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Nordeuropäische Vereisung

Sandra Hesse

Created on February 26, 2021

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Transcript

Tempelhofer Abendblatt

Geo, 9, Hes

#Europa

Askanisches Gymnasium

Dem Naturraum auf der Spur

19. &26.03.2021

Findling im Fläming

Kannst du Frau P. helfen und aufklären, wie der Stein in den Naturpark hohen Fläming gekommen ist und wie das ganze mit der Nordeuropäische Vereisung zusammenhängt? Klick auf die Bilder, um mehr Informationen zum Thema und deine Arbeitsaufträge zu erhalten.

Anwohner*innen in großer Aufruhr

Frau P. berichtet von ihrem Sonntagsausflug: "Als ich neulich durch den Naturpark Hohen Fläming ging, war da plötzlich hinter einer Ecke ein großer Stein. Der war fast so groß wie ich! Dass wir sowas hier in Brandenburg haben, das hätte ich ja nie gedacht und ich frage mich, wo der Stein denn herkommt..."

Ablagerungsgebiete

die Nordeuropäische Vereisung - Abtragungsgebiete

Die glaziale Serie: hat das was mit Eis zu tun?

Die Spuren der Gletscher

Dabei friert der Gesteinsuntergrund mit der Unterseite des Gletschers zusammen. Stößt die Gletscherzunge nun weiter vor, werden die angefrorenen Gesteinspartien aus den Untergrund herausgebrochen. Während die Detraktion dazu führt, dass die Oberfläche des Untergrundes aufgeraut wird, führ die Detersion zur Glättung. Dabei schleifen, kratzen und schrammen die and der Gletscherunterseite festgefrorenen Materialien am Boden entlang.

Ähnlich wie Flüsse üben auch Gletscher durch Erosion einen großen Einfluss auf das Relief einer Landschaft aus. Beim Vorstoß der Gletscherzunge wird der Gesteinsgrund sowohl vom Gletscher als auch von mitgeführten Materialien am Gletscherboden abgeschliffen. Daneben kommt es häufig zur sog. Detraktion.

Das Eis bahnt sich seinen Weg

Während der Kaltzeiten bildeten sich in Skandinavien und in den Hoch-gebirgen (z.B. Alpen) Gletscher. Bedingt durch ihr Eigengewicht bewegten sich die Eismassen über die Grenzen des Nährgebietes ins Zehrgebiet und stießen bis in weite Teile Mitteleuropas vor.

Quelle: Lb.S. 116/117

Die Oberflächengestalt großer Teile Nord- und Mitteleuropas wurden während des vergangenen Eiszeitalters entscheidend von den Kräften riesiger Gletscher und ihrer Schmelzwasser geprägt. Klimaschwankungen bwirkten, dass es in den letzten etwa 2,7 Mio. Jahren einen mehrfachen Wechsel von Warm- und Kaltzeiten gab.

+Wie entsteht ein Gletscher?

1) Schaue das Video von Minute 0:38-1:50 und 3:22-3:25. Definiere die Begriffe Gletscher, Nährgebiet, Zehrgebiet, Erosion, Detraktion, Detersion & ergänze sie in deinem Glossar.

3) Eläutere die Enstehung von Schären und Rundhöckern.

2) Stelle die Entstehung eines Fjords grafisch dar.

Schwedische Schären aus Drohnensicht

Rundhöcker am Rhone Gletscher in der Schweiz

Ein Fjord in Norwegen.

Fjell auf dem Padjelantaleden in Schweden.

Schären

Rundhöcker

Fjord

Fjell

Schären sind kleine Rundhöcker im Meer. Diese Inseln bilden meist Gruppen von mehreren Hundert vor den ehemals vergletscherten Küstenlandschaften Skandinaviens. Es sind ehemalige Felsbuckel, die vom Gletscher zu stromlinienförmigen Körpern mit einer glatten Luv- und einer rauen Leeseite umgeformt wurden.

Rundhöcker sind vom Gletscher zu stromlinienförmigen Körpern umgestaltete Felsbuckel. Sie entstehen unter anderem durch die Detraktion und Detersion.

Als Fjell wird eine vom Gletscher überformte Hochfläche des skandinavischen Gebirges bezeichnet. Charakteristisch sind die vom Gletscher abgeschliffenen Bergkuppen, die durch vom im Eis mitgeführten Gesteinen tiefe Schrammen aufweisen. Es ist eine raue, wellige bis hügelige Landschaft mit Tundrenvegetation.

Ein Fjord ist ein ehemaliges Flusstal, das durch die erosive Wirkung eines Gletschers zu einem tiefen Trogtal mit steilen Wänden ausgeschürft wurde. Im Querschnitt ähnelt es der Form eines "U". Mit dem Meeresspiegelanstieg nach dem Ende der Eiszeit wurden die Täler vom Meer überflutet. Es befinden sich viele Fjorde an der Küste Norwegens.

