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Falk Weinert
11.02.2021
Lösungen
Dirk von Petersdorff
- geboren am 16.3.1966 in Kiel - Studium der Germanistik und Geschichte - Professor für Neue Deutsche Literatur an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena - Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur - Bekannte Werke: ''Wie schreibe ich ein Gedicht?'', ''Romantik: Eine Einführung'' und Zauberwürfel
In seinem Buch ''Wie schreibe ich ein Gedicht'' erklärt Dirk von Petersdorff Grundbegriffe der Lyrik und gibt den Lesern 50 Schreibübungen an die Hand.
Dirk von Petersdorff
Zauberwürfel beschreibt den Alltag im Studentenleben zwischen Anspruch und Ablenkung, zwischen Pflicht und Freiheit. Die Suhrkamp-Bücher stehen für höhere Literatur und komplexe Inhalte. Der Zauberwürfel steht für die Ablenkung. Die Waschmaschine steht für Pflicht, der Kleinbus für die Freiheit. Durch den Schluss wird die Stimmung nostalgisch und das Gedicht wird zu einem Rückblick.
Zauberwürfel Ein hohes Sausen kommt durch die Jahrzehnte,
das sind die Waschmaschinen der WGs,
und dort: Susanne, die am Kleinbus lehnte,
mit diesem Follow-Me-Appell, ich sehs –
riech auch die Suhrkamp-Bücher im Regal,
in denen irgendwo die Wahrheit döste,
den Zauberwürfel drehen, hundertmal,
fühlst du nicht auch, wie man ihn immer löste
in schnellen, traumhaft sicheren Prozessen,
ich fühls, nur wie das ging, hab ich vergessen.
Mit diesem Button in der ARD Audiothek anhören, vorgelesen von Dirk von Petersdorff
Hans Magnus Enzensberger
- geboren am 11.11.1929 in Kaufbeuren - Studium Literaturwissenschaft und Philosophie - Mitglied der ''Gruppe 47'', einer Gruppe von jungen deutschen Schriftstellern in der Nachkriegszeit - viele bedeutende Werke im 20. Jhr, aber auch im 21. Jhr - zahlreiche Auszeichnungen und Preise von 1962 bis heute: Deutscher Kritikerpreis, Preis der Stadt Nürnberg, Georg- Büchner-Preis
Der Zahlenteufel ist zwar keine Lyrik, gehört aber trotzdem zu den bekanntesten Werken von Enzensberger
Häufig äußerte er sich auch zu politischen Themen, z.B zu 1968er Bewegung aber auch zur aktuellen Themen wie der EU oder islamistischen Terroranschlägen. Ein paar seiner Aussagen wurden viel kritisiert.
Hans Magnus Enzensberger
Holiday Inn Blues Hier, in dieser Zelle, bist du willkommen, solange du zahlen kannst, Das ist die Seife, der Stuhl, das leere Bett, der offene Koffer, das Röhrchen mit den Tabletten. Die müde Kunst, die dich pink angähnt, ein Telephon, das nicht klingelt - das ist alles. Hier, ein für allemal, der Welt zu entsagen, in der gelblichen Badewanne, wäre nicht höflich. Derartige Ungelegenheiten verbittet die Direktion sich. Auch wenn das Blue movie droht, der eklige Sekt aus der Minibar - nur nicht die Nerven verlieren! Am Ende, wer weiß, wirst du vielleicht noch gebraucht?
In der ersten Strophe beschreibt das Gedicht ein Hotelzimmer. Das lyrische Subjekt wird nicht herzlich willkommen, sondern nur aufgenommen, wenn es zahlt. Das Zimmer ist öde, trist und einsam. Das Bett ist leer, das Telefon klingelt nicht und die müde Kunst, wahrscheinlich ein Bild an der Wand, gähnt. Die Stimmung ist niedergeschlagen und das Röhrchen mit den Tabletten verwirrt, da es ohne Zusammenhang erwähnt wird. In der zweiten Strophe wird der Bezug zum Suizid klar. Suizid wird sarkastisch als unhöfliche Ungelegenheit beschrieben, welche die Direktion sich verbittet. In diesem Zimmer ist es aber schwer, nicht an Suizid zu denken. Ein Grund dafür ist auch die spürbare Einsamkeit und Verlassenheit.
