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Der kalte Krieg

Stéphane RAYMOND

Created on June 29, 2019

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Kalte Krieg

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Definition

Unter "Kalter Krieg" versteht man den Konflikt, der von 1948 bis 1989 zwischen den Westmächten unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika und dem sogenannten Ostblock unter Führung der Sowjetunion stattfand. Man spricht auch von Ost-West-Konflikt. Dieser Krieg wurde als "kalt" bezeichnet, denn es wurde viel gedroht, keine Waffen wurden aber auf direkte Weise zwischen den zwei Supermächten (USA und UdSSR) benutzt. Die Waffen blieben kalt.

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Verlauf

Jahrzehntelang wurde dieser Konflikt auf beiden Seiten ökonomisch, politisch, propagandistisch und militärisch markiert. Es war eine Konfrontation zwischen zwei Systemen, Kapitalismus und Kommunismus, und es bestimmte weltweit die Außen- und Sicherheitspolitik der Staaten. Es war durch mehrere Krisen geprägt. Deutschland war aber einer der Orte, wo sich der Konflikt stark zuspitzte.

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Auf der letzten Kriegskonferenz in Potsdam finden die USA, GB und die Sowjetunion schwer Kompromisse, um den Zweiten Weltkrieg zu beenden. US-Präsident Harry S. Truman verlässt die Konferenz mit dem Eindruck, dass die UdSSR über die Welt herrschen will. Ab 1947 verspricht er allen vom Kommunismus bedrohten Staaten zu helfen (Truman-Doktrin).

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Ohne die Sowjetunion

Im Frühling 1948 findet die „Sechsmächtekonferenz“ mit den USA, Großbritannien, Frankreich und den Beneluxstaaten in London statt. Es geht darum, die Weichen für einen westdeutschen Teilstaat zu stellen. Die Sowjetunion ist nicht eingeladen worden, und verlässt als Reaktion den Alliierten Kontrollrat in Berlin. Es ist das Ende der Viermächteregierung.

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Zwei Blöcke

Im Anschluss beginnt am 24.06.1948 die Berliner Blockade: Westberlin wird von der Trizone isoliert und bis zum 12.05.1949 über eine Luftbrücke versorgt.

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Zusammen

Am 04.04.1949 wird unter Führung der USA ein Verteigungsbündnis als Gegengewicht zur Sowjetunion gegründet, und zwar der „Nordatlantikpakt“ (Auf Englisch NATO: North Atlantic Treaty Organization).

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Zwei deutsche Staaten

In den folgenden Monaten werden aus den Besatzungszonen im Westen die BRD (am 23.05.1949) und im Osten die DDR (am 07.10.1949) gegründet.

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Ein Bündnis im Osten

Am 14.05.1955 wird der Warschauer Pakt unterzeichnet: Albanien, Bulgarien, die DDR, Polen, Rumänien, Ungarn, die Tschechoslowakei und die Sowjetunion schließen sich zu einer Militärunion zusammen. Es wird von der Sowjetunion geführt und kontrolliert.

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Tausende Flüchtlinge

In den fünfziger Jahren fliehen immer mehr Ostdeutsche nach Westberlin. Sie sind unzufrieden aufgrund starker Lebensunterschiede zwischen Ost und West, denn die DDR erlebt eine ökonomische Krise und die die DDR-Bürger dürfen auch nicht ihre eigene Meinung haben, oder demonstrieren oder ins Ausland reisen (nur in den Ostblock) … Als Reaktion beschließt die DDR-Regierung am 13. 08. 1961 den Bau der Berliner Mauer. Die Mauer wird zum Symbol für die Teilung Deutschlands und Europas.

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Ziel: Entspannung

Der SPD-Politiker Willy Brandt wird 1969 Bundeskanzler und führt eine „Neue Ostpolitik“ unter dem Motto „Wandel durch Annäherung“ ein: es geht darum, die Spannungen zwischen Ost und West abzubauen. In diesem Rahmen wird am 12.08.1970 der Moskauer Vertrag zwischen der BRD und der Sowjetunion unterzeichnet: die Grenzen in Europa sollen geachtet werden. Es folgen danach ähnliche Verträge wie 1972 der sog. „Grundlagenvertrag“: die BRD und die DDR wollen „normale gutnachbarliche Beziehungen haben“. Die Unterzeichnung vom Viermächteabkommen zwischen den USA, der SU, GB und F regelt den freien Zugang aus der BRD nach Westberlin und erleichtert den innerdeutschen Reiseverkehr.

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Glasnost + Perestroika

Im Jahr 1985 wird Michail Gorbatschow SU-Parteichef. Es gibt Proteste in Polen und in der DDR und Gorbatschow spricht für eine Politik der Transparenz und der Umgestaltung (Glasnost und Perestroika): nunmehr soll jede Bruderpartei vom Ostblock selbst über die politische Linie entscheiden dürfen. Für den Zusammenhalt des Ostblocks bedeutet dies eine Schwächung. In diesem Zusammenhang empfängt Bundeskanzler Helmut Kohl im September 1987 den SED-Parteichef Erich Honecker in Bonn. Beide Politiker sprechen für den Frieden.

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Flucht aus der DDR

Im Mai 1989 wird der Eiserne Vorhang brüchig. Ungarn öffnet seine Grenze nach Österreich für DDR- Flüchtlinge, die zu tausenden über Ungarn in die BRD ausreisen wollen. Die Prager Botschaft wird auch von DDR-Bürgern besetzt, die in den Westen fliehen wollen.

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Auf zur Mauer!

Auch in der DDR wird immer mehr protestiert. Demonstrationen werden in Ostberlin, Dresden und Leipzig organisiert, um freie Wahlen und Reformen zu fordern. Als am 09. November Günter Schabowski eine „unmittelbare Ausreisefreiheit“ verkündet, gehen tausende Ostberliner zur Mauer. Weltweit wird die Maueröffnung zum Symbol dafür, dass der Kalte Krieg an sein Ende gelangt ist.

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Wieder vereint!

Ein Jahr später vereinbaren die BRD, die DDR, die USA, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich mit dem „Zwei-plus-Vier-Vertrag“, dass Deutschland als souveräner Staat wiedervereinigt werden kann, und am 3. Oktober findet schließlich die offizielle Wiedervereinigung Deutschlands. Ein paar Wochen später erklären in Paris 32 europäische Staaten sowie die USA und Kanada das „Zeitalter der Konfrontation und der Teilung Europas“ für beendet.

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Stéphane RAYMOND - 2019

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