M I: die glaziale Serie im europäischen Tiefland

1 a) Beschreibe die Entstehung der einzelnen Oberflächenformen der glazialen Serie mithilfe der Graphik M1 und des Videos.b) Ergänze mithilfe des Textes die Merkmale zu den Elementen der glazialen Serie in der Tabelle und übertrage sie in deine Unterlagen. Momentan befinden wir uns in einer Interglazialphase, d. h. in einer Warmphase zwischen zwei Eiszeiten.

Bei den Gletschervorstößen wurden riesige Mengen Gesteinsschutt mit, auf und in den Gletschern transportiert, zerkleinert und zerrieben. Beim Abschmelzen der Gletscher wurde das mitgeführte Material abgelagert. Die Grundzüge unserer heutigen Landschaft entstanden im Eiszeitalter – auch hier bei uns in Brandenburg. Das Relief wurde durch das wiederholte Vorstoßen und Abschmelzen der Gletscher geprägt. Während der letzten Kaltzeit, der Weichsel-Kaltzeit, überfuhr jeder neue Gletschervorstoß teilweise die glazialen Ablagerungen und Formen des vorangegangenen.

Die glaziale Serie

Endmoräne

An die Grundmoräne schließt sich die Endmoräne an, die sich bogenförmig um den weitesten Vorstoß des Eises anordnet. Sie markiert eine über längere Zeit stationäre Randlage des Gletschers, so dass sich mächtige Wälle aus mitgeführtem Material anhäufen konnten. Die Endmoränen können dabei eine Länge von mehreren hundert Kilometern und eine Höhe von bis zu hundert Metern erreichen. Ihre Entstehung kann durch Ausschmelzen von Material aus dem Eis am Ende des Gletschers sowie durch Aufschieben von Sediment durch die Bewegung des Eises erklärt werden. Meist sind nur die Endmoränenwälle der letzten Vereisung erhalten geblieben.

Die Lüneburger Heide ist ein Bsp für einen Sander

das Berliner Urstromtal

Endmoräne in der Schweiz

Urstromtal

Sander

Grundmoräne

Das abfließende Wasser sammelte sich in einem Urstromtal, welches mehr oder weniger parallel zum Eisrand verlief. Da die Flüsse aufgrund des Eisschildes über Norddeutschland während der Kaltphasen nicht mehr nach Norden abfließen konnten, mussten sie westwärts umschwenken. Die Schmelzwässer aus dem Eis kamen hinzu und formten die heute bekannten Urstromtäler, die meist von Südost nach Nordwest fließen.

Sander sind im Gegensatz zu den Moränen nicht durch die direkte Einwirkung des Gletschers entstanden. Wenn das Eis an der Unterseite des Gletschers schmilzt, fließt es in einer Vielzahl von Schmelzwasserströmen aus dem Gletscher aus. Sie führen große Mengen an Material wie Ton, Sand und Geröll mit sich, welches hinter der Endmoräne im Gletschervorland wieder abgelagert wird.

Die Grundmoränenlandschaft zeichnet sich durch eine flache, leicht wellige bis kuppige Oberfläche aus, die auch eine Vielzahl von Seen beinhaltet. Material, was der Gletscher im Eis mitführt, wird durch ausschmelzen unter ihm abgelagert. Die Größe reicht hier von feinem Sediment wie Ton und Sand über Kies bis zu großen Gesteinsblöcken, die auch als Findlinge bezeichnet werden.

Spuren der europäischen Inlandvereisung bei uns

In unserem Naturraum bildet den ältesten Vorstoß der Weichsel-Kaltzeit das Brandeburger Stadium mit seinem ca. 50 km südlich von Berlin verlaufenden Endmoränenzug, Im Norden Brandenburgs finden wir ein Jungmoränengebiet aus der letzten - der Weichsel- Eiszeit, u.a. die wellige Hügellandschaft der Prignitz. Den großen mittleren Teil Brandenburgs nehmen die drei großen Urstromtäler Thor-Eberswalder Urstromtal, Warschau-Berliner Urstromtal und Glogau-Baruther Urstromtal ein. Der Süden wird vom Altmoränengebiet des Südlichen Landrückens geprägt. Er entstand bereits während der vorletzten Eiszeit, der Saaleeiszeit. Dazu gehört der sich über etwa 100 Kilometer erstreckende Höhenrücken des Fläming. Der 200 Meter hohe Hagelberg im Fläming ist die höchste Erhebung Brandenburgs.

2 a) Verorte den Naturpark Hohen Fläming. (auf Karte) b) Erkläre Frau P. wie der Findling dorthin gekommen ist.3) Beantworte die Stundenfrage: glaziale Serie - hat das was mit Eis zu tun?

Für Schnelle: Verorte Glienicke in der Glazialen Serie und stelle Vermutungen an, welche Spuren man hier finden könnte.

M2: die Oberflächengestalt Berlin/Brandenburgs