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schwindel in der hausarztpraxis

Elena Bollain

Created on April 14, 2021

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Transcript

Schwindel: DIagnostik und Therapie

Übersicht

1. Beschreibung

4. Einteilung nach Genese

2.Anatomie und Fisiologie

5. Einteilung nach Dauer

3. Anamnese: Wichtige Fragen

6. Verschiedene Krankheitsbilder

1. Schwindel

  1. "Subjektiver Verlust sicherer räumlicher Orientierung"
  2. Schwanken
  3. Drehen
  4. Umkippen
  5. Benommenheit
  6. Angst vorm Fallen
  7. Taumeln

Schwindel

Es entsteht durch widersprüchliche sensorische Informationen der Synnesysteme

Vestibuläres System: Gleichgewichtorgan in Innenohr

Optisches System: Augen

Propiozeptives System: Tiefenwahrnehmung, Hautrezeptoren

Zentral-vestibuläre System: Teilen des Klein und Großhirn und die Bücke.

Vestibularorgan

Oder Gleichgewichtorgan. Befindet sich in Innenohr. Besteht aus: 3 Bogengänge oder Ductus Semicircularis anterior posterior und lateral: Das Dreh-Sinnesorgan 2 Vorhofsäckchen: Utriculus und Sacculus: Das Lage-Sinnesorgan

Utriculus und Sacculus

  • Das Lage-Sinnesorgan
  • Sind mit Endolymph gefüllt, die ist Kaliumreich und Natriumarm.
  • Die Vorhofsäcksen enthalten die Otolitheapparath oder Macula Organ: Die Macula Utriculi und Macula Saculi
  • In die Macula befindet sich die Sinneszellen mit Cilien
  • In dieses Netz sind die Otholiten (Kalziumcarbonatkristallen)

Utriculus und Saculus

  • Je nach Kopfhaltung oder Beschleunigung machen die Otolithen Druck oder seitlichen Zug auf die Cilien.
  • Die Utriculus und Sacculus registrieren die lineare Beschleinigung
  • Utriculus registriert horizontale Bewegungen
  • Sacculus spricht auf vertikale Bewegungen

Ductus semicircularis

  • Oder Bogengänge
  • Das Dreh-Sinnesorgan
  • Sind mit Endolymph und Perilymph gefüllt.
  • Vor der Einmündung in den Utriculus befinden sich die Ampullen (Austülpungen)
  • In die Ampullen befinden sich die Cupula, wo die Sinneszellen mit Cilien sind.
  • Die Sinneszellen in der Cupula registrieren die Drehbewegungen. Jede reargiert auf eine andere Richtung.

Einteilung der Schwindelerkrankungen nach Dauer

Tage

Monaten-Jahren

Minuten-Stunden

Sekunden-Minuten

  • Neuritis vestibularis

Psychischer Schwindel

  • M. Menière
  • Vestibuläre Migräne
  • Vestibularis Paroxysmie
  • Benigner paroxysmaler Lagerungschwindel

Anamnese

Wichtige Fragen

  1. Schwindeltyp: Bringt falsche Antworte
  2. Beginn
  3. Bei welcher Tätigkeit
  4. Wie Lange
  5. Auslöser
  6. Begleitsymptomatik

Einteilung der Schwindel bei Genese: 1. Vestibulär peripher:

  • Neuritis vestibularis
  • Benigner paroxysmaler Lagerungschwindel
  • Morbus Menière
  • Akustikusneurinom

Einteilung der Schwindel bei Genese: 2. Vestibulär central:

  • Schwindel bei Schlaganfall
  • Vestibuläre Migräne
  • Vestibuläre Epilepsie
  • Schwindel bei MS
  • Schwindel bei Parkinson

Einteilung der Schwindel bei Genese: 3. kombiniert peripher/central:

  • Schwindel im Alter
  • Schwindel nach Medikamenten-Intoxikation
  • Postraumatischer Schwindel
  • Vaskulär bedingter Schwindel

Einteilung der Schwindel bei Genese: 4. Nicht vestibulär

  • Schwindel bei HWS-Syndrom
  • Phychogener Schwindel
  • Phobischer Schwindel
  • Kardiogener Schwindel
  • Kreislaufbedingter Schwindel

