklich ernst machen mit der Gleichberechtigung. Denn die entscheidet sich eben nicht nur daran, ob Frauen arbeiten.
- Die Feministinnen in der Bundesrepublik werden als Männerhasserinnen beschimpft, als frustrierte Hausfrauen, die ein bisschen hysterisch sind.
✱ Unterschiedliche Lebenssituationen sorgen dafür, dass man unterschiedliches Bewusstsein von sich selbst, seiner sozialen Stellung, seinen Ansprüchen entwickelt.
✱ In der Art und Weise, wie Frauen mit der Emanzipation umgehen, wird wie bei kaum einem anderen Thema deutlich, wie unterschiedlich sich DDR und BRD entwickelten.
Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, die beiden deutschen Staaten konnten unter der einheitlichen Flagge Deutschlands wiedervereinigt werden. Dieser symbolträchtige Tag kann als Beginn des Aufbaus einer der heute mächtigsten Nationen der Welt und einer der fortschrittlichsten auch in Bezug auf die Frauenrechte angesehen werden.
Eleonora Lepore