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30 Jahre "Lena Odenthal"-Tatort

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Created on November 12, 2019

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30 Jahre "Lena Odenthal"-Tatort

30 Dinge, die Sie zum Jubiläum wissen müssen

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30 Jahre „Lena Odenthal“-Tatort sind 70 Krimis der Tatort-Reihe mit einer gesamten Spielzeit von 102 Stunden, 54 Minuten und 39 Sekunden. Anders ausgedrückt: 4,3 Tage Tatort Ludwigshafen nonstop. Vielleicht etwas zu viel zum Koma-Glotzen.

Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Lena scheint ein Herbstkind zu sein – am häufigsten liefen neue Odenthal-Tatorte im Oktober – 12 Mal. Am seltensten liefen Ludwigshafen-Premieren dagegen im Sommer – im Juni nur 2 Mal, im Juli 3 Mal – bevor es ab Mitte der 2000er Jahre eine reguläre „Sommerpause“ beim Tatort gab.

Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Hollywood in Baden-Baden: Für den „Tatort – Kalte Herzen“ (2000) wurde der berühmte Hollywood-Schriftzug ziemlich detailgetreu nachgebaut und auf dem Hungerberg, einem Hügel bei Baden-Baden, positioniert. Hoch oben auf den Buchstaben fand dann der Showdown zwischen Lena und dem Mörder statt.

Foto: SWR/Alexander Kluge

Ausland auch im „Tatort – Romeo und Julia“ (2003): für die Italienszenen wurde in Imperia an der ligurischen Küste gedreht. Der einzige Showdown unter Lena Odenthals Fällen, der sich in einem Schiff auf dem Meer abspielt.

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

Film ist Fake: Für „Abgezockt“ (2004) wurde sogar Lena Odenthal gefaked. Wegen eines noch nicht ganz ausgeheilten Kreuzbandrisses konnte Ulrike Folkerts beim Drehen noch nicht wieder rennen und wurde bei den Verfolgungsszenen gedoubelt.

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

Ganz und gar erfunden ist die U-Bahn-Station „Hemshof“, die im „Tatort – Tod einer Lehrerin“ (2011) kurz zu sehen ist.

Foto: SWR/Stephanie Schweigert

Der Hemshof, ein Ludwigshafener Stadtteil samt seiner Bewohner, wurde dagegen für „Babbeldasch“ (2017) trefflich ins Bild gesetzt. „Babbeldasch“ war außerdem der erste Improvisations-Tatort überhaupt.

Foto: SWR/Martin Furch

Lenas und Koppers Wohnung befindet sich in der Prinzregentenstraße in Ludwigshafen. Dort wurden die Szenen in der Wohnung lange Zeit auch gedreht. Seit 2007 werden die Innenmotive der Wohnung in einem Gebäude in Baden-Baden realisiert. Teilweise wurde dafür die originale Einrichtung der Wohnung eingebaut. Auch die Diensträume der Ludwigshafener (Foto) befindet sich in Baden-Baden.

Foto: SWR/Martin Furch

„Tod im All“ (1997) hat neben einer besonders schrägen Story jede Menge Gaststars aufzuweisen: Dietmar Schönherr, Nina Hagen, Anke Engelke und Ingolf Lück hatten Auftritte in dem Ufologen-Tatort.

Foto: SWR/Tschira

Auch ein Teil der deutschen Fußball-Prominenz spielte in „Im Abseits“ (2011) bei Lena Odenthal mit. Als Fußball-Funktionäre des fiktiven FC Eppstein traten der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger, Nationalmannschaftsspieler Oliver Bierhoff und die begabte Fußballerin Steffi Jones im Ludwigshafener Tatort auf.

Foto: SWR/Patrick Seeger

Tatort-Zuschauer sind aufmerksam und kritisch. Am meisten sachliche Kritik gab es für den Tatort „Roter Tod“ (2007), in dem es um verseuchtes Blut geht: Viele Ärzte merkten an, dass der existierende Aids-Schnelltest nicht zum Einsatz kam.

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

In 70 Tatorten gab es bei Lena Odenthal insgesamt 142 Leichen. Davon waren 62 Prozent männlich, 38 Prozent weiblich. Überdurchschnittlich viele gibt es da im aktuellen Jubiläums-Tatort „Die Pfalz von oben“ (2019): 5 Tote sind am Ende zu beklagen …

Foto: SWR/Alexander Kluge

Am häufigsten sterben die Opfer im Lena-Odenthal-Tatort durch Erschießen.

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

Die Täter waren in 73 Prozent der Fälle männlich, 24 Prozent weiblich. In einem Fall war der Täter nicht zu bestimmen, 4 Mal war der Tod natürlicher Ursache.

Foto: SWR/Alexander Kluge

Die raffinierteste Beseitigung des Mordopfers gab es in „Der kalte Tod“ (1996) zu sehen: Der Mörder ist Rechtsmediziner und zerstückelt die Leiche in viele kleine Teile und versendet die inneren Organe als anatomische und histologische Lehrproben weltweit an andere Institute. Doch Lena kommt ihm natürlich trotzdem drauf.