Schwindeltyp: Bringt falsche Antworte

  • Drehschwindel
  • Schwankschwindel
  • Benommenheit
  • Gangunsicherheit

Begleitsymptomatik und Alarmsymptome

  • Starke vegetative Reaktionen: Übelkeit, Erbrechen, Schweissausbrüche -> eher periphere-vestibulär Genese
  • Otologische Symptome: Hypoakusis, Tinnitus-> eher Hinweis auf M. Menière
  • Zunehmende Hörstörungen und Fazialisparese -> Akustikusneurinom
  • Vertikaler Nystagmus eher Hinweis auf eine zentrale Störung (Mittelhirn).
  • Neurologische Zeichen -> Seh- oder Schluckstörungen, Paresen Hemisymptomatik, Kopfschmerzen: Zentral
  • Synkopen -> eher Orhtostase/Rhythmusstörungen.
  • Starke Kopfschmerzen oder Nackenschmerzen -> SUbaraknoidalblutung, Meningitis Enzephalitis

1. Vestibulär peripher:

  • Neuritis vestibularis
  • Benigner paroxysmaler Lagerungschwindel
  • Morbus Menière
  • Akustikusneurinom

Benigner paroxismaler Lagerungschwindel

BPPV: Definition

Auslösung durch Positionänderung von Kopf oder Körper

Rezidivierende, Sekunden dauernde Drehschwindelattacken

Keine Hinweise für zentrale Störungen (insbesondere Hirnstamm- oder Kleinhirnzeichen

Attackenartiger, lagerungsabhängiger Schwindel

BPPV: Ätiologie und Pathogenese

Bewegung der Endolymphe und das reizt der Cilien in der Cupula: starken Schwindels und Nystagmus

Bei schneller Veränderung der Kopfposition Bewegung der Otolithen

Canalolithiasis: Ablösung von der otoliten von der Macula utriculi

Ätiologie 90% der Fälle idiopathisch oder SHT.

Klinische Symptome

Auslöser: Positionänderung von Korper oder Kopf.

Insbesonders: Hinlegen oder Umdrehen

Dauer: sekunden Häufigkeit: 1 mal pro Woche bis 1 mal pro Tag.

Kurzzeitige Anfall von Drehschwindel und Nystagmus

Vegetative Symptome: Nausea, erbrechen, Palpitationen.

Ermüdbarkeit: bei Wiederholung der Lagerung

Diagnose und Therapie

Diagnose VPPB: Dixhallpike TestTherapie VPPB: Epley oder Semont Manöver

Diagnose: Dix-Hallpike Manöver

Therapie: Epley und Semont

4. Morbus Meniere

Morbus Meniere: Menière-Trias Episoden von Schwindel, Hörverlust und Tinnitus. Die Genese ist unklar, ein endolymphatischer Hydrops wird postuliert.

4. Morbus Meniere

Ätiologie

Die Ursache ist unbekannt, aber pathophysiologisch tritt ein Endolymph-Hydrops im Innenohr auf.

Eine Überproduktion von Endolymphe + Abflussstörung, die zu einem Hydrops führen, verursachen einen Druckanstieg im endolymphatischen System

Symptomatik

Tinnitus und Hörverlust (nicht immer bei der ersten Episode)

Drehschwindel Minuten bis Stunden

Beginn: einseitig

Gleichgewichtsstörungen

Übelkeit und Erbrechen

Nystagmus nur akut

Klinische Untersuchung

Nystagmusdiagnostik mit Frenzelbrille

Weber und Rinne Test

Finger-Nase-Zeigeversuch

Tretversuch nach Unterberger oder Blindgang

Kopfimpulstest (VOR)

Romberg Versuch

Indikationen zur Überweisung

Bei Verdacht auf Morbus Menière, sollten die Patienten Audiometrisch von einem HNO-Facharzt untersucht werden, nach einer Tieftonschwerhörigkeit fragen

Ggf BE

Therapie

Antiemetika und Antivertiginosa: Dimenhidrat mit oder ohne Cinnarizin

Ruhe

Prophylaxe: Diuretika und Salzrestriktion: Hidrochlorotiazid und Chlortalidon

Nicht indiziert: Metoclopramid, Benzodiazepine und prometazin

Ops: Trommelfell Drainage

Betahistin:1. Wahl zur Prävention

Akustikus Neurinom

Akustikus Neurinom

Diagnose: MRT mit kmTherapie:

  • Beobachtung <2 cm asymptomatisch
  • Radiotherapie
  • Mikrochirurgie

Gutartiger langsamwachsender Tumor der N.Vestibulocochlearis. Häufigste Tumor der Kleinhirnbrückenwinkel