Hans Magnus Enzensberger
Eine Altersfrage Die alte Dame mit dem Krückstock, was hat sie alles über sich ergehen lassen! Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Brandbomben, Rentenformeln, "Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung" (hört sich schlimmer an, als es ist, hat der Notar gesagt, als er den Zwicker abnahm), und noch dazu die vielen Kindstaufen, Rohrbrüche und Beerdigungen. Wie sie uns zuzwinkert, aus ihren kornblumenblauen Augen! Ihr entzückendes Lächeln, wo es nur herkommt?
Das Gedicht beschreibt die Kunst des Lebens. Dass man trotz vieler schrecklicher Erlebnisse und körperlicher Gebrechen sich Lebensfreude und Lebensmut erhält.
Durs Grünbein
- geboren am 9.10.1962 in Dresden - abgebrochenes Studium der Theaterwissenschaft - freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitschriften - seit 2005 Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf - 1995 Georg Büchner Preis und 2006 Berliner Literaturpreis - 2009 Bundesverdienstkreuz
Zündkerzen ist eine Sammlung von 83 Gedichten, geschrieben von Durs Grünbein
Durs Grünbein
Pheromone (2007) Wann war das? In diesem Jahrtausend, im letzten? Die düstere Pensione, schmale Treppen, kaum Platz Fürs Gepäck, und wir auf dem Laken mit einem Satz. Wie hieß die Bar noch, am Abend Verheißung und Wink? Herrgott, mein Gedächtnis: Nur Löcher und Fetzen: Zwei Körper, umschlungen, ein Verspaar, das hinkt. Wie Ozelots dampfend, so hungrig, entflammt Warn wir selten. Ich seh es wie heute: Das Bett am Kanal, unser Nest, und da unten den Schlamm, Wo die Ratte den Aal, der Aal die Ratte erbeutet. Traum von schwülstigen Pornos ... Das feuchte Plakat Vor dem Kino beim Kai dort, frei nach Tizians Stich, Galt dem Burschen im Bocksprung, der Frau im Spagat. Wie Erinnerung frisch bleibt, solange sie riecht.
Pheromone ist ein Erotik-Gedicht. Ich denke, dass ein Mann und eine Frau am Abend in einer Bar waren, ob sie sich vorher schon kannten ist unklar. Wenn man den TItel deutet, könnte man sagen sie konnten sich gut riechen und hatten dann in einer Unterkunkft (Pensione ist italienisch für Unterkunft) leidenschaftlich Geschlechtsvekehr.
Stan Lafleur
- geboren 16.2.1968 in - kein abgeschlossenes Studium - Herausgaber der Zeitschrift ''Elektropansen'' - Veranstalter der Sprechecke im Kölner Stadtgarten - heute freier Journalist und Schriftsteller in Köln
Stan Lafleur
tauben (2006) graues wetter. taubengrau durch ne unterfuehrung fliegen an der wand steht: HURENSOHN an der ampel steht ein stau wer den grauen tauben folgt folgt den pkw-motoren abgasfahnen in alleen ahorn in oktobergold unter bruecken gurren tauben auf dem boden klebt ihr schisz berber die daneben wohnen in verranzten gartenlauben weil ich keine arbeit hab geh ich durch die schoene stadt tauben lenken meinen schritt lenken die gedanken ab
Auf mich wirkt es so als würde das lyrische Subjekt durch eine Stadt laufen, welche grau, eintönig und laut ist, abgesehen von goldenen Ahornbäumen. Das lyrische Subjekt hat keine Arbeit und lenkt sich mit einem Spaziergang durch die Stadt ab. Es gibt in jeder Strophe einen umarmenden Reim (1. und 4. Vers)
Jan Wagner
- am 18.10.1971 geboren im Hamburg - Studium der Anglistik - Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg - Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland
Vielleicht rechnet man gar nicht mehr damit, dass überhaupt Menschen existieren, die Gedichte schreiben. Man denkt immer dass es etwas ist, das mal getan wurde. Die Wahrheit ist, dass es eine Vielzahl von Dichterinnen und Dichtern gibt, gerade jüngere, gibt, die hervorragende Gedichte schreiben. Also Dichtung ist etwas höchst Lebendiges
Jan Wagner über Dichter in der heutigen Zeit
Jan Wagner
Anscheinend hat Jan Wagner als Kind entweder mit seinen Eltern oder Großeltern Quitten gepflückt und zu Pastete (Gelee) verarbeitet. Die Quitte, eine Frucht, die roh nicht schmeckt, die nicht so wie die schlichten (langweiligen Äpfel und Birnen) einfach gepflückt und gegessen werden kann. Mit etwas Arbeit, Mühe und Zucker wird aus den ungenießbaren Früchten etwas Leckeres, das einem die dunklen Tage im Winter erhellt.