Foto: SWR/Makosch

Den ersten Live-Chat nach der Ausstrahlung gab es am 12. Januar 1997 zu „Tod im All“

Foto: SWR/Tschira

Im Tatort wird auch gerne mal experimentiert: 2012 wurde der Zuschauer im Rahmen des „Tatort Plus“ komplett zum Ermittler befördert. Der Fall „Der Wald steht schwarz und schweiget“ wurde nicht aufgelöst. Die Tatort-Fans mussten anschließend im Internet mit Hilfe zahlreicher Hinweis-Videos und der Ermittlungsakte den Täter finden.

Foto: SWR/Peter A. Schmid

Bis heute wurden 474 Wiederholungen von Lena-Odenthal-Fällen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesendet. Statistisch wird also jede Folge durchschnittlich nach der TV-Premiere 6 Mal wiederholt. Spitzenreiter bei den TV-Wiederholungen ist „Tod im Häcksler“ (1991), der 14 Mal wiederholt wurde.

Foto: SWR/Alexander Kluge

Mordopfer, Joggingszenen und Ermittlungen am Rheinufer werden sehr oft nicht in Ludwigshafen gedreht, sondern auf der anderen Rheinseite – in Mannheim. Denn nur so lässt sich die typische Silhouette von Ludwigshafen kameratauglich einfangen.

Foto: SWR/Alexander Kluge

Ein anderes markantes Symbol der Stadt Ludwigshafen spielte in „LU“ (2015) neben Ulrike Folkerts eine Hauptrolle – die „Tortenschachtel“, ein ehemaliges Kaufhaus. Eine prominente Episodenhauptrolle in „LU“ übernahm Jürgen Vogel.

Foto: SWR/Alexander Kluge

Ulrike Folkerts hatte als Lena Odenthal selbst einmal einen Gastauftritt im Tatort. Als sie als Fan des Fußballvereins FC Freiburg in München weilte, konnte sie in „Kleine Diebe“ (2000) einen Taschendieb im Stadion fangen, nach dem die zuständigen Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr vergeblich fahndeten.

Foto: SWR/Erika Hauri

Das Autokennzeichen von Lena Odenthal im Tatort lautet stets LU-FO 1405. Das „Lu“ steht für Ludwigshafen, „UFO“ ist eine Abkürzung für Ulrike Folkerts; gleichzeitig sind die vier Buchstaben die Initialen von Ulrike Folkerts und Lena Odenthal. Und 1405 steht für das Geburtsdatum (14. Mai) der Schauspielerin.

Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Lena, so sagt Ulrike Folkerts über ihre Rolle, arbeite viel zu viel, habe viel zu wenig Privatleben. Mehr als Jogging, Schwimmen oder die schwarze Katze sei da nicht. Ganz selten mal ein Mann. Oder einmal diese Frau, mit der sie aus Verlegenheit in „Fette Krieger“ (2001) rumgeknutscht hat – weil sie sich vor der Polizei verstecken wollten, ausgerechnet ...

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

Das Drehbuch zu „Tod im Häcksler“ entstand 1991 in der Rekordzeit von nur 14 Tagen. Die Autoren Stefan Dähnert und Nico Hofmann schrieben es größtenteils im Englischen Garten in München. Es wurde – mit nur sehr wenigen Änderungen – bereits in der ersten Drehbuchfassung verfilmt, das hat Seltenheitswert!

Foto: SWR/Ralf Nowak

Ein komplettes Online-Drehtagebuch entstand bei den Dreharbeiten zu „Der Präsident“ (2001). Regisseur und Autor Tom Bohn schrieb an jedem Drehtag, was passiert und gedreht wurde. Lange vor der Ausstrahlung konnte der Zuschauer so an dem Tatort nahezu hautnah teilnehmen.

Foto: SWR/Lorenz

Ein weiterer Auslandsaufenthalt für Lena: Für die Ermittlungen in „Maleficus“ (2019) reist die Kommissarin in die belgische Hauptstadt Brüssel.

Foto: SWR/Sabine Hackenberg

Fast wäre für den Tatort „Nachtwanderer“ (2006) ein realer Mobilfunkmast gesprengt worden, ein zum Abriss bestimmter Mast war bereits gefunden. Doch dann erwies es sich doch als praktischer und preiswerter, die Trümmerreste täuschend echt aus Styropor nachzubauen.

Foto: SWR/Jacqueline Krause-Burberg

Der wahrscheinlich emotionalste Ausbruch Lena Odenthals in ihren 30 Einsatzjahren fand in „Roter Tod“ (1996) statt. In ihrer Angst, mit HIV infiziert worden zu sein, rastet sie in Koppers Gegenwart so richtig aus.

Foto:

Foto: Jacqueline Krause-Burberg

Die Szenen in der Rechtsmedizin für „Der kalte Tod“ (1996) wurden weit weg von Ludwigshafen gedreht. Und zwar im elsässischen Straßburg als auch im westfälischen Bielefeld.

Foto: SWR/Makosch

Als Lena in „Die kleine Zeugin“ (2000) den Shootingstar Julia Hummer am Bahnhof observiert und befragt, steht im Drehbuch natürlich „Hauptbahnhof Ludwigshafen“. Doch gedreht wurde die Szene unverkennbar in Frankfurt am Main – an der Hauptwache, in der Nähe der Zeil.

Foto: SWR/Genißer