Anfangs: Asymptomatisch

  • Schwindel
  • Hypoakusis
  • Tinnitus
  • gelegentlich fazialis Parese

2. Neuritis Vestibularis

Neuritis Vestibularis

  • Akuter einseitiger Labyrinth-Ausfall. Ätiologie: Viral oder paraviral. Hypothese: Reaktivierung von Herpes simplex oder anderen neurotropen Virus
  • 4 Symptomen:
    1. Schwindel 1 bis mehrere Tage
    2. Übelkeit (oft Erbrechen)
    3. Sturzneigung zur kranken Seite
    4. Spontannystagmus zur gesunden Seite
  • Verschlechterung beim Kopfbewegungen
  • Bei Neuritis vestibularis gibt es keine:
    • Hörverlust
    • Tinnitus
    • Verlust des Bewusstseins
    • Neurologische Symptome
Bei V.a Neuritis vestibularis: HNO-Überweisung

Therapie

Mobilisation

Ruhe

Antivertiginosa

Gleichgewichtübungen

Kortikoiden und Antiviralen nicht empfohlen

Antiemetica

Einteilung der Schwindel bei Genese: 2. Vestibulär central:

  • Schwindel bei Schlaganfall
  • Vestibuläre Migräne
  • Vestibuläre Epilepsie
  • Schwindel bei MS
  • Schwindel bei Parkinson

Migräne bedingter Schwindel

Typischerweise kommt zuerst der Schwindel: Dauer 15 min bis Stunden. Nach einer halben Stunde kommt der Kopfschmerz und andere Migräne Symptome: Übelkeit, Photophobie und Phonophobie, Sehstörungen.

Schwindel bei Schlaganfall

  1. Infarkt oder Blutungen: gelegentlich akuten, isolierten Schwindel.
  2. Gleichzeitige neurologische Begleitsymptome: Somnolenz, Aphasie oder Dysarthrie, Paresen, Parästhesien, Reflexsteigerung, Koordinationsprobleme, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit oder Sehstörungen (auch bei Migräne häufig)
  3. Zerebrovaskuläre Risikofaktoren.

Schwindel bei TIA

  • Dysarthrie, Doppeltsehen, Hemiparese.
  • In der regel Basilarisstromgebiet betroffen
  • Häufig kardioembolische Genese
  • Apoplectiform (schlagartig) plötzlich auftretend.
  • Dauer 1 Stunde bis maximal 24 Stunden.
  • Meinstens ohne Kopfschmerz.
  • Oft in Verbindung mit Hemianopsie (die wird oft spontan nicht bemerkt)

Einteilung der Schwindel bei Genese: 4. Nicht vestibulär

  • Schwindel bei HWS-Syndrom
  • Phychogener Schwindel
  • Phobischer Schwindel
  • Kardiogener Schwindel
  • Kreislaufbedingter Schwindel

Kardiovaskuläre Ursachen für Schwindel

Gelegentlich isoliertem Schwindel. Schwankschwindel in Begleitung mit Palpitationen, Dyspnoe oder Präsynkopen

  • Höchgradiger AV Block
  • Sick Sinus Syndrom
  • VHF mit langsamer Frequenz

SV und Ventrikuläre Tachykardien: VHF oder torsades-des-pointes

Bradikardien

Tachykardien

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+1m

Hypertroph-obstruktive Kardiomyopathie

Aortenklappenstenose

Schwindel bei Orthostase

Schwindel im Rahmen einer Orthostase-Reaktion mit orthostatischer Hypotonie.Schwindelart „Schwankschwindel/Präsynkope“ Lageabhängig: im Sitzen oder Liegen sistiert der Schwindel

Systolisch: ≥ 20 mmHg (≥ 30 mmHg bei arterielle Hypertonie)Diastolisch ≥ 10 mmHg

Anhaltender Blutdruckabfall innerhalb 3 Minuten nach dem Hinstellen.

Psychogener Schwindel

Schwindelart: Benommenheit. Fluktuierender Dauerschwindel über Wochen/Monate/Jahre

Keine sichtbare Stand oder Gangunsicherheit. Fast nie Erbrechen und Stürze

Starke Verunsicherung und Verängstigung dramatische Darstellung

weitere Hinweise auf psychische Symptome oder psychosomatische Beschwerden

Auslöser, Dauer und Art des Schwindels oft unpassend

Unauffällige Befunde. Vermehrte Selbstbeobachtung

Danke