quittenpastete (2007) wenn sie der oktober ins astwerk hängte,
ausgebeulte lampions, war es zeit: wir
pflückten quitten, wuchteten körbeweise
gelb in die küche
unters wasser. apfel und birne reiften
ihrem namen zu, einer schlichten süße -
anders als die quitte an ihrem baum im
hintersten winkel
meines alphabets, im latein des gartens,
hart und fremd in ihrem arom. wir schnitten,
viertelten, entkernten das fleisch (vier große
hände, zwei kleine),
schemenhaft im dampf des entsafters, gaben
zucker, hitze, mühe zu etwas, das sich
roh dem mund versagte. wer konnte, wollte
quitten begreifen,
ihr gelee, in bauchigen gläsern für die
dunklen tage in den regalen aufge-
reiht, in einem keller von tagen, wo sie
leuchteten, leuchten.
Mit diesem Button auf Lyrik Line anhören, vorgelesen von Jan Wagner
Friedrich Ani
- am 7.1.1959 geboren in Kochel am See - kein abgeschlossenes Studium - Grimmelpreis 2013 - 7x Deutschen Krimmipreis gewonnen - schreibt auch eigene Kriminalromane, Jugendromane und Hörbücher - schrieb mehrere Drehbücher für Tatort (ARD-Serie) - Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Friedrich Ani
Deutsche Geschichte (2020) Die Würde des Mörders ist antastbar. Die Würde des Mitmörders auch. Einer hat Walter Lübcke erschossen. Aber nicht allein. Seinen Schatten putzten Gauland Weidel Hartwig Felser Holm Chrupalla Baumann Müller Storch Höcke Meuthen Braun Espendiller und so Fraun wie die lustige Frau Ebner-Steiner. Schrubbten hart von früh bis später gewissenhaft die Schatten ihrer Attentäter. Falsch. Gauland Weidel Hartwig
Felser Holm Chrupalla
Baumann Müller Storch
Höcke Meuthen Braun
Espendiller und so Fraun
wie die lustige Frau
Ebner-Steiner
sind nicht Täter, sie sind Kumpels und Cousins von nah und fernst, Brüder sind sie, Schwestern, Mütter, Väter solcher Attentäter wie dem ...
Solche wie Gauland Weidel Hartwig Felser Holm Chrupalla Baumann Müller Storch Höcke Meuthen Braun Espendiller und so Fraun wie die lustige Frau Ebner-Steiner züchten nur
und füttern, wenn sie
Opfer wittern, braune, treue Ratten, die sie mit ihren Samen aus Dummheit, Hass und Blut begatten. So kamen schon zum zweiten Mal in achtzig Jahren Gift und Galle unters Volk. Und das Volk, es strömt in Scharen, und es jubelt so wie früher: Heil, mein Führer, Heil. Und der Staatsschutz, der jagt Syrer, denn das ist mörderaffengeil.
Frühjahrsputz Beim Staatsschutz wäre fein, allein: es fehlt dem Haus ein Führer, er jagt bei Tag und Nacht achtzigtausend Syrer, die haben unsere Freiheit umgebracht. Mörder! Mörder! schrein die Putzer, bejubelt von Claqueuren weitverstreut im Land. Heute sind sie noch vermiefte Stutzer, morgen, wenn wir uns nicht wehren, morden sie mit eigner Hand. Falsch.
Friedrich Ani
Im Gedicht ''Deutsche Geschichte'' beschreibt Friedrich Ani wie Rechtsextremismus in Deutschland wieder gesellschaftsfähig wird und die Behörden nicht darauf achten. sondern auf Ausländer. Friedrich Ani bezieht sich auf die Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch den Rechtsextremisten Stephan Ernst im Juni 2019. Im Gedicht erwähnt Ani mehrmals AfD-Politiker. Diese Politiker begehen selbst keine Strafttaten, säen aber den Hass und die Wut auf politisch Verantwortliche.
Die ARD-Reportage ''Tödlicher Hass'' beschäftigt sich mit dem Mordfall und erklärt die Hintergründe.
Friedrich Ani
Das Gedicht ''Aufzählung'' handelt von den NSU-Morden. Friedrich Ani thematisiert unter anderem das Versagen der Strafverfolgungsbehörden und der Justiz. In dieser Strophe befasst er sich mit der Einstellung der Ermittlung eines Mordes in Gera. [...] Ein Staatsanwalt in Gera, der fand, es wäre fairer, das Ermitteln sein zu lassen und sich mit Wichtigerem zu befassen. Er hat die Fahndung eingestellt, kostet eh nur Unnütz Geld [...]
Nico Bleutge
- am 13.10.1972 geboren in München - Studium der Neueren Deutschen Literatur, Allgemeinen Rhetorik und Philosophie - arbeitet als freier Literaturkritiker für die Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Tagesspiegel und Stuttgarter Zeitung - Mitglied des PEN-Zentrum Deutschlands und der bayerischen Akademie der schönen Künste - Anna Seghers-Preis 2006
Nico Bleutge
leichte Sommer als läge noch eine schicht zwischen ihnen
und dem schmalen streif der küste
traten die wolken hervor, scharf ab-
geschnitten an der unteren kante, oben
ein faltiger riemen, in den die möwen kleine
löcher stanzten. beim nächsten aufschauen
hatte dunst die fläche aufgerauht und der wind
verfing sich in den drahtnetzen
knapp unterm wasserspiegel, die vögel
waren längst verschwunden, der himmel
hielt noch ein weilchen jene luft
die unter ihren flügeln rauschte
Mit diesem Button auf Lyrik Link anhören, vorgelesen von Nico Bleutge
Michael Krüger
- am 9.12.1943 in Wittgendorf geboren - Lehre als Verlagsbuchhändler - Lektor und später Geschäftsführer beim Karl Hansa Verlag - war bis Juni 2019 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Sitz der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Über dem See liegt ein bläuliches Licht, sehr zart, das dann ein grelles Rot wird, wie geschminkt, und aus diesem Farbrausch heraus schreien die Vögel, Enten und Haubentaucher, wahrscheinlich aus Freude, dass wir sie nicht sehen können und sie nicht uns, die wir am Ufer an den Bäumen lehnen, an der vom Regen dunklen Borke, die auch unser Leben schützt. Keiner dieser fast schwarzen Bäume möchte in der Stadt leben. Und ich möchte wissen, wie man die Zeit spürt, so wie man den Sturm spürt und die Hitze und das Wasser. Wie spürt man die Zeit?
Michael Krüger
Aus ''Gedichte aus der Quarantäne''
Im Wald, im Holzhaus (3) (22.4.2020)
Kurz vor Sonnenuntergang, so gegen sechs, dürfen wir
eine Runde drehen, um die vier Ecken, damit ich das,
was ich in meinen Augen aufbewahrt habe, auffrischen
oder ergänzen kann, auch um bestimmte Wörter
aus dem Kopf zu kriegen, z. B. Sterblichkeitsrate,
die ich mittlerweile ohne Zögern aussprechen kann.
Wir stolpern entweder den Weg zum See hinunter,
ohne daran zu denken, dass wir auch wieder hoch müssen,
was für meine Lunge eine Tortur ist.
Man geht geduckt unter den überhängenden Zweigen,
damit einem die Tröpfchen nichts anhaben können.
Es hat sich ein besonderer Geruch hier gehalten,
ein Überrest vom Winter, bilde ich mir ein. Pass auf
die Wurzeln auf, sie sind glitschig, und du darfst nicht fallen.
Keiner denkt mehr daran, die Büsche zu schneiden,
sie bilden eine Krypta, aus der man ins Licht tritt
und plötzlich den See vor sich hat. Man sollte sich
die Hände waschen, mehr geht mir nicht durch den Kopf.
Die Gedichte aus der Quarantäne hat Michael Krüger geschrieben, als er sich in sein Haus am Starnberger See zurückzog, da sein Immunsystem wegen einer Leukämie-Therapie sehr geschwächt war.
Geschafft! Klicke rechts weiter, um dein Wissen in einem kleinen Quiz und Aufgaben zu Gedichten der 10 Lyrikern zu nutzen. Klicke auf den Button unten um zur Startseite zurückzukehren
Quellen
https://www.glw.uni-jena.de/mitarbeiter_innen/petersdorff_+dirk+von https://www.ardaudiothek.de/kurz-und-gut/dirk-von-petersdorff-zauberwuerfel/80002910 https://www.fixpoetry.com/feuilleton/kritik/friedrich-ani/im-zimmer-meines-vaters Diekhans, Johannes/Michael Fuchs (Hrsg.) (2013): P.A.U.L. D. Oberstufe : Persönliches Arbeits- und Lesebuch Deutsch, 1. Aufl., Paderborn, Deutschland: Schöningh Verlag. Enzensberger, Hans Magnus (2010): Gedichte 1950-2010, 1. Aufl., Berlin, Deutschland: Suhrkamp. Ani, Friedrich (2020): Die Raben von Ninive: Balladen, andere Gedichte und ein Zwiegespräch, 1. Aufl., Berlin, Deutschland: Suhrkamp Verlag. https://www.lyrikline.org/de/gedichte/leichter-sommer-1337
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Falk W
Created on February 13, 2021
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11.02.2021
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Dirk von Petersdorff
- geboren am 16.3.1966 in Kiel - Studium der Germanistik und Geschichte - Professor für Neue Deutsche Literatur an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena - Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur - Bekannte Werke: ''Wie schreibe ich ein Gedicht?'', ''Romantik: Eine Einführung'' und Zauberwürfel
In seinem Buch ''Wie schreibe ich ein Gedicht'' erklärt Dirk von Petersdorff Grundbegriffe der Lyrik und gibt den Lesern 50 Schreibübungen an die Hand.
Dirk von Petersdorff
Zauberwürfel beschreibt den Alltag im Studentenleben zwischen Anspruch und Ablenkung, zwischen Pflicht und Freiheit. Die Suhrkamp-Bücher stehen für höhere Literatur und komplexe Inhalte. Der Zauberwürfel steht für die Ablenkung. Die Waschmaschine steht für Pflicht, der Kleinbus für die Freiheit. Durch den Schluss wird die Stimmung nostalgisch und das Gedicht wird zu einem Rückblick.
Zauberwürfel Ein hohes Sausen kommt durch die Jahrzehnte, das sind die Waschmaschinen der WGs, und dort: Susanne, die am Kleinbus lehnte, mit diesem Follow-Me-Appell, ich sehs – riech auch die Suhrkamp-Bücher im Regal, in denen irgendwo die Wahrheit döste, den Zauberwürfel drehen, hundertmal, fühlst du nicht auch, wie man ihn immer löste in schnellen, traumhaft sicheren Prozessen, ich fühls, nur wie das ging, hab ich vergessen.
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Hans Magnus Enzensberger
- geboren am 11.11.1929 in Kaufbeuren - Studium Literaturwissenschaft und Philosophie - Mitglied der ''Gruppe 47'', einer Gruppe von jungen deutschen Schriftstellern in der Nachkriegszeit - viele bedeutende Werke im 20. Jhr, aber auch im 21. Jhr - zahlreiche Auszeichnungen und Preise von 1962 bis heute: Deutscher Kritikerpreis, Preis der Stadt Nürnberg, Georg- Büchner-Preis
Der Zahlenteufel ist zwar keine Lyrik, gehört aber trotzdem zu den bekanntesten Werken von Enzensberger
Häufig äußerte er sich auch zu politischen Themen, z.B zu 1968er Bewegung aber auch zur aktuellen Themen wie der EU oder islamistischen Terroranschlägen. Ein paar seiner Aussagen wurden viel kritisiert.
Hans Magnus Enzensberger
Holiday Inn Blues Hier, in dieser Zelle, bist du willkommen, solange du zahlen kannst, Das ist die Seife, der Stuhl, das leere Bett, der offene Koffer, das Röhrchen mit den Tabletten. Die müde Kunst, die dich pink angähnt, ein Telephon, das nicht klingelt - das ist alles. Hier, ein für allemal, der Welt zu entsagen, in der gelblichen Badewanne, wäre nicht höflich. Derartige Ungelegenheiten verbittet die Direktion sich. Auch wenn das Blue movie droht, der eklige Sekt aus der Minibar - nur nicht die Nerven verlieren! Am Ende, wer weiß, wirst du vielleicht noch gebraucht?
In der ersten Strophe beschreibt das Gedicht ein Hotelzimmer. Das lyrische Subjekt wird nicht herzlich willkommen, sondern nur aufgenommen, wenn es zahlt. Das Zimmer ist öde, trist und einsam. Das Bett ist leer, das Telefon klingelt nicht und die müde Kunst, wahrscheinlich ein Bild an der Wand, gähnt. Die Stimmung ist niedergeschlagen und das Röhrchen mit den Tabletten verwirrt, da es ohne Zusammenhang erwähnt wird. In der zweiten Strophe wird der Bezug zum Suizid klar. Suizid wird sarkastisch als unhöfliche Ungelegenheit beschrieben, welche die Direktion sich verbittet. In diesem Zimmer ist es aber schwer, nicht an Suizid zu denken. Ein Grund dafür ist auch die spürbare Einsamkeit und Verlassenheit.
Hans Magnus Enzensberger
Eine Altersfrage Die alte Dame mit dem Krückstock, was hat sie alles über sich ergehen lassen! Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Brandbomben, Rentenformeln, "Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung" (hört sich schlimmer an, als es ist, hat der Notar gesagt, als er den Zwicker abnahm), und noch dazu die vielen Kindstaufen, Rohrbrüche und Beerdigungen. Wie sie uns zuzwinkert, aus ihren kornblumenblauen Augen! Ihr entzückendes Lächeln, wo es nur herkommt?
Das Gedicht beschreibt die Kunst des Lebens. Dass man trotz vieler schrecklicher Erlebnisse und körperlicher Gebrechen sich Lebensfreude und Lebensmut erhält.
Durs Grünbein
- geboren am 9.10.1962 in Dresden - abgebrochenes Studium der Theaterwissenschaft - freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitschriften - seit 2005 Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf - 1995 Georg Büchner Preis und 2006 Berliner Literaturpreis - 2009 Bundesverdienstkreuz
Zündkerzen ist eine Sammlung von 83 Gedichten, geschrieben von Durs Grünbein
Durs Grünbein
Pheromone (2007) Wann war das? In diesem Jahrtausend, im letzten? Die düstere Pensione, schmale Treppen, kaum Platz Fürs Gepäck, und wir auf dem Laken mit einem Satz. Wie hieß die Bar noch, am Abend Verheißung und Wink? Herrgott, mein Gedächtnis: Nur Löcher und Fetzen: Zwei Körper, umschlungen, ein Verspaar, das hinkt. Wie Ozelots dampfend, so hungrig, entflammt Warn wir selten. Ich seh es wie heute: Das Bett am Kanal, unser Nest, und da unten den Schlamm, Wo die Ratte den Aal, der Aal die Ratte erbeutet. Traum von schwülstigen Pornos ... Das feuchte Plakat Vor dem Kino beim Kai dort, frei nach Tizians Stich, Galt dem Burschen im Bocksprung, der Frau im Spagat. Wie Erinnerung frisch bleibt, solange sie riecht.
Pheromone ist ein Erotik-Gedicht. Ich denke, dass ein Mann und eine Frau am Abend in einer Bar waren, ob sie sich vorher schon kannten ist unklar. Wenn man den TItel deutet, könnte man sagen sie konnten sich gut riechen und hatten dann in einer Unterkunkft (Pensione ist italienisch für Unterkunft) leidenschaftlich Geschlechtsvekehr.
Stan Lafleur
- geboren 16.2.1968 in - kein abgeschlossenes Studium - Herausgaber der Zeitschrift ''Elektropansen'' - Veranstalter der Sprechecke im Kölner Stadtgarten - heute freier Journalist und Schriftsteller in Köln
Stan Lafleur
tauben (2006) graues wetter. taubengrau durch ne unterfuehrung fliegen an der wand steht: HURENSOHN an der ampel steht ein stau wer den grauen tauben folgt folgt den pkw-motoren abgasfahnen in alleen ahorn in oktobergold unter bruecken gurren tauben auf dem boden klebt ihr schisz berber die daneben wohnen in verranzten gartenlauben weil ich keine arbeit hab geh ich durch die schoene stadt tauben lenken meinen schritt lenken die gedanken ab
Auf mich wirkt es so als würde das lyrische Subjekt durch eine Stadt laufen, welche grau, eintönig und laut ist, abgesehen von goldenen Ahornbäumen. Das lyrische Subjekt hat keine Arbeit und lenkt sich mit einem Spaziergang durch die Stadt ab. Es gibt in jeder Strophe einen umarmenden Reim (1. und 4. Vers)
Jan Wagner
- am 18.10.1971 geboren im Hamburg - Studium der Anglistik - Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg - Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland
Vielleicht rechnet man gar nicht mehr damit, dass überhaupt Menschen existieren, die Gedichte schreiben. Man denkt immer dass es etwas ist, das mal getan wurde. Die Wahrheit ist, dass es eine Vielzahl von Dichterinnen und Dichtern gibt, gerade jüngere, gibt, die hervorragende Gedichte schreiben. Also Dichtung ist etwas höchst Lebendiges
Jan Wagner über Dichter in der heutigen Zeit
Jan Wagner
Anscheinend hat Jan Wagner als Kind entweder mit seinen Eltern oder Großeltern Quitten gepflückt und zu Pastete (Gelee) verarbeitet. Die Quitte, eine Frucht, die roh nicht schmeckt, die nicht so wie die schlichten (langweiligen Äpfel und Birnen) einfach gepflückt und gegessen werden kann. Mit etwas Arbeit, Mühe und Zucker wird aus den ungenießbaren Früchten etwas Leckeres, das einem die dunklen Tage im Winter erhellt.
quittenpastete (2007) wenn sie der oktober ins astwerk hängte, ausgebeulte lampions, war es zeit: wir pflückten quitten, wuchteten körbeweise gelb in die küche unters wasser. apfel und birne reiften ihrem namen zu, einer schlichten süße - anders als die quitte an ihrem baum im hintersten winkel meines alphabets, im latein des gartens, hart und fremd in ihrem arom. wir schnitten, viertelten, entkernten das fleisch (vier große hände, zwei kleine), schemenhaft im dampf des entsafters, gaben zucker, hitze, mühe zu etwas, das sich roh dem mund versagte. wer konnte, wollte quitten begreifen, ihr gelee, in bauchigen gläsern für die dunklen tage in den regalen aufge- reiht, in einem keller von tagen, wo sie leuchteten, leuchten.
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Friedrich Ani
- am 7.1.1959 geboren in Kochel am See - kein abgeschlossenes Studium - Grimmelpreis 2013 - 7x Deutschen Krimmipreis gewonnen - schreibt auch eigene Kriminalromane, Jugendromane und Hörbücher - schrieb mehrere Drehbücher für Tatort (ARD-Serie) - Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Friedrich Ani
Deutsche Geschichte (2020) Die Würde des Mörders ist antastbar. Die Würde des Mitmörders auch. Einer hat Walter Lübcke erschossen. Aber nicht allein. Seinen Schatten putzten Gauland Weidel Hartwig Felser Holm Chrupalla Baumann Müller Storch Höcke Meuthen Braun Espendiller und so Fraun wie die lustige Frau Ebner-Steiner. Schrubbten hart von früh bis später gewissenhaft die Schatten ihrer Attentäter. Falsch. Gauland Weidel Hartwig Felser Holm Chrupalla Baumann Müller Storch Höcke Meuthen Braun Espendiller und so Fraun wie die lustige Frau Ebner-Steiner
sind nicht Täter, sie sind Kumpels und Cousins von nah und fernst, Brüder sind sie, Schwestern, Mütter, Väter solcher Attentäter wie dem ...
Solche wie Gauland Weidel Hartwig Felser Holm Chrupalla Baumann Müller Storch Höcke Meuthen Braun Espendiller und so Fraun wie die lustige Frau Ebner-Steiner züchten nur und füttern, wenn sie Opfer wittern, braune, treue Ratten, die sie mit ihren Samen aus Dummheit, Hass und Blut begatten. So kamen schon zum zweiten Mal in achtzig Jahren Gift und Galle unters Volk. Und das Volk, es strömt in Scharen, und es jubelt so wie früher: Heil, mein Führer, Heil. Und der Staatsschutz, der jagt Syrer, denn das ist mörderaffengeil.
Frühjahrsputz Beim Staatsschutz wäre fein, allein: es fehlt dem Haus ein Führer, er jagt bei Tag und Nacht achtzigtausend Syrer, die haben unsere Freiheit umgebracht. Mörder! Mörder! schrein die Putzer, bejubelt von Claqueuren weitverstreut im Land. Heute sind sie noch vermiefte Stutzer, morgen, wenn wir uns nicht wehren, morden sie mit eigner Hand. Falsch.
Friedrich Ani
Im Gedicht ''Deutsche Geschichte'' beschreibt Friedrich Ani wie Rechtsextremismus in Deutschland wieder gesellschaftsfähig wird und die Behörden nicht darauf achten. sondern auf Ausländer. Friedrich Ani bezieht sich auf die Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke durch den Rechtsextremisten Stephan Ernst im Juni 2019. Im Gedicht erwähnt Ani mehrmals AfD-Politiker. Diese Politiker begehen selbst keine Strafttaten, säen aber den Hass und die Wut auf politisch Verantwortliche.
Die ARD-Reportage ''Tödlicher Hass'' beschäftigt sich mit dem Mordfall und erklärt die Hintergründe.
Friedrich Ani
Das Gedicht ''Aufzählung'' handelt von den NSU-Morden. Friedrich Ani thematisiert unter anderem das Versagen der Strafverfolgungsbehörden und der Justiz. In dieser Strophe befasst er sich mit der Einstellung der Ermittlung eines Mordes in Gera. [...] Ein Staatsanwalt in Gera, der fand, es wäre fairer, das Ermitteln sein zu lassen und sich mit Wichtigerem zu befassen. Er hat die Fahndung eingestellt, kostet eh nur Unnütz Geld [...]
Nico Bleutge
- am 13.10.1972 geboren in München - Studium der Neueren Deutschen Literatur, Allgemeinen Rhetorik und Philosophie - arbeitet als freier Literaturkritiker für die Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Tagesspiegel und Stuttgarter Zeitung - Mitglied des PEN-Zentrum Deutschlands und der bayerischen Akademie der schönen Künste - Anna Seghers-Preis 2006
Nico Bleutge
leichte Sommer als läge noch eine schicht zwischen ihnen und dem schmalen streif der küste traten die wolken hervor, scharf ab- geschnitten an der unteren kante, oben ein faltiger riemen, in den die möwen kleine löcher stanzten. beim nächsten aufschauen hatte dunst die fläche aufgerauht und der wind verfing sich in den drahtnetzen knapp unterm wasserspiegel, die vögel waren längst verschwunden, der himmel hielt noch ein weilchen jene luft die unter ihren flügeln rauschte
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Michael Krüger
- am 9.12.1943 in Wittgendorf geboren - Lehre als Verlagsbuchhändler - Lektor und später Geschäftsführer beim Karl Hansa Verlag - war bis Juni 2019 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
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Über dem See liegt ein bläuliches Licht, sehr zart, das dann ein grelles Rot wird, wie geschminkt, und aus diesem Farbrausch heraus schreien die Vögel, Enten und Haubentaucher, wahrscheinlich aus Freude, dass wir sie nicht sehen können und sie nicht uns, die wir am Ufer an den Bäumen lehnen, an der vom Regen dunklen Borke, die auch unser Leben schützt. Keiner dieser fast schwarzen Bäume möchte in der Stadt leben. Und ich möchte wissen, wie man die Zeit spürt, so wie man den Sturm spürt und die Hitze und das Wasser. Wie spürt man die Zeit?
Michael Krüger
Aus ''Gedichte aus der Quarantäne'' Im Wald, im Holzhaus (3) (22.4.2020) Kurz vor Sonnenuntergang, so gegen sechs, dürfen wir eine Runde drehen, um die vier Ecken, damit ich das, was ich in meinen Augen aufbewahrt habe, auffrischen oder ergänzen kann, auch um bestimmte Wörter aus dem Kopf zu kriegen, z. B. Sterblichkeitsrate, die ich mittlerweile ohne Zögern aussprechen kann. Wir stolpern entweder den Weg zum See hinunter, ohne daran zu denken, dass wir auch wieder hoch müssen, was für meine Lunge eine Tortur ist. Man geht geduckt unter den überhängenden Zweigen, damit einem die Tröpfchen nichts anhaben können. Es hat sich ein besonderer Geruch hier gehalten, ein Überrest vom Winter, bilde ich mir ein. Pass auf die Wurzeln auf, sie sind glitschig, und du darfst nicht fallen. Keiner denkt mehr daran, die Büsche zu schneiden, sie bilden eine Krypta, aus der man ins Licht tritt und plötzlich den See vor sich hat. Man sollte sich die Hände waschen, mehr geht mir nicht durch den Kopf.
Die Gedichte aus der Quarantäne hat Michael Krüger geschrieben, als er sich in sein Haus am Starnberger See zurückzog, da sein Immunsystem wegen einer Leukämie-Therapie sehr geschwächt war.
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Quellen
https://www.glw.uni-jena.de/mitarbeiter_innen/petersdorff_+dirk+von https://www.ardaudiothek.de/kurz-und-gut/dirk-von-petersdorff-zauberwuerfel/80002910 https://www.fixpoetry.com/feuilleton/kritik/friedrich-ani/im-zimmer-meines-vaters Diekhans, Johannes/Michael Fuchs (Hrsg.) (2013): P.A.U.L. D. Oberstufe : Persönliches Arbeits- und Lesebuch Deutsch, 1. Aufl., Paderborn, Deutschland: Schöningh Verlag. Enzensberger, Hans Magnus (2010): Gedichte 1950-2010, 1. Aufl., Berlin, Deutschland: Suhrkamp. Ani, Friedrich (2020): Die Raben von Ninive: Balladen, andere Gedichte und ein Zwiegespräch, 1. Aufl., Berlin, Deutschland: Suhrkamp Verlag. https://www.lyrikline.org/de/gedichte/leichter-sommer